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Interviewpartner: Anna Murphy

Nachdem die Schweizer Pagan/Folk-Truppe ELUVEITIE im Februar dieses Jahres bereits eine neue Studioscheibe in Form von „Helvetios“ veröffentlicht hatte, folgt nun ein Blick zurück zu den Anfängen der Band. Mit „The Early Years“ steht nämlich am 17. August bereits die nächste Veröffentlichung aus dem Hause ELUVEITIE an, die eine komplette Neuaufnahme des Debüts „Vên“ sowie ein neues Mastering der ersten Full Length, „Spirit“, enthält. Sängerin und Drehleierspielerin Anna Murphy meldet sich zu „The Early Years“ zu Wort.




Hi Anna und ELUVEITIE mal wieder! Wie läuft’s gerade so, wie geht’s?

Hallo! Ja, ganz gut. Ist mir einfach zu heiß, scheiß Sommer.


Mit „The Early Years“ erscheint im August nicht nur eine Retrospektive, sondern dies beinhaltet auch eine komplette Neuaufnahme von „Vên“. Warum, wieso, weshalb? Wann entstand die Idee hierfür? Oder wurdet Ihr immer wieder gefragt, wo das Teil eigentlich noch erhältlich ist?

Also, es fing damit an, dass das Teil nicht mehr erhältlich ist. Wir wurden viel gefragt und da die Nachfrage nach unserem „alten“ Material offensichtlich da war, wollten wir die Scheiben re-releasen. Hiermit kam auch die Idee auf, sie neu aufzunehmen. Wir nutzen jede Gelegenheit, um im Studio zu sein, und abgesehen davon ist es doch cool, die Songs mit dem aktuellen ELUVEITIE-Line-Up zu hören; Chrigel z.B. war damals noch gar nicht Leadsänger.


Was habt Ihr an den Stücken von „Vên“ geändert/angepasst bzw. inwiefern das aktuelle Line-up berücksichtigt [damals gab es ja z.B. zwei Fiddles]? Was war Euch wichtig? Wie lange habt Ihr gebraucht, bis alles gepasst hat und die Songs „saßen“?

Sooo viel haben wir gar nicht geändert. Jeder hat seine Parts seiner Art zu spielen angepasst [so hat z.B. Merlin gewisse Schlagzeugparts verändert oder Ivo hat Riffs umgeschrieben], und somit wurden die Songarrangements auf die Band, wie sie jetzt ist, zugeschnitten. Lange gebraucht haben wir nicht; zwei, drei Wochen, wenn mich nicht alles täuscht.


Weiterhin enthält „The Early Years“ ein neues Mastering von „Spirit“. Bot sich dies einfach an bzw. womit wart Ihr evtl. bei der Originalversion unzufrieden? Mir kommt es ein bisschen so vor, als wären die traditionellen Instrumente etwas mehr im Vordergrund und transparenter? Was meinst Du?

Ich glaube, unzufrieden waren wir schon nicht, aber dachten wohl, wenn man es schon neu rausgibt, kann man auch ein bisschen was anders machen. Dan Suter hat ja schon unser letztes Album gemastert, und er macht das wirklich super; „transparent“ finde ich ein sehr gutes Stichwort. Das ist bei uns fast das Wichtigste, wenn es um Mixing und Mastering geht.




Und da wir schon bei den Anfängen sind, wagen wir mal einen kleinen Blick zurück in der Bandgeschichte: Zehn Jahre ELUVEITIE: Was ist passiert, was war gut, was hat Kraft und Nerven gekostet?

Ja, die Frage höre ich oft, wenn es um das Thema „Zehn Jahre ELUVEITIE“ geht, und ich hab keinen blassen Schimmer, was ich darauf antworten soll. Ich bin zwar nicht schon zehn Jahre lang dabei, aber doch auch, seit ELUVEITIE das erste Mal richtig auf Tour waren. Und ehrlich gesagt denke ich nicht groß über die Vergangenheit nach. Es ist vieles passiert; das Meiste war großartig, ein paar Dinge waren sicher auch verschissen. Aber wieso und ob das gut oder schlecht ist... das interessiert mich nicht. Ich hoffe eher, dass es dann irgendwann „20 Jahre ELUVEITIE“ heißt und ich wieder dieselbe dämliche Antwort geben kann.


Was war für Dich selbst, auch wenn Du nicht von Anfang an, sondern „erst“ seit 2006 dabei bist, das schönste Erlebnis mit sowie die größte Herausforderung bei ELUVEITIE?

Wahrscheinlich das erste Mal, Akustiksongs zu spielen, als die „Evocation“ rauskam. Ich war da auch noch relativ jung und wurde plötzlich zur Sängerin befördert, welche bei diesen Gigs sehr im Vordergrund stand und auch noch gleichzeitig spielen musste etc. Das war mir halt sehr neu; rumstehen und nur kurbeln war wesentlich einfacher.


Gib uns doch bitte mal ein paar kurze Statements zu den bislang veröffentlichten Alben und wie Du die musikalische Weiterentwicklung der Band, auch aufgrund der Personalwechsel, sowie die Entstehung der CDs mit etwas Abstand wahrnimmst bzw. die Band selbst vor Deinem Einstieg mitverfolgt hast.

„Vên“: Wann kam die überhaupt raus? War ich da nicht irgendwie zwölf oder so? Egal... ähm, ja, ist eine coole CD. Da waren ja auch noch ca. 35 Leute in der Band. Ich finde es interessant, dass Leute behaupten, damals hätten ELUVEITIE noch völlig andere Musik gemacht. Vor allem die „truen“ Metalheads beklagen sich, dass wir seit „Slania“ Kommerz machen und vorher aber in Ordnung waren. Die Songstrukturen, Arrangements sind dieselben, der Stil ist derselbe... Sie klingt einfach urchig, das ist alles.

„Spirit“: Die Scheibe kenne ich etwas besser; ich bin seit der Plattentaufe in der Band. Ich habe auch quasi gelernt, Drehleier zu spielen, indem ich die Songs geübt habe. Die Scheibe ist super, klingt um einiges besser als der Vorgänger und zeigte den Leuten, wer wir sind. Mit „Spirit“ ging es dann auch los mit Touren, Festivals spielen etc.

„Slania“: Unser „Breakthrough“-Album. Die Songs knallen etwas mehr, was nicht nur am Songwriting liegt [ich glaube, man könnte schon sagen, dass wir ein Spürchen härter geworden sind], sondern auch an der aufwendigeren Produktion. Als wir die Scheibe im Kasten hatten, machte uns auch gleich Nuclear Blast ein Angebot, und wir freuten uns. Weniger erfreulich war der Ausstieg der Zwillinge Rafi & Sevan [damals am Bass und an der Flöte]. Sie haben zwar nicht zum Songwriting beigetragen, was keine musikalische Veränderung mit sich brachte, aber wurden doch vermisst. Vor allem auf der Bühne; ihre Livepräsenz war unschlagbar.

„Evocation I – The Arcane Dominion“: Unser erstes Akustikalbum; wir zeigen uns mal von einer anderen Seite, was uns ziemlich gut gelingt, finde ich. Dabei helfen uns auch unsere zwei neuen Bandmitglieder, Kay und Päde, welche gerade bei diesem Album recht aktiv waren beim Arrangieren von Songs. Ja, was soll man hier noch dazu sagen? Das Album tanzt halt aus der Reihe, passt aber trotzdem gut zu uns. Man hört, dass wir ELUVEITIE sind, und ich finde es cool, dass das Album eher düster geworden ist. Ah ja, singen gelernt hab ich da auch noch. Zwar noch nicht so gut, aber das kommt ja dann noch.

„Everything Remains [As It Never Was]“: Hier trauten wir uns etwas mehr und wurden experimenteller. Ivo trägt immer mehr zum Songwriting bei, Merlins Drumparts entsprechen mehr seinem Geschmack, ich singe etwas mehr [sogar im Duett mit Chrigel]. Um mal ein paar Beispiele zu nennen. Der Stil ist noch immer derselbe; grundsätzlich haben wir uns wirklich nicht sooo wahnsinnig verändert, auch wenn viele das Gegenteil behaupten.

„Helvetios“: Da hätten wir eigentlich unter ziemlichem Druck stehen sollen, da „Everything“ so erfolgreich war, und die unausgesprochene Regel schrieb vor, dass das nun getoppt werden musste. Abgesehen von einem knappen Zeitplan, welcher uns Druck schaffte, ließen wir uns davon nicht beeindrucken und waren uns sicher, dass „Helvetios“ genauso gut, wenn nicht sogar besser wird. Ich finde es unsere beste Scheibe bis jetzt, noch eine Spur diverser als die letzten Alben. Das Konzept hat Chrigel super ausgearbeitet, alles passt. Technisch anspruchsvoller sind die Songs auch, jeder von uns musste besser werden und viel üben, um den Kram fürs Studio zu beherrschen.


Kommen wir zurück zu Gegenwart und Zukunft: Im Frühjahr wart Ihr als Headliner des Paganfest unterwegs – wie hast Du dies erlebt? Zudem werdet Ihr im Herbst mit den Schweden SABATON auf Tour sein: Auf den ersten Blick ein etwas ungewöhnliches Paket. Oder wollt Ihr Euch bewusst auch wieder mal anderen Zuschauergruppen abseits der „Folk/Pagan“-Szene öffnen?

Paganfest war super. Wir waren zwar ziemlich nervös, da die neuen Songs sehr anspruchsvoll sind, aber nach ein paar Shows fühlten wir uns wohl. Es tat uns sehr gut, mal ein komplett neues Set zu spielen.
Zum Thema SABATON: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was die für Musik machen, aber ich finde es immer besser, wenn wir nicht in einem Folk- oder Pagan-Metal-Package unterwegs sind. Meistens gefallen mir besagte Bands nicht [vor allem im Pagan-Sektor], und ich finde es cool, wenn das Abendprogramm etwas durchmischt ist.


Am 18. Mai habt Ihr zudem das komplette „Helvetios“-Album in der KuFa in Lyss in voller Länge live aufgeführt: Wie viel Aufwand hat das bedeutet? Gibt es Pläne, dies noch einmal umzusetzen, zumal Ihr ja sowieso alle Stücke dafür einüben musstet?

Wir mussten viel üben. Geplant ist nichts, aber ich wäre dafür. Es ist eine tolle Herausforderung, und den Fans scheint die Idee auch zu gefallen.




Wie sieht es mit den Plänen für eine ELUVEITIE-DVD aus? Material gibt es inzwischen ja sicher mehr als genug? Wie würdest Du Dir eine solche DVD inhaltlich vorstellen, um sie zu etwas Besonderem zu machen?

Da fragst Du leider die Falsche; ich interessiere mich überhaupt nicht für DVDs. Ich weiß zwar nicht genau wieso, aber ich schaffe es kaum, mir mal ein Konzert von uns oder eine Elu-TV-Episode ganz anzusehen. Natürlich wäre es cool, so was zu veröffentlichen; ich denke, es gibt viele, die darauf warten. Daher hoffe ich, dass das bald irgendwann mal passiert, aber was den Rest angeht oder wie das gestaltet wird... da soll sich dann wer drum kümmern. :-)


Wie sieht es mit den Zukunftsplänen von ELUVEITIE aus? Arbeitet Ihr schon an neuem Material bzw. dem zweiten Teil von „Evocation“ [ein Glück beantwortet Chrigel nicht das Interview; der kann die Frage sicher schon nicht mehr hören... :-)]?

Über die Zukunft mache ich mir genauso wenig Gedanken wie über die Vergangenheit [ich glaube, solche Idioten eignen sich überhaupt nicht für Interviews, kann das sein?]. Ich bin eigentlich ganz zufrieden, wie es jetzt ist. Alben aufnehmen, Touren... alles wunderbar.
An „Evocation II“ arbeiten wir noch nicht, aber Chrigel und ich reden manchmal darüber. Es wird bestimmt episch, hehe.


Welche Bands faszinieren Dich momentan selbst, gar nicht mal zwangsläufig im Metal-Bereich, die Du uns weiterempfehlen könntest/möchtest? Welche drei Alben laufen gerade oft bei Dir?

Momentan läuft bei mir Folgendes rauf und runter: „The Resistance“ von MUSE, „Monocyte“ von SALTILLO und dann natürlich noch „Weather Systems“ von ANATHEMA.


Wie bist du eigentlich auf das Instrument Drehleier gekommen und dann auch auf die Idee, in einer Folk-Metal-Band spielen zu wollen? Wie lange hast Du gebraucht, um das Instrument zu beherrschen?

Auf die Leier bin ich durch eine deutsche Band namens FAUN gekommen. In einer Metal-Band wollte ich eigentlich nie spielen [oder dachte nie darüber nach]; ein Freund von mir hat mir erzählt, dass ELUVEITIE einen neuen Kurbelmensch suchen. Ich habe das Instrument da erst drei Monate gespielt und habe es dann richtig gelernt, indem ich ELUVEITIE-Songs geübt habe. Wäre die Band nicht, würde ich wahrscheinlich gar nicht mehr Drehleier spielen.


Dann danke ich Dir an dieser Stelle für Deine Zeit und für das Interview! Wenn Du noch etwas an unsere Leser loswerden möchtest, dann wäre jetzt die Gelegenheit dazu. :-)

Danke für das Interview! Ich hoffe, es ist einigermaßen spannend. :-) Und danke natürlich auch an die Leser!

Fotos: Manuel Vargas





soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 31.07.2012 | 19:23 Uhr

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