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Interviewpartner: Charles Elliott

ABYSMAL DAWN melden sich Mitte Februar über Relapse Records mit ihrer inzwischen dritten Full Length, „Leveling The Plane Of Existence“, zurück. Gitarrist und Sänger Charles meldet sich im Interview zu den Veränderungen bei ABYSMAL DAWN, den Inhalten des neuen Studioalbums und den weiteren Plänen der Band zu Wort.




Hi Charles, wie läuft’s? „Leveling The Plane Of Existence“ erscheint in Kürze. Worin bestehen Deiner Meinung nach Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu „Programmed To Consume“, dem Vorgänger?

Mir geht’s klasse, danke der Nachfrage. Ich bin froh, dass wir mit dem Album nun fertig sind, nachdem wir über fünf Monate hinweg immer wieder aufgenommen haben. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass diese Scheibe wesentlich griffiger, aber gleichzeitig auch extremer ist. Alle, die es bislang gehört haben, sind der Meinung, dass es unser bestes Material ist und einen großen Schritt nach vorne für die Band darstellt. Ich bin diesmal auch viel zufriedener mit der Leistung sowie der Produktion. Das ist das erste Album, das wir nicht selbst finanziert haben, da „Programmed To Consume“ ursprünglich aufgenommen wurde, bevor wir bei Relapse Records unterschrieben. Unser Budget war nun ein bisschen größer, sodass wir uns diesmal etwas mehr Zeit lassen konnten; auch wenn wir nicht angenommen hatten, so lange aufzunehmen, wie es jetzt der Fall war.


Was kannst Du uns zum Albumtitel berichten? Gibt es eine Art Konzept oder behandelt Ihr unterschiedliche Themen?

Ich hatte diesen Arbeitstitel schon eine ganze Weile, und als die Zeit verstrich, bekam dieser mehr und mehr Bedeutung für mich. Im Grunde behandeln die Texte des Titelstücks den Untergang der Menschheit und die Übernahme durch die nächste Lebensform. Einfach bei Null anfangen und den Planeten noch einmal neu starten, wenn man so will. Später schien der Titel noch viel angemessener aufgrund der Veränderungen in der Band und etlicher Dinge in unseren Privatleben, was oftmals wie ein Neustart anmutete. Ich bin zu diesem Zeitpunkt das letzte Gründungsmitglied der Band. Sämtliche Texte auf dem Album behandeln all die Aspekte, die ich an der Menschheit hasse, und warum ich manchmal das Gefühl habe, dass diese Welt noch einmal von vorne beginnen sollte.


Erzähl uns doch bitte ein bisschen mehr über „In Service Of Time“, „Rapture Renowned“ und das recht epische, halbakustische „The Sleeper Awakens“.

„In Service Of Time“ entstand sehr schnell. Ich habe das Hauptriff geschrieben, als ich bei einer Probe einfach vor mich hinspielte, und die Art und Weise, wie Scott die Gitarrenanschläge mit seiner Fußarbeit ergänzt, ist einfach großartig. Die restlichen Riffs kamen ziemlich flugs dazu, und Mike hatte noch ein paar Riffs auf Halde, die ebenfalls sehr gut dazu passten. Ich finde, dass das ein Stück ist, das die Leute während der nächsten Jahre immer wieder auf Konzerten fordern werden, da es auf Anhieb sofort ins Ohr geht. Die Texte befassen sich damit, die eigentliche Sterblichkeit zu erkennen, wie die Geschichte sich selbst wiederholt und dass die Zeit der einzig wahre Gott ist, der alles beherrscht. Es behandelt auch die ganzen Fehler, die man in seinem Leben begeht und die man auf keinen Fall wiederholen will.
„Rapture Renowned“ wurde geschrieben, da ich einen weiteren Song haben wollte, der in Richtung von „Walk The Path Of Fire“ ging. Es hat einige sehr Black-Metal-lastige Anteile, aber auch haufenweise schnelles und groovendes Death-Metal-Riffing. Textlich befasse ich mich mit meiner Verachtung gegenüber kalten und eigennützigen Menschen.
„The Sleeper Awakens“ ist ein sehr vom Doom beeinflusster Song, zum Beispiel von KATATONIA und SWALLOW THE SUN. Wir haben darin auf jeden Fall unseren eigenen Stil, aber ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich es auf der Scheibe haben wollte, da es so gänzlich anders war. Ich hatte sogar darüber nachgedacht, es für etwas anderes beiseite zu legen, da ich immer mal wieder damit drohe, ein Doom-Metal-Nebenprojekt zu starten, haha. Die anderen Jungs waren aber dafür, auch mal etwas anderes zu machen, und Mike hat diese wunderbaren Basslinien zu meinen Riffs geschrieben, die ihm wirklich erlaubten, mal eine andere Seite seines Stils zu zeigen. Ich mag auch, wie ich wieder das Black-Metal-Geflüster integrieren konnte, was ich ja schon bei „The Descent“ auf dem Vorgänger gemacht hatte. Für die Texte hatte ich einiges im Hinterkopf, als ich diese verfasste, aber im Grunde hatte ich nur ein einziges Schlagwort parat, das alles zusammenfasste: Dystopie. Das waren die letzten Texte für das Album, und das Stück beschließt die Scheibe sehr episch, wie ich finde.




Was kannst Du uns zur Entstehung des Artworks berichten? Das sieht mir doch sehr nach Pär Olofsson aus, der ja auch schon die Cover Eurer ersten beiden Scheiben erstellt hat?

Wir mögen es, mit Pär zusammenzuarbeiten, da wir mit ihm ständig Ideen austauschen und Rückmeldung geben. Die erforderlichen Änderungen kommen dann immer sehr schnell. Seine Artworks sind eine Kombination aus modernen und traditionellen Techniken, und das bringt irgendwie auch genau die Herangehensweise der Band auf den Punkt. Es soll die nächste Szene nach dem Albumcover von „Programmed To Consume“ darstellen, d.h. nachdem die Menschheit ausradiert wurde. Man kann sogar einige Aspekte des letzten Covers sehen; gemeinsam mit der Sonnenfinsternis, die wir auf allen Artworks haben. Die Grundidee besteht darin, die nächste Lebensform nach dem Ableben der Menschheit aus diesem ‚Kompost’ und dem vorzeitlichen Zustand erstarken zu sehen. Wir haben Pär einen Haufen Bilder von Fossilien geschickt, und das war dann das, was ihm dazu einfiel. Ziemlich krankes Zeug, wie immer.


Ihr habt bereits letztes Jahr eine Demoversion des Titelstücks auf MySpace gestellt. Wie waren die Reaktionen? Was habt Ihr an dem Song noch verändert?

Wir hatten nach einem neuen Schlagzeuger gesucht, sodass wir allen, die sich dafür interessierten, einen Eindruck vermitteln wollten, worauf sie sich einlassen. Wir haben ungefähr für die Hälfte des Albums einen Drumcomputer für die Demos benutzt, ehe dann Scott dazu kam. Wir hatten diesmal für das Schlagzeug eine viel technischer ausgeprägte Vorstellung, und Scott hat das perfekt umsetzen können. Einige der Leute, die sich gemeldet hatten, konnten die alten Sachen spielen, aber wir wollten es auf alle Fälle auf das nächste Level bringen.
Nicht jeder Takt oder jedes Fill ist zu 100% wie auf dem Demo, aber es ist immer noch sehr nahe dran. Die Leute waren auch ziemlich begeistert, als wir den Song online stellten, was uns wiederum zeigte, dass wir uns in die richtige Richtung bewegten.


Es gab wie gesagt einige Besetzungswechsel; Du erwähntest schon Scott. Inwiefern hat sich das auf das Songwriting ausgewirkt? Werdet Ihr nun als Trio agieren?

Scott ist einfach großartig, und wir haben genau die gleiche Vorstellung, wie die Drums eingesetzt werden sollten. Wir haben wie gesagt die Hälfte mit einem Drumcomputer erstellt, ehe er in die Band kam, aber die andere Hälfte hat sich dann im Proberaum ergeben. Wir wollten es als Trio belassen, da es sich nicht richtig anfühlte, kurz vor den Aufnahmen noch jemanden in die Band aufzunehmen. Momentan haben wir einen zweiten Gitarristen für die Konzerte, aber wir werden in naher Zukunft wieder nach einem festen zweiten Gitarristen suchen.


Ihr habt im Studio wieder mit John Haddad gearbeitet: Ist dies ein eingeschworenes Team? Außerdem war Erik Rutan für das Mastering verantwortlich. Was kannst Du uns zu dieser Zusammenarbeit erzählen?

Wir sind diesmal hauptsächlich wegen des Schlagzeugs zu John gegangen, da dies seine Spezialität ist. Alles andere wurde von Mike Bear von ARTISAN aufgenommen und produziert. Er hat übrigens auf unserem ersten Album, „From Ashes“, Bass gespielt. Wir haben noch in Johns Studio an den Gitarrenspuren gefeilt, ehe wir alles dann an Erik für den Mix und das Mastering geschickt haben. Erik hat dies dann fortgesetzt, aber in erster Linie mit meinem eigenen Gitarrensound gearbeitet. Ich bin sehr zufrieden damit, wie sich diesmal alles entwickelt hat. Die Kombination hat für die etwas moderne Produktion gesorgt, die wir haben wollten, aber ohne überproduziert zu klingen.


Welche Einflüsse sind Deiner Meinung nach bei ABYSMAL DAWN zu erkennen? Ihr habt ja dieses starke 90er-Death-Metal-Grundgefühl in Eurer Musik, wobei Ihr ja nicht gleich Old School seid?

Als ich aufwuchs, waren das CARCASS, NILE, DEATH, METALLICA, AT THE GATES, NINE INCH NAILS, SUFFOCATION, TESTAMENT, ENTOMBED, DISSECTION, FEAR FACTORY, EMPEROR, MACHINE HEAD, CANNIBAL CORPSE oder auch MORBID ANGEL. Von den neueren Sachen mag ich vor allem BEHEMOTH, NEVERMORE, ABORTED, VITAL REMAINS, HOUR OF PENANCE, THE FACELESS, FLESHGOD APOCALYPSE, BLOODBATH, SWALLOW THE SUN, KEEP OF KALESSIN, DECAPITATED und WATAIN. Ich könnte noch ewig so weitermachen und mich trotzdem wie ein Idiot fühlen, weil ich etwas Wichtiges vergessen habe. Ich mag auch viele Fusion-Jazz-Sachen von Allan Holdsworth, Shawn Lane und Scott Henderson. Sie haben vor allem meine Soli beeinflusst, würde ich sagen. Die Ausgangslage bei dieser Band war immer, etwas aus allen möglichen Bereichen und Nischen der extremen Musik zu entlehnen und damit unser eigenes Ding zu machen. Wir sind definitiv keine Old-School-Band, auch wenn uns die alten Truppen natürlich beeinflusst haben.


In den USA wart Ihr schon ausgiebig auf Tour unterwegs, in Europa hingegen noch gar nicht? Wie sehen Eure Pläne aus?

Wir hoffen sehr, das zu ändern; das ist jedenfalls der Plan. Das ist nun unser drittes Album, sodass wir das Gefühl haben, dass es jetzt wirklich an der Zeit ist, zumal wir ja in Nordamerika bereits viel unterwegs waren. Hoffentlich hat sich schon etwas ergeben, wenn die CD erscheint.


Wie nimmst Du die momentane US-Death-Metal-Szene wahr? Kannst Du uns vielleicht einige Bands empfehlen?

Ich finde, dass wir weiterhin neue und lebhafte Musik in diesem Genre erschaffen, sodass die Leute sich weiterhin dafür interessieren und die Szene am Leben bleibt. Es gibt besonders in Kalifornien etliche großartige technische Death-Metal-Bands. Unser eigenes Augenmerk lag fast immer darauf, griffige Riffs und Melodien mit ein wenig Technik zu schreiben, was uns etwas geholfen hat, uns von der Szene abzuheben. RECIPROCAL, ARKAIK und MUCOUS MEMBRANE sind alle ein bisschen weniger bekannte Bands, die ich dennoch sehr empfehlen kann.


Auf welche Death-Metal-Alben freust Du Dich momentan am meisten?

Ich freue mich auf die neuen CDs von HATE ETERNAL, OBSCURA, ORIGIN, THE FACELESS, BELPHEGOR, NECROPHAGIST und EXHUMED. Alle diese Bands sind der Wahnsinn.


Wenn man die Musik von ABYSMAL DAWN verfilmen würde, welcher bestimmte Film oder welches Genre wäre das wohl?

Vielleicht ein Streifen von Quentin Tarantino? An der Oberfläche würde es gewalttätig erscheinen, aber je mehr Aufmerksamkeit Du den Dialogen widmest, desto intelligenter würde es wirken. In Sachen Genre wären das viele verschiedene Dinge, zum Beispiel Drama, Fantasy, Thriller, Science Fiction, Soziopolitisches und Action. Eine ziemlich schräge Mischung von Einflüssen, die allesamt ABYSMAL DAWN zusammenfassen würden, haha.


Und damit wären wir am Ende angelangt, Charles. Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

Vielen Dank für Eure Zeit! Bitte unterstützt uns und den Metal. Kauft Merchandise und Alben, und hoffentlich sehen wir Euch bald in Europa!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 20.01.2011 | 17:26 Uhr

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