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Interviewpartner: Chrigel

In guter Metalnews-Tradition treffen wir uns spätestens alle zwei Jahre mit einem Herrn oder einer Dame von ELUVEITIE, um die Schweizer etwas über ihre Musik, ihren Bandalltag und über allerhand anderes auszuquetschen. Chrigel, Frontmann und Mastermind der Schweizer Folk Metaller, opferte sich dieses Jahr, um mir einige Fragen zum neuen Album „Origins“ zu beantworten, welches am 1. August in den Läden stehen wird. Dabei haben wir nicht nur über die Musik und das Konzept hinter „Origins“ gequatscht, sondern auch über das Leben auf Tour und wie ein privater Tag im Leben eines gefragten Musikers aussieht. Wer also schon immer einmal wissen wollte, ob Herr Chrigel auch allmorgendlich einen Kaffee trinkt, der sollte sich dieses Interview anschauen!




Hallo Chrigel und danke, dass Du Dir Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Wie ist die Stimmung eine gute Woche vor Veröffentlichung des Albums? Seid ihr überhäuft mit Promo-Arbeit?

Ja danke, gut. Wir sind tatsächlich sehr beschäftigt!


Wenn man sich den Tourplan der Jahre 2012 und 2013 anschaut, kann man kaum glauben, dass nun – nur 2 Jahre nach „Helvetios“ – schon der Nachfolger „Origins“ in den Läden stehen wird. Habt ihr „Origins“ im Tourbus geschrieben? Oder wie findet ihr Zeit beziehungsweise wo nehmt ihr die Energie und Kreativität her?

Nein. Zwar habe ich es schon zig mal versucht, im Tourbus Songs zu schreiben, bin aber ebenso viele Male ganz kläglich gescheitert, haha. Das kann ich einfach nicht. Ich brauche die Ruhe und Stille dazu. Allerdings entstand das Konzept für „Origins“ tatsächlich auf Tour. Ich kann mich noch erinnern – das war irgendwann Anfang des letzten Jahres. Wir waren gerade auf Europa-Tour. Eines Tages hatten wir eine Show in Paris, kamen frühzeitig an und hatten daher ein paar freie Stunden. Ich entschloss mich, alleine ein wenig durch die Gässchen von Paris zu schlendern. Irgendwo hockte ich mich dann in ein hübsches, kleines Straßencafé, wo ich mir einen doppelten Espresso und ein Croissant gönnte ... und das war dann auch, wo ich das Konzept für „Origins“ niederschrieb. Aber die effektive Songwriting-Arbeit begann dann schon erst nach dem der Tour-Zyklus im späteren Sommer abgeschlossen war.


Dazu noch eine Zusatzfrage: Ihr habt im September 2013 angekündigt, eine kurze Tourpause zu machen, um euch voll auf den Nachfolger von „Helvetios“ konzentrieren zu können. Ist man dann in so einer Pause nicht besonders unter Druck, möglichst bald ein neues Album liefern zu können? Und hemmt das nicht die Kreativität?

Genau, so machten wir das. Wie gesagt, um zu komponieren brauche ich [und Ivo geht’s hier genauso] das zu Hause, die Ruhe, muss auch mal in den Wald spazieren gehen können und so weiter.
Aus diesem Grund legen wir normalerweise eben auch so eine Tourpause ein. Ein gewisser Druck entsteht dadurch schon, aber eigentlich eher im Sinne, dass man sich selbst eben ein zeitliches Limit für ein Ziel steckt. Der Kreativität hinderlich ist das nicht, finde ich. Ich glaube, ich brauch ein bisschen Druck, haha.


Bleiben wir kurz bei den Touren: Mitte September steigt eure USA/Kanada-Tour, die dann eigentlich ziemlich direkt in eine größere Europa-Tour übergeht. Freut ihr euch, durchgehend so lange auf Reisen zu sein oder wäre es euch lieber gewesen, eine Pause zwischen den beiden Tourplänen zu haben? Anders gefragt: Stellt sich nach einer gewissen Anzahl an Gigs nicht auch einmal eine Spielmüdigkeit ein?

Nein, das ist ja erst der Anfang des nächsten Tour-Zyklus. Der „Origins“ Welttour-Zyklus ist derweil immer noch in Planung, soll aber unterm Strich auch wieder so an die zweieinhalb Jahre dauern. Nein, eine Spielmüdigkeit entsteht da nicht, zumindest nicht bei uns. Wir sind Musik-Junkies, Musik zu spielen, das bedeutet für uns Leben. Als die wir „Helvetios Welt-Tournee“ [welche eben gut 2,5 Jahre dauerte und über 400 Shows umfasste] letzten Sommer beendeten, unterhielten wir uns noch ein bisschen über die ganze Zeit auf Tour. Und auch wenn das jetzt vielleicht ziemlich kitschig klingen mag – wir mussten dennoch sagen, dass wir jedes einzelne der vielen Konzerte genossen haben und dankbar darauf zurückblicken können.


Konzentrieren wir uns etwas auf „Origins“. Als Singles habt ihr „King“ und „The Call Of The Mountains“ ausgewählt. Ich habe etwas in verschiedenen Foren mitgelesen und da kam häufig der Kommentar, dass es sich dabei um typische ELUVEITIE-Songs handeln würde. Ich finde aber, wenn man „Helvetios“ mit „Origins“ im Gesamten vergleicht, dann gleichen sie sich bezüglich der Atmosphäre nur wenig. Wie seht ihr das? Wo seht ihr die größten Unterschiede zwischen „Helvetios“ und „Origins“?

Nun, die beiden genannten sind vielleicht schon eher typische Elu-Songs, wobei „King“ für unsere Verhältnisse schon einiges an Neuem oder „Elu-Unkonventionellem“ beinhaltet, haha.
Ja, von der Atmosphäre her unterscheidet sich „Origins“ schon ziemlich von „Helvetios“ - es dreht sich inhaltlich ja auch um etwas ganz anderes. Das ist für mich sehr zentral beim Songwriting. Ich versuche immer, einen Inhalt auszudrücken, Atmosphären zu kreieren. Musikalisch ist „Origins“ für uns absolut eine Weiterentwicklung. In den oben erwähnten 2,5 Jahren der „Helvetios Welttour“ machten wir eigentlich nichts anderes, als unsere Instrumente zu spielen, live zu spielen und uns den Arsch ab zu üben. Alle von uns sind in dieser Zeit als Musiker gewachsen. Und das ist etwas, was sich definitiv auf das Songwriting auswirkte. Musikalisch ist „Origins“ auf einem deutlich höheren Niveau als alles, was wir bislang machten; unsere Musik wurde komplexer und technischer [im spieltechnischen Sinne]. Jedoch versuchte ich – und ich hoffe, das gelang auch – dies nicht plakativ hörbar zu machen. Weil ich glaube, dass Musik dann zu guter Musik wird, wenn sie fähig ist, Bilder vor dem inneren Auge des Hörers zu erschaffen – nicht dann, wenn sie einfach möglichst technisch hochstehend, schwierig und komplex ist.
Des Weitern haben wir natürlich auch bei „Origins“ wieder diverse neue Dinge ausprobiert [das machen wir bei jedem Album]. Das sind für den Hörer vielleicht Kleinigkeiten, für uns ist das aber schon relevant. Beispielsweise arbeiteten wir zum ersten Mal mit einem Kinderchor. Oder ich arbeite vermehrt mit halb-cleanem Gesang. Oder auch die Gitarrenarbeit wagt sich in für uns diverse neue Gefilde vor [gerade in Songs wie „The Silver Sister“ oder „Inception“]. Das Album ist als Ganzes auf weiten Strecken düsterer und härter als unsere bisherigen Veröffentlichungen.




Auf dem neuen Album sind ja auch zum ersten Mal die neuen Bandmitglieder Rafael Salzmann und Nicole Ansperger zu hören. Inwiefern waren sie am Songwriting beteiligt und inwiefern haben sie neue Ideen in die Musik von ELUVEITIE gebracht? Gibt es Deiner Meinung nach einen Song auf „Origins“, an welchem man diesen neuen Einfluss besonders gut erkennen kann?

Am Songwriting im Konkreten waren die beiden nicht so stark beteiligt, das es gewöhnlich Ivo und ich sind, die die Songs schreiben. Aber wie alle andern Bandmitglieder auch hatten sie die Aufgabe, die Stimmen für ihre Instrumente auszuarbeiten. Und da hört man schon die Handschrift der beiden heraus. Gerade beispielsweise bei Rafis Gitarren-Solo im Song „Carry The Torch“.


„The Call Of The Mountains“ in verschiedenen Sprachversionen aufzunehmen, hat mich ein bisschen an MANOWAR und deren 16 Versionen von „Father“ erinnert, um allen Fans in den verschiedenen Ländern zu huldigen. Bei euch scheint es ja mehr um den direkten Bezug zur Schweiz und deren Sprachvielfalt zu gehen. Sehe ich das richtig? Und warum genau habt ihr euch gerade „The Call Of The Mountains“ für dieses Experiment ausgesucht?

Haha, ja das hat man mir neulich schon mal in einem Interview gesagt. Vielleicht zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das von MANOWAR gar nicht wusste beziehungsweise „Father“ nicht kenne. Ich muss mir das echt mal anhören!
Wir hatten die Idee, einen Song zusätzlich in den vier Schweizer Landessprachen aufzunehmen, schon länger mal, eigentlich schon vor „Helvetios“. Das war einfach eine spontane Idee, die wir irgendwie cool und witzig fanden. Bei der Produktion von „Helvetios“ lag das aber zeitlich nicht mehr drin. Also nahmen wir die Idee bei „Origins“ wieder auf. Dass wir sie mit „The Call Of The Mountains“ umsetzten, lag für uns auf der Hand, da sich dieser Song inhaltlich perfekt dafür eignet: Er erzählt auch eine keltische Herkunftslegende, welche sich letztlich aber eben um das Gebiet der heutigen Schweiz dreht. Also eigentlich der perfekte Song für dieses Unterfangen.


Meinem Promo-Schreiben zufolge habt ihr das Cover-Artwork zusammen mit WissenschaftlerInnen der Universität Zürich gestaltet. Ging es dabei vor allem um die korrekte graphische Darstellung des „Heiligenscheins“ der Sucellos-Statue oder wie können wir uns diese Zusammenarbeit vorstellen?

Na ja, es ging einerseits um den künstlerischen Stil [da mir wichtig war, das Bild halt eben in einem gallischen Kunststil zu halten, so wie er in der Antike üblich beziehungsweise. „im Trend“ war] und andererseits schlicht um die Frage „Was?“. Was soll das Cover zeigen? Für uns war von Anfang an klar, dass wir etwas sehr Schlichtes, gar Abstraktes wollten - etwas Symbolhaftes, was den lyrischen Inhalt des Albums ausdrückt. Nur war's nicht ganz einfach, sowas zu finden. Na ja, es gibt nicht irgendwie ein allgemeingültiges Symbol für „keltische Mythologie“ oder sowas [wie das beispielsweise ein Kruzifix ist, hätten wir nun ein Album über den Katholizismus geschrieben, haha].


Da wahrscheinlich die wenigsten LeserInnen – inklusive mir – wissen, worum es sich bei einem „Heiligenschein“ einer Sucellos-Statue genau handelt, könntest Du uns etwas darüber erzählen? Und könntest Du auch etwas dazu sagen, inwiefern diese Statue mit dem generellen Konzept von „Origins“ in Verbindung steht?

Während der oben erwähnten Suche landete ich eben immer wieder bei Sucellos. „Origins“ vertont keltische Mythologie – antike ätiologische Sagen aus Gallien im Konkreten. Wir bewegen uns also auch auf sehr stark spirituellen Gebieten. Es gibt darin sehr viele Themen, die eng mit dem keltischen Pantheon verwoben sind. Geht es um zum Beispiel um die Herkunfts-/Ursprungs-Mythen der Kelten [„The Nameless“, „Celtos“, „The Day Of Strife“, etc.], so taucht immer wieder eine geheimnisvolle, unterweltliche Gottheit auf, von welcher die Kelten abzustammen glaubten, deren Namen wir aber heute nicht mehr kennen. Auch zum Beispiel bei „The Silver Sister“ taucht eben diese Gottheit wieder auf – in einem ganz anderen Zusammenhang. Das ganze lyrische Konzept hinter „Origins“ bedeutete enorm viel Arbeit. Und vor allem enorm viel Wissenschaft. Noch nie arbeiteten wir so wissenschaftlich für ein Album und investierten so viel Zeit und Arbeit in ein lyrisches Konzept. In vielen Aspekten nehmen die Songs wissenschaftliche Hypothesen auf. Auch eben hinsichtlich besagter unbekannten, geheimnisvollen Gottheit. Es gibt überzeugende Hypothesen, dass sich hinter diesem „namenlosen Gott“ niemand anders verbirgt als eben Sucellos. Beschäftigt man sich mit der keltischen Ursprungs-Mythologie, so taucht er immer und immer wieder auf.
Wie Du richtig sagst – eine der Sucellos-Statuen, welche man bei archäologischen Ausgrabungen fand, stellt ihn mit einem sonnenartigen „Heiligenschein“ dar, dessen „Sonnenstrahlen“ aber doppelköpfige Hammer sind [genau solche, wie er auch einen in seiner linken Hand hält]. Über die genaue Bedeutung davon tappt die Wissenschaft leider mehr oder minder im Dunkeln. Aber Sucellos' wiederkehrende Rolle in der keltischen Ursprungs-Mythologie ist der Grund, weshalb ich mich letztlich dazu entschloss, „sein Symbol“ für das Album-Cover zu verwenden.




In den letzten Jahren konntet ihr sowohl Charteinstiege verbuchen als auch den Swiss Music Award gewinnen. Glaubt ihr das mit „Origins“ noch toppen zu können? Oder anders gefragt: Was gibt es für euch noch zu erreichen? Was sind eure selbstgesteckten Ziele für die Zukunft?

Ganz ehrlich gesagt – über solche Fragen machen wir uns eigentlich nicht allzu viele Gedanken. Einerseits weil für uns schlicht die Musik, das Musizieren zählt. Das ist insofern letztlich auch unser „Ziel“: Weiterhin das zu tun, was wir lieben und was unsere Leidenschaft ist. Andererseits weil wir die Zukunft ohnehin nicht kennen. Niemand vermag zu sagen, wie sowas rauskommt. Und das ist auch gut so!


Wie in jedem Interview das ich führe, hätte ich gerne, dass Du unseren LeserInnen den Namen einer Underground-Band verrätst, die Du kürzlich entdeckt hast und die man unterstützen sollte [es muss keine Metal-Band sein].

Auch wenn ich die jetzt nicht erst kürzlich entdeckte - da wäre für mich klar die schweizerische Avantgarde Black Metal Band BLUTMOND [Homepage] zu nennen! BLUTMOND sind einfach eine unglaubliche, beeindruckende und äußerst kreative Band! Unsere Anna [und bei einem ganz kleinen Part auch ich] hatte auch mal die Ehre, bei einem ihrer Alben mitzuwirken [Song „Putting Hearts Together“].


Noch zwei kleine Bonusfragen:
Wie hoch sind die Chancen, dass ihr dieses Jahr beim Eurovision Song Contest für die Schweiz antreten werdet?


Na, gleich null natürlich, haha! Diese ganze Veranstaltung und besonders auch die Rolle der Schweiz dabei ist doch einfach nur ein Witz. Da können sich gerne andere zum Affen machen gehen, haha. Der ESC war tatsächlich mal ein Thema für uns, bzw. ein Thema, das an uns herangetragen wurde. Von daher weiß ich, dass wir – selbst wenn wir von uns aus nun wirklich hätten mitmachen wollen, was absolut nicht der Fall war – ohnehin nicht zulässig wären, da dort Bands mit maximal 6 Musikern auftreten dürfen, haha!


Könntest Du unseren LeserInnen einen typischen Tag als Bandmitglied der Schweizer Folk Truppe ELUVEITIE schildern?

Haha, okay! Nun, ich steh in der Regel [wie die meisten von uns] morgens zwischen 7 und 8 auf und geh mir einen Kaffee kochen. Mit diesem setz ich mich dann in mein Arbeitszimmerchen [Büro/Heimstudio] und beginne mal mit dem „Tagesgeschäft“ - sprich, E-Mails beantworten, irgendwelche administrativen Aufgaben erledigen, schriftliche Interviews wie dieses hier machen, und so weiter. Das ist eigentlich meist eine morgenfüllende Angelegenheit. Die Nachmittage sind weniger fix gestaltet. Je nach Tag & Situation nehme ich mir da Zeit, zu üben [Instrumente], arbeite an diversen Aufgaben [wie z.B. momentan gerade an den neuen Artworks für unsere Internet-Auftritte], hin und wieder gibt’s auch mal was mit unserem Manager oder andern Bandmitgliedern zu besprechen, et cetera. Und während den 2 bis 3 Monaten um ein Album-Release herum gibt’s auch immer sehr viele [100-200] Interviews zu geben [telefonisch, schriftlich oder live], was ebenfalls meistens auf den Nachmittag und Abend fällt. Regelmäßig halten wir als Band auch Meetings ab und einmal die Woche proben wir, was beides auch nachmittags passiert. In der Regel bin ich meistens so bis 22 Uhr beschäftigt. Fixe Zeiten für Mahlzeiten oder sowas hab ich nicht – das tu ich, wenn's einfach grad passt, haha.
Ja, das wär so in etwa ein typischer Tag. Auf Tour schaut das natürlich etwas anders aus. Nicht grundsätzlich zwar, aber auf Tour schlafen wir morgens etwas länger [man kommt ja meist auch erst so ab 3 Uhr nachts ins Bett]. Zum Tour-Alltag kommen natürlich an den Nachmittagen die Soundchecks hinzu, ebenso wie tägliche Live-Interviews – und vor allem auch die schönste Sache der Welt: Abends dann eine Show zu spielen!


Vielen herzlichen Dank noch einmal für Deine Mühe und Deine Bereitschaft, Chrigel! Ich wünsche Dir und ELUVEITIE alles Gute! Die letzten Worte gehören Dir!

Nun, mir bleibt, wie immer, mich bei Dir für das Interview zu bedanken! Und natürlich geht unser dicker Dank vor allem auch an alle Leser! Wir sehen uns „on the road“! Cheers!

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 25.07.2014 | 16:12 Uhr

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