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Interviewpartner: Ben



Diese junge Band aus Finnland hat vielleicht nicht das härteste, beste, frickeligste oder abgefahrenste Album aller Zeiten eingespielt, allerdings kommt es auch nicht allzu oft vor, dass gut die Hälfte der Redaktion auch ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung einer CD immer noch regelmäßig dasselbe Scheibchen im CD-Player rotieren lässt. So geschehen bei dem Album „Wound Creations“, welches sich angenehm von dem im technischen Death Metal üblichen Wettbewerb „schneller, härter, frickeliger“ abhebt. Grund, Gitarrist Ben Varon ein paar Informationen aus dem Kreuz zu leiern.


AZ: Hallo Ben, mir (und einigen anderen Mitgliedern unserer Redaktion) gefällt eure Scheibe wirklich gut. Was auffällt, ist, dass ihr großen Wert auf Rhythmik und Melodieführung legt und dabei eher das Tempo drosselt. Meiner Meinung nach hebt euch das aus der Masse ab, wurde aber bei den meisten Reviews als Hauptkritikpunkt genannt. Worauf führst du das zurück?

Ben:
Nun, ich habe das nicht so sehr als Kritik gesehen, sondern eher als eine Art Hauptmerkmal. Klar, wir machen nicht dieses ultraschnelle Death-Metal-Zeug, andererseits haben wir generell nicht wirklich viel gemeinsam mit diesem Stil...


AZ: Leider liegen der Promo keinerlei Texte bei. Wer schreibt bei euch die Texte und was sind die Themen in euren Texten?

Ben:
Niko und unserer Ex-Bassist Ville Sorvali haben für „Wound Creations“ die Texte zusammen verfasst. Grundsätzlich handeln sie von Gefühlen und Erfahrungen, zumindest soweit ich es verstanden habe. Schwer für mich zu sagen, da ich nichts davon geschrieben habe.


AZ: Wie wichtig ist es für euch, dass die Texte zur Musik passen und nach welchen Kriterien fügt ihr Texte und Musik zusammen?

Ben:
Die Texte müssen zur Musik passen, klar. Wir wollen nichts von diesem Fantasy- oder Gore-Kram dabei haben, wir halten es lieber realistisch. Die Texte wurden nicht ausgesucht, als sie für speziell jeden Song geschrieben wurden, haben sie dazu geneigt zum Song zu passen.


AZ: Im Gegensatz zu den anderen progressiven Death Metal-Bands fügt ihr geschickt Riffs aus dem normalen Heavy Metal und Hard Rock ein. Dein Musikgeschmack ist laut eurer Homepage ja auch extrem breit gefächert. Wann hast du angefangen Metal zu hören und wer hat dich mit dem Virus infiziert?

Ben:
Tja, die Sache ist die, verschiedene Elemente aus verschiedenen Genres zu nehmen (aus allem was wir an Metal mögen) und sie zusammen zufügen. Das Etikett Death Metal kommt möglicherweise durch den Gesang zustande, aber das kümmert uns nicht wirklich. Ich nenne es einfach Metal. Ich persönlich kam wohl so um 1993 mit Metal und Hardrock das erste Mal in Kontakt, als ich an Metallica und Guns n´ Roses geraten bin.


AZ: Dass du Destinys Child hörst ist aber ein Witz oder? [Steht so auf der Amoral Homepage bei den persönlichen Angaben - Anm. des Verf.]

Ben:
Hell yes I do! Ich kenne ihre anderen Alben nicht, aber “Survivor” tritt echt Arsch. Ein gut produziertes Pop-Album.:-) Ich empfehle es wirklich jedem, hehe. Aber das ist nichts Neues für uns, wir hören alles Mögliche an unterschiedlichsten Stilen. Gangster-Rap ist in der Band sehr populär, genau wie Madonna...[Ürks-Anm. des Verf.]
Sind wir dadurch eine geringere Metal-Band? Es ist gesünder, von Zeit zu Zeit etwas anderes als Metal zu hören. Also los Leute, geht und holt euch sofort eure Ice Cube-CD.


AZ: In der Liste deiner Einflüsse steht auch der Name Dimebag Darrell. Wie hast du von seiner Ermordung erfahren, in welcher Situation warst du gerade und was hast du gedacht?

Ben:
Wir waren gerade dabei den Laderaum unseres Transporters zu entladen und unseren Kram in den Proberaum zu packen, nachdem wir die ganze Nacht von einem Gig nach Hause gefahren sind. Ich glaube es war ungefähr neun Uhr morgens, als unseren Sänger Niko eine SMS von einem Freund erreichte, in der stand, dass Dimebag erschossen wurde. Ich habe mich erstmal geweigert dies zu glauben und so rief ich meine Freundin an und bat sie, im Internet nach einer offiziellen Bestätigung dieser Nachricht zu suchen. Sie fand diese dann auch. Ich war am Boden zerstört und sprachlos. Einer meiner größten Helden wurde ermordet.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass es uns möglich ist am Dimebag-Tribute-Konzert hier in Helsinki teilzunehmen und ihm dadurch Respekt zu zollen. Er wird nie vergessen, das ist sicher.



AZ: Ein weiterer Name deiner Einflüsse ist Tim Burton. Ich persönlich liebe von ihm vor allem „Nightmare Before Christmas“. Wenn du den Soundtrack zu diesem Film neu schreiben dürftest, wie würde er sich anhören?

Ben:
Nun, es ist auch mein absoluter Lieblingsfilm und der Soundtrack ist einfach nur genial. Ich würde es nicht wagen ihn anzufassen. Ich meine, was zum Teufel könntest du an ihm verbessern? Unmöglich! Danny Elfman ist ein toller Komponist. Neben „NBC“ sind auch die Soundtracks von „Edward mit den Scherenhänden“ und „Batman“ beständig in meinem CD-Player.


AZ: Noch mal Tim Burton, kennst du auch seinen Kurzfilm „Vincent“ und was hältst du von ihm?

Ben:
Ich liebe es! Die Animationen, die Musik, die Geschichte Vincent Price´... Man sieht in diesem Kurzfilm eine ganze Menge Elemente, die auch in späteren Tim-Burton-Filmen auftauchen. Er ist für alle Zeiten mein Lieblings-Regisseur.


AZ: Anderes Thema, wie stehen die Chancen euch dieses Jahr auf deutschem Boden zu sehen?

Ben:
Zurzeit sehr gut! Wir gehen auf Europa-Tour mit Finntroll und Naglfar im April und darunter sind drei Dates in Deutschland. Du kannst die exakten Daten auf unserer Homepage nachlesen.


AZ: Die finnische Szene erlebt ja momentan so etwas wie ein „Coming Out“. Wie erlebst du dies zurzeit und was empfindest du dabei, wenn du siehst, dass vor ein paar Jahren nur eine Handvoll finnische Bands außerhalb des Landes erfolgreich waren und jetzt die Szene komplett explodiert?

Ben:
Ich finde es großartig. Es gibt eine Menge guter Bands hier und es ist gut, dass man außerhalb des Landes von ihnen Notiz nimmt. Es gibt hier soviel gute Bands, dass du höllisch viel üben musst um von der Masse überhaupt wahrgenommen zu werden, was natürlich auch bedeutet, dass das Niveau mit der Zeit immer höher wird.


AZ: Was sollte ein Tourist unbedingt nach Finnland mitnehmen und was sollte man unbedingt gesehen haben?

Ben:
Socken, Unterhosen und deine Zahnbürste und du hast keine Probleme. Wenn du im Winter kommst, wäre eine Jacke nicht schlecht. Für den Besuch von Sehenswürdigkeiten gibt es einiges, was Reiseunternehmen dir zeigen würden, wie zum Beispiel das Sibelius-Denkmal und einige Kirchen...
Wenn du Metaller bist, solltest du möglicherweise deine Zeit damit verbringen in Plattenläden zu stöbern und neue Bands auf Konzerten anchecken.


AZ: Du hast das letzte Wort an unsere Leser. Leg los!!!

Ben:
Ok, vielen Dank für das Interview! Testet uns an und kommt zu unseren Konzerten im April, wenn wir in eurer Nähe sind. Ihr werdet nicht enttäuscht sein. Oh, und hört euch natürlich Destiny´s Child an...

Azriel

Autor: Frank Zschäbitz [Azriel] | 20.02.2005 | 17:13 Uhr

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