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Interviewpartner: Anders Nyström

Spätestens seit dem Release von“The Great Cold Distance“ sind KATATONIA in aller Munde. Das Album hat der Band ganz neue Schichten an Fans bescheren können und mittlerweile dürften sich auch einige größere Labels die Finger nach den Schweden lecken. Eher „by accident“ erschien im vergangenen Monat die erste Live-CD/DVD der Depri-Mucker! Anders Nyström beantwortete dazu und zu zukünftigen Aktivitäten einige Fragen...




Hey, Anders! Wie geht’s? „Live Consternation“ ist kürzlich erschienen! Wie war das denn so, Euer erstes Live-Album sowie Eure erste DVD zu produzieren?

Well, wir haben gar nicht geplant, diese Show rauszubringen; es war eher eine spontane Entscheidung, sie aufzunehmen. Sie hatten dort ein Kamera-Team, dass alle Bands aufgenommen hat und unser stand um Mitternacht statt, was für uns auf Open Airs zwar ungewöhnlich aber doch so passend ist. Wir sagten ihnen also, dass sie den Gig bitte filmen sollten, und wenn es cool würde, wollten wir mal schauen, ob wir damit noch was anstellen würden. Ich weiss, es ist etwas kurz, wir hatten eine Stunde Spielzeit bekommen, also konnten wir nicht wirklich viel tun. Wir haben auch daran gedacht, die Show als Bonus-Material auf unser ersten echten DVD zu veröffentlichen, an der wir jetzt schon eine Weile arbeiten, aber wir bekamen von unserem Label Bescheid, dass das wohl noch eine ganze Weile dauern würde, da wir das Teil mit tonnenweise Stuff vollpacken wollen, um unsere ganze Karriere abzudecken. Also bestanden sie darauf, das Teil in der Zwischenzeit herauszubringen. Schlussendlich war auch die visuelle sowie akustische Qualität sehr gut und es wert, veröffentlicht zu werden, auch wenn die Spielzeit sehr kurz ist.


Ward Ihr denn bis hierhin „nur“ damit beschäftigt, „Live Consternation“ fertig zu stellen, oder habt Ihr neues Material geschrieben und ein neues Album geplant?

Bisher haben wir erstmal all unsere Kraft in die DVD gesteckt, aber wir schreiben natürlich auch an neuem Material und sammeln Ideen. Wenn wir an dem Punkt ankommen, wo wir merken, dass wir eine ganze Menge Zeug zusammen haben, hören wir auf damit und fangen an, das Album in Angriff zu nehmen!


Wieder einmal hat Travis Smith Euch ein beeindruckendes Artwork verpasst, welches – wie Ihr es auf Eurer Homepage erwähnt – den Kreis der „The Great Cold Distance“-Ära schließen soll! Kann man das visuell oder auf die Musik bezogen sehen...?

Wir meinen das eher visuell, aber man kann ja nie wissen... Wir selbst wissen nicht, wie das neue Album klingen wird, bis wir in der Vorproduktion stecken. Dann erst arrangieren wir all die Ideen, die wir haben und nehmen sie auf. Dann erst probieren wir alles aus und geben all dem eine Identität. Ideen, die nur einfach aufgenommen werden oder sogar noch in Deinem Kopf herumschweben, können ganz anders herauskommen. Ein softes Riff könnte ein extrem hartes werden etc...


Warum ist eigentlich „My Twin“ nicht auf „Live Consternation“ zu sehen/hören? Es ist eigentlich der einzige „Hit“ vom letzten Album, den Ihr nicht gespielt habt...?

Yeah, ich kann mir vorstellen, dass das komisch wirkt, aber wie gesagt, wussten wir gar nicht, dass das Ganze auf einer DVD landen würde, als wir den Gig spielten. Wir bekamen mmit, dass eine Crew da ist, um zu filmen, also ließen wir sie die Show filmen. Aber wenigstens sind „Deliberation“ und „July“ zu sehen – die anderen beiden Singles, die wir ausgekoppelt haben.


Ihr habt live auch ein paar Gesangslinien bei manchen Songs geändert...

Wir versuchen immer ein bißchen was an den Sachen zu ändern, wenn wir es live spielen – das ist spontaner und emotionaler. Einfach den Album-Versionen zu folgen, wäre etwas zu „perfekt“ für uns. Wenn Jonas etwas improvisiert, gibt das dem ganzen eine Menge eigenen Flair und der Performance mehr Leben.


Was hat sich verändert, seit Ihr „The Great Cold Distance“ veröffentlicht habt, welches Euch ja einem sehr viel breiterem Publikum eröffnet hat...?

Alles wird größer und ernster – sowohl die guten als auch die schlechten Seiten.

Obwohl die meisten Eurer Songs sehr traurig und depressiv sind, klingen sie trotzdem sehr schön und man kann fühlen, dass da auch immer irgendwo ein Funken Hoffnung steckt. Würdest Du dem zustimmen?

Ja! Ich denke, Melancholie ist das richtige Wort dafür. Das ist das Gefühl, bei dem wir immer wieder hängenbleiben!


Was sind Eure Pläne für den Rest des Jahres 2007?

Wir werden ein paar Sommer-Festivals spielen und dann geht’s über den Atlantik, um unsere erste Headliner-Tour durch Nordamerika zu spielen. Wenn wir zurückkommen, werden wir uns auf das Songwriting zum neuen Album konzentrieren und ins Studio gehen, um es 2008 veröffentlichen zu können.


Nun, das war's schon! Ich bedanke mich für Deine Zeit und dieses Interview! Die letzten Worte sind die Deinen...

Danke für das Gespräch! Hat mich gefreut! Cheerz!

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 21.06.2007 | 00:04 Uhr

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