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Interviewpartner: Carsten Kachelmus

Die wohl arbeitsgeilsten Thrasher Deutschlands haben wieder zugeschlagen und ihr viertes Album veröffentlicht. Da die Qualität der Outputs sich trotz der hohen Schlagzahl alles andere als verschlechtert hat, kann man getrost in das vierte, sehr ausgereifte Werk der Marburger hören. Was einen dort erwartet und einiges mehr, konnten wir in einem Interview mit Schlagzeuger Carsten Kachelmus - wenn auch etwas verspätet - klären.




Fleißig, fleißig - vier Alben in fünf Jahren, das ist selten. Woher nehmt ihr die Energie und die Zeit?

Eigentlich hätte das Album sogar schon letztes Jahr rauskommen sollen, denn wir hatten die Aufnahmen bereits im Mai abgeschlossen. Da wir aber kurzfristig ohne Vertrieb dastanden, hat sich die ganze Sache leider etwas verzögert. Zeit ist da für uns kein Faktor. Wir lieben es, Musik zu machen, und wollen unsere Band immer weiter vorantreiben. Daher haben wir auch immer viele Ideen und kommen mit dem Songschreiben super voran. So geht uns das Ganze auch immer recht locker von der Hand, auch wenn es diesmal schwieriger als zuvor war, da kurz vor den Aufnahmen unser langjähriger Gitarrist Jens ausgestiegen ist. Hinzu kam, dass wir irgendwie alle nacheinander die Seuche hatten – sprich alle nacheinander mehrere Wochen mit fetten Erkältungen zu kämpfen hatten, was ein gemeinsames Proben auf längere Zeit unmöglich machte. Das Ganze hat die Vorbereitung auf die Aufnahmen ziemlich erschwert. Aber letztendlich hat alles auch so noch gut geklappt, auch wenn es, wie gesagt, sehr viel schwieriger war als bei den Platten vorher.


Mittlerweile scheint der Name FACE DOWN HERO ja doch die Runde gemacht zu haben. Immer mehr Leute nehmen davon Kenntnis, aber nicht nur das, sondern auch die Kritiken können sich immer mehr sehen lassen. Wie fühlt sich das an?

Das fühlt sich natürlich super an. Wir sind zwar immer noch davon entfernt, eine „richtig bekannte“ Band zu sein – aber es geht gefühlt jede Scheibe ein Schnittchen nach vorne. Das ist gut so, und hoffentlich bestätigt sich meine Prognose von vor einigen Jahren, dass sich Geduld, Fleiß und Qualität irgendwann auszahlen – sogar in diesem Musik-Zirkus. Vielleicht ist das eine etwas naive Vorstellung, aber ich will das nach wie vor einfach glauben. In irgendeinem Review letztens habe ich den Satz gelesen „gewohnt starke Scheibe“ - das ist natürlich schon ein klares Zeichen dafür, dass die Leute den Namen mittlerweile kennen und wir langsam anfangen, uns irgendwie zu etablieren. Ein Grund, dass sich der Name immer weiter verbreitet, ist sicherlich auch, dass wir viele Leute haben, die uns toll unterstützen. Hier muss man vor allem auch mal unser tolles Promotion Team von CMM loben, das uns seit der ersten Scheibe betreut und einen Spitzenjob macht! Aber auch eine Menge anderer Leute helfen uns super, und wir sind echt dankbar, dass wir die alle haben.


Das neue Album ist wieder ein vielschichtiges und energetisches Werk geworden. Entstehen die Ideen in der Mehrheit im Proberaum oder im Gerhard Studio, wo ihr jetzt mehrfach in Folge aufgenommen habt?

Das ist unterschiedlich. Diesmal sind in der Tat die meisten Songs im Studio entstanden da wir, wie bereits erwähnt, ziemlich in Zeitnot geraten sind vor den Aufnahmen. So konnten wir die Songs nicht wie gewohnt durcharrangieren. Aber Martin weiß ganz genau, wie wir klingen wollen. Daher ist das auch kein Problem gewesen, die Stücke diesmal erst im Studio zu vollenden. Allerdings war das auch wirklich nur eine Ausnahme. Ansonsten entstehen die Songs immer durch irgendwelche Ideen, die Kali [Sänger und Gitarrist] oder ich anschleppen und die wir dann im Proberaum ausarbeiten.




Der Sound ist wesentlich dunkler und bedrückender als auf den Alben zuvor. Gab es dafür einen konkreten Grund?

Hmm, das finde ich eigentlich gar nicht. Also ich finde die Stimmung nicht dunkler oder bedrückender als auf der „Storytellers“-Scheibe. Wenn du das so empfindest, ok – aber einen Grund gab es definitiv nicht. Wir haben ja bereits seit der „Where All This Anger Grows“-Scheibe diesen düsteren Sound. Mittlerweile würde ich sogar so weit gehen zu sagen, dass es „unser spezieller Sound“ ist, also etwas, das in der Form wohl nicht bei einer anderen Thrash Band zu hören ist. Zumindest fällt mir da spontan keine ein.


Ihr habt nun Rene Schütz von ACCU§ER an Bord. Da tun sich gleich mindestens zwei Fragen auf: Wie kam es zu dem Wechsel und wie fühlt es sich an, jemanden aus einer Kultband am Start zu haben?

Dazu muss ich ein wenig ausholen. Als Jens Anfang 2010 die Band verlassen hat, war das erstmal ein ziemliches Loch, denn immerhin hat Jens 5 Jahre mit uns gespielt. In der Zeit dann 3 CDs und eine Promo mit uns eingehämmert. Da war es klar, dass es nicht so auf die Schnelle geht mit einem neuen Klampfer, der ähnlich gut passt, wie das bei Jens lange Zeit der Fall war. Nachdem wir 2010 bereits einen Gig nur als Trio bestritten, da wir einfach keinen Gitarristen unserer Vorstellung gefunden hatten, kam schließlich Richard im September 2010 dazu. Das hat auch wirklich super funktioniert am Anfang. Richard ist ein sehr talentierter und auch noch sehr junger Gitarrist. Zudem auch ein netter Kerl. Trotzdem hat es auf Dauer nicht gepasst – warum, kann ich nicht mal genau sagen. Ein Problem war sicherlich, dass Richard wahnsinnig viele verschiedene Projekte um die Ohren hat und sich in seinem noch sehr jungen Alter vielleicht etwas viel auf einmal zumutet.

Jedenfalls habe ich dann irgendwann mal wieder eher zufällig mit René gequatscht. Ich wusste, dass René bei ACCU§ER ausgestiegen ist, und hab ihn einfach mal gefragt, ob er sich vorstellen könnte, mal live auszuhelfen, falls Richard eben mal terminlich bedingt ausfallen sollte. Er war zu meinem Erstaunen gleich Feuer und Flamme und da haben wir einfach mal zusammen geprobt. Was da dann abging, kann man schwer beschreiben. Wir haben zum ersten Mal zusammen gezockt, und es fühlte sich an, als würden wir das schon Jahre machen. Das hört sich jetzt vielleicht bescheuert an – aber es hat wirklich einfach sofort gezündet. Daher wollten wir in dieser Besetzung weitermachen. Es ist natürlich schon einerseits seltsam, denn ich war bzw. bin selbst ein riesen ACCU§ER-Fan und René war ja damit immer unweigerlich verbunden. ACCU§ER waren für mich persönlich, ohne jetzt den anderen Mitgliedern zu nah treten zu wollen, immer in erster Linie das Duo Thoms/Schütz, egal wer da sonst noch mitspielte. Andererseits kenn ich die Jungs schon sehr lange und da gab es jetzt dann auch keine Berührungsängste mehr – also ich bin nicht vor der ersten Probe vor Ehrfurcht erstarrt oder so. Es fühlt sich super an, mit René in der Band zu spielen – aber nicht in erster Linie, weil er bei ACCU§ER war, sondern vor allem, weil er ein Hammer-Gitarrist und super netter Kerl ist, der sehr gut zu uns passt!


Habt ihr mal einen Studiowechsel in Betracht gezogen? "Never touch a running system!", ich weiß, aber so ein Wechsel kann auch enorme Vorteile haben.

Hmm, ich wüsste im Moment nicht, welche Vorteile das sein könnten. Martin kennt uns und er weiß, wie wir klingen wollen. Die Studios, wo es eventuell wirklich mal interessant wäre, über einen Wechsel nachzudenken, sind zudem preislich überhaupt nicht unsere Liga. Einen Andy Sneap können wir uns nicht leisten. Colin Richardson auch nicht :) Und ehrlich gesagt kenne ich von Bands unserer Größenordnung keine Scheibe, wo ich sagen ,dass die jetzt einen geileren Sound hätten. Eher im Gegenteil – aber das ist meine persönliche Meinung und ich will da auf keinen Fall jemandem Unrecht tun. Ich kann mir also so schnell keinen
Studiowechsel vorstellen.




Wie sieht's denn an der Livefront aus? Womit darf der FACE DOWN HERO-Fan dieses Jahr noch rechnen?

Wir werden wieder versuchen, auf einer kleinen Tour als Support zu spielen, ähnlich wie wir das 2009 mit der letzten CD gemacht haben. Daran arbeiten wir gerade und wir werden sehen, was dabei rausspringt. Ansonsten gibt es noch diverse Einzelkonzerte hier und da.


Dann natürlich noch die obligatorische Frage: Wollt ihr in dem Veröffentlichungstempo weitermachen oder es in Zukunft etwas langsamer angehen lassen?

Solange wir so viele Ideen haben und solange wir nicht durch etliche Live-Aktivitäten anderweitig verplant sind, werden wir das Tempo beibehalten. Es kommt natürlich auch immer drauf an, wie sich die Label Situation darstellt etc. Wie gesagt, hatten wir diesmal ja allein wegen des Vertriebswechsels eine Verzögerung von fast zehn Monaten. Da steckt man also nie so ganz drin. Aber wenn es nur nach uns gehen würde, dann bleibt alles wie gehabt.


Gibt es denn schon Pläne oder gar schon Songs für einen Nachfolger von "Divisions and Hierarchies"?

Wir haben schon wieder einiges an Ideen gesammelt. Wie ich uns einschätze, würde ich tippen, dass wir so im April/Mai wieder das Studio entern.


Wie seht ihr die Entwicklung des Thrash Metal in den letzten Jahren - speziell auf Deutschland bezogen?

Oh, schwierige Frage, da ich bei der Masse an Veröffentlichungen auch den Überblick verloren habe. Ich kenne viele großartige Underground Thrash Bands aus Deutschland – aber geile Thrash Bands hat es hier immer gegeben. Jetzt wird es vielleicht eher realisiert. Generell stelle ich fest, dass der Thrash Metal durchaus wieder eine kleine Hochphase erlebt, die aber auch nach und nach wieder abebben wird. Viele alte Helden haben sich wieder zusammengetan und sogar bei zum Teil bei recht namhaften Labels unterschrieben.
Das freut mich natürlich sehr - andererseits hat es auch so einen faden Beigeschmack, da man merkt, dass sich die meisten Labels einfach nur einen schnellen Euro versprechen.


Abschließende Frage: Wo seht ihr FACE DOWN HERO innerhalb dieser Entwicklung, schließlich habt ihr sowohl Elemente aus den 80ern, 90ern, 100ern, als auch ganz eigene, vielleicht auch eher Thrash-untypische Dinge in euren Sound integriert und so eine stilistische Vielfalt kreiert, die auf diese Weise nur bei FDH zu finden ist?

Wir wollten und wollen uns niemals limitieren auf einen bestimmten Stil. Daher klingen wir auch so variabel bzw. anders als das, was man vielleicht üblicherweise von einer lupenreinen Thrash Band erwartet. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist sicherlich, dass wir vielen Oldschool-Die Hard-Thrashern viel zu modern und melodisch klingen, während wir anderen dann vielleicht doch wieder zu sehr nach Oldschool Thrash klingen. Das Schubladendenken ist heutzutage ja wahnsinnig ausgeprägt und ich tu mich da immer sehr schwer mit. Ich weiß daher nicht, ob unsere Entwicklung irgendwo mit dem Thrash Boom in Zusammenhang gebracht werden kann. Ich sehe uns einfach als Metal Band, die versucht, ihre eigenen Vorstellungen bestmöglich umzusetzen. In welche Sparte das nachher von wem auch immer gesteckt wird, ist mir da ziemlich egal.

shub

Autor: Thomas Kleinertz [shub] | 31.10.2011 | 08:40 Uhr

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