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Interviewpartner: Cam Pipes

Mit „Here Waits Thy Doom“ huldigen die Amerikaner 3 INCHES OF BLOOD erneut den schwermetallenen 80ern und klingen dabei authentischer als manche Band aus der in Frage stehenden Zeit. Da die Band noch vor Betreten des Studios um zwei Mitglieder, nämlich Sänger Jamie Hooper und Bassist Nick Cates, ärmer wurde, nahm sich Frontmann Cam Pipes die Zeit, uns die veränderte Bandsituation und eventuelle Neuerungen bei der Studioarbeit zu erläutern.





Hallo Cam! Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für unsere Fragen nimmst! Euer neues Album ist kürzlich erschienen, also erzähl uns doch mal: Wie ist die momentane Stimmung bei 3 INCHES OF BLOOD? Seit Ihr mit der Platte zufrieden?

Wir waren mit der Musik, die wir machen, schon immer zufrieden und natürlich ist das auch diesmal nicht anders.


Guckt man sich das Line-Up von „Here Waits Thy Doom“ an, wird deutlich, dass es da einige Änderungen gegeben hat, denn sowohl Euer zweiter Sänger Jamie Hooper als auch Euer Bassist Nick Cates sind nicht länger Teil der Band. Wie kam das?

Jamies Stimme macht die Strapazen auf Tour nicht länger mit und er würde sich nachhaltig schädigen, wenn er mit uns weitermachen würde – natürlich geht seine Gesundheit vor. Nick stieg mitten in einer Tour aus, weil er nicht länger touren wollte, auch nicht mit einem neuen Album im Gepäck. Ich denke, er war nicht mit dem Herzen dabei. Er ist ein sehr emotionaler Mensch.


Wie würdest Du das neue Album beschreiben und was sind Deiner Meinung nach die größten Unterschiede zum direkten Vorgänger?

Ich denke, wir haben ein sehr natürlich klingendes Album aufgenommen. Wir haben es extra vermieden, Click-Tracks oder getriggerte Trommeln zu verwenden. Wir wollten das gute Feeling einfangen und nicht jeden Song bis zum Abwinken bearbeiten und überproduzieren.


Was verbirgt sich hinter dem Titel „Here Waits Thy Doom“?

Zumindest keinerlei Konzept. Der Titel sprang mir einfach entgegen als ich eines Tages ein Buch las – ich sah die Worte und wusste, dass das funktionieren würde.


Haben sich die Besetzungswechsel in irgendeiner Form auf das Songwriting oder die Arbeit im Studio ausgewirkt?

Das Songwriting wurde davon überhaupt nicht beeinflusst, da die Bandmitglieder, die unsere Songs schreiben, nach wie vor dazugehören. Wenn überhaupt, dann wurde das Schreiben und Aufnehmen um einiges einfacher und auch zügiger, da wir diesmal nicht ein halbes Dutzend Leute waren, die wegen irgendwelcher Riffs und Arrangements rumnörgeln.


Während der Aufnahmen zum neuen Album habt Ihr auch einige Coverversionen eingespielt, die nicht auf der CD auftauchen. Was kannst Du uns darüber sagen?

Wir haben „Cities On Flame With Rock ’n’ Roll” von BLUE OYSTER CULT aufgenommen und der Song ist exklusiv auf der Vinyl-Edition des Albums zu hören. Auf der Digi-Version der Platte ist „Not Fragile“ von BACHMAN TURNER OVERDRIVE drauf und was wir mit „Daytona“ von ZEKE machen werden, wissen wir noch nicht.


Die amerikanische Metalszene ist derzeit eindeutig vom Thrash Metal der alten Schule dominiert. Wie beurteilst Du diesen Trend?

Wie in jedem anderen Genre gibt es auch dort ein paar richtig guter Bands, aber auch eine Menge durchschnittlicher Formationen, die versuchen, mit dem so genannten „Thrash-Revival“ Kohle zu machen. Bands wie TOXIC HOLOCAUST, EARLY MAN und MUNICIPAL WASTE sind wirklich cool und haben schon Thrash gespielt, bevor das plötzlich wieder in war.


Euer Sound ist eindeutig von Bands wie JUDAS PRIEST und ACCEPT beeinflusst – würdet Ihr lieber mit einer Band auf Tour gehen, die schon seit 20 Jahren im Geschäft ist oder mit jüngeren Formationen so wie TRIVIUM?

Es ist eine große Ehre, auch nur eine einzelne Show mit einer Größe wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder MOTÖRHEAD zu spielen, aber natürlich geht so was nicht immer, weshalb wir hauptsächlich mit moderneren Bands unterwegs sind. Eigentlich macht beides Spaß und mit TRIVIUM sind wir ja in der Vergangenheit auch schon auf Tour gewesen.


Da der Festival-Sommer mittlerweile rum ist, liegt die Frage nahe, ob Ihr in diesem Jahr auf irgendeinem Open Air gespielt habt…

Wir haben einen Großteil des Sommers mit den Aufnahmen und Konzerten zum Aufwärmen für die nachfolgende Tour verbracht. Hoffentlich werden wir im nächsten Jahr auf diversen Festivals spielen können.


Wie sieht es denn mit Euren Tourplänen aus?

Im Januar und Februar 2010 touren wir zusammen mit THE BLACK DAHLIA MURDER und ein paar anderen Bands – da sind dann auch einige Konzerte in Deutschland mit dabei.


Das war’s auch schon – möchtest Du gerne noch ein paar abschließende Worte sprechen?

All Euren Lesern vielen Dank dafür, dass sie uns auschecken!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 08.10.2009 | 11:21 Uhr

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