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Interviewpartner: Chuck Billy

Mit nicht ganz 30 Jahren Berufserfahrung und stilbildenden Alben wie „The Legacy“ oder „Practice What You Preach“ haben sich die kalifornischen Thrash Metaller TESTAMENT ihren Platz unter den Legenden der Szene redlich verdient. Seit sich mit der Rückkehr von Ur-Gitarrist Alex Skolnick die Originalbesetzung der Truppe beinahe wieder in Vollständigkeit zusammengefunden hat, scheinen die Dreschflegel kaum aufzuhalten. Das liegt einerseits sicher an den beiden hochwertigen Alben, welche die Formation seither veröffentlicht hat, aber auch an der ungebrochen energetischen Live-Show, die Chuck Billy und Co. nach wie vor auf die Beine stellen. Letztere wurde nun in Form von „Dark Roots Of Thrash“ auf DVD nebst Doppel-CD gebannt, weshalb wir uns mit dem TESTAMENT-Frontmann zum Gespräch trafen.






Hallo Chuck und vielen Dank für Deine Zeit! Mit „Dark Roots Of Earth“ ist vor etwa einem Jahr Euer neues Album erschienen. Wie laufen die Dinge seither für TESTAMENT?

Wir waren seitdem sehr beschäftigt. Das Album ist wirklich gut angekommen und wir hatten seit der Veröffentlichung sehr viele Tourmöglichkeiten. Das ist etwas gutes [lacht]. Unser Video zu „Native Blood“ wurde auf dem „Native American Film Festival“ nominiert und ein paar unserer Songs wurden für Filme verwendet. Es läuft also alles ziemlich gut zur Zeit.


Mit „Live In London“ liegt Euer letztes Live-Album sieben Jahre zurück. Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen neuen Mitschnitt?

Als wir „Live In London“ gemacht haben, gab es „The Formation Of Damnation“ und „Dark Roots Of Earth“ noch nicht. Als die Gründungsmitglieder in die Band zurückkehrten, wollten sie Songs von den Alben, an denen sie beteiligt waren, spielen – das sind die ersten vier oder fünf TESTAMENT-Scheiben. Das Konzert von „Live In London“ besteht daher nur aus dem klassischen Material. Ich denke, dass wir seit 2005 sehr weit gekommen sind und zwei verdammt gute Alben veröffentlicht haben und das unsere Live-Performance besser denn je ist. Besonders für die letzten beiden Alben waren unsere Shows sehr gut und es ist Zeit, ein paar Dinge zu ändern. Für „Live In London“ hatten wir keine große Produktion mit sehr viel Bühnenbild oder besonderem Licht und inzwischen haben wir eine weitaus größere und Bessere Show. Wir wollten den Punkt, an dem wir uns jetzt befinden, dokumentieren: Die Jung fühlen sich inzwischen wohl dabei, Songs von „The Gathering“ oder „Demonic“ zu spielen. Ich finde, dass die DVD und auch der Audio-Teil wirklich kraftvoll ausfallen. TESTAMENT waren schon immer eine deutlich stärkere Live- als eine Studio-Band und das haben wir auch eingefangen.


Viele Bands scheinen heute der Ansicht zu sein, dass Live-Alben sich nicht mehr lohnen, weil die meisten ihrer Auftritte sowieso bei YouTube zu finden sind. Was sagst Du dazu?

Naja, auf YouTube klingt das doch vollkommen beschissen! Das wurde dann von irgendjemandem im Publikum mit dem Handy aufgenommen und sieht genauso scheiße aus, wie es sich anhört. Mir geht es dabei vor allem um die rohe Energie eines Live-Auftritts. Wenn man im Studio eine Platte macht, dann ist die perfekt. Das Timing ist perfekt, der Klang ist perfekt und die Vocals sind genau auf den Punkt. Eine Live-Aufnahme ist nackt – sie zeigt uns, wie gut eine Band wirklich ist. Alles ist direkter und es gibt kleine Fehlerchen. Das macht Live-Aufnahmen für mich so spannend: Sie sind nicht perfekt. Ich höre wahnsinnig gerne alte OZZY OSBOURNE- oder BLACK SABBTH-Mitschnitte, weil Ozzy nie perfekt ist und die Band immer anders klingt als auf Platte. Aber die Energie, die diese Musiker auf der Bühne erschaffen – man spielt da ja auch immer ein bisschen schneller – ist etwas ganz besonderes. Wir performen inzwischen ziemlich gut, weil wir jahrzehntelange Tourerfahrung haben und wir wollten diese Energie festhalten. Ich denke auch, das uns das ziemlich gut gelungen ist.






Heutzutage halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass die meisten Live-Aufnahmen hinterher im Studio „bereinigt“ werden – einfach, weil es technisch möglich ist. Hand aufs Herz: Wie viel wurde an „Dark Roots Of Thrash“ nachbearbeitet?

Ein bisschen was haben wir natürlich schon gemacht – das liegt in erster Linie daran, dass die Live-Mikrofonierung nicht annähernd so gut ist, wie man es sich wünschen würde. Man muss als den Rhythmus-Sound ein bisschen „aufpolieren“ und nochmal durch den Verstärker schicken, damit alles ein bisschen wärmer klingt. Einen Teil des Gesangs haben wir ebenfalls nachbearbeitet. Das ist aber ein ganz natürlicher Teil solcher Aufnahmen. Wir haben sehr viele Fehler und falsche Töne auf der Aufnahme gelassen und die Vocals sind auch nicht immer perfekt [lacht]. Ich finde aber, dass sie ganz gut klingen und die Songs der Alben sehr gut repräsentieren.


Ihr habt „Dark Roots Of Thrash“ auf der gleichnamigen Tour mit FLOTSAM & JETSAM und OVERKILL aufgenommen. Was kannst Du uns über die Tour erzählen?

Das war eine großartige Tour. Wir waren auf der vorherigen Tour mit ANTHRAX und DEATH ANGEL unterwegs und haben in dieser Konstellation sehr viele Zyklen absolviert. Man sollte meinen, dass eine Band wie wir, die ja schon eine gewisse Zeit im Geschäft ist, eher mit moderneren Gruppe auf Tour gehen würde, um ihr Publikum zu erweitern. Zumindest habe ich das immer gedacht. Als wir aber versucht haben, diese Packages auf die Beine zu stellen, haben uns viele Promoter widersprochen. Sie legten uns nahe, eher mit Bands aus unserer Ära zu spielen. Als wir dann mit ANTHRAX und DEATH ANGEL auf Tour gingen, waren die Reaktionen derart gut, dass wir das gleich noch viermal wiederholen konnten. Seither glaube ich daran und als uns die Tour mit OVERKILL und FLOTSAM & JETSAM angeboten wurde, waren wir natürlich Feuer und Flamme. Wir hatten dann auch etliche ausverkaufte Konzerte, was meine Sicht auf erfolgreiche Tourpackages geändert hat. Das war auch für die Fans eine gute Sache, denn die Tickets waren wirklich nicht teuer.


Denkst Du, dass das ein eher amerikanisches Phänomen ist? In Deutschland wart Ihr zuletzt mit DEW-SCENTED und BLEED FROM WITHIN unterwegs und wenn man bedenkt, dass ursprünglich auch SHADOWS FALL hätten dabei sein sollen, ist das ja eher eine moderne Zusammenstellung...

Das stimmt. Das lag aber auch daran, dass wir für unsere Europatour einfach nicht das richtige Package finden konnten. Wie wollten ursprünglich mit EXODUS und einer vergleichbaren Band auf Tour gehen, aber die hatten leider alle keine Zeit. In letzter Minute mussten wir dann Bands nehmen, die verfügbar waren – und ich finde, dass sowohl DEW-SCENTED als auch BLEED FROM WITHIN einen verdammt guten Job gemacht haben. Das war eine sehr gute Tour. Es hat mich selbst überrascht, wie gut das lief.


Die DVD wurde bei Eurer Show im „Paramount“ in Huntington aufgezeichnet – warum habt ihr genau diesen Abend ausgewählt?

Wir wollten sicherstellen, dass wir einen Ort auswählen würden, an dem wir unsere Lichtshow vollständig umsetzen können. Es ist für uns auch wichtig, dass der Laden eine hohe Decke hat, weil wir dann unser Backdrop voll ausbreiten können. Wir haben das letzte Live-Album, das in Amerika aufgenommen wurde, in San Francisco gemacht und wir wollten diesmal etwas an der Ostküste aufzeichnen. Zudem haben wir die Tour diesmal in San Francisco begonnen und natürlich wollten wir nicht gleich das erste Konzert für einen Mitschnitt verwenden.






Ist es für eine Band mit Eurer Erfahrung anders, auf die Bühne zu gehen, wenn die Kameras laufen?

Nein, nicht wirklich. Als wir jünger waren hat uns das bestimmt nervös gemacht, für die Kamera zu spielen, aber mittlerweile sind wir da so routiniert, dass es keinen Unterschied mehr macht. Alles, was bei den Aufnahmen schief gehen könnte, hat man als Musiker sowieso nicht in der Hand. Als wir noch jünger waren haben wir deutlich mehr Party gemacht und öfter auch mal mit Hangover gespielt und da war die Performance nicht immer im Mittelpunkt. Mit dem Alter sind wir in dem Punkt etwas erwachsener geworden und möchten den Fans in erster Linie eine gute Show bieten. Mann, das klang jetzt aber ganz schön seltsam [lacht]. Es geht also auch an solchen Abenden nicht darum, für die Kamera aufzutreten, sondern für die Fans.


Habt Ihr für diesen Abend eine besondere Setlist zusammengestellt?

Natürlich. Wir haben im Großen und Ganzen das Set gespielt, dass wir für die gesamte Tour zusammengestellt haben, aber weil wir an diesem Abend aufgenommen haben, sind noch weitere fünf Songs dazu gekommen. Das waren dann Klassiker wie „Over The Wall“, „Alone In The Dark“ oder „Disciples Of The Watch“. Wir haben diese Songs über de Jahre so oft gespielt, dass wir sie für diese Tour ausgesetzt haben. Aber weil wir an diesem Abend ein Live-Album gemacht haben, wurden sie eben wieder dazu geholt. Das ist für uns auch nicht schwierig, weil wir gerade diese Nummern sowieso in- und auswendig kennen.


Mit „Eyes Of Wrath“ habt Ihr ja auch eine Nummer drin, die Ihr schon lange nicht mehr gespielt habt...

Ja, die haben wir seit 2000, als wir auf der Tour zu „The Gathering“ waren, nicht mehr im Programm gehabt. Darum ging es uns auf dieser Tour: Wir wollten unsere Setlist ein bisschen verändern und Songs mitaufnehmen, die wir schon länger nicht mehr gespielt haben. Über die Jahre haben wir oft dieselben Nummern für die Shows ausgewählt und es uns damit vielleicht ein bisschen zu bequem gemacht. Diesmal haben wir Songs ausgesucht, mit denen wir uns spielerisch vielleicht nicht sofort wohl fühlen, aber sobald man probt und die Show verinnerlicht, gewöhnt man sich auch daran und dann fühlt man sich in den Song wieder wohl. Und die Fans waren ja auch glücklich, dass da ein paar unerwartete Nummern drinsteckten.


Wie geht der Tourzyklus zu „Dark Roots Of Earth“ jetzt weiter?

Es geht allmählich aufs Ende zu. Wir werden in ein paar Wochen eine Show mit IRON MAIDEN spielen und im Oktober und November sind wir noch in den USA mit LAMB OF GOD und KILLSWITCH ENGAGE unterwegs. Im kommenden Februar und März werden wir uns dann ein bisschen Freizeit nehmen, um unsere neue Platte zu schreiben und aufzunehmen. Wir hoffen, dass wir bereits im kommenden Sommer ein neues Album veröffentlichen können.


Ihr seid ja ganz schön schnell...

Müssen wir sein, schließlich wird keiner von uns jünger [lacht].


Ein gutes Schlusswort – würdest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich hoffe, dass den Fans das Live-Album gefallen wird. Ich denke, es ist eine sehr gute Repräsentation der Band und ich hoffe, dass es alle mögen!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 13.10.2013 | 09:48 Uhr

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