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Interviewpartner: Bronislav „Bruno“ Kovařík

HYPNOS, die fünfte! Von einer kurzen Atempause abgesehen kann man die Band guten Gewissens als Konstante im tschechischen Death Metal bezeichnen. Fast genauso konstant taucht der Hinweis auf den Split von KRABATHOR auf, die Sänger und Bassist Bronislav „Bruno“ Kovařík verließ um seine eigene Band zu gründen. Den kann man sich zukünftig aber schenken, wie es aussieht – die alte Band hat sich versöhnt und HYPNOS sind immer noch voll dabei. Anlass für ein paar Fragen an Bruno. Viel Spaß mit seinen Ausführungen zum neuen Album „The Whitecrow“, HYPNOS, KRABATHOR, seiner Autobiographie, David Lynch und Brillen auf der Bühne.






Hallo, Grüße aus Deutschland und willkommen zu diesem Interview! Ich hoffe, für dich und HYPNOS läuft alles gut dieser Tage. Lass uns loslegen!

Ihr habt ein neues Album das im März herauskommt, „The Whitecrow“. Da es noch nicht veröffentlicht ist kommt die Frage nach Rückmeldungen vielleicht etwas früh. Ich stell sie aber trotzdem, wenn man so will – wie geht‘s euch mit dem Album und wie schmeckt es denen außerhalb der Band und Plattenfirma, die es vielleicht schon hören konnten? Oder haltet ihr lieber alles geheim bis zur Veröffentlichung?


Nun, es gibt keinen Grund es geheimzuhalten da es unser Ziel ist, Rückmeldung von den Hörern zu bekommen – im besten Fall positive Rückmeldungen. Aber wie du schon sagst ist das Album noch nicht veröffentlicht und es hatten tatsächlich noch nicht viele Leute Gelegenheit dazu, es sich konzentriert anzuhören und dazu etwas zu sagen. Ein paar enge Freunde vielleicht aber du weißt ja, Freunde sagen nie: „Das ist Schrott“, darum haben wir wirklich noch kein Bild von der Resonanz.


Nach allem was ich heraushören kann könnte „The Whitecrow“ als Konzeptalbum durchgehen. Zumindest scheint es ein zentrales Thema zu haben. Wie auch immer, es ist Death Metal mit Death Metal-Gesang – könntest du ein bisschen die Gedanken hinter dem Album erläutern?

Ja, du hast Recht, da gibt es eine Art monothematische Grunderzählung die sich durchs ganze Album zieht, oder zumindest gemeinsame Aspekte, die in jedem Song des Albums stecken. Wir wollten uns von den ganzen Death Metal Klischees fernhalten, von Blut, Leichen, Krieg und Gewürm, wir wollten etwas ausdrücken was wir alle kennen. Und weil Leute sich oft der miesen Stimmung ergeben, speziell Medien gerne Nachrichten vom schlechteren Standpunkt aus betrachten, dachten wir uns: wie können wir den Leuten erzählen, dass sie ihre Lebensqualität selber beeinflussen können? Darum konzentieren wir uns mit diesem Album auf positive Aspekte in unserem Leben und den Willen, sie auch zu sehen. Es hängt möglicherweise nur davon ab, welchen Blickwinkel wir wählen. Ich habe mein alter ego geschaffen, einen Jungen namens Whitecrow, der an mittelalterliche Pestdoktoren erinnert und versucht, seinen eigenen Verstand zu benutzen. Und der versucht, Positives zu sehen, das uns umgibt und die Leute von, nennen wir es mentale Krankheiten und Niedergeschlagenheit, zu befreien. Wir sind hier um unser Leben zu genießen und wir können definitiv etwas dafür tun, ein gutes Leben zu führen. Ich bin ganz entschieden der Meinung das wir, also die Menschheit, in keine Sackgasse steuern. Und ich möchte darauf hinweisen, dass da für überhaupt nichts Religiöses drin ist; ich glaube auch ich bin bekannt genug als sehr atheistischer Mensch.


Übrigens, ist das ROOTs Sänger Big Boss, der den Erzähler in Intro und Outro gibt? Wie steht ihr zu Gastauftritten? Gibt‘s Gäste auf dem neuen Album?

Die Stimme ist der von Big Boss ein bisschen ähnlich, tatsächlich ist der Erzähler aber Paul Speckmann von MASTER. Er ist Amerikaner und spricht Englisch richtig aus. Weißt du, ich mag Pauls Stimme sehr und er hat sogar schon viele Gastauftritte gehabt, immer als Sänger. Ich wollte seine tiefe und sonore Sprechstimme auf dem Album haben, weil sie mich an Filme erinnert. Ich bin großer Filmfan und deswegen war es manchmal so, als ob wir an einem Soundtrack arbeiten würden. Es gibt noch einige weitere Ehrengäste auf dem Album, nämlich Victor Santura von TRIPTYKON und DARK FORTRESS, Martin Missy von PROTECTOR, Christopher von KRABATHOR, Igorr von ROOT, die Sängerin Zuzana Jelínková von DYING PASSION, Skuny von SHATOON [ex-SAD HARMONY] und Martin Štědroň, ein Typ der als Komponist für Theateraufführungen arbeitet. Und am Ende wurde ein Gitarrensolo vom Toningeneur Børge Finstad aufgenommen, der einfach so viel Spaß am Aufnehmen hatte. Ich muss ihnen allen danken, sie waren sehr nett und professionell.


Der Vorgänger “Heretic Commando” wurde im Shaark Studio aufgenommen und von Børge Finstad im Toproom gemixt und gemastert – das war auch für “The Whitecrow” der Fall, richtig? Wie seid ihr zu dem Schluss gekommen, dass es wieder diese Kombination sein soll?

Ja, wir haben mit demselben Team von Tontechnikern und Studios wie beim vorherigen Album gearbeitet. Wir waren sehr zufrieden und hatten darum keinen Grund, die Formel zu ändern. Angefangen haben wir mit den Aufnahmen im Shaark Studio in der Nähe meiner Heimatstadt, wo dann unser norwegischer Toningeneur Børge Finstad hinkam. Im Mai 2016 bin ich dann zu Børges Studio Toproom geflogen um an ein paar zusätzlichen Aufnahmen zu arbeiten und beim finalen Mixen und Mastern dabeizusein. Es hat ein bisschen länger gedauert aber wie dem auch sei, das war es wert, wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.




Schickes Cover habt ihr da. Wer hat es gemacht? Hast du ihm oder ihr Anweisungen gegeben oder durfte die Fantasie munter durchgehen?

Hauptidee und künstlerische Richtung sind von mir. Aber weil ich kein Designer bin brauchte ich jemanden, der meine Ideen “verkörpert”, sie Wirklichkeit werden lässt. Wir haben angefangen mit Jo Mercieca aus Malta zu arbeiten, der schon das Artwork fürs “Heretic Commando” Album gemacht hat. Er hat das Frontcover gestaltet aber später aufgehört an der Grafikgestaltung zu arbeiten, da er zu sehr von anderen Dingen beansprucht war. Also musste ich nach einem anderen Layouter suchen und wir haben das Artwork mit meinen tschechischen Freund Frodys von den Bands AWRIZIS und POSTCARDS FROM ARKHAM fertig gemacht. Der nebenbei auch der Filmemacher ist, der unsere Videos für das neue Album dreht. Sehr talentierter Kerl. Mit Jo arbeiten wir jetzt bei T-Shirt-Designs usw. wieder zusammen. Und er hilft auch bei PR und Promotion.



Wo wir gerade beim Thema fortgesetzter Zusammenarbeit sind: 2011 habt ihr bei Einheit Produktionen unterzeichnet und für euer neues Album wieder dort unterschrieben. Wie kam es zu eurer Zusammenarbeit? Habt ihr eure perfekte Partnerschaft gefunden?

Als wir 2011 nach einer Plattenfirma suchten war Olaf von Einheit Produktionen einer von denen, die ich nach einem Vertrag fragte. Und glaube mir, es ist heutzutage echt schwierig, mit einer kleinen Band einen Vertrag zu kriegen. Olaf reichte mir seine helfende Hand. Er ist seit langen Jahren mein Freund, seit 1994, er war es, der KRABATHOR und später HYPNOS bei seiner vorigen Plattenfirma Morbid Records [2006 aufgelöst] unter Vertrag nahm. Wir wissen beide, dass Einheit Produktionen in Richtung Pagan/Folk Black Metal gehen, aber er ist damals das Risiko eingegangen eine Death Metal Band zu veröffentlichen und tut es jetzt wieder. Sie arbeiten mit den wichtigen Medien und Vertrieben zusammen und außerdem sind sie Deutsche, und Deutschland ist ein wichtiger Markt für mich. Wir hoffen beide, dass unser neues Album keins ist, für das wir uns schämen müssen und ich werde mein Bestes geben, das Einheit ihre Arbeit und die Investition in uns nicht bereuen. In diesen Zeiten, in denen die Verkäufe ziemlich rasant in den Keller gehen, ist mir das wirklich wichtig.


Auf eurer Homepage hieß es, dass ihr an einer DVD namens “The Whitecrow” arbeitet – der Eintrag war von 2015 und die DVD konnte ich nirgends finden. Habt ihr eine DVD aufgenommen und veröffentlicht wie geplant? Und was ist mit dem Titel? War der für eine Live-DVD gedacht und wurde dann zu eurem neuen Album?

Die DVD mit dem Titel “The Livecrow” ist tatsächlich die Bonus-Scheibe der auf 1000 Stück limitierten Digipak-Ausgabe unseres neuen Albums “The Whitecrow”.


Diese Frage geht wieder ein wenig zurück – ich habe in einem alten Interview mit dem Rock Hard gelesen, dass es gewissermaßen ein Zufall nach einer Fehlinvestition und ein paar Equipment-Frustkäufen war, dass du wieder mit Musik angefangen hast, nachdem du das restliche Geld von der Bank abgehoben hattest. Hattest du wirklich keine Instrumente mehr und hast nicht gespielt während der Pause von HYPNOS? Was hast du in der Zwischenzeit getrieben?

Ja, du erinnerst dich gut. Zwischen 2006 und 2009 war ich vor allem damit beschäftigt ein altes Haus zu renovieren, in das ich einziehen wollte. Ich bin immer noch von Zeit zu Zeit auf ein paar Konzerte gegangen, aber es gab da mehrere ernsthafte private Probleme die mich runtergezogen haben. Ganz allgemein brauchte ich die Pause nach 20 Jahren im aktiven Musikgeschäft. Aber meine ganze Bass-Ausrüstung habe ich immer behalten und unsere Pause war tatsächlich beendet, als ich mir Gitarren-Equipment gekauft habe – Verstärker, Boxen und und Gitarre. Es hat mich wieder so gepackt und als ich das Angebot hatte, mit meinen Freunde von der Band FORGOTTEN SILENCE als Sänger bei ihrem Auftritt auf dem Brutal Assault Festival aufzutreten war ich wieder zurück.


Da gerade die Rede auf die Zwischenzeit kam – inzwischen bist du auch wieder bei KRABATHOR, die du 1999 verlassen hast um HYPNOS zu gründen. Das schien für eine lange Zeit nicht sehr wahrscheinlich [nicht SEPULTURA-Cavalera-mäßig, aber dennoch!]. Wie kam es dazu, dass ihr wieder zusammen spielt?

Was dieses Comeback angeht so hat uns Tomáš Fiala, der Hauptpromoter vom Brutal Assault Festival, während der letzten Jahre mehrmals kontaktiert um uns auf die Bühne bei diesem Festival zu kriegen. Er ist sogar nach Chicago geflogen wo Christopher lebt, ein anderer Krabba-Mainman, um mit ihm ins Geschäft zu kommen. Chris war einverstanden, aber ich habe mich immer noch geweigert. Für mich waren KRABATHOR Geschichte und ich wollte mit der Band nichts mehr zu tun haben, weil der Grund für meinen Ausstieg gewaltige Enttäuschung über die persönlichen Beziehungen in der Band war. Ich wollte mich ganz auf HYPNOS konzentrieren. Aber Tomáš hat einfach nicht aufgegeben, rief jedes Jahr wieder und wieder an. Später merkte ich, dass meine “Wut” auf Christopher schwächer war und eigentlich bedeutungslos. Wir nahmen Kontakt auf und trafen uns dann im Sommer 2013 schließlich persönlich. Ich habe ihm angeboten, bei HYPNOS auf einem Album oder Konzert als Gast dabeizusein. Das hat Tomáš spitzgekriegt und sofort ein neues Angebot für eine Festival-Comeback-Show gemacht. Da bin ich dann schließlich eingeknickt. Übrigens ist auch Christopher einer der Gäste auf dem neuen HYPNOS-Album; ich habe den Song in der Art geschrieben, wie wir früher bei KRABATHOR geschrieben haben.


Um mal ein wenig abzuschweifen: Vor ein paar Jahren hast du deine Autobiographie “Revoltikon” veröffentlicht. Über Mystic Production Publishing. Das Buch war streng limitiert und ziemlich schnell ausverkauft. Wann hattest du zuerst die Idee, das Buch zu schreiben? Wie bist du es angegangen? Mit ein paar Jahren Abstand seit der Veröffentlichung, wie bewertest du es heute? Ich hatte übrigens ziemliche Schwierigkeiten, Informationen darüber zu finden. Die Suche nach dem Verlag endete auf der Seite von einem Verlag, die vor allem Esoterik, abseitige Sexpraktiken und Bücher über japanische Fesselkunst im Programm haben. Dein Buch war da nicht dabei. Also mal platt gefragt: Was steht drin?

“Revoltikon” ist meine komplette Biographie und konzentziert sich hauptsächlich auf meine Musikerlaufbahn und ich glaube es war das erste Buch, das die tschechische Abteilung von Mystic Production je herausgebracht hat. Der Gedanke daran dieses Buch zu schreiben kam mir zuerst in den Sinn als ich ungefähr 40 war, weil Leute mich immer noch nach Sachen gefragt haben, die mit KRABATHOR/HYPNOS zusammenhängen und mit Touren, die wir in der Vergangenheit gespielt haben. Wir sind 1996 auf dem Milwaukee Festival aufgetreten, sind 1998 durch Südafrika getourt, haben mehrere Touren mit bekannten Bands wie CANNIBAL CORPSE, MORBID ANGEL, AMON AMARTH usw. gemacht. Massig tolle Erinnerungen. Fast vom Anfang meiner Karriere an habe ich meine Artikel und Reportagen in großen tschechoslowakischen Medien veröffentlicht, daran erinnern sich immer noch Leute und fragen danach.


Du bist oder warst Journalist? Wo hast du deine Artikel veröffentlicht? Schreibst du immer noch?

Nicht wirklich, aber ich habe oft meine Studio- oder Tourberichte über führende tschechoslowakische Magazine und Zeitschriften veröffentlicht; ich hatte viele Freunde, die Redakteure waren. Über andere Bands habe ich auch manchmal geschrieben. Zum Beispiel erinnere ich mich an eine große Serie über slovakische Death Metal Bands im Rock Report Magazin, einfach, weil ich deren Szene bewundert habe.

Die Leute haben also nach deinen alten Artikeln gefragt?

Vor allem wollten sie die Geschichte wissen, warum ich bei KRABATHOR ausgestiegen bin, weil das vielen unklar war. Also habe ich angefangen diese Artikel zu sammeln um sie alle auf einmal zu veröffentlichen, ich wollte sie nicht in Vergessenheit geraten lassen und wusste, wenn ich das nicht mache, dann macht’s keiner. Aber als ich dann alte Artikel von mir gelesen habe gefiel mir manchmal die Art nicht, wie sie geschrieben waren und ich beschloss, sie zu überarbeiten. Und dann fügte ich noch Texte über die ausgelassenen Zeiträume hinzu, auch viele Fotos, und das Grundgerüst für das Buch war da. Ich wollte über fast alles schreiben woran ich mich erinner konnte, denn in ein paar Jahren würde ich das vielleicht nicht mehr wissen. Alle 666 Bücher waren nach drei Monaten verkauft; gerade arbeite ich an einem Hörbuch.


Nochmal zur Klärung: Das Buch ist in tschechischer Sprache, richtig? Das gilt dann vermutlich auch für das Hörbuch? Sprichst du es selbst ein oder heuerst du jemanden an, deine Stimme zu sein? Und wird es mal eine Übersetzung geben?

Ja, das Buch ist nur auf Tschechisch und eine Übersetzung in eine andere Sprache ist nicht geplant weil das sehr teuer werden würde. Ich bin mir auch nicht sicher bei diesem Geschäft, ob es im Ausland überhaupt Interesse daran gibt, und es wäre eine ziemlich riskante Investition. Aber wenn es ein Angebot zur Veröffentlichung gibt sind wir dafür natürlich offen. Was das Hörbuch angeht ist mein Plan, die meisten meiner Texte selbst einzusprechen. Aber die Kritiken und Übergänge werden von anderen Leuten gesprochen, sie sind schon aufgenommen mithilfe von Schauspielern vom örtlichen Theater und einem Moderator von einem bekannten tschechischen Rock-Radiosender.


HYPNOS und KRABATHOR sind mir ein Begriff, aber um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht wirklich etwas über diese Geschichte. Was ist die Geschichte die hinter deinem Austritt steht? Wie ihr wieder zusammengefunden habt hatten wir ja schon. So wird’s vielleicht ein bisschen vollständiger!

Oh, genau das hab ich befürchtet. Darüber zum millionsten Mal reden zu müssen. :-)! Ganz allgemein war der Grund, dass die Beziehung zwischen Christopher und mir in die Brüche gegangen ist. Wir wollten in unterschiedliche Richtungen gehen und unsere Freundschaft ist einfach verschwunden. Wir haben aufgehört miteinander zu reden, die letzten sechs Monate konnten wir gerade mal “Hi” sagen und das war’s dann. In so einer Bandatmosphäre wollte ich nicht bleiben. Ich wollte eine Band haben, in der ich mit meinen Bandkollegen gut befreundet bin, darum bin ich ausgestiegen und habe HYPNOS gegründet. Aber ich muss sagen, dass nach 15 Jahren Christophers und mein Weg wieder zusammengelaufen sind. Wir haben wieder Kontakt und mit KRABATHOR mehrere Shows in 2014 und 2015 gespielt, es war großartig!


Werdet ihr mit HYPNOS in nächster Zeit Konzerte geben? Schließlich ist die Festival-Saison fast schon über uns hereingebrochen. Wie sieht’s mit euren Tourplänen aus?

Wir sind für das tschechische “Basinfire” und das slowakische “Gothoom” Festival schon gebucht, außerdem ca. 20 Einzelshows im Jahr 2017. Eine tschechische/slowakische Tour ist für September/November geplant und ich hoffe, wir können es auch ins Ausland schaffen. Diese Saison starten wir im österreichischen Neustadt im März. Wir freuen uns!


Alles klar, du hast es in die Bonusabteilung geschafft. Die vielleicht bescheuert wirkt, aber sei versichert: Wahnsinn kommt auch ohne Methode klar! Los geht’s:

Was war dein Lieblingsthema in der Schule? Warum?


Meine Klassenlehrerin :-). Um ehrlich zu sein war ich kein Rebell, ich mochte die Schule und die Schule mochte mich.


Wenn HYPNOS ein Film wären, was für ein Film wäre das?

Ein Kunstfilm, vielleicht etwas in der Art von David Lynch.


Ui, David Lynch! Was ist dein Lieblingsstreifen von ihm? Was meinst du, wird die neue Staffel von Twin Peaks was taugen?

Mein Favorit? Wahrscheinlich Twin Peaks, sowohl die Serie als auch der Film, und Mulholland Drive. Ja, klar weiß ich das da bald neue Twin Peaks Folgen kommen, ich freu mich darauf. Lynch ist einer der ganz wenigen Regisseure die eine Atmosphäre absoluten Grauens ohne Zombies, Gekröse und eimerweise Blut verbreiten können. Und er hat ein Händchen für wunderschöne Frauen in seinen Filmen. Ich mag ihn.



Wenn du dich für immer zwischen Bier und Käse entscheiden müsstest, was würdest du wählen und warum?

Wow. Da ich nicht ganz so auf Bier stehe wie meine Bandkollegen, dafür aber auf vegetarisches Essen – ich stimme für Käse.


Pech gehabt: Einer deiner fünf Sinne muss weg. Von welchem trennst du dich und warum?

Vom Geruchssinn. Mich selbst würde es nicht stören, alle anderen aber schon.


Diese Frage ist ehrlich gesagt halbwegs ernst gemeint: Mir fällt immer wieder auf, dass viele Metal-Musiker eigentlich Brillen brauchen. Trotzdem habe ich fast nie jemanden in einer Death Metal Band auf der Bühne gesehen, der eine Brille aufhatte. Schon gar nicht eine fürs Sehen. Fällt dir was dazu ein?

Ich glaube das ist weniger eine Frage des Anstands sondern einfach pragmatisch. Ich erinnere mich wie ich in den frühen 90ern einmal auf die Bühne gegangen bin und vergessen hatte, meine Brille abzunehmen. Beim ersten Headbangen flog sie in die Menge. Weil es meine einzige Brille war, war ich in Panik; ich hab aufgehört zu spielen und die Leute angefleht, dass sie meine Brille suchen sollen. Zum Glück habe ich sie schnell und am Stück wiederbekommen.


HYPNOS touren nicht unbedingt exzessiv, aber ihr seid schon ziemlich herumgekommen. Was war das Beste und was das Schlechteste Essen, das euch je serviert wurde? [Du brauchst ja keine Köche zu nennen. Manchmal ist das Gegenteil von gut gut gemeint. Lass mich bloß keine Pfannkuchen machen!]

Ich persönlich hasse weiches Toastbrot mit “Plastikbutter” wie Rama und sowas, was Bands ziemlich oft aufgetischt wird. Da muss ich immer Chips drauflegen um den Geschmack zu überdecken. Und gute Sachen – da ich Essen ohne rotes Fleisch vorziehe bin ich völlig zufrieden mit Käse, Huhn oder Fisch, Gemüse, Pilzen...kommt ganz drauf an.


Das ist erst einmal alles, vielen Dank für deine Zeit und Geduld. Die letzten Worte gehören dir:

Danke für deine Unterstützung durch dieses Interview, Mann! Wir hoffen sehr, dass unser neues Album die Aufmerksamkeit von einigen Hörern auf sich zieht und Einheit nicht gezwungen sind, uns zu feuern. Und wir hoffen besonders, es auf Bühnen in Westeuropa zu schaffen. Behaltet unsere Seiten www.hypnos-cz.com und www.facebook.com/HypnosCZ/ im Auge. Bye!

grim_rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 12.03.2017 | 15:11 Uhr

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