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Interviewpartner: Carsten Kachelmus

Eine der sicherlich versiertesten Thrash Bands Deutschlands haut bekanntermaßen jährlich ein Album auf den Markt. Zumindest bisher. Ob FACE DOWN HERO weitehrin soviel Gas geben und was Drummer Carsten von Trends, Thrash Metal allgemein und dem dritten Album hält, haben wir abgefragt.




Tach! Was macht die Kunst?

Hallo Thomas. Ja, alles prima bei uns. Ein bisserl Sommerloch, aber ansonsten wirklich perfekt.


Wie ist das Gefühl, das dritte Album eingetütet zu haben und derartig gute Resonanzen zu bekommen?

Das ist natürlich ein prima Gefühl. Wir haben jetzt drei Alben in drei Jahren gemacht und uns von Platte zu Platte steigern können. Das sieht die schreibende Zunft wohl genauso und deshalb zeigt es uns, dass wir bisher sehr viel richtig gemacht haben.


Wie unterschied sich die Arbeit an "Of Storytellers And Gunfellas" zum Vorgängeralbum. Ihr habt ja wieder im gleichen Studio aufgenommen.

Eigentlich hat sich nicht soviel geändert, außer das wir diesmal im Vorfeld wussten, wie alles bei Martin im Studio abläuft. Mit WATAG waren wir ja erstmalig bei Martin und kannten noch nicht seine Arbeitsweise. Diesmal waren wir drauf vorbereitet und konnten daher noch entspannter ins Studio gehen, da wir wussten, dass die Arbeit mit Martin absolut entspannt und professionell ist.


Da ihr im Grunde außerhalb jeglicher Trends im Metal agiert, bekommt ihr vermutlich nicht die Aufmerksamkeit, die man bei einem solch starken Album vermutet. Ist dem so und wenn ja, wie geht man damit um?

Naja, wir sind ja zum Teil schon sehr lange im Geschäft, so dass wir nicht sonderlich viel vom Musik Business erwarten. Natürlich bekommen wir nicht die Aufmerksamkeit, die eine Band bekommt, welche von einem großen Label gepusht wird. Wir müssen uns alles irgendwo selbst erarbeiten. Und das ist eine mühsame und manchmal auch frustrierende Angelegenheit. Wir können das mittlerweile aber mit unserer Erfahrung sehr gut abschätzen. Wir erwarten keine jährlichen Welttourneen oder Ähnliches. Wir versuchen einfach immer, nur gute Musik zu machen, die uns selber und hoffentlich auch einigen Anderen gefällt. Wenn wir damit eben nicht den großen Erfolg haben sollten, dann ist es halt so. Da können wir selber relativ wenig ändern, da es im Musik Business leider nicht nur nach Leistung oder Talent geht, sondern in ganz großem Masse auch nach Image, Beziehungen und Glück. Das ist im Metal nicht anders als im Pop - auch wenn es immer noch Romantiker gibt, die das nicht glauben wollen? Das ist überall so, wo es letztendlich meistens nur darum geht, mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Wir haben kein großes Plattenlabel hinter uns und auch keine Booking Agency, die uns auf irgendwelche Touren oder Festivals hieven könnten. Wir hoffen zwar, dass es mal irgendwann - vor allem auf dem Live Sektor - mehr abgeht, als es derzeit der Fall ist, aber wir haben gelernt, geduldig zu sein - gezwungenermaßen :). Vielleicht haben wir ja irgendwann auch mal das Glück oder die Beziehungen oder das fette Label...oder ... ;).


Wovon handelt die dritte Scheibe lyrisch betrachtet. Gibt es sowas wie einen roten Faden?

Den gibt es tatsächlich, auch wenn das anfangs nicht unbedingt geplant war. Die Scheibe handelt im Groben von der Bedeutung der Handfeuerwaffen in der heutigen Gesellschaft. Letztendlich sind alle Songs als Kurzgeschichten konzipiert, in denen eine Schusswaffe eine entscheidende Rolle spielt. Das Ganze soll nicht als Moralpredigt oder Sonstiges daher kommen. Jeder soll sich dort seine eigene Meinung bilden.


Thrash Metal hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Wie siehst du die modernen Varianten dieser Tonkunst und was hat es für dich/euch ursprünglich mal ausgemacht?

Thrash Metal war und ist, für mich persönlich, eigentlich immer die variabelste Form des Metal. Man kann unheimlich viele verschiedene Elemente in einen Song packen und es kommt letztendlich immer Thrash Metal raus. Das geht vom Geknüppel bis zum groovigen Midtempo – von hohem Gesang bis zu Death Metal-artigem Gesang. Da gibt es Punk Elemente, Hardcore Elemente sowie klassischen Metal. Als Thrash Band kann man sich meiner Meinung nach am besten mit verschiedenen Stilmitteln austoben, ohne sich von der Basis zu weit zu entfernen. Der Thrash Metal hat sich, nachdem er zwischenzeitlich schon oft tot geredet wurde, sehr gut entwickelt. Eine Band mit sehr modernen Elementen - wie z.B. MACHINE HEAD - funktioniert, meiner Meinung nach, wunderbar neben einer eher oldschool-lastigen Band wie EXODUS etc.

Mir hat beim Thrash Metal immer gefallen, dass es die Aggressivität und zum Teil auch die Lebenseinstellung des Punk mit den technischen Facetten des Heavy Metal verbunden hat. Bei den Thrash Bands, mit denen ich angefangen habe, hat mir auch immer das Auftreten und die Klamotten gefallen. Kein übertriebenes Nietengedöns, Schminke etc. Zerrissene Jeans, T-Shirt - fertig war die Laube – das war für mich einfach die ehrlichste Form des Metal und das, womit ich mich selber am besten identifizieren konnte. Leider wird heutzutage selbst daraus wieder versucht, ein Trend zu schneidern, indem man eben junge Bands in die Klamotten von früher steckt und schönen schrottigen oldschool Garagen-Sound verpasst, verbunden mit den alten schrottigen Cover Artworks. Das ist nur noch aufgesetzt und leider bezeichnend für ein relativ uninspiriertes Metal-Jahrzehnt.

Welchen Bands seid ihr verbunden? Was hat euch am meisten beeinflusst?

Da wir alle ja schon etwas länger Metal hören, sind das auch in erster Linie ältere Bands wie METALLICA, MEGADETH, FORBIDDEN, EXODUS etc. Aber auch einige „neuere“ Bands haben durchaus bei uns Eindruck hinterlassen. DISTURBED hat uns z.B. immer ganz gut gefallen und natürlich MACHINE HEAD – wobei, kann man 'ne Band nach 15 Jahren noch neu nennen?


Woher kommt die für FACE DOWN HERO typische Melancholik? Es gibt ja für Thrash Metal Verhältnisse schon recht viele schwermütige Momente bzw. einen melancholischen Grundanstrich der Songs.

Tjo, da fragst du mich was! Vielleicht liegt es daran, dass Kali und mir immer schon die etwas düsteren Scheiben im Thrash Bereich besonders gut gefallen haben. Ich denke da nur an die "...And Justice For All" von METALLICA oder auch "Lying In Wait" von DEPRESSIVE AGE oder auch "Renewal" von KREATOR. Nicht zu vergessen die "Screams And Whispers" von ANACRUSIS. Alles Scheiben, die sehr dunkel daher kommen. Irgendwie hat sich das dann bei uns dann nach und nach auch so entwickelt. Bei unserer Debüt Scheibe war es noch nicht so ausgeprägt, aber ab der "Where All This Anger Grows" kamen diese Elemente verstärkt zum Vorschein.


Wie sieht es an der Livefront aus? Auf Festivals bekommt man euch nur selten oder gar nicht zu Gesicht.

Ja, und das ist auch wirklich ein großes Problem bei uns. Wie bereits gesagt, tun wir uns sehr schwer damit, an gescheite Gigs zu kommen. Ich meine damit jetzt Auftritte, wo man eben nicht 1000 km fährt, um dann vom Veranstalter gesagt zu bekommen, dass er uns leider kein Spritgeld geben kann und er auch leider vergessen hat, Werbung zu machen etc :D. Das hatten wir alles schon und das brauchen wir ehrlich gesagt nicht mehr. Nein, Spaß beiseite. Wir versuchen schon immer soviel wie möglich zu spielen. Aber gerade Festivalauftritte waren bisher fast nie zu bekommen. Das lag an den unterschiedlichsten Gründen, die ich gar nicht im Einzelnen aufzählen kann. Wir geben da aber nicht auf und hoffen, dass sich im Herbst/Winter einiges tut auf dem Live Sektor.


Habt ihr für nächstes Jahr wieder ein Album geplant? Bisher habt ihr im Jahresrhythmus veröffentlicht, was ja ebenfalls recht ungewöhnlich ist. Kann man das Tempo beibehalten, ohne an Kreativität zu verlieren?

Wir werden nächstes Jahr wieder eine Scheibe rausbringen – allerdings wird das eher zum Jahresende sein. Unser Ziel war es, immer regelmäßig Scheiben zu veröffentlichen. Anders kann man es, meiner Meinung nach, als kleine Band mit relativ überschaubarer Live Präsenz, in der heutigen Zeit auch nicht schaffen, im Gedächtnis zu bleiben und sich hoch zu kämpfen. Das Tempo kann man schon beibehalten ohne kreative Einbußen. Allerdings ist das Hauptproblem auch der finanzielle Aspekt. Da uns unser Label kein Budget für die Studiozeit stellen kann, und wir daher alles aus eigener Tasche finanzieren müssen. Aus diesem Grund werden wir auch nicht dieses Jahr ins Studio gehen, sondern erst wieder Anfang nächsten Jahres, so dass die Scheibe dann - wenn alles normal läuft - Ende 2010 erhältlich sein wird. An Ideen mangelt es uns nicht, denn dazu macht uns das Songschreiben auch einfach zuviel Spaß.


Was würdest du dir für FACE DOWN HERO am meisten wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass wir auch in zehn Jahren noch soviel Spaß mit der Band haben wie heute, und daas wir uns weiterhin von Platte zu Platte steigern können. Außerdem wünsche ich mir, dass wir endlich auch auf dem Live Sektor bekannter werden und vielleicht mal eine Chance bekommen, auch eine etwas größere Tour zu fahren.


Was hältst du persönlich von folgenden Bands:


KREATOR

Waren für mich die wichtigste deutsche Thrash Band, die zu Zeiten von "Extreme Aggression" den Thrash von der Musik und der Lebenseinstellung am besten rübergebracht haben. Heutzutage haben sie leider den Biss in Ihren Texten und Ihren Auftritten etwas verloren. Meiner Meinung nach haben sie, nach dem sehr guten "Violent Revolution" Album, nie wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Aber vielleicht kommt das ja noch mal.


EXHORDER

"The Law" ist ein Meilenstein. Ich behaupte mal, eine Band, ohne die es Pantera in der Form, wie wir sie später lieben gelernt haben, nie gegeben hätte ;). Leider habe ich sie damals verpasst, als sie mit CHANNEL ZERO im Vorprogramm auf Tour waren – verdammt! Das war bestimmt der Hammer!


MESHUGGAH

Überhaupt nicht meine Baustelle - wie fast alles aus dem skandinavischen Raum :). Nein im Ernst – ist mir zu anstrengend.


DARKTHRONE

Hab ich mich nie mit beschäftigt, weil die mich nie interessiert haben. Könnte Dir nicht einen Song von nennen bzw. weiß nicht, ob ich jemals eine Scheibe von denen gehört habe.


MACHINE HEAD

Mittlerweile eine der wichtigsten und innovativsten Thrash Bands. Habe sie erst vor ein paar Wochen wieder mit METALLICA gesehen und musste wieder feststellen, wie groß diese Band geworden ist. Es ist schön, zu sehen, dass es neben den ganzen künstlich gehypten Bands auch noch Bands mit Qualität und dem Oldschool Stallgeruch eine derartige Größe erreichen können.


So, das war's schon. Nun die berühmten letzten Worte und dann wieder ab in den Proberaum!

Jo, vielen Dank für das Interview und danke an alle, die es lesen. Ich hoffe, man sieht sich mal irgendwo auf den Bühnen der Republik oder zum Bierchen oder beides.

shub

Autor: Thomas Kleinertz [shub] | 26.06.2009 | 10:11 Uhr

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