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Interviewpartner: Björn Gelotte

Als es darum ging, den Heavy Metal in seiner gesamten Vielfalt auf einem neuen Level ins aktuelle Jahrtausend zu führen, spielten die Göteborger IN FLAMES eine gewichtige Rolle. Alben wie „Whoracle“, „Colony“ und „Clayman“ beeinflussten mit Sicherheit Hunderte von Bands. Dann schien klar, dass man neue Wege gehen musste und versuchte es mit diesen und jenen Stilkorrekturen. Kommerziell ging das Kalkül auf, der Traum „Majordeal“ wurde Wirklichkeit. Nun ist man nach dem zumindest nicht unumstrittenem Werk „Siren Charms“ wieder in Donzdorf bei Nuclear Blast gelandet und bringt im November 2016 das Album „Battles“ heraus. Wir fragten nach und sprachen mit Ur-Flamme Björn Gelotte.




Hallo Björn. Zunächst möchte ich mal über eure „Reise“ sprechen. Ihr seid Mitte / Ende der neunziger Jahre bei Nuclear Blast gelandet und habt dort die ersten Erfolge gefeiert. Dann zog es euch fort bis hin zu Sony Music. Nun seid ihr wieder zurück bei Blast. Wie kam es zu der Entscheidung?

Wir sind damals bei einem kleinen schwedischen Label unter gekommen, bis Nuclear Blast uns mit „Jester Race“ gesignt hat. Wir haben in der Tat viele Erfolge dort gehabt, kamen aber zu dem Punkt, wo wir einfach etwas Neues ausprobieren mussten. Zunächst waren wir bei Century Media, die auch einen sehr guten Job gemacht haben. Bei Sony lief es nicht so gut, weil sie einfach nicht die „Tools“ für diese Art von Musik haben. Hier bei Nuclear Blast ist das eben anders, außerdem kennt man sich halt noch und sie waren froh, dass wir wieder da waren.


Es gab eine weitere Neuigkeit in diesen Tagen. IN FLAMES verkündeten einen neuen Drummer, Mr. Joe Rickard.

So ist es. Nach der letzten Tour verkündete Daniel, dass er sich aus familiären Gründen aus der Band zurück ziehen wollte. Wir konnten das nachvollziehen, denn das Wichtigste, was du im Leben hast, ist deine Familie. Aber nach siebzehn Jahren gemeinsamen Tourens rund um die Welt hat es uns ganz schön getroffen, schließlich sind wir als Band ja auch schon so etwas wie eine Familie. Also mussten wir uns entscheiden, nach den Aufnahmen für das Album einen neuen Drummer zu suchen, der auch zu IN FLAMES passt. Wir gingen also nach L.A., um „Battles“ aufzunehmen. Das war kein Problem, wir würden schon einen Sessiondrummer finden. Da tauchte Joe auf. Unser Produzent Howard Benson brachte ihn mit, denn Joe ist ein Sessiondrummer, der keine feste Band hatte und immer bei solchen Gelegenheiten aushalf, um die jeweilige Produktion fertig zu bekommen. Joe kannte die Songs also von den ersten Demos her, die wir mit Computer aufgenommen hatten. Er mochte das Zeug und erklärte sich bereit, die Drums einzuspielen. Wir waren begeistert, er ist ein Superdrummer und dazu ein Supertyp. Also brauchten wir nicht weiter zu suchen, er blieb bei der Band.


Dann lass uns mal über das neue Album „Battles“ sprechen. Du hast eben bereits erwähnt, die Platte wurde in den USA aufgenommen. Habt ihr bezüglich der Produktion etwas anders gemacht als zuvor?

Es gibt soviele Dinge, die anders gelaufen sind als beim vorherigen Album. Aber das ist bei jeder neuen Veröffentlichung von uns so. Wir gehen immer neue Wege, sei es beim Songwriting oder bei der Produktion. „Siren Charms“ haben wir im Hansa Studio in Berlin aufgenommen, das war eine fantastische und vor allem notwendige Erfahrung. Wir haben sechs Wochen in Berlin gelebt und das im dunklen Winter. Genau dieses Feeling haben wir dann auf der Platte eingefangen. Jetzt machen wir solch eine Erfahrung wieder, jedoch unter komplett anderen Voraussetzungen. Howards Studio ist nämlich in Los Angeles. Das bedeutete 25 – 30 Grad Hitze und Spaß zu jeder Zeit, haha.


Für mich persönlich ist „Wallflower“ einer der besten IN FLAMES-Songs überhaupt. Der Song wirkt auf mich ein Spielfilm, ich bin in diesen Song schlicht und einfach versunken. Wie ist dieser ungewöhnliche und sehr intensive Song entstanden?

Wir denken zunächst über das komplette Album nach, nicht über einzelne Songs. Nachdem wir alle Songs, die für das Album gedacht waren, durchgehört hatten, waren wir der Meinung, wir sollten einmal unsere Komfortzone verlassen und einen außergewöhnlichen Song dazu packen. Der Song beginnt sehr einfach und ruhig, baut sich dann zum Ende hin mehr und mehr auf. Wir wollen den Hörer mit diesem Song auf eine Reise mitnehmen, das ist die Inspiration dahinter.






Ein weiterer Song, den ich ansprechen möchte, ist „The Truth“. Manche Leute werden jetzt aufschreien, weil sie der Meinung sind, das habe rein gar nichts mehr mit Melodic-Death-Metal zu tun. Ich mag den Song, auch wenn er eine gewisse Popmusik-Attidüde inne hat. Werdet ihr den Titel Live spielen? Für mich ist es so etwas wie das neue „Only For The Weak“.

Wenn wir die Songs schreiben, vergleichen wir sie nicht mit Nummern, die wir früher einmal geschrieben haben, das ist ein eigenständiger Prozess. Aber wir wollen natürlich so viele Songs wie möglich Live ausprobieren. Eigentlich möchten wir 99,9 % unserer Zeit auf der Bühne verbringen. Ich finde, auf dieser Platte eignet sich jeder Song gut für die Konzerte, aber ich würde keinen davon mit früheren Songs vergleichen, auch nicht mit „Only For The Weak“. Was andere Leute über den Song sagen, kann und sollte nicht meine Sorge sein. Ich kann es nun mal nicht jedem recht machen, das gilt für jeden in der Band.


Ihr seid nun schon dreißig Jahre im Geschäft. Wenn du die jungen Bands von heute betrachtest und dann deine eigene Karriere, was würdest du anders machen, wenn du noch mal von vorn anfangen müsstest?

Die Frage musste ich neulich schon einmal beantworten und es gab eine interessante Diskussion. Ich kann aktuell nicht sagen, dass ich irgend etwas anders machen würde. Wenn ich etwas anders machen wollte, hieße es ja, ich wäre mit dem, was ich geschaffen habe, nicht zufrieden. Und das bin ich sehr wohl. Mit jedem Album, jedem Song, jedem Riff und jeder Melodie. Ich bin nicht der Romantiker, der immer von den „guten, alten Zeiten“ redet. Jedes Album, an dem ich gerade hier und jetzt arbeite, ist das Beste, was ich bieten kann.


Ihr habt zwei Videos gedreht, die miteinander zusammen hängen. „The Truth“ und „The End“. Interessantes Thema und vor allem spannendes Storytelling, was ihr da am Start habt. Es geht um die Problematik mit der Gewalt in Videospielen, richtig?

Genau. Du musst zuerst „The End“ schauen, danach „The Truth“, dann erkennst du die komplette Idee, die dahinter steckt. Ich glaube, die Leute sind heutztage sehr schwer zu schocken. Sie nehmen Dinge hin, die sie vor einiger Zeit niemals akzeptiert hätten. Manche Menschen leben ja regelrecht mit dieser vorherrschenden Gewalt, vor allem in diesen Spielen. Das erweckt in mir den Eindruck, als würden wir auf einem total kalten Planeten leben.


Du meinst, eine Flucht vor der Realität...

Eine totale Flucht vor der Realität. Es ist jetzt nicht so, dass ich jetzt darum bitten möchte, dass alle nur Spiele mit fluffigen Blümchen und Regenbogen spielen sollten. Darum geht es nicht. Es ist einfach nur eine Art Metapher, wie wenig unsere Gesellschaft heutzutage zu schocken ist. Genauso ist es mit den sozialen Medien oder mit dem Internet an sich. Das Ganze hat uns ziemlich im Griff und wir hängen einfach nicht mehr soviel zusammen draußen rum wir füher.


Umso schöner, wenn man sieht, dass viele junge Leute sich mit Musik beschäftigen, Instrumente lernen und eine Band gründen.

Musik hat einen großen Anteil im Leben eines jeden Einzelnen, mich eingeschlossen. Egal in welchem Land du wohnst und welcher Nation du angehörst. Es ist wichtig zu sehen, dass sich viele Menschen doch inspirieren lassen und etwas ganz Eigenes kreieren.






IN FLAMES sind und waren schon immer eine powervolle Live-Band. Ich erinnere mich noch gut an den sagenhaften Gig in Wacken 2003. Was können wir von der Band bezüglich einer Tour 2016 oder 2017 erwarten?

Auf jeden Fall eine Band, die wieder richtig Lust hat, auf Tour zu gehen. Immerhin waren wir lange nicht on the road, daher sind wir ziemlich hungrig danach. Was die Produktion der Shows angeht: Nun, wir lieben mächtige und spektakuläre Shows. Wir denken, es ist wichtig nicht nur die akustisch etwas zu bieten, sondern auch audiovisuell. Wir werden definitiv Sachen auffahren, von denen wir denken, sie sind cool. Momentan weiß ich aber selbst noch nicht, was wir alles aufbieten werden. Ihr werdet es heraus finden.


Seit kurzem ist nun auch eure LIVE DVD/CD „Sounds From The Heart Of Gothenburg“ erhältlich. Was kannst du uns darüber berichten?

Wir sind ziemlich stolz darüber, dieses Konzert aufgenommen zu haben. Es war das letzte Konzert auf der Tour, wir konnten ganz befreit aufspielen. Zudem war es ein Heimspiel für uns und eine ganz wichtige Location. In dieser Halle haben wir unzählige Shows gesehen, die uns immer wieder inspiriert haben. Hier sind wir mit Bands wie METALLICA, SLAYER und ANTHRAX aufgewachsen. All diese Bands habe ich dort gesehen. Wir mussten den Gig einfach festhalten, da gab es kar keine Diskussion. Egal, wer das wann und wie veröffentlicht. Ich bin insofern sehr glücklich, weil die Aufnahmen noch besser geworden sind, als ich es erhofft hatte.


Das war es auch schon mit dem Interview. Dann warten wir mal die Tourdaten ab. Bis dahin vielen Dank für das Interview und Grüße an den Rest der Band.

Wir haben zu danken. Und ja, wir sind auch auf die Tour gespannt.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 14.11.2016 | 12:07 Uhr

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