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CD Review: Katalepsy - Autopsychosis

Katalepsy
Autopsychosis


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Interviewpartner: Anatoly

Für „Autopsychosis“ haben die russischen Brutal-Deather KATALEPSY nicht nur ein neues Label im Rücken, sondern legen hiermit zudem ein ausgereiftes und interessantes neues Studioalbum vor. Auf alle Fälle ein Anlass, mit Bassist Anatoly über die neue Scheibe des Quintetts und über den Death Metal an sich zu sprechen.




Hi, wie läuft's bei Euch? Wie sehen die Rückmeldungen zu „Autopsychosis“ bislang aus?

Hallo an alle! Im Moment kümmern wir uns um die Release-Show für „Autopsychosis“ in Moskau. Unser Sänger Igor und ich haben die ganze letzte Woche lang Interviews beantwortet. Aber wir freuen uns natürlich darüber, denn es zeigt, dass das Album Hörer gefunden hat. Wir haben auch schon jede Menge Rezensionen gesehen, von denen alle prima waren. Und das Teil ist erst seit Kurzem draußen! Viele Leute schreiben uns auch, dass sie von dem neuen Album ziemlich beeindruckt sind.


Im Vorfeld gab es einige Besetzungswechsel: Was kannst Du uns zum aktuellen Stand bei KATALEPSY berichten? Wie hat sich dies auf das Schreiben der Songs ausgewirkt?

Wir hatten noch nie ein wirklich stabiles Line-up. Hoffentlich gehören diese unsicheren Zeiten aber der Vergangenheit an, da wir nun so gefestigt sind wie nie zuvor. Wir sind enge Freunde und auch gute Musiker geworden. Unser aktueller Schlagzeuger, Evgeny, ist verdammt schnell, sodass wir einfach die Songs schreiben können und dabei nicht wirklich an Einschränkungen beim Tempo denken müssen. Und dann wäre da noch der Gesang: Igor, unser neuer Sänger, ist viel variabler und nutzt tiefe Growls und andere Arten von extremen Vocals. All das hat es uns ermöglicht, innerhalb unseres eigenen Stils einige Schritte nach vorne zu machen. Vor einigen Jahren hätte ich mir wirklich nicht vorstellen können, dass wir so ein Werk hätten veröffentlichen können. Die Songs sind viel technischer, schneller und komplexer. Wir haben zu Hause und im Proberaum sehr viel Zeit damit verbracht, an den Stücken zu feilen, aber dennoch war es für uns im Studio eine sehr anstrengende Zeit. Aber wir spielen nun einmal Death Metal, und wie bei ganz normalem Metall führen auch hier Hitze und Druck dazu, immer härter zu werden.


Hat der Albumtitel eine bestimmte Bedeutung für Dich? Habt Ihr bewusst versucht, möglichst viele Interpretationsmöglichkeiten anzubieten, z.B. „Autopsy-chosis“ oder „Auto-psychosis“?

Da ist was dran, und das ist das Schöne daran! Wir haben das Album ganz bewusst so genannt – und jeder kann es dann für sich selbst interpretieren. Ich mag Doppeldeutigkeiten sehr; wir hatten das ja auch schon bei „Musick Brings Injuries“ und „Triumph Of Evilution“ in den Titeln versucht. Ich finde aber auch, dass die textliche Seite und Bedeutung eine Rolle spielt. Schaut Euch nur MORBID ANGEL, SUFFOATION oder NILE an – ein Großteil ihres Bekanntheitsgrades liegt an ihren außergewöhnlichen Texten.




Was kannst Du uns genau zu „Bodybags For The Gods“, „Taedium Vitae“ und „Amongst Phantom Worlds“ berichten?

Sowohl zur Musik als auch zu den Texten? „Bodybags For The Gods“ ist unser technischster Song – mit einer komplexen Struktur und mit unterschiedlichen Gitarrentechniken. Das ist eines der ersten Stücke, die wir für das Album geschrieben haben. Im Text möchte ich zum Ausdruck bringen, dass die Menschheit von sich denkt, die Krone der Schöpfung zu sein, aber sie liegt da einfach falsch. Wir entstammen dem Staub und werden bald wieder zu Staub werden. „Taedium Vitae“ ist der längste Songs des Albums und enthält unterschiedliche Variationen des ersten Riffs. Es ist fast so eine Art suizidales Death-Metal-Mantra, wenn man sich in Trance befindet und sich in der Ekstase selbst Verletzungen zufügt. Das Solo wurde von unserem guten Freund Denis von FETAL DECAY perfekt arrangiert – und seine Gitarre will Deine Seele umklammern und sich in Dein Fleisch krallen. „Amongst Phantom Worlds“ ist eine Offenbarung und eine Vision des Endes. Ich wurde hierzu von Cormac McCarthys Buch „The Road“ inspiriert. Dies ist der dunkelste Song des Albums, mit düsteren, fiesen Riffs und einer tristen Atmosphäre. Dieses Stück ist sehr vielschichtig, was man beim ersten Hören nicht auf Anhieb erkennt.


Wie verläuft das Songwriting bei Euch? Schreibt Ihr zusammen als Band? Welche Rolle spielte es, die achtsaitigen Gitarren einzubinden, d.h., wie wichtig ist es, den Death Metal durch neue Elemente und Ideen immer wieder zu erweitern?

Zuerst arbeitet jeder von uns zu Hause an seinen eigenen Songideen. Danach senden wir die Dateien an die anderen Bandmitglieder, die dann weiter daran tüfteln und Änderungsvorschläge machen. Danach fangen wir an, die neuen Songs bei den Proben zu spielen und diese dabei weiter zu verbessern. Das ist ein ziemlich langer Weg, aber wir haben es nicht sonderlich eilig – nur das Resultat ist von Bedeutung. Die achtsaitigen Gitarren sind ein Experiment. Unser Gitarrist Anton hat schon lange von diesem Typ Gitarre geträumt; wie können wir ihm da sagen, einfach ein paar Saiten weniger zu nehmen? ;-) Und neue Elemente sind nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, solange man immer noch Death Metal spielt, finde ich. Ich verstehe da so einige Bands nicht, die ihre Musik Death Metal nennen, dies aber gar nicht der Fall ist.


Wie ist das Artwork für „Autopsychosis“ entstanden? Das ist ja auch nicht unbedingt ein Cover mit den üblichen „Guts and Gore“-Sachen, wie es scheint? :-)

Wir haben kein Interesse an ausgeweideten Zombieschlampen – das ist einfach so gewöhnlich und langweilig... Wir sehen das jeden Tag auf den Straßen von Moskau, hehe! Wir wollten etwas Neues und Frisches, was nicht aussieht wie Tausende von identischen Arworks. Und Smerdulak hat das verdammt gut hinbekommen. Wir haben ein wenig darüber gesprochen, woraufhin er mir dann eine Skizze zukommen ließ. Alle von uns sagten nur: „Wow, das ist genau das, was wir benötigen!“ Ich bin ein großer Fan von Death-Metal-Artworks – das ist einfach brutales und krankes Zeug! Aber wirklich gute Cover gibt es nur selten.




Ihr habt kürzlich ein Video zum Stück „Evidence Of Near Death“ gefilmt. Wie zufrieden bist Du mit dem Ergebnis und was hättest Du gerne in einem KATALEPSY-Clip, wenn Du unbegrenzte Mittel zur Verfügung hättest? ;-)

Manchmal habe ich das Gefühl, dass KATALEPSY irgendwie verflucht sind, weil alles, was wir machen, immer sehr lange dauert und immer jede Menge Probleme mit sich bringt. Dieser Videoclip ist da keine Ausnahme. Wir wollten zuerst eine Art Handlung in dem Clip, haben uns aber in letzter Sekunde gegen diese Idee entschieden und alle Story-Elemente herausgestrichen. Wir mochten einfach nicht, wie es rüberkam. Das war uns aber eine gute Lehre – wenn man keine Vorstellung davon hat, was man am Ende haben möchte, dann sollte man lieber gar nicht erst anfangen. Ich weiß nicht, was wir damit anstellen würden, wenn wir so ein Budget wie Steven Spielberg oder George Lucas hätten. :-) Vielleicht etwas über den Todesstern, haha!


„Autopsychosis“ ist Euer erstes Album, das über Unique Leader Records erschienen ist. Wie hat sich diese Zusammenarbeit ergeben?

Wir wissen, dass es schwierig sein kann, bei einem großen Label unter Vertrag zu stehen. Die gute Seite daran ist aber zum Beispiel, dass ich gerade Deine Fragen beantworten darf. Weißt Du, viele Leute haben uns nach dem Labelwechsel nun auf dem Schirm und akzeptieren uns, und unsere CDs sind auf der ganzen Welt verfügbar. Für mich als großen Fan des Death Metal ist es eine Ehre, bei Unique Leader unter Vertrag zu stehen, da ich ein Fan von DEEDS OF FLESH, DECREPIT BIRTH, GORGASM und natürlich DISGORGE bin, und für uns ist es wie ein wahr gewordener Traum, in einer Reihe mit diesen großen Namen zu stehen. Ich habe fast alle CDs von Unique Leader in meiner Sammlung, zumal der Name des Labels ein Markenzeichen für hochwertigen Death Metal steht.


Wie nimmst Du die Death-Metal-Szene in Russland wahr? Welche Bands könntest Du uns empfehlen?

Die Szene ist nicht sonderlich groß. Es gibt aber einige gute Labels, wie z.B. Soulflesh Collector oder Coyote Rec., und einige ziemlich gute Bands. Letztes Jahr haben einige russische Bands Verträge mit ausländischen Plattenfirmen ergattern können: CEPHALIC IMPURITY sind nun bei Brutal Panda Records, PERVERSE DEPENDENCE unterzeichneten bei Amputated Vein und 7H.TARGET sind bei Sevared Records gelandet. Das ist einfach großartig, weil sich viele Leute vermutlich gar nicht vorstellen können, dass in Russland brutaler Death Metal gespielt wird. Ich kann Euch nur empfehlen, mal die letzten Alben von FETAL DECAY, OSSUARY ANEX, SCRAMBLED DEFUNCTS und BIG END BOLT sowie die anstehende Scheibe von CREMATED LIVES anzutesten. Ihr werdet überrascht sein, denn die Musik dieser Bands verdient es auf alle Fälle, mittels eines größeren Labels mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.




Wie sieht es mit Euren Tourplänen für „Autopsychosis“ aus? Wann werdet Ihr insbesondere in Deutschland unterwegs sein?

Oh ja, wir werden auf dem Extremefest in Deutschland zugegen sein. Dazu kommen noch ein paar Auftritte in Russland sowie eine Mini-Tour in Kasachstan. Im September kommen wir dann nach Deutschland zurück – im Rahmen einer zweiwöchigen Tour mit unseren langjährigen Kumpeln PIGHEAD und CARNAL DECAY. Wenn Ihr Bock auf ein Slam-Massaker, aber auch auf technischen Anspruch habt, dann kommt gerne vorbei! Wir können Euch auf alle Fälle gute Brutal-Death-Shows versprechen, also schaut doch einfach rein!


Bonusfrage 1: Was waren Deine fünf Lieblingsalben des Jahres 2012?

1. Torture“ von CANNIBAL CORPSE steht da an oberster Stelle! Ein großartiger Sound und ein bestechendes Songwriting!
2. „Reign Supreme“ von DYING FETUS – diese Jungs wissen einfach, wie das richtig brutale Zeug zu klingen hat.
3. „Eden Apocalypse“ von TOMBTHROAT.
4. „Monolith Of Inhumanity“ von CATTLE DECAPITATION.
5. „Utilitarian“ von NAPALM DEATH.
6. MGLA – ja, ich weiß, das ist schon das sechste Album, und es hat auch nichts mit Death Metal zu tun, aber es hat mich einfach so beeindruckt, dass ich es erwähnen muss!


Bonusfrage 2: Wenn man die Musik von KATALEPSY mit einem Film vergleichen würde, welcher existierende Streifen würde am besten dazu passen? Vielleicht etwas Düsteres und Abgefahrenes wie „Donnie Darko“?

Bingo! Da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen, denn „Donnie Darko“ ist mein absoluter Lieblingsfilm! Außerdem kämen noch „Event Horizon“, „Into The Mouth Of Madness“ und auch „Pandorum“ infrage. Aber „Donnie Darko“ würde am besten passen!


Dann danke ich Dir an dieser Stelle ür das Interview und wünsche Euch gutes Gelingen mit „Autopsychosis“!

Vielen Dank für die interessanten Fragen; es hat mir jede Menge Spaß gemacht! Außerdem möchte ich Euren Lesern danken und sie daran erinnern, beim Extremefest vorbeizukommen und auch die Tour im Herbst nicht zu verpassen. Ich denke mal, Ihr werdet tatsächlich beeindruckt von unseren Konzerten und von „Autopsychosis“ sein! Keept it brutal and support the underground!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 02.02.2013 | 12:39 Uhr

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