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Interviewpartner: Dani Filth

Aus dem Hause Dani Filth gibt es wieder etwas zu berichten. Kaum ist das DEVILMENT-Debüt nebst anschließender Tour mit LACUNA COIL abgefrühstückt, steht im Juli die neue CRADLE OF FILTH-Platte „Hammer Of The Witches“ an. Und so machte sich unser Redakteur auf den Weg zum schönen Düsseldorfer Flughafen, um den Herren der Düsternis persönlich in einem Konferenzraum des Flughafenhotels einige Informationen zu entlocken.




Hallo Dani. Wir haben die Ehre, erneut ein Interview miteinander zu führen. Das letzte Gespräch fand anlässlich der Veröffentlichung des DEVILMENT-Albums statt. Damals erwähntest du, das neue CRADLE OF FILTH-Werk würde eben 2015 im Juli erscheinen. Also alles im Zeitplan?

Wir waren eine sehr lange Zeit auf Tour, nachdem wir aus dem Studio gekommen sind. Erst mit CRADLE OF FILTH in Russland, dann eben die DEVILMENT-Tour. So ganz im Zeitplan sind wir nicht, aber es handelt sich nur um eine kurzen Zeitspanne. Wir mussten das Material erst prüfen, mastern und so weiter. Aber Blast gaben uns noch ein paar Wochen drauf und die haben wir auch irgendwie rumgekriegt, hahaha.


Es sind ein paar neue Leute in der Band. Kannst du mir etwas dazu sagen und wie ist die Stimmung derzeit?

Die Stimmung ist wunderbar momentan. Es gibt eine Menge Leute, die kennen die Band nicht so gut. Für diese Leute muss es so aussehen, als ginge das mit den Besetzungswechsel alles ganz plötzlich. Aber so ist es nicht, es war insgesamt ein langer Prozess. Daniel, unser Basser, hat bereits beim „Mantigore…“ Album ausgeholfen, gehört aber erst seitdem fest zur Band. Und wir haben zwei neue Gitarristen, die bereits auf der Tour festgestellt haben, dass sie nicht mehr wegwollen oder wegkönnen. Wir sind jetzt wieder eine Band mit zwei Gitarren, haben also quasi das Tipton/Downing Feeling. Genau das kannst du auch auf dem neuen Album hören.


Nach all den ganzen Jahren im Geschäft, verspürst du immer noch diesen innerlichen Druck? Bist du vor solch einem Release noch nervös oder aufgeregt?

Ja klar. Es ist richtig, diese Band ist seit einigen Jahren sehr erfolgreich. Aber ich mache mir immer wieder Gedanken, dass wir den Fans auch alles geben. Ich reflektiere immer die Meinungen von den Fans, das halte ich für sehr wichtig. Zwar bin ich nicht nervös, wenn es darum geht, auf der Bühne zu stehen. Wir haben auf den Philippinen vor 30.000 Leuten gespielt, das macht mich nicht wirklich mehr nervös. Aber bei einer neuen Platte bin ich doch sehr angespannt, weil ich wissen möchte, ob ich alles richtig gemacht habe. Ich will mal sagen, das sind zwei verschiedene Arten von nervös-sein.





An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass mich der CRADLE OF FILTH-Spirit mit dem „Cruelty And The Beast“-Album erwischt hat. Die Band hat mich damals mit ihrem Sound, mit ihrer Art der Musik in den dunklen Bann gezogen. Als ich das neue Album das erste Mal hörte, konnte ich exakt diesen Spirit wieder finden.

Dabei hast du noch nicht mal alle Songs gehört. Wir haben insgesamt fünfzehn Songs geschrieben und mit ins Studio genommen. Doch unser Produzent Scott Atkins will immer das Beste aus allem herausholen und hat daher ein paar Titel rausgeschmissen, die ihm nicht gefielen. Es war einer meiner Favoriten darunter, weshalb ich fast geheult habe, hahaha. Aber der Mann will die absolut höchste Qualität und keine Quantität. Scott ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass das Album so gut geworden ist. Ich gehe da völlig d’accord mit ihm, was die Arbeitsweise angeht. Und er treibt uns zu Höchstleistungen an. Was meinen Gesang angeht und auch die Gitarristen mussten noch richtig dazu lernen, obwohl sie eigentlich Topleute sind.


Die Frage nach dem Produzenten wäre jetzt eigentlich dran. Es ist also wieder Scott Atkins geworden, mit dem du ja schon seit einiger Zeit zusammen arbeitest?

So ist es. Dieses Mal war er eigentlich von Anfang an involviert. Vom Songwriting über die Vorproduktion bis hin zu den abschließenden Sessions. Die letzten Male habe ich meine Vocals ohne ihn aufgenommen, sondern daheim in meinem eigenen Studio mit einem anderen Tontechniker. Wir haben uns alle in seinem Studio getroffen, kaum dass ich von der DEVILMENT-Tour zurück war. Alles hat hervorragend geklappt, kann ich nur sagen.


Wie würdest du persönlich „Hammer Of The Witches“ beschreiben, im Vergleich zu den anderen vorherigen Alben?

Es ist immer leicht, vor den Journalisten zu sitzen und zu sagen, das neue Album ist das Beste, was wir je gemacht haben. Wahr ist allerdings, dass wir niemals das Studio verlassen würden, bevor alles 100%ig perfekt ist. Wie würde ich das Album beschreiben? Klar, der alte Spirit kommt durch, es ist dennoch sehr melodisch, wir haben Unmengen an tollen Gitarrenharmonien drin. Und eine Menge Screams. Kurz vor Weihnachten, nach der DEVILMENT-Tour, fragte mich ein Journalist, ob das neue CRADLE OF FILTH-Album viele Screams enthalten würde. Ich sagte, vielleicht ein oder zwei. Er war völlig entsetzt, also habe ich gedacht, ich baue noch ein paar mehr Schreie ein, hahaha. Mir ist es wichtig, dass die Atmosphäre rüberkommt. Die Produktion an sich ist sehr klar, aber sie zerstört eben nicht das Feeling der Platte. Die Drums beispielsweise sind nicht getriggert. Warum auch, Marcus ist ein exzellenter Drummer. Außerdem haben wir dieses Mal keine Gastsänger dabei.


Ein paar Worte zum Albumtitel. Der „Hexenhammer“ ist eine spezielle Literatur, so etwas wie ein Manifest.

Ja, genau. Es war im Mittelalter ein Kompendium für die Hexenjagd. Eine schlimme Zeit damals. Es wurden sogenannte Hexenjäger engagiert und mit Sicherheit war viel Geld im Spiel. Viele Menschen haben sich gegenseitig denunziert und der Hexerei beschuldigt. Der Hexenhammer war definitiv ein Zeichen für eine Revolution. Viele Konzepte drehen sich um die Geschichten im Mittelalter, da wären zum Beispiel auch die Kreuzzüge. Zwar liegen einige Jahrhunderte zwischen diesen Ereignissen und der heutigen Zeit, doch finden sich erstaunlich viele Parallelen. CRADLE OF FILTH haben noch nie Songs über moderne Themen wie Raumschiffe oder Autos geschrieben, aber wir zeigen immer wieder die Parallelen zwischen den Themen der vergangenen Jahrhunderte und der Neuzeit auf.



Gerade im Umgang mit Frauen und Mädchen gibt es, wie ich finde, erstaunlich viele Gemeinsamkeiten zwischen dem Mittelalter und der heutigen Zeit.

Es geht immer so weiter. Im letzten Jahr verfolgte ich einen Bericht in den News, da wurde eine Frau in Ruanda der Hexerei bezichtigt und aus ihrem Dorf verbannt. In diesem Jahr geschah so etwas ähnliches, in Pakistan glaube ich, bin mir aber nicht sicher. Eine Frau wurde denunziert und sollte in der Öffentlichkeit gesteinigt werden. Und das innerhalb der nächsten Minuten, ohne Gerichtsverhandlung. Du siehst, auch heute passieren solche Dinge, auf der einen Seite die Spiritualität, auf der anderen Seite die Wissenschaft. Zwar können heutzutage manche Menschen tun und denken, was sie für richtig halten. In anderen Regionen aber werden allerdings haufenweise Gräueltaten im Namen eines Gottes ausgeführt. Es hat sich also nicht allzu viel verändert, wie du siehst.


Themenwechsel. “Right Wing Of The Garden Triptych“ ist die erste Single Auskopplung vom Album. Was kannst du mir über den Song sagen?

Der Song an sich hat keinen politischen Inhalt. Es geht eben einfach um diese dreiteiligen Gemälde. Als ich noch zur Schule ging, habe ich diese Bilder studiert, bin überall herumgefahren und habe mir alle Ausstellungen angesehen. Ich habe bereits viele dieser Tryptichen in meinem Haus hängen. Allerdings nur Kopien, keine Originale, hahaha. Das Video haben wir in einer mittlerweile nicht mehr aktiven US Air Base in der Nähe meines Wohnortes in Südengland gedreht. Als ich jung war, zur Zeit des kalten Krieges, war hier eine Menge los. Ich traf viele Rekruten in den Kneipen. Diese Rekruten brachten Musik von amerikanischen Bands mit, die mich ziemlich beeinflussten, wie zum Beispiel DANZIG, die REVOLTING COCKS oder auch NINE INCH NAILS. Wie auch immer, wie entschieden uns, das Video dort zu drehen, das war schon sehr surreal.


CRADLE OF FILTH sind nun bei Nuclear Blast gelandet, ebenso wie auch deine andere Band DEVILMENT. Wie bist du mit dem Donzdorfer Label in Kontakt gekommen?

Das war eigentlich anders herum. Während der Tour mit BEHEMOTH traten wir auch in Stuttgart auf. Im Longhorn schaute ich mir gerade eine andere Band an, als mir jemand auf die Schulter klopfte. Ich brauchte eine Weile, um zu erkennen, dass es Markus Staiger war. Wir unterhielten uns dann draußen, wo es ruhiger war und die Sache nahm ihren Lauf. Es macht überdies auch Sinn, mit beiden Bands beim demselben Label, bei derselben Booking Agentur und so weiter zu sein. Markus ist bereits seit langer Zeit CRADLE OF FILTH Fan, doch nun schien die Zeit für ihn endgültig reif zu sein, diese Bands zu signen.



Wie sieht es bei euch mit Konzerten in der nächsten Zeit aus? Es stehen einige Festivals auf dem Plan, aber gibt es auch mal wieder eine Tour in Deutschland?

Es sind einige Dinge in der Planung, aber ich kann da noch keine Details nennen. Ob wir zuerst in Amerika oder zuerst in Europa unterwegs sein werden, das werden die nächsten Wochen zeigen. Genauso fällt dann die Entscheidung, ob wir als Headliner auf Tour gehen oder Bestandteil einer größeren Show sind. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf eine Tour in Europa und es werden mit Sicherheit Shows in Deutschland dabei sein. Aber es gibt auch andere Orte, wo ich gern mal wieder spielen möchte. Als ich mit DEVILMENT unterwegs war, habe ich Auftritte in Frankreich vermisst.





Nimmt man euer Debütalbum 1994 als Beginn, dann bist du mit der Band bereits über zwanzig Jahre im Geschäft. Hast du damals daran gedacht, mit dieser Art von Musik so erfolgreich zu werden?

Nun, lass es mich so sagen. Jeder, der einmal mit seiner Band anfängt, steht vor dem Spiegel und träumt davon, vor Tausenden von Leuten zu spielen, das ist die Motivation. Niemand träumt davon, vor drei Leuten und einem Hund zu spielen. Weißt du, als ich jung war, dachte ich, mit vierzig bist du verdammt alt. Nun bin ich zweiundvierzig und denke, ich habe ein besseres Album gemacht, als ich es hätte früher je machen können. Ich habe eine Menge gelernt in den letzten fünfzehn Jahren, zum Beispiel trinke ich nichts mehr und lebe etwas bewusster. Ich habe eine Menge Fehler gemacht, aber ich habe daraus gelernt und bin dadurch wesentlich stärker geworden. Natürlich habe ich damals nicht daran gedacht, fünfundzwanzig Jahre später immer noch dabei zu sein, das ist einfach nur cool. Jetzt würde ich sagen, wenn ich mit fünfzig immer noch so auf der Bühne tobe, dann könnte das lächerlich wirken. Aber wer weiß. Ich halte mich auf jeden Fall fit und hoffe, dass ich das noch eine Weile machen kann.


Ein guter Schluss für ein Interview, denke ich. Traditionell bei metalnews.de gehören die letzten Worte dem Musiker.

Danke an alle Fans für die jahrelange Unterstützung und hoffe, euch wird das neue Album gefallen. Wir spielen definitiv in Europa demnächst und ich hoffe, euch alle dort zu sehen.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 13.07.2015 | 10:37 Uhr

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