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Interviewpartner: Ben Falgoust

Ganz frisch aus den Sümpfen von New Orleans: Das neue GOATWHORE-Biest "Carving Out The Eyes Of God". Fans werden sicherlich nicht enttäuscht, aber doch überrascht sein: Das Album ist definitiv kein Abklatsch des direkten Vorgängers "A Haunting Curse" [2006], sondern besticht durch frische Ideen in Sachen Sound und Songwriting. Fronthüne Ben Falgoust ist bester Laune, als er durchklingelt und entpuppt sich als unglaublich sympathischer Gesprächspartner. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon 20 Interviews in Knochen und Stimmbändern hat, redet er wie ein Wasserfall und offenbart sehr interessante Einblicke in das neue Album.




Euer neues Album ist ja doch ein wenig anders als sein Vorgänger geworden...

Ja, das stimmt. Ein bisschen. Nicht so viel anders, als dass es Leute abschrecken würde, aber anders.


Besonders hervorstechend sind für mich die rohen Thrash- und Punk-Vibes, die sich durch die Scheibe ziehen.

Bei dieser Scheibe sind viele alte Einflüsse wieder ans Tageslicht gekommen. Bands wie CELTIC FROST, VENOM, BATHORY, DISCHARGE, MOTÖRHEAD, JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN, EXODUS oder SODOM. Es fühlte sich dieses Mal ein wenig so an, als wären wir wieder jung und hätten gerade eine Band gegründet - mit genau diesen Einflüssen. Die ganzen Einflüsse haben wir wiederentdeckt. Wir sind jetzt alle ein wenig älter, aber wir sind mit diesen Bands aufgewachsen. Man hört dann hauptsächlich neues Zeug, aber irgendwann landet man wieder bei seinen alten Lieblingsbands. Nicht ganz unschuldig daran dürfte sein, dass wir mit CELTIC FROST gespielt haben, mit VENOM und später mit EXODUS getourt sind. Nach diesen Touren und Konzerten hab ich dann zuhause meine alten Vinyls wieder ausgegraben. Für mich war das eine Art mentale und körperliche Regeneration, eine kleine Rückkehr in meine Jugend. Sammy [Duet, Gitarrist - d. Verf.] wollte sich außerdem dieses Mal nicht auf die Black Metal-, sondern auf die klassische Metal-Seite von GOATWHORE konzentrieren. Bei "A Haunting Curse" ging es hauptsächlich um Geschwindigkeit, dieses Mal haben wir etwas zusammengebraut, was wir selbst Black'n'Roll nennen. Metal mit rockiger Schlagseite, vergleichbar mit einem AC/DC-Vibe und einem Black Metal-Anstrich.


Hat sich durch die alten Klassiker auch eure Arbeitsweise beim Songwriting geändert?

Eigentlich war es wie immer. Sehr spontan. Sammy denkt sich zuhause Riffs aus und bringt sie uns dann auf Tape mit. Mit meinen Lyrics läuft es ähnlich. Ich schreibe überall Lyrics, in einem kleinen Buch hier, auf einem Computer da. Auf einer Serviette, wenn ich gerade in einer Bar bin. Oder wenn irgendwo auf dem Boden ein Stück Papier liegt und ich gerade eine Idee habe, dann hebe ich es auf und notiere die Ideen darauf. Dann treffen wir uns im Proberaum, Sammy spielt uns die Riffs vor und wir setzen dann die Parts zusammen, wie ein kleines Puzzle. Manchmal spielt Sammy auch spontan ein Riff an und dann geht es von da aus los. Und wenn es mal einen Tag überhaupt nicht klappt und wir jede Idee komplett auseinandernehmen und trotzdem nichts dabei rauskommt, dann hören wir eben auf, gehen nach Hause und versuchen es am nächsten Tag nochmal in aller Frische. Manchmal dauert es gerade mal einen Tag um einen Song zu schreiben, manchmal zwei Wochen. Kommt darauf an, wie jeder gerade drauf ist. Ich finde, dass die Verbindung der Bandmitglieder untereinander gerade verdammt gut ist. Wir kommen super miteinander aus. Sammy und Zack [Simmons, Drummer - d. Verf.] arbeiten sehr gut zusammen, was meiner Meinung sehr wichtig ist. Der Drummer bringt rhythmische Struktur in die Musik, er ist für das ganze Feeling des Songs verantwortlich, also müssen der Drummer und der Gitarrist sehr miteinander harmonieren. Und ich denke, dass das bei Sammy und Zack definitiv der Fall ist. Seit Zack in der Band ist hat er sich unglaublich weiter entwickelt. Vor allem die Touren nach "A Haunting Curse" haben dazu beigetragen, dass er stetig besser geworden ist. Alles das trägt auf jeden Fall zum einfacheren Songwritingprozess bei. Es ist einfach so viel besser, wenn man gut vorbereitet und eingespielt ins Studio geht und somit schon ungefähr weiß, wie gut die Sachen werden können.




Thema Studio: Ihr habt zwar wieder mit Erik Rutan in den Mana Studios aufgenommen, aber die Produktion ist deutlich anders als noch auf dem Vorgänger.

Bevor wir ins Studio sind, war uns klar, dass wir die Gitarren mehr in den Vordergrund packen wollen. Die Gitarren sollten durchschneidender werden. Wie bei METALLICAs "Ride The Lightning" oder "Reign In Blood" von SLAYER. Das sind Gitarren! Bei vielen Veröffentlichungen heutzutage, sowohl von kleinen als auch großen Metalbands, scheint es, dass der Produzent immer die Drums und den Gesang in den Vordergrund stellt und die Gitarren etwas vernachlässigt. Natürlich hört man sie wunderbar, aber sie stechen nicht hervor. Viele haben wahrscheinlich Angst, dass die Gitarren alles unter sich begraben. Wir dachten uns, dass das aber möglich sein muss - vor allem bei der heutigen Technologie. Wie kann es sein, dass das auf den ganzen alten Alben möglich ist und heutzutage nicht mehr? Das kann doch nicht sein. Das war also unser oberstes Ziel: Die Gitarren müssen sich wie Kettensägen durch die Songs schneiden. Ohne natürlich den Rest zu vernachlässigen. Man muss schon alles hören. Deswegen war es auch wichtig, dass die Performance der einzelnen Bandmitglieder so tight und gut wie möglich ist, damit schon mal die Grundvoraussetzungen geschaffen sind, um den Sound auf die Nächste Stufe zu bringen, damit die Gitarren richtig schön durchschneiden. Wie findest du den Gitarrensound eigentlich? Haben wir unser Ziel erreicht?


Ja, ich finde schon. Im Vergleich zum Vorgänger auf jeden Fall. Die Gitarren sind vor allem viel sägender und fleischiger geworden.

Gut. Das ist es nämlich was Metal ausmacht! Deswegen hat das Genre seinen Namen bekommen. Wegen der Gitarren! Es ist wirklich eine Schande, dass soviele Bands und Produzenten die Gitarren untergehen lassen. Wir haben Erik Rutan regelrecht zwingen müssen, die Gitarren so weit aufzudrehen. Er hatte ein wenig Angst, dass das nichts werden kann, aber wir haben ihm das Gegenteil bewiesen. Und jetzt kann Erik anderen Bands und Produzenten beweisen, dass es geht. Bring the fuckin' guitars back!


Haha, dann ist "Carving The Eyes Of God" vielleicht in dieser Hinsicht ein sehr wegweisendes Album für die Szene. Und für Erik. Wobei ich sagen muss, dass er die Mission vordergründiger Gitarrensound schon bei der letzten CANNIBAL COPRSE ["Evisceration Plague" - d. Verf.] verdammt gut gemeistert hat. Da sägen die Gitarren auch alles kaputt.

Ja, stimmt. Da hast du verdammt recht, da hat er es auch gemacht. Aber letztlich tut Erik damit nicht uns oder CANNIBAL CORPSE einen Gefallen, sondern dem ganzen verdammten Genre!


Dann lass uns doch mal über den ultracoolen Albumtitel "Carving Out The Eyes Of God" reden. Ich nehme mal an, dass der Titel deinem Hirn entsprungen ist...

Haha, ja, dafür muss ich mir selbst die Credits geben.




Dann erzähl mir doch etwas über den Titel und Lyrics. Die Songtitel sind schon mal sehr...

Lang, haha.


Das kann man nicht leugnen, hehe.

Ich mag Wörter. Ich mag es, wie sie die Vorstellung des Hörers anregt und vielleicht sogar zum Denken anregen können. Wenn ich etwas schreibe, dann basiert es natürlich auf einer Idee, die ich hatte, aber ich möchte, dass der Hörer sich auch seine eigenen Gedanken dazu machen kann. Dass sie sich das Material anhören können und die Bedeutung herauslesen können, die ihnen persönlich zusagt. Als wir mit dem Album angefangen haben, war eine Vorgabe an mich selbst der Musik mehr Freiraum zu geben, damit bestimmte Parts besser atmen können. Es gibt immer noch viel Text, aber die Musik sollte Vorrang haben. Der Hörer soll erst von der Musik mitgerissen werden und dann von den Vocals angegriffen werden, hehe. Die Musik ist wie ein Krieg, dann kommen die Vocals als zusätzlicher Angriff und dann haben wir alles erobert. "Carving Out The Eyes Of God" war ursprünglich ein Songtitel. Während den Aufnahmen dachten wir uns, dass wir vielleicht nicht nur einen Song so nennen sollten, sondern das ganze Album. Jeder fand diesen Titel so verdammt cool. Es ist ein ziemlich bösartiger Titel und er regt zum Nachdenken an. Er ist definitiv heftig, aber er porträtiert die Musik sehr gut. Die Lyrics basieren auf etwas, was ich gelesen hatte. Es geht um das biblische Bild, dass Gott alles in sechs Tagen erschaffen hat und am siebten Tag geruht hat. Es gibt da ein paar Theorien von Konspirationen die sagen, dass in diesem Bild versteckt ist, dass Gott am siebten Tag nicht geruht hat, sondern weiterhin etwas geschaffen hat. Nämlich alles Böse und Schlechte in dieser Welt. Egal, wie man es sieht, das Böse gehört zum Leben. Und obwohl die Menschheit zu einem Gott oder einer höheren Macht aufschaut, heißt es in der Bibel, dass der Mensch als Abbild Gottes geschaffen wurde. Der Mensch ist fehlerhaft. Also sind auch die Götter, der Gott oder was auch immer fehlerbehaftet. Warum sollte man etwas über sich stellen oder anbeten, das ebenfalls Mängel hat? Der Mensch macht Fehler. Fehler passieren. Der vermeintliche Gott, der uns erschaffen hat, hat etwas Mangelhaftes erschaffen. Und darum geht es mehr oder weniger in den Lyrics.


Wirst du deine Lyrics in absehbarer Zeit auch in Europa bei schweißtreibenden Konzerten in die hungrige Meute schreien?

Das würde ich sehr gerne tun. Sehr, sehr gerne. Okay, lass mich mal für ein paar Momente ehrlich sein: Wir wollen unbedingt nach Europa kommen, um zu touren. Ich möchte unser Label auf keinen Fall schlecht machen, aber es unterstützt uns nicht gerade, was das Touren in Europa angeht. Wir sollten auf jeden Fall nach Europa kommen, damit wir uns dort im Markt besser platzieren können. Aber leider können wir selbst uns das beim besten Willen nicht leisten, deswegen wäre es schön, wenn uns die Plattenfirma da ein wenig unterstützen würde. Für die letzte Scheibe haben wir zwar hier eine Tour gespielt, mit IMMOLATION und MELECHESH, aber das war im März 2008. "A Haunting Curse" kam 2006 raus. Da war der Zug schon längst abgefahren. Wir müssen nach Europa kommen, solange das Album noch frisch ist. Wir hoffen, dass das neue Album etwas Wirbel macht, damit wir vielleicht die Mittel bekommen, um nach Europa kommen zu können. Vielleicht würde es auch helfen, wenn die Fans mit Mistgabeln und Fackeln vor dem Office unseres Labels stehen und Toursupport für GOATWHORE fordern, haha. Naja, jedenfalls: Es liegt definitiv nicht an uns. Wir würden so gerne nach Europa kommen. Wir würden auch gerne Festivals spielen. Alles. Ich könnte mir vorstellen, dass viele europäische Fans sauer auf uns sind, weil sie sehen, dass wir ständig in den USA und in Kanada touren, aber so selten nach Europa kommen. Aber das hat wie gesagt nichts mit uns zu tun. Ich würde am liebsten einen Monat nach Europa kommen, so viele Gigs wie möglich spielen, dann einen Monat Pause machen und dann gleich wieder für einen Monat rüber zu euch kommen, haha. Ich liebe die europäischen Fans. Bei euch ist es so: Wenn einer anfängt Metal zu hören, dann bleibt er meistens sein Leben lang dabei. Hier in Amerika machen die meisten Kids nur eine Phase durch und hören nächsten Monat irgendwas anderes. Das ist traurig. Außerdem sind die europäischen Fans viel aufmerksamer. Es geht ihnen wirklich um das Konzert, nicht nur darum abzugehen. Selbst wenn die Leute abgehen, dann achten sie immer noch auf das Konzert. Scheiße, sogar bei den Leuten, die an der Bar stehen und Bier trinken, hat man den Eindruck, dass sie die Show konzentriert verfolgen, haha.

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 21.06.2009 | 13:09 Uhr

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