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Interviewpartner: Chris Boltendahl

Nachdem die Teutonenstahl-Veteranen GRAVE DIGGER in der jüngeren Vergangenheit einige Unstimmigkeiten in ihrer Besetzung zu bewältigen hatten, fand die Truppe vor zwei Jahren mit „The Clans Will Rise Again“ eindrucksvoll wieder auf Kurs. Seither bot sich ausreichend Gelegenheit, den neuen Axtmann Axel Ritt ins Bandgefüge einzugliedern und mit „Clash Of The Gods“ erschien vor nicht allzu langer Zeit die nächste Platte der Herren, welche deutlich zeigt, dass man im Hause GRAVE DIGGER nicht auf der Stelle tritt, denn hier klingt die Band wieder einmal unüberhörbar nach sich selbst und doch ganz anders - da dem Album mit griechischer Mythologie obendrein ein Thema zugrunde liegt, das von Chris Boltendahl und Co. noch nie behandelt wurde, besteht etlicher Erklärungsbedarf. Wir setzten uns dazu mit besagtem Frontmann in Verbindung, auf dass er Licht ins Dunkel bringen würde…






Hallo Chris und vielen Dank für dieses Interview! Wie geht es Dir?

Mir geht es bestens. Wir sind gerade aus Griechenland zurück gekommen, wo wir auf dem „Chania Rock Festival“ auf Kreta gespielt haben. Es war schön heiß [lacht].


Dann lass und gleich über das neue Album „Clash Of The Gods“ sprechen, welches sich ja schließlich um Themen aus der griechischen Mythologie dreht!

Ja, das stimmt. Wir wollten das eigentlich schon im Jahr 1999 machen, als Uwe Lulis [Gitarre, Anm. d. Red.] noch in der Band war und wir hatten auch schon mehr oder weniger damit angefangen, aber dann hat Uwe ja die Band verlassen. In der Zeit, in der Manni [Schmidt, Gitarre, Anm. d. Red.] bei uns gespielt hat, hat dieses Projekt dann nicht so richtig reingepasst, weil Manni kein besonders großer Fan von Konzeptalben war. Als dann die „The Clans Will Rise Again“ raus kam, haben wir uns überlegt, was wir als nächstes machen könnten und dann haben wir beschlossen, dass wir jetzt, nach 13 Jahren, endlich mal die griechische Mythologie behandeln. Das war mir schon lange ein Herzenswunsch, weil ich ein Riesenfan des Landes selbst sowie seiner Mythologie, Sagen und Legenden bin.


Lag das Konzept dann 13 Jahre lang in der Schublade und ihr musstet es nur noch abrufen oder habt Ihr bei Null angefangen?

Nein, nein, das haben wir natürlich von Grund auf neu gestaltet - es ist nicht so, als würde ich Konzepte auf Halde legen. Wir entscheiden, was wir am liebsten machen würden und dann fange ich an, die Sachen auszuarbeiten.


Welche Themenbereiche der griechischen Mythologie hast Du denn für das Album ausgewählt?

Die ersten vier Songs handeln von der griechischen Unterweld, also von Hades, Medusa und den zugehörigen Göttern. Mit „Death Angel And The Grave Digger“ kommt dann erstmal ein Song, der mit dem Thema eigentlich gar nichts zu tun hat. Die Nummer ist eher als Nachfolger von Songs wie „The Grave Digger“, „The Grave Dancer“ oder auch „Grave In The No Man’s Land“ gedacht. Danach geht es dann weiter mit der Irrfahrt des Odysseus, allerdings muss man bedenken, dass wir das auf „Clash Of The Gods“ natürlich nur in Auszügen behandelt haben – wenn man die Geschichte des Odysseus von Troja bis hin zu seiner Reise behandeln würde, könnte man ja daraus alleine locker zehn Alben machen.


Wann habt Ihr mit den Arbeiten am neuen Album begonnen?

Wir haben im November des letzten Jahres angefangen, allerdings hatte ich schon einen Monat zuvor mit dem Schreiben der Texte begonnen. Wir haben diesmal etwas anders gearbeitet, denn diesmal standen die Refrain-Melodien mit dem zugehörigen Text als erstes. Anschließend haben wir die Songs dann darum herum aufgebaut.


Ist Euer neuer Gitarrist Axel Ritt, der ja nun erst das zweite Mal mit Euch im Studio war, schon voll am Songwriting beteiligt?

Absolut. Jens [Becker, Bass, Anm. d. Red.], Axel und ich schreiben die Musik und ich schreibe zusätzlich noch die Texte. Das ist natürlich eine sehr kombinierte Arbeit und auch H.P. [Keyboard, Anm. d. Red.] und Stefan [Arnold, Drums, Anm. d. Red.] tragen natürlich ihren Teil dazu bei. Die beiden sind zwar nicht aktiv am Songwriting beteiligt, allerdings bringen sie sich später maßgeblich in die Arrangements ein, wenn es um ihre jeweiligen Parts geht. „Clash Of The Gods“ war also auf jeden Fall ein riesiges Gemeinschaftsprojekt.


Dann war Axel ja ein ziemlicher Glücksgriff, nachdem sich GRAVE DIGGER, wie man schon auf „The Clans Will Rise Again“ hören konnte, ihr charakteristisches Riffing erhalten haben.

Ich würde sagen, dass „The Clans Will Rise Again“ als direkter Nachfolger oder doch zumindest lockere Fortsetzung des „Tunes Of War“-Albums gedacht war. Da haben wir uns beim Songwriting natürlich auch an diesem Album orientiert – ohne dabei direkt etwas abzukupfern. Auf dem neuen Album ist wie ich finde alles etwas freier gestaltet. Wir haben dabei nicht wirklich experimentiert, aber wir haben unseren eigenen Wurzeln, die ja im Rock der 70er und 80er liegen, etwas mehr Platz gelassen. Bevor wir zum Metal gekommen sind, haben wir uns alle ja nur mit solcher Musik beschäftigt. Ich denke auch, dass man das dem GRAVE DIGGER-Sound anhören kann.


In der Tat unterscheidet sich „Clash Of The Gods“ sehr von den Alben, die ihr vorher gemacht habt. Was hat es zum Beispiel mit dem deutschsprachigen Intro auf sich?

Naja, wir wollten da einfach mal etwas anderes machen und nicht das typische Metal-Intro mit Bombast-Streichern usw. auf die Platte packen. Da kam uns die Idee, dass wir für den ollen Hades mal ein Seemanns-Schunkellied schreiben. Die Idee, das Ganze auf Deutsch zu machen, folgte dann sehr schnell und dann war nur noch die Frage zu klären, ob wir einen Gast dazu holen würden oder nicht. Innerhalb der Band wurde dann recht schnell klar, dass das nur der Michael von IN EXTREMO machen kann – wir sind ja mit der Band auch relativ gut befreundet und während der „70.000 Tons Of Metal“-Kreuzfahrt haben wir ihn dann gefragt, ob er das denn machen würde. Er hat sofort zugestimmt und dann haben wir das aufgenommen. „Charon [Fährmann des Todes]“ ist damit unsere Ode an Hans Albers [lacht].


Dann gibt es da ja auch noch ein DEEP PURPLE-Zitat in „God Of Terror“…

Ja, mit Sicherheit! Axel ist ja ein bekennender Richie Blackmore-Fan und hatte da auch ganz viel Spaß dran. Mit dem Keyboard-Lauf vor dem Solo ist da ja schon ein RAINBOW-Zitat und das Duell zwischen H.P. und Axel stammt dann natürlich direkt von DEEP PURPLE. Das sind eben unsere Wurzeln, denen wir auf „Clash Of The Gods“ einfach noch mal mehr Platz eingeräumt haben, um das Ganze etwas interessanter zu gestalten. Uns wird ja oft vorgeworfen, dass wir uns wiederholen würden, aber ich sehe das eigentlich nicht so, weil unsere Alben eigentlich alle komplett verschieden klingen. Wenn man sich jetzt mal die letzten drei Alben, also „Ballads Of A Hangman“, „The Clans Will Rise Again“ und „Clash Of The Gods“ anhört, dann ist der Grundsound natürlich der gleiche – alleine schon, weil meine Stimme immer 120% nach GRAVE DIGGER klingt – aber wenn man sich die Mühe macht, da richtig reinzuhören, dann merkt man sofort, dass jedes Album eine andere Atmosphäre und Herangehensweise hat.


Ihr habt „Clash Of The Gods“ ja wieder komplett selbst produziert – das wird sich bei GRAVE DIGGER auch nicht mehr ändern?

Ich glaube, wir haben einmal eine Platte von jemand anderem produzieren lassen, das war damals das DIGGER-Album und wir wissen ja alle, was dabei rausgekommen ist… Seit 1995 arbeiten wir immer in den „Principal Studios“, wo sich ja wirklich die Oberliga der deutschen Rock-Szene die Klinke in die Hand gibt. Das ist wirklich ein sensationelles Studio und wir waren mit eine der ersten Bands, die in diesem Studio aufgelaufen sind und so hat sich neben der geschäftlichen Beziehung auch eine große Freundschaft mit den Leuten entwickelt. Somit ist unsere Studioarbeit tatsächlich immer dasselbe, allerdings gestaltet sich der Mix immer etwas anders.


Besonders der Gitarrensound klingt auf dem neuen Album noch mal eine ganze Ecke organischer…

Wir haben ja ein Endorsement mit dem „Musicstore“ hier in Köln und die haben mit Fame ja ihre eigene Marke. Mit dem „Bulldozer“ haben die einen sehr schönen Amp gebaut, den wir diesmal komplett eingesetzt haben. Letztes Mal waren es noch der „Bulldozer“ auf der einen und Marshall auf der anderen Seite. Diesmal ist es eben nur der eine Verstärker, weil wir diesen organischen, klassischen Metal-Gitarrensound wollten.


Ihr habt ja dem Album auch noch eine EP vorausgeschickt, auf der sich unter anderem eine Version der Wacken-Hymne von 2010 befindet, richtig?

Ja, das stimmt. Wir haben die Wacken-Hymne in „Metal Will Never Die“ umbenannt, damit wir sie auch irgendwann demnächst live spielen können. Wir finden einfach, dass das ein geiler Song ist und wir wollten ihn daher auch über das „Wacken Open Air“ hinaus weiter verwenden können – das war allerdings auch schon die Absprache, als wir den Song ursprünglich geschrieben haben. Über Sinn oder Zweck einer EP kann man sich natürlich immer streiten: Ich sehe so etwas immer mehr als Appatizer für das anstehende Album für den Fall, dass der ein oder andere erstmal reinhören will. Der Fan wird es natürlich so oder so kaufen, einfach weil er es haben will, aber eine EP ist ja nicht darauf angelegt, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Darum hat eine EP ja auch noch mal ein eigenes geiles Cover – es wird also auch hier noch mal investiert und nicht bloß irgendein billiger Schund abgeliefert, auf dem nur das Logo drauf ist oder etwas in der Art. Mit „Rage Of The Savage Beast“ ist ja auch noch mal ein Song drauf, der nicht auf dem Album zu finden ist – ob man nun sechs oder sieben Euro dafür ausgeben möchte, muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber ich finde es eine tolle Sache für alle, die vielleicht noch nicht so viel mit GRAVE DIGGER zu tun haben.


Ihr betrachtet den Song „Home At Last“, der der EP ja auch ihren Titel verleiht, also als besonders repräsentativ für das neue Album?

Der Song fasst das Konzept von „Clash Of The Gods“ einfach ziemlich gut zusammen: In der Strophe hört man die Verzweiflung von Odysseus, weil er jahrelang vor Troja gekämpft hat und die Stadt ja letztendlich auch durch ihn gefallen ist, weshalb ihn auch das schlechte Gewissen plagt. Dort hat er ja auch eine Menge Freunde verloren, weshalb er auch auf die Götter und die ganzen Lügner, die er in den zehn Jahren gesehen hat, wütend ist – das ist kommt in der Bridge vor. Im Refrain sieht er dann eben wie auch im Video Kreta, sein Herz geht auf und er weiß, dass er Penelope und seine Kinder wieder sehen wird, weshalb wir da auch diesen wirklich überschwänglichen Gute-Laune-Refrain für geschrieben haben. Ich denke mal, wenn man genau hinhört und sich ein bisschen fallen lässt, kann man diese Stimmung sehr gut nachempfinden und den Song verstehen. Viele haben gesagt, dass das irgendwie nach BLIND GUARDIAN klingt und klar: BLIND GUARDIAN haben auch ein paar Gute-Laune-Refrains geschrieben, aber warum sollte eine Band wie GRAVE DIGGER das nicht dürfen? Gibt aber auch Schlimmeres, als mit BLIND GUARDIAN verglichen zu werden… [lacht].


Liest Du dich mit Geschichtsbüchern und dergleichen in die Materie ein, wenn du ein Konzeptalbum vorbereitest?

Das war dieses Mal gar nicht so tragisch, weil ich die Geschichte schon relativ gut kenne und mich damit jahrelang hobbymäßig beschäftigt habe. In der Regel wird aber für so etwas schon viel recherchiert, viel angeschaut und vieles angehört, um so ein Konzept dann auch glaubwürdig rüber zu bringen. Es nutzt nichts, einfach nur ein Konzept auf die Pfanne zu werfen und das dann irgendwie einzukochen, sondern man muss auch die richtigen Zutaten dafür liefern. Es muss ehrlich und atmosphärisch korrekt präsentiert werden, denn sonst nützt das beste Konzept nichts.


Wie sieht es mit Euren anstehenden Tourplänen aus?

Tja, Rock ’n’ Roll eben [lacht]. Wir haben uns im Vorfeld lange überlegt, was wir machen könnten und ich hatte schon länger die Idee, dass ich gerne mal wieder so ein German Metal Attack-Ding durchziehen würde. Ich hatte dann mit RUNNING WILD auch schon eine konkrete Band im Auge, allerdings möchte der liebe Rolf [Kasparek, Gitarre und Vocals bei RUNNING WILD, Anm. d. Red.] auch im kommenden Jahr ganz und gar nicht live spielen. Ich habe mir da wirklich einen Ast abgelabert, auch über Oliver Otto, seinen Mentor aus Hamburg vom „Headbangers Ballroom“, aber es ist einfach nichts zu machen gewesen. Da man GAMMA RAY, RAGE oder HELLOWEEN eigentlich nicht mehr für solche Geschichten begeistern kann, weil jeder da ein etwas zu großes Ego mit sich herumschleppt und dann doch lieber selber tourt – was ich ja auf der anderen Seite auch irgendwo verstehen kann – habe ich dann beschlossen, einfach auf die nächste Kategorie zurück zu greifen: Ich habe dann die Jungs von WIZARD, Tarek [Maghary, Vocals, Anm. d. Red] von MAJESTY und auch GUN BARREL angerufen und da gab es überhaupt keine Diskussion, denn jeder hat sofort zugesagt. Ich finde das jetzt ein supergeiles Package und das wird bestimmt einen riesigen Spaß machen.


Nun bist Du ja jemand, der die Metal-Szene seit Anfängen nicht nur miterlebt sondern auch mitgestaltet hat. Wie beurteilst Du den nach wie vor sehr starken Retro-Trend in der Heavy Metal-Szene?

Naja, die Szene sucht ja immer wieder nach neuen Sachen. Man müsste dafür natürlich nur vor der eigenen Haustür gucken, wo es Bands wie GRAVE DIGGER gibt, die schon seit Jahren dabei sind und auch immer wieder hohe Qualität abliefern – natürlich spreche ich da jetzt auch von anderen Bands – aber wenn dann etwas Neues aus Schweden kommt, was fast identischen klingt, gilt das plötzlich als das Gelbe vom Ei. Wenn man sich Bands wie BULLET oder wie diese ganzen Truppen heißen anhört, dann ist das ja im Endeffekt nichts anderes als ACCEPT oder GRAVE DIGGER, aber es ist eben neu und die Kerle sind natürlich auch jünger und sehen nicht aus wie angehende Rollstuhl-Rentner [lacht]. Obwohl ich das bei uns eigentlich auch nicht so sehe… Diese Sachen versucht man dann eben zu hypen. Als Beispiel funktionieren da z.B. GRAND MAGUS: Die bekommen im „Metal Hammer“ sieben Punkte und werden Soundcheck-Sieger und zwei Monate später kommen GRAVE DIGGER, landen auf Platz #15 und bekommen in einer Kritik vielleicht vier Punkte. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, weil GRAND MAGUS ja nun nicht so weit weg von unserer Musik sind und unsere Platten sind ja auch nicht sehr viel schlechter als die von GRAND MAGUS. Aber es wird eben das Neue gesucht, weil man sich nicht immer an den alten Sachen festhalten möchte – auch wenn es gut ist. Ich habe gelernt damit zu leben und es macht mir nichts mehr aus. Selbst wenn ein Medium versucht, uns schlecht zu machen, werden unsere Fans sich dafür nicht groß interessieren und daher führen wir eigentlich ein relativ beruhigtes Leben. Wir ruhen uns aber nicht auf dem aus, was wir bisher gemacht haben, sondern versuchen – wie eben auch mit „Clash Of The Gods“ – immer mal wieder unsere Grenzen auszuloten und gute Alben zu liefern.


Und damit sind wir schon am Ende – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich hoffe, das Album gefällt den Fans – das, was wir bisher an Feedback bekommen haben, ist hervorragend und wir freuen uns auf die Tour. „Metal Will Never Die“ ist das einzige, was man dazu sagen kann.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 13.10.2012 | 23:21 Uhr

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