.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Double Crush Syndrome
CD Review: Double Crush Syndrome - Die For Rock'n Roll

Double Crush Syndrome
Die For Rock'n Roll


Glam Rock, Hard Rock, Punkrock
6 von 7 Punkten
"Gib mir alles"
Mehr aus den Genres
CD Review: Rose Tattoo - Black-Eyed Bruiser (EP)

Rose Tattoo
Black-Eyed Bruiser (EP)


Hard Rock
6.5 von 7 Punkten
"Hard Rock der alten Schule"
CD Review: Led Zeppelin - Led Zeppelin IV [2CD Deluxe Edition, Re-Release]

Led Zeppelin
Led Zeppelin IV [2CD Deluxe Edition, Re-Release]


Blues / Bluesrock, Folk, Hard Rock
Keine Wertung
"Das Album – die Legende!"
CD Review: Level 10 - Chapter One

Level 10
Chapter One


Hard Rock, Heavy Metal
6 von 7 Punkten
"Rockstar-Level: 10."
CD Review: Oz - Burning Leather

Oz
Burning Leather


Hard Rock, Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Finnische Underground-Nachhilfestunde"
CD Review: Black Star Riders - The Killer Instinct

Black Star Riders
The Killer Instinct


Classic Rock, Hard Rock, Rock
5.5 von 7 Punkten
"Mehr als eine THIN LIZZY-Coverband"
CD Review: Artificial Brain - Infrared Horizon

Artificial Brain
Infrared Horizon


Death Metal, Technischer Death Metal
5 von 7 Punkten
"Ungleiche Geschwister?"
CD Review: The Unity - The Unity

The Unity
The Unity


Hard Rock, Heavy Metal
4.5 von 7 Punkten
"Gesichtslose Helden"
CD Review: Eisregen - Fleischfilm

Eisregen
Fleischfilm


Dark Metal
3 von 7 Punkten
"Auch Horrormeister wie Fulci oder Deodato hätten etwas vermisst."
CD Review: Wolfpakk - Wolves Reign

Wolfpakk
Wolves Reign


Hard Rock, Heavy Metal
5.5 von 7 Punkten
"Allstar-Metal abseits des Mainstream"
CD Review: Night Demon - Darkness Remains

Night Demon
Darkness Remains


Heavy Metal
4.5 von 7 Punkten
"Opfer des Hypes"
Share:
Band: Metalnews nach 'Double Crush Syndrome' durchsuchen Double Crush Syndrome
Interviewpartner: Andy Brings

Das Debütalbum von COUBLE CRUSH SYNDROME ist bereits seit etwa einem Jahr fertig. Es fand sich nun mit Arising Empire ein Label und so kommt es, dass „Die For Rock'n Roll“ erst jetzt erscheint. Wir sprachen mit Andy Brings über sein neues Bandprojekt.




Hallo Andy. Neues Projekt, neues Label, neue Platte. Im Moment entwickelt es sich scheinbar gut bei dir. Wie ist die Band DCS entstanden? Wie habt ihr drei zueinander gefunden? So wie es aussieht, steckt immens viel Arbeit und Ehrgeiz hinter der Sache.

Die Band gibt es jetzt seit 2013. Vorher war ich jahrelang mit meinem Soloprojekt ANDY BRINGS unterwegs, das konnte ich aber aus logistischen Gründen einfach nicht mehr fortführen. Ich stehe nach wie vor dahinter, aber es war unheimlich schwer, diese große Band für gemeinsame Gigs oder gar Touren zusammen zu bekommen. Weil mich das doch irgendwie gestört hat, habe ich einfach mal den Reset-Knopf gedrückt, quasi wieder zurück zu meinen Wurzeln RAMONES, early MÖTLEY CRÜE und SKID ROW gefunden. Ich habe immer Rock'n Roll gemacht, wenn auch in verschiedenen Stilarten. Es ging mir nun darum, wieder zu der Essenz meines Treibens zurück zu kommen. Zunächst erfolgte das mit zwei anderen Musikern, welche die Band aber aus privaten Gründen wieder verlassen haben. Dann kam der Slick, mit dem ich bereits bei den TRACEELORDS zusammen gespielt habe und kurze Zeit später stieß der Julian dazu. So bleiben wir jetzt auch zusammen.


Ihr habt ja bereits einige Konzerte hinter euch gebracht...

Wir haben von Anfang an Gas gegeben und sehr viele Shows gespielt. Darunter viele Support Konzerte für J.B.O., SEBASTIAN BACH, HARDCORE SUPERSTAR und DORO. Das war mir sehr wichtig. Darum besteht diese Band. Auf die Bühne gehen, Spass haben und ausrasten.


Du bist ja auch schon eine Weile im Geschäft. Wie wichtig ist die Kombination aus „Ich will einfach nur Musik machen und Rockstar sein“ und dem unbedingten Ehrgeiz, mehr als nur 2x die Woche proben zu investieren?

Ich habe mich bereits mein ganzes Leben und sogar völlig freiwillig mit Haut und Haaren der Rockmusik verschrieben. Dem muss sich wirklich alles unterordnen, auch wenn ich dabei oft sehr hart zu mir selbst sein muss. Es gibt Dinge, die kannst du nicht so nebenbei machen. Dann klingt es so wie „nebenbei“ und es bleibt auch bei „nebenbei“. Wenn jemand in seiner Freizeit zwei oder drei Mal in der Woche mit der Band im Proberaum bei Döner und Bier ein bisschen Musik macht, ist das absolut völlig ok. Aber meine persönliche Zielvorgabe ist eine ganz andere. Rock'n Roll Weltherrschaft, ob erreichbar oder nicht, muss einfach das Ziel sein, auf das man hinarbeitet. Und wenn man das Ziel selbst vielleicht nie erreicht, dann sollte Jeden der Weg dorthin erfüllen. Mich persönlich erfüllt jede Nuance, jede Facette des Musikerlebens mit Glück. Ob es die Aufnahmen zu einer neuen Platte sind oder die von Hand zu nummerierenden Konzerttickets oder jetzt hier mit dir zu sprechen, das gehört alles dazu. Wenn wir unterwegs sind, sitzen wir im vollgepackten Van auf den ganzen Taschen und können uns nicht bewegen. Wir teilen uns mit sechs Leuten ein einziges Zimmer sowie zwei Tüten Chips und sechs Flaschen Bier. Aber wir sind die glücklichsten Menschen der Welt. Wer daraus keine Befriedigung zieht, hat es auch nicht verdient, vor 5.000 Leuten zu spielen.




Gute Überleitung zum Tagesgeschehen. Im März erscheint euer Debütalbum. Sag uns etwas über den Entstehungsprozess von „Die For Rock'n Roll“.

Ich habe das Album selbst produziert, wie ich es mit meiner Musik eben seit Jahren bereits mache. Einige der Songs bestehen schon seit der Bandgründung, wie eben „Die For Rock'n Roll“ oder „Year, Pain!“. Doch es sind viele Songs jüngeren Datums drauf. Das Ganze läuft in etwa so ab, dass ich die Ideen für Musik und Texte grob vorproduziere und die Sachen dann in wirklich grobem Zustand den Jungs präsentiere. Wir arbeiten dann alles gemeinsam aus, so dass jeder von uns der Musik seinen eigenen Stempel aufdrückt. Wir verwenden dafür sehr viel Zeit, um ein organisches Bandgefüge als Trio auch nach außen hin darzustellen. Wir verwenden auf der Bühne auch keine Backing-Tracks. Das mag sich dann Live etwas nackter anhören als auf Platte, ist aber genauso gewollt. Die Produktion hat schon etwas länger gedauert, da ich natürlich nicht den Zeitdruck hatte.


Das fertige Album muss ja unter die Leute. Ein Label habt ihr ja dann gefunden. Wie und wann fiel die Wahl auf Arising Empire?

Die Plattenfirma Arising Empire war zu der Zeit, als das Album entstand, ja noch gar nicht im Boot. Eigentlich wollte ich die Platte selbst heraus bringen, aber dann klopfte das Label an. Es entwickelte sich alles in eine positive Richtung und das Label hat quasi das fertige Album geliefert bekommen. Wir haben lediglich ein wenig an der Songreihenfolge gefeilt. Es ist immer gut, wenn man ein Input von Leuten bekommt, die das Produkt letzten Endes ja verkaufen wollen.


Einen besseren Auftakt als „Gimme Everything“ kann man eigentlich nicht anbieten. Absolutes RAMONES-Feeling und als Gegenpart zu den abgenudelten 80er Hymnen eine Bereicherung für jede Metalparty. Dann der Text! Ohne zu sehr schmeicheln zu wollen, aber das Ding ist großes Kino. „Love, Money, Sex“, da ist ja eigentlich alles gesagt. Manchmal bedarf es ja gar nicht so vieler Worte, oder?

Es ist schön, dass es auch mal jemand so sieht, haha. Ich kriege diese Textzeilen von vielen Leuten um die Ohren gehauen, wie du dir sicher denken kannst. Es wäre zu platt oder zu flach. Das finde ich überhaupt nicht. Für mich ist das einfach nur nah am Menschen. Es gibt ja viele Leute, die nicht studiert haben und deren Muttersprache eben nicht Englisch ist. Da muss ich doch nicht immer alles völlig verkopft angehen. Vielleicht habe ich es einfacher formuliert als es ein Amerikander gemacht hätte. Aber hey „Love, Money, Sex – I hate war, religion and my Ex“. Punkt. Aus. Fertig. Ende der Durchsage.


Die Songtitel sowie die Texte sind ja schon ziemlich direkt. Du bist nicht der Typ, der ein Blatt vor den Mund nimmt, oder?

Nein, definitiv nicht. Dafür bin ich auch schon zu alt und habe schon so viele Dinge gemacht. Ich bin nicht derjenige, der jedem Anderen ungefragt seine Meinung aufzwingt. Aber wenn ich gefragt werde, dann teile ich den Leuten schon mit, wie ich die Dinge sehe.


„Fuck You Is My Answer“ klingt angepisst. Gibt es etwas Bestimmtes, was dich momentan aus der Ruhe bringt?

Ja, in der Tat. Das war gerade eine Viertelstunde vor dem Interview. Ich sitze hier gerade in einer Agentur als Model für angehende Make-Up Artists und da bin ich von einer Schülerin auf mein tatsächliches Alter geschätzt worden. Mir sind in dem Moment doch kurz die Gesichtszüge entglitten, haha. Ansonsten bringt mich nichts aus der Ruhe. Ich werde wach und der Tag ist mein Freund.




DCS steht Live für absolutes Entertainment. Du hast es vorhin bereits kurz angeschnitten. Was bedeutet die Show für dich persönlich? Ist der Andy auf der Bühne eine andere Person wie im alltäglichem Leben oder sehen wir den Andy, wie er wirklich ist?

Gute Frage. Nun ja, ich gehe natürlich nicht in zerrissener Strumpfhose und angemalt zum Bäcker und hole Brötchen. Da muss ich nicht beweisen, dass ich Rock'n Roller bin. Ich bin aber auch privat eben so wie ich bin. Auf der Bühne ist das dann alles noch ein Level drüber. Wenn die Show beginnt, dann wird die Gitarre eingestöpselt, ich habe nur noch den Tunnelblick drauf und los geht’s.


Ich hatte bei der Frage einen anderen Hintergrund im Sinn. Es gibt ja Künstler, die wollen auf der Bühne ein ganz anderer Charakter sein als im Privatleben. Sie legen sich Künstlernamen zu, schminken oder verkleiden sich...

Vor diesem Hintergrund kann ich die Frage ganz einfach beantworten. Ich bin auf der Bühne 1:1 der Typ, den du auch privat bekommst.


„Can't You Be Like Everyone Else“ lautet ein weiterer Songtitel. Was wärst du geworden, wenn du nicht Rockstar geworden wärst? Was wäre dein Weg, wenn du auf deine Eltern gehört hättest?

Das Einzige, was ich mir sonst noch vorstellen könnte, wäre Anwalt in einer amerikanischen TV-Serie. Aber es ging ja damals alles ganz schnell. Als ich mitten im Abi stand, bin ich bei SODOM angefangen, da war natürlich klar, wohin der Weg führt. Ich habe anschließend zwar noch meinen Zivildienst geleistet, daher war zwischendurch schon mal der Gedanke da, in die Altenpflege zu gehen. Denn ich mag ältere Menschen unheimlich gern. Aber ansonsten konnte ich mir nichts anderes vorstellen als das, was ich jetzt mache.


Damit sind wir bereits am Ende des Interviews angelangt. Wie immer hat der Musiker das letzte Wort.

Was soll ich da denn jetzt sagen? Vielleicht dies: Schickt Bargeld, schickt Bargeld!

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 20.03.2017 | 12:25 Uhr

Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin