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Interviewpartner: Chris

Die Teutonenstahl-Urgesteine GRAVE DIGGER werden im nächsten Jahr 35 – da ist eine umfassende Geburtstagsfeier sicherlich vorprogrammiert. Schon in diesem Jahr gibt’s mit „Return Of The Reaper“ ein neues Album der Truppe, auf dem sich Frontmann Chris Boltendahl und seine Mannen der Fesseln eines Konzepts entledigt haben und sich viel eher auf den ungestümen Sound ihrer Anfangstage besinnen. Wir erreichten Herrn Boltendahl zum Interview, damit er uns erzählen kann, wie es dazu kam.






Hallo Chris und vielen Dank für Deine Zeit! Ihr habt zuletzt auf dem „Metalfest Loreley“ gespielt – wie war's denn?

Das war super, hat mir einen Riesenspaß gemacht! Ich habe bereits in den 80ern die ersten Bands auf der Loreley gesehen und dort zu spielen war auch immer ein Traum von mir. Der ist jetzt in Erfüllung gegangen – wieder einer [lacht]!


Hast Du noch Träume offen?

Ich würde z.B. mal total gerne bei „Rock In Rio“ spielen. Vielleicht klappt das ja auch irgendwann mal...


Zumindest kommen GRAVE DIGGER in Südamerika recht gut an...

Das ist für GRAVE DIGGER auf jeden Fall eines der stärkeren Gebiete, ja...


Ihr wart mit Eurem letzten Album „Clash Of The Gods“ sehr viel auf Tour, u.a. gab es zwei Teile der „German Metal Attack“-Tour. Was ist dein Fazit?

Das war super! Es hat tierisch Spaß gemacht und der Band auch geholfen, mit Axel [Ritt, Gitarre, Anm. d. Red.] weiter zusammen zu wachsen. Ich finde, dass wir von der Einheit, die wir auf dieser Tour gebildet haben, jetzt noch weiter profitieren und damit aus dem Vollen schöpfen können.


Wie sehr ist Axel inzwischen in die Band hinein gewachsen?

Er ist je bereits seit „The Clans Will Rise Again“, unserer ersten Platte mit ihm, ein fester Bestandteil des Songwriting-Teams und hat super Ideen. Er ist ein hochmusikalischer Typ und es macht sehr viel Spaß, mit ihm zu arbeiten. Nach „Clash Of The Gods“ habe ich den Jungs gesagt, dass es jetzt erstmal kein weiteres Konzept-Album geben wird und wir wieder eine etwas härtere Phase bei GRAVE DIGGER einleiten werden. Sie waren dann auch alle hellauf begeistert und wir haben dann auch gleich kräftig losgelegt.


“Return Of The Reaper“ ist ein ziemlich schnelles und hartes Album geworden. War das Euer Ziel oder hat sich das schlicht so ergeben?

Ich versuche mal, das so zu erklären: Von ihren Ursprüngen her waren GRAVE DIGGER nie eine Band, die nur solchen epischen Kram gemacht hat. Als wir in den 80ern angefangen haben, waren wir einfach nur ein paar Jungs, die Metal machen wollten und daran Spaß hatten. Wir haben uns in dieser Zeit überhaupt keine Gedanken über Verkaufszahlen oder dergleichen gemacht. Ich glaube, dass ich den anderen bei „Return Of The Reaper“ den Geist dieser Zeit vermitteln konnte. Ich wollte, dass wir einfach das tun, wozu wir Lust haben und uns nicht an ein Konzept halten, in das wir die Songs hineinpressen müssen. So schön so etwas auch sein kann, wirkt so ein Konzept hin und wieder auch wie ein Korsett, das einen einschnürt. Hätten wir das nicht abgeworfen, hätten wir niemals solche Songs wie „Resurrection Day“, „Road Rage Killer“ oder „Satan's Host“ schreiben können. Der Grundgedanke hinter „Return Of The Reaper“ war, die stilbildenden Elemente, für die die Band einst stand, wieder in den Vordergrund zu rücken. Ich glaube auch, dass uns das ganz gut gelungen ist.






Habt Ihr Euch also im Vorfeld die alten Platten nochmal angehört?

Nein, wirklich nicht [lacht]. Ich hören schon ab und an unsere Nummern auf Spotify oder so, damit ich überhaupt mal wieder einen Überblick bekomme, was wir zwischendurch so gemacht haben [lacht], aber ich habe da jetzt nicht bewusst rein gehört. Wir haben bereits letztes Jahr im Sommer mit dem Songwriting begonnen und die Jungs haben fleißig Riffs geschrieben. Ich habe mich da bereits an die Texte gesetzt und mir Songtitel überlegt und als im September 2013 die erste gemeinsame Songwriting-Session stattfand, haben wir recht schnell gesehen, in welche Richtung das gehen würde. Wir wollten bei GRAVE DIGGER die „Essenz des Heavy Metal“ wieder in den Vordergrund stellen und ich denke, man hört, dass wir bei der ganzen Sache ziemlich viel Spaß hatten. Das Album klingt frisch, fröhlich und frei von der Leber weg musiziert und das war für mich ganz wichtig.


Wie angesprochen wart Ihr mit dem letzten Album sehr viel auf Tour. Wo blieb da Zeit fürs Songwriting?

Wir haben letztes Jahr im Juli angefangen, uns darüber Gedanken zu machen und waren dann dieses Jahr im Mai fertig. Da gehen also schon gute zehn Monate ins Land, bis das fertige Produkt auf dem Teller liegt.


Könnt Ihr auf Tour Songs schreiben, oder geht das nur „zuhause“?

Nein, auf Tour geht das nicht. Da sind die kreativen Geister irgendwie anders belegt, deshalb bleibt dafür keine Muße. Wir arbeiten da höchstens an ein oder zwei Riffs, die wir schon vorher geschrieben haben und die uns noch nicht so gut gefallen oder tauschen mal die ein oder andere Idee aus, aber wir setzen uns nicht explizit hin und arbeiten an neuen Songs.


Wurde „Tattooed Rider“ von alten JUDAS PRIEST inspiriert?

Na klar – da hört doch jeder gleich „Turbo Lover“ raus! Als wir den Song geschrieben haben, hieß er noch anders. Er ist in einer anderen Version auf der „Wildstyle Compilation“ des Tattoo-Magazin „Wildstyle“ drauf. Axel kam dann irgendwann mit der Idee von dem Synthie-Intro rüber und dann haben wir gesagt, dass wir das machen. Natürlich klingt das wie „Turbo Lover“, passt aber auch wie die Faust aufs Auge zu unserem Song, also haben wir gar nicht lange gefackelt. Ich finde, das gibt dem Song einen etwas anderen Anstrich: Er fängt kommerziell an und dann geht es mit einem richtig fetten Riff weiter. Bis auf den Synthie-Bass am Anfang hat die Nummer ja mit „Turbo Lover“ eigentlich nichts zu tun.


Da geht es ums Motorradfahren, richtig?

Genau. Ich denke auch, dass wir unser nächstes Video zu diesem Song drehen werden. Ich finde, das ist einer dieser Songs auf dem Album, bei denen man den Staub wirklich schmecken kann, wenn man auf dem Motorrad sitzt.


Fährst Du selbst Motorrad?

Ich bin bis vor einigen Jahren noch mit dem Motorrad unterwegs gewesen, ja. Ich habe das erst aufgegeben, als mein Sohn geboren wurde, weil ich auch gar nicht mehr so die Zeit dafür hatte.


Mit „Hell Funeral“ habt Ihr bereits einen Videoclip zu „Return Of The Reaper“ gemacht. Wie habt Ihr entschieden, welcher Song als erstes mit einem Clip versorgt wird?

Wir haben uns da mit der Plattenfirma zusammen gesetzt und ich fand, dass „Hell Funeral“ der Song ist, der alle unsere Trademarks, die auch auf der Platte vertreten sind, am deutlichsten enthält. Ich finde, es ist ein sehr typischer GRAVE DIGGER-Song. Er hat eine gute Story und ich liebe es, mit Klischees zu arbeiten. In diesem Video ist das natürlich das Feuer, der Sarg und auch der Reaper und das passt ja auch alles wunderbar zu dem Song.


Nachdem „Return Of The Reaper“ diesmal kein Konzept-Album geworden ist: Worum geht es in den Texten?

Das ist ganz unterschiedlich. „Tattooed Rider“ ist wie gesagt ein Biker-Song, „Hell Funeral“ dreht sich um die Rückkehr des Reapers – da setze ich auf eine etwas mystische und gleichzeitig sarkastische Erzählweise – und auch ansonsten erzähle ich auf dem Album einfach kleine Geschichten rund ums Leben. Die können auch in der Vergangenheit spielen, aber eigentlich würde ich sagen, dass sie zeitlos sind. „Road Rage Killer“ ist sogar ein eher moderner Song über einen ziemlich durchgeknallten Freak. Man könnte sogar sagen, dass das ein bisschen in die Richtung von „Breaking Bad“ geht, weil der Typ sich mit Crystal Meth zugeballert hat und dann ein Pärchen verfolgt und umbringt. Solche Geschichten würde ich bei einem Konzept-Album über Griechenland oder die schottische Geschichte natürlich nicht bringen [lacht]. Ich fand es wirklich spaßig, das Ganze mal wieder so machen zu können wie früher. Es ist eigentlich auch jetzt schon klar, dass auch das nächste Album kein Konzept-Album werden wird, sondern eher wieder in die Richtung geht, wo wir jetzt gerade waren.


Denkst Du etwa schon über das nächste Album nach?

Das haben wir sogar schon sofort während der Listening Session angefangen, die wir bei uns im Studio hatten. Das war ganz witzig: Die Leute saßen alle und ihnen wurde das Album präsentiert und Jens [Becker, Bass, Anm. d. Red.], Axel und ich standen hinten und haben uns unterhalten. Dann haben wir ganz zufällig angefangen, neue Ideen auszutauschen und dann ging es auch schon wieder los. Wir haben auch schon wieder eine Cover-Idee für die nächste Platte [lacht]. Offenbar sind wir zur Zeit extremst kreativ.






Die vor fünf Jahren erschienene „Ballads Of A Hangman“ war aber auch kein Konzept-Album...

Nein, war sie nicht, das stimmt. Das war eher im Stile „mexikanische Balladen“, wie ich gern dazu sage. Als Axel in die Band kam, sind wir dann eben wieder in diesen Modus verfallen. „The Clans Will Rise Again“ fand ich auch wirklich sehr gelungen, aber „Clash Of The Gods“ sehe ich in der Historie unserer Alben ein bisschen zweischneidig. Sie klingt mir ein bisschen zu verkopft. Diesen Ballast konnten wir jetzt aber Gott sei Dank abwerfen und darüber bin ich auch ganz glücklich.


Warum habt Ihr dem Album diesmal eigentlich keine EP voraus geschickt?

Das wollten wir dieses Mal absolut nicht. Es war uns allerdings auch nach der letzte EP bereits klar, dass wir das nicht wieder machen würden. Eine EP ist nicht wirklich ein Umsatzträger, aber man muss unheimlich viel seiner Songs bereits vorab verbraten. Oft nimmt man aus diesem Grund dann eben Songs, hinter denen man nicht zu 100 Prozent steht - die sind nicht gut genug fürs Album und auch nicht als Bonustracks fürs Digipack, also kommen sie eben auf eine EP. Das wollten wir diesmal einfach nicht haben.


Wie wäre es denn mal wieder mit einer Live-CD? Zwar liegt „The Clans Are Still Marching“ noch nicht so lange zurück, aber ein reguläres GRAVE DIGGER-Set wäre auch mal wieder ganz schön...

Ich denke mal, dass wir das 2015 zu unserem 35-jährigen Jubiläum in Angriff nehmen werden. Mal gucken, was uns da dann einfällt, aber irgendetwas in der Richtung wird es bestimmt geben. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass wir momentan so sehr im aktuellen Album – und gedanklich ja auch schon im nächsten [lacht] - drin sind, dass ich ganz vergessen habe, dass wir ja nächstes Jahr 35 werden und wir da eigentlich mal wieder was ganz Besonderes machen wollten. Jedenfalls nicht Wacken [lacht].


Wie steht es für den Rest des Jahres um Eure Tourpläne?

Im November beginnt die „German Metal Attack III“. Da sind wir dieses Mal mit HEAVATAR, NITROGODS und WOLFEN unterwegs. Ich finde das ein sehr interessantes Billing, weil es sich ein bisschen von der reinen True Metal-Schiene entfernt, weil das ja auch drei verschiedene Arten von Bands sind, die da mitspielen. Wir spielen jetzt auch ein paar Festivals zusammen, weshalb es u.a. nach Moskau geht und im September sind dann schon Bulgarien und Griechenland dran. Im Januar sind wir wieder bei der „70.000 Tons Of Metal“-Kreuzfahrt dabei und dann kommt bestimmt auch noch mehr, denn das Album wurde bisher super angenommen.


Das war's auch schon! Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ja und zwar, dass ich jeden Tag auf Eure Seite gucke [lacht]! Ihr steht oben in meiner Favoritenleiste. Ich hoffe die Leute draußen sind von „Return Of The Reaper“ genauso begeistert wie die Leute von den Medien! Wir haben auf jeden Fall unser Bestes gegeben und ich denke, GRAVE DIGGER klangen schon lange nicht mehr so frisch und ungezwungen wie auf diesem Album!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 02.07.2014 | 15:59 Uhr

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