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Interviewpartner: Chris Barnes

Mit ihrem letzten Album „Death Rituals“ ernteten SIX FEET UNDER gute Kritiken und zeigten sich nach einigen schwächeren Auswürfen wieder oben auf im Death Metal. Jetzt kommt mit „Graveyard Classics 3“ ein neuer Teil der Cover-Album-Reihe der coverwütigen Floridaner. Beim Interview zeigt sich Frontmann Chris Barnes leider etwas wortkarg, spricht aber dennoch gerne über die neue Scheibe.



Warum habt ihr euch dazu entschieden ein weiteres „Graveyard Classics“ anstatt eines ganz neuen SIX FEET UNDER-Albums aufzunehmen?


Wir haben erst 2008 „Death Rituals“ herausgebracht. Es geht uns hauptsächlich darum, Spaß zu haben und wir hatten Lust auf ein neues „Graveyard Classics“.


Ihr habt einige der „ganz Großen“ im Metal gecovert. Wie habt ihr entschieden, welche Songs auf das Album kommen? Gab es spezielle Kriterien, nach denen ihr entschieden habt?

Nein, wir haben vorher darüber gesprochen und aus den Songs, die wir zusammengetragen haben, haben wir die herausgesucht, die jetzt auch auf dem Album sind. Das sind alles Lieder, die wir alle sehr mögen und genießen und wir einfach mal ausprobieren wollten.


Hast du selbst ein Lieblingslied auf dem neuen Album oder in der gesamten „Graveyard Classics“-Reihe?

Ich mag sie alle. Jeder Song ist für sich genommen ein Highlight. Ich vergleiche aber meine Musik nicht miteinander. Das sollen andere machen.


In wieweit haben die Bands, die ihr gecovert habt, eure eigene Musik beeinflusst?

Zum Teil sehr. Einige zählen zu unseren Lieblingsliedern und haben uns auf jeden Fall beeinflusst.


Viele Bands machen Coversongs. Was ist an euren so besonders?

Besonders ist, dass sie uns selbst besonders viel Spaß machen. Aber an sich geht es nicht darum etwas besonderes zu machen, sondern etwas, dass uns gefällt. Das muss dann nicht irgendetwas spezielles, einmaliges sein.


Habt ihr schon einmal von Bands, die ihr gecovert habt, irgendwelche Reaktionen bekommen?

Nein. Die neue Scheibe ist zwar noch ganz neu, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass beispielsweise Kerry King oder Lars Ulrich bei mir anrufen und sagen, ob es ihnen gefällt, was wir aus ihren Liedern gemacht haben.


Ihr habt den Originalsound der Songs in euren eigenen Death Metal-Stil „übersetzt“. Hat sich beim Aufnehmen der Song herausgestellt, dass manche Sachen besser herüberkamen als erwartet? Oder vielleicht schlechter?

„Besser“ kann man das vielleicht nicht nennen. Wir haben ein etwas anderes Bild von den Songs gezeichnet. Sie klingen natürlich anders als im Original, aber ich denke, dass wir das alles ziemlich gut hinbekommen haben.


Waren einige Songs schwerer zu Covern als andere?

Die ganze CD war eine große Herausforderung. Viele Sachen waren schwer zu spielen, aber nicht unmöglich. Bei solchen Sachen muss man sehr vorsichtig sein, keine Fehler zu machen. Viele kennen die Songs und bemerken Fehler sofort.


Was sind eure Pläne für 2010?

Wir werden uns weiterhin reinhängen und dieses Jahr viel touren. Wir werden mit der Arbeit am nächsten Album beginnen und gegen Ende des Jahres vielleicht sogar schon ins Studio gehen. Erstmal genießen wir es aber aufzutreten. Es ist immer cool Konzerte vor Fans zu spielen.

Viel Spaß beim touren und viel Erfolg mit dem neuen Album!

sebyK

Autor: Sebastian Kronenberg [sebyK] | 19.01.2010 | 14:59 Uhr

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