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Interviewpartner: Corey Beaulieu

Sie gehören definitiv zu den Bands der Stunde. TRIVIUM sind eine der wohl jüngsten und gleichzeitig am härtesten arbeitenden Truppen dieser Tage – die Anfang 20jährigen haben im Oktober ihre dritte Scheibe „The Crusade“, die für sie den Durchbruch markierte, veröffentlicht, waren Anfang des Jahres mit den Altmeistern von IRON MAIDEN in Europa und sind momentan mit ANNIHILATOR und den Labelkollegen von SANCTITY als Support auf Headlinertour unterwegs. Vor dem Gig im Stuttgarter LKA stand ein sichtlich routinierter und abgeklärter Corey Beaulieu den Metalnews-Fragen gegenüber...




Hey Corey! Das ist nun schon die zweite Tour, die Euch innerhalb eines Jahres nach Europa führt – Euer Zeitplan scheint prall gefüllt! Wie läuft die Tour bisher? Ihr kommt ja gerade aus Polen wieder zurück nach Deutschland...

Ja, richtig! Bisher läuft die Tour super! Es ist jetzt das vierte oder fünfte Mal, dass wir in England headlinen, also ist es cool, dass wir jetzt auch rüber nach Europa kommen und auch dort headlinen können. Die Shows waren bisher echt gut, eine Menge Leute sind gekommen und hatten Spaß auf den Gigs.


Wie war es denn, Anfang des Jahres mit IRON MAIDEN zu touren...

Oh, das war großartig! Man kann sich keine bessere Tour wünschen. Hier konnten wir uns neues Publikum erspielen. Ich meine, eine komplette Europa-Tour mit IRON MAIDEN zu spielen ist einfach der Hammer, da sie vor so vielen Leuten spielen. Es war wirklich gut für uns und sie sind schließlich auch eine unserer Lieblingsbands. Das ist dann natürlich der Hammer, wenn man mit Leute auf Tour geht, die man so sehr respektiert, auf deren Mucke steht und sie jeden Abend live sehen kann.


Spielst Du lieber die großen Hallen wie Ihr es nun mit Bruce und den Jungs getan habt oder eher die etwas kleineren, wenngleich immer noch recht großen Venues wie heute Abend?

Well – beides ist cool! Es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß in einer großen Halle vor 15.000 Leuten zu spielen. Aber wir spielen ja auch in kleineren Clubs, wo man viel näher an den Leuten ist – das sind ganz andere Vibes. Aber sowieso hat jede einzelne Show ihr eigenes Charisma...


In einigen Interview zum neuen Album, hat Matt rigoros klar gemacht, dass Ihr nichts mit Metalcore zu tun habt und auch nicht zu tun haben wollt. Ich weiß ja nicht, wie es in den Staaten aussieht, aber hier waren die Metalcore-Kids diejenigen, die Eure ersten Scheiben gekauft haben und Euch hochgebracht haben. Denkst Du nicht, dass es ein Schlag ins Gesicht derer ist, die Euch unterstützen, wenn Ihr sowas sagt?

Wir waren noch nie eine Metalcore-Band. Wir sind eine Metal-Band und das war von Anfang an klar. Wir wurden nur aufgrund unserer beiden ersten Alben in diese Schublade gesteckt, weil wir dieses Schrei-/Sing-Element benutzten, was ja typischen Metalcore sein soll. Die Leute, die sich die Scheibe gekauft haben, werden recht schnell festgestellt haben, dass das kein Metalcore ist. Wir haben ja keine acht Millionen Breakdowns und solchen Mist in unseren Songs. Es sind Metal-Alben, aber sie haben eben dieses Geschrei. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir eine Metal-Band sind und wenn sich diese Kids dann das Album kaufen und es trotzdem mögen, ist das ja cool.


Matt soll ja außerdem auch eine Black Metal-Projekt haben... POPULOUS INFERNO – was ist denn an diesen Gerüchten dran?

Ich denke, das ist mehr ein Witz als irgendwas anderes!


„The Crusade“ ist ja nun schon seit Oktober 2006 draußen. Ihr seid ja eine massiv eifrige Band - habt Ihr also schon neues Material geschrieben? Wie schauts mit dem nächsten Album – gibt es da bereits konkrete Pläne?

Das ist ja nun erst ein gutes halbes Jahr her, es wird also noch eine Weile dauern, bis wir ein neues Album herausbringen. Aber wir schreiben natürlich die ganze Zeit neues Material, aber zu einer neuen Scheibe kann man jetzt natürlich noch nichts sagen. Wir können jetzt einen Song schreiben, der es aber vielleicht nie auf Platte schafft.


Du und Matt wurdet ja bereits mehrfach als das neue Hetfield/Hammet-Duo betitelt. Wie ist es für Euch, sowas zu hören/zu lesen und was denkt Ihr darüber?

Es ist sehr cool, mit solchen Leuten verglichen zu werden. Als wir angefangen haben, Gitarre zu spielen, haben wir alle ihre Songs einstudiert und sind damit aufgewachsen, was sie gemacht haben. Da ist es schon cool, in diese Liga vorzudringen.


Welche Musikrichtung gehört ausgelöscht?

Ääääähm... keine Ahnung. Es gibt verschiedene Musik und es gibt Genres, die einem jetzt nicht so gefallen, aber ich denke, es hat alles seine Daseinsberechtigung und so wirklich fehlen kann oder darf da nichts. Schließlich lassen sich die Leute ja auch von den verschiedensten Sachen beinflussen und kreieren ein neues Subgrene. Wenn man also eines rausnehmen würde, würde man wohl ein anderes verlieren. Ich weiß es nicht... es gibt eine Menge Musik, die ich nicht mag, aber ich würde sie nicht aus der Geschichte löschen wollen...


Noch ein paar kurze Fragen... was ist das Beste und Schlechteste an...

... den USA - ich denke, es ist ein großartiger Ort, um dort zu leben. Nun, ich bin ja auch daran gewöhnt, aber es gibt schon eine Menge cooler Sachen, eine Menge Möglichkeiten. Es gibt nicht wirklich viel schlechtes, das ich sagen könnte – gut, die Regierung ist für'n Arsch, aber wenn es darum geht, dort zu ein normales Leben zu leben, ist es sehr schön. Von dem meisten politischen Kram bekommt man ja gar nichts wirklich mit, wenn man irgendwo in seinem Häuschen wohnt.

... Deutschland - Das schlimmste ist, dass ich kein Wort verstehe, weil ich kein Deutsch kann. Das ist echt uncool. Das coolste... hm... vermutlich die Fans und, hier Shows zu spielen. Wir reisen so lange, um hier zu sein und all die Leute kommen, um uns zu sehen, das ist echt cool.

...Touren und Heimkommen - Man hat jeden Tag seinen genauen Ablaufplan, man ist immer beschäftigt. Wenn ich heimkomme, habe ich soviel Freizeit, mit der ich nicht weiß, was ich anstellen soll. Ich langweile mich dann immer sehr oft, weil ich nicht daran gewöhnt bin, mir meinen Tagesablauf selbst gestalten zu müssen. Es ist schwer zu switchen, wenn man einerseits total viel Arbeit hat und dann auf einmal gar nicht mehr. Daher ist Touren schon cooler. Man fährt viel herum, ist jeden Tag in einer anderen Stadt, trifft eine Menge cooler Leute und sieht viele Sachen, die man sonst mit einem normalen Job nie sehen würde. Verschiedene Kulturen, wie sie leben und so. Das ist echt cool. Man kriegt ein ganz anderes Verständnis für vieles. Es ist echt schön, die Möglichkeit zu haben, soviel zu reisen und zu sehen.

...deinem Geburtsort Brunswick - Ehrlich gesagt weiß ich davon gar nicht so viel, weil ich nach meiner Geburt nur ein paar Jahre dort gelebt habe. Das beste ist wohl, dass ich dort geboren wurde, aber mir fällt nichts schlechtes ein, weil ich mich nicht daran erinnern kann.


Nun, das war's! Danke für Deine Zeit und das Interview, Corey! Viel Spaß bei der Show heute! Die letzten Worte sind die Deinen...

Danke für die Unterstützung und an alle, die noch nicht von uns gehört haben, geht auf unsere Homepage, checkt unsere Scheiben und.... ja... das war's, haha!

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 20.05.2007 | 19:15 Uhr

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