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Band: Metalnews nach 'Hexen' durchsuchen Hexen
Interviewpartner: Andre Hartoonian

Am 15. Juni erscheint mit „Being And Nothingness“ das zweite Album der amerikanischen Thrash Metal-Jungspunde HEXEN. Erwähnenswert ist das nicht nur, weil die Platte ein ganz hervorragendes Beispiel für intelligentes, vielschichtiges Songwriting geworden ist, sondern auch, weil die Truppe bereits vor vier Jahren mit ihrem Debüt „State Of Insurgency“ an die Öffentlichkeit drang und sich somit außergewöhnlich viel Zeit für ihr Zweitwerk ließ. Gerade, wenn man am Anfang seiner Karriere steht ist das in Zeiten, in denen Bands praktisch jedes Jahr neue Veröffentlichungen auf den Markt werfen, nicht nur außerhalb der Norm sondern auch ziemlich mutig, weshalb wir uns mit Bandkopf und Frontmann Andre Hartoonian in Verbindung setzten und den Mann zur Rede stellten.






Hallo Andre und vielen Dank, dass Du Dir Zeit für unsere Fragen nimmst! Es ist jetzt vier Jahre her, dass Euer Debüt „State Of Insurgency“ erschienen ist. Was hat sich seitdem bei Euch getan?

So einiges! Wir haben in der Zeit nach der Veröffentlichung von „State Of Insurgency“ in großem Umfang versucht, uns hier in Amerika einen Namen zu machen, wobei wir das alles komplett selbst in die Hand genommen haben. Da ist es kaum überraschend, dass sich im Jahr 2008 allerhand Dinge ereignet haben, aber wir haben aus dem Album wirklich alles herausgeholt, was ging. Die Reaktionen der Presse waren durchweg gut, weshalb wir uns dachten, dass wir ein derart starkes Debüt so lange nutzen sollten, bis sich die perfekten Umstände bieten, um eine weiter Platte zu machen, damit wir nichts überstürzen müssen. Vier Jahre, zwei Bandmitglieder und eine Plattenfirma später können wir nun endlich „Being And Nothingness“ auf die Menschheit loslassen!


Nach heutigen Standards sind vier Jahre eine recht lange Zeit zwischen zwei Alben – habt Ihr nie irgendwelchen Druck verspürt gerade zu Anfang Eurer Karriere eine weiter Platte aufzunehmen?

Nein, denn HEXEN haben schon immer nach ihrem ganz eigenen Zeitplan gearbeitet. Es hat uns noch nie interessiert, was andere Bands machen, denn uns irgendwie nach ihnen zu richten hätte nur so ausgesehen, als würden wir nichts weiter tun, als auf der aktuellen Thrash Metal-Welle mit zu schwimmen. Unser Debüt ist genau wie die wichtigen Alben jeder anderen jungen Thrash Metal-Band aus den USA im Jahr 2008 erschienen, aber seitdem hat sich in der Szene viel verändert. Das war eine sehr interessante Mutation.


Wie würdest Du sagen habt Ihr Euch seit „State Of Insurgency“ musikalisch entwickelt?

Wie die meisten Menschen, die das Album gehört haben, würde auch ich sagen, dass „Being And Nothingness“ im Vergleich zu seinem Vorgänger ein Unterschied wie Tag und Nacht ist. Unser Debüt enthielt hauptsächlich Songs, die wir in der High School geschrieben haben und das neue Album ist so anders wie die Leute in Band, die es erschaffen haben. Für mich ist „Being And Nothingness“ ein weitaus größer angelegtes, gereiftes und atmosphärischeres Album. Wir haben fast alles weiter entwickelt, um das zu ermöglichen. Wie fast alle Bandmitglieder wollte auch ich immer zumindest ein episches Album aufnehmen und das ist uns wohl gelungen.


Wie liefen die Aufnahmen zu „Being And Nothingness“ ab? In welchem Studio war Ihr und mit welchem Produzenten habt Ihr gearbeitet?

Die Aufnahmen zu „Being And Nothingness“ waren die beste Zeit, die ich je in einem Studio hatte. Als wir uns in der Demophase von „State Of Insurgency“ befanden, war unser Aufenthalt im Studio mit sehr viel Nervosität verbunden. Wir hatten nur wenig Geld und somit auch nur wenig Zeit für die Aufnahmen, weshalb alles unter sehr großem Druck abgelaufen ist. Obendrein war es ein absoluter Schuss ins Blaue, ob die Produktion nun gut klingen würde oder nicht. Letzteres Problem war eines der Dinge, die wir regeln wollten, bevor wir erneut für ein Album ins Studio gehen würden und natürlich hat die Suche nach den optimalen Bedingungen zu unserer vierjährigen Abstinenz beigetragen. Letztendlich haben wir uns entschieden, mit Produzent Rich Bruce in dessen „Vivid Tone Studio“ aufzunehmen. Um sicherzustellen, dass wir zufrieden sind, ist er wirklich bis ans Ende der Welt und zurück gegangen – seine Detailverliebtheit bei der Produktion unseres Albums war enorm und so ist es mit Recht eines der vielleicht vielschichtigsten modernen Thrash Metal-Alben geworden. Aber das ist es ja auch, was wir immer wollten: Wir wollten ein wirklich großes zweites Album schreiben, das unseren Horizont erweitert. Wir wollten nicht einfach nur unser Debüt noch mal aufnehmen oder so etwas.


“Being And Nothingness“ ist ein ziemlich philosophischer Titel…

Ja, das stammt von Sartre. Ich studiere Philosophie und dieses Feld gibt einem natürlich eine riesige Auswahl an Themen, über die man schreiben kann, sofern man philosophische Songtexte anstrebt. Die Texte auf „Being And Nothingness“ sind voll von tiefgründigen Gedanken und Existenzialismus, wenngleich ich nicht sagen würde, dass irgendjemand in der Band ein Existenzialist wäre… Viele Texte drehen sich um das Leben und persönliche Schwierigkeiten oder sind gegen organisierte Religion gerichtet. Diesmal wollten wir nachdenkliche Texte schreiben und zusammen mit der Stimmung des Albums, die sich auf abstrakte Art und Weise um den Verstand dreht, hat das ganz gut gepasst.


Euer neues Album ist ein schöner Stilmix aus Thrash- und Heavy Metal mit einigen progressiven Elementen – seht Ihr Euch selbst vornehmlich als Thrash Metal-Band?

Natürlich werden wir immer im Thrash Metal verwurzelt bleiben, aber wir versuchen, uns keinen Stempel aufzudrücken oder uns innerhalb fester Grenzen zu bewegen. Das sage ich jetzt nicht, weil ich wie jeder andere Musiker klingen will, der so einzigartig wie möglich sein will – die einzelnen Mitglieder dieser Band haben ganz verschiedene Einflüsse, die wir gerne in unseren Stil mit aufnehmen würden, dass es unmöglich wäre, sich auf eine Richtung festzulegen. Wer weiß? Vielleicht geht unser drittes Album ja in eine ganz andere Ecke… vielleicht wird das ja dann deutlich aggressiver. So ist das, wenn man eine offene und stilistisch vielfältige METAL-Band ist und nicht bloß eine Thrash-Combo, die nichts anderes zulässt.


Was sollte man unbedingt über HEXEN wissen?

Naja, unsere Geschichte ist wohl nicht sehr viel anders, als die von vielen anderen Bands: Ein paar Metalheads treffen sich in der High School, gründen eine Band, nehmen die Sache ernst, fangen an Songs zu schreiben und treten so lange auf, bis sie das auch können. Aber ich glaube, wenn man sich alle Mitglieder, die es bisher in HEXEN gab, anguckt, dann haben wir hier wohl schon jedes Musikgenre gehört. Wir hatten zum Beispiel mal einen Gitarristen, der sich eine Band vermutlich nicht mal angehört hätte, wenn ihr Name nicht wenigstens einen Umlaut enthielt, die Vocals gegrowlt wurden und sie aus Nordeuropa kam. Aber die Bands, auf die wir uns alle einigen können, sind wohl DEATH, KING DIAMOND, CORONER, KALMAH und alte DISSECTION.


Wie betrachtest Du die heutige Metalszene und wo siehst Du HEXEN darin?

Wie ich vorhin schon habe durchscheinen lassen hoffe ich, dass HEXEN eines Tages aus der Masse hervorstechen werden – ich möchte nicht in der Masse aus Thrash-Kiddies untergehen, die versucht haben, so gut wie ihre Vorreiter aus den 80ern zu sein und es leider nicht geschafft haben. Es würde mir gefallen, wenn die Leute irgendwann über uns sagen, dass wir zwar zur gleichen Zeit und am gleichen Ort aufgetaucht sind und irgendwie auch Thrash Metal gespielt haben, aber trotzdem anders als alle anderen waren. Aber trotzdem finde ich es toll, dass das alles überhaupt passiert. Ich hoffe, Ihr habt jetzt nicht den Eindruck als würde ich mich über diese neue Szene beschweren, denn das tue ich nicht, aber sie hat ihre Momente der Durchschnittlichkeit – obwohl es großartig ist, dass so etwas überhaupt passiert!


Wie sieht es mit Euren kommenden Tourplänen aus? Werden wir Euch in Deutschland sehen?

Das hoffe ich sehr, allerdings würde das eine Menge Planung erfordern, denn wir haben nicht genug Geld, um mal eben nach Europa zu fliegen, ein paar Konzerte zu spielen und wieder nach Hause zu gehen. Hoffentlich hat eines Eurer Thrash Metal-Festivals Interesse daran, HEXEN nach Deutschland zu bringen, denn dann kann ich endlich mal das beste Bier der Welt probieren!


Damit sind wir schon fertig – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ja, ich würde den Moment gern nutzen, um mich bei Metalnews.de dafür zu bedanken, dass Ihr uns eine Plattform gegeben habt! All die Thrasher in Deutschland sollten mal auf unserer Facebook-Seite [http://www.facebook.com/pages/HeXeN] vorbeigucken!


Vielen Dank!

Hails!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 22.05.2012 | 09:44 Uhr

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