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Interviewpartner: Dani Löble

Die Hamburger Power Metaller HELLOWEEN sind nicht nur seit jeher eine feste Größe im heimischen wie internationalen Metal-Zirkus, sondern gehören obendrein zu den Erfindern des hanseatisch geprägten Edelstahls. Trotz des stolzen Dienstalters von mittlerweile fast 30 Jahren stellen die Herren dabei keinerlei Anzeichen von Müdigkeit zur Schau und veröffentlichten mit gleich bleibender Regelmäßigkeit neue Alben, welche stets von entsprechend ausgiebigen Touraktivitäten begleitet werden. Mit „Straight Out Of Hell“ erblickte so vor kurzem das 14. Studioalbum der Mannen das Licht der Welt, weshalb wir uns mit Schlagzeuger Dani Löble in Verbindung setzten, damit er uns über die derzeitige Situation in der Band ins Bild setzt.






Hallo Dani und vielen Dank für Deine Zeit! Wie geht es Dir denn?

Ach ja, eigentlich gut. Ich bin ein bisschen müde von der Promo-Tour, der Knock Out-Show am Wochenende und dem Absturz mit Markus [Grosskopf, Bass, Anm. d. Red.] gestern früh…


Also das Übliche?

Nicht wirklich. Ich habe gestern schon zu meiner Frau gemeint, dass das eine der wenigen Aftershow-Partys war, die wie beide gestartet haben, weil wir dafür an sich gar keine Zeit haben. Man kommt ja erst kurz vor knapp vom Hotel zum Konzert, geht dann gleich auf die Bühne, damit man frisch bleibt und danach bin ich eigentlich immer ziemlich durch – da trinke ich dann an der Bar vielleicht noch einen Rotwein oder einen Whisky und gehe dann ins Bett. Aber diesmal war ja nichts und hier am Bodensee war es für mich ja ohnehin ein Heimspiel, weshalb auch viele Freunde da waren und da wurde es eben ein bisschen später [lacht]. Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen…


Euer letztes Album liegt ungefähr zwei Jahre zurück – was hat sich seither bei Euch getan?

Wir sind älter und reifer geworden. Das kann man ja auch auf der Platte hören: Wie das bei Bands so ist, die regelmäßig ins Studio gehen, wird man eben immer ein kleines Stück reifer und erwachsener als Musiker und das schlägt sich auch in der Qualität eines Albums nieder.


Wann habt Ihr mit den Arbeiten an „Straight Out Of Hell“ angefangen?

Schwer zu sagen – die Jungs haben bereits im Laufe der letzten Tour damit begonnen, Material zusammen zu tragen und aufzunehmen. Richtig ernst wurde es ab Ende Januar, als ich dann angefangen habe, meine Drum-Arrangements zu machen und so im April haben wir dann auf Teneriffa angefangen, das Album aufzunehmen.


Ihr seid also eine dieser Bands, die auch auf Tour im Backstage-Bereich Songs schreiben kann?

Ja, klar, es hat auch jeder Zeit. Wir haben ja alle unsere Computer bei uns und jederzeit die Möglichkeit, unsere Ideen festzuhalten. Und bevor man jetzt den ganzen Tag Quatsch macht sollte man, wenn man denn die Muße und eine geile Idee hat, sie auch irgendwo aufnehmen. Andi [Deris, Vocals, Anm. d. Red.] schreibt zum Beispiel viel im Hotel, wo er seine Ruhe hat. Sascha [Gerstner, Gitarre, Anm. d. Red.] macht das lieber zuhause und nimmt da eigentlich den ganzen Tag lang so seine Ideen auf.


Wie würdest Du Euer neues Album beschreiben?

Vom Flair her muss ich da schon eine Parallele zur „Walls Of Jericho“ ziehen. „Straight Out Of Hell“ ist schon recht roh ausgefallen und schon bei den Schlagzeugaufnahmen musste ich immer an „Walls Of Jericho“ denken. Die Platte ist sehr wild und rabiat geworden und ich finde, dass Metal heutzutage genau so klingen muss. Sie ist durchgängig recht zügig geworden, allerdings von der Atmosphäre her nicht mehr ganz so düster wie noch „7 Sinners“.


Das Riffing fällt aber dennoch recht heavy aus. Was das geplant?

Ich wiederhole mich immer gerne bei dieser Frage, wenn ich antworte, dass wir bei HELLOWEEN viel zu faul sind, um irgendwas zu planen [lacht]. Ich finde das aber auch gut so: Viele Sachen passieren bei uns im Songwriting und bei den Aufnahmen – so wie es sich in der Musik immer war und auch sein sollte. Diese Dinge sind eben spontan und von der Stimmung und Situation abhängig. Was ich bei uns sehr geil finde, ist, dass wir eben wieder in diese Richtung zurück gehen und auf diesen ganzen Editing-Scheiß, den viele Bands im Rock ’n’ Roll heutzutage machen, verzichten. Ich finde das totalen Quatsch: Du spielst irgendwas ein und kannst das dann mit dem Computer verbiegen. Wenn man nicht die Kohle hat, um sein Schlagzeug richtig geil zu stimmen, dann werden eben ein paar Samples, die es für ein paar Euro im Internet gibt, drauf gelegt – leider muss man sagen, dass heutzutage viele Drums programmiert werden. Bei HELLOWEEN gibt es das gar nicht mehr und das finde ich richtig gut – wir überlassen vieles dem Zufall und wir nehmen auch im Studio so wie früher ohne Clicktrack auf. Dann ist es eben auch so, dass es zwischendrin auch mal eiert – da ist man dann an mancher stelle mal etwas langsamer und zum Schluss hört man eben auch wieder schneller auf, weil der Song da dann eben anzieht. Früher wurden Lieder so gemacht und ich finde, dass Rock ’n’ Roll – da gehört Heavy Metal nun mal dazu – eben asozial sein soll, also warum sollen wir uns dann ausgerechnet beim Aufnehmen an irgendwelche vom Computer vorgegebenen Dinge halten? Das wäre paradox. Wir rotzen einfach drauf und man kann auf „Straight Out Of Hell“ hören, dass wir das, was wir mit „7 Sinners“ angefangen haben, nun auf die Spitze getrieben haben. Natürlich nehmen wir mit dem Computer auf, Bänder gibt es nicht mehr, aber man kann auf der Platte schon viele Fehler hören und das macht es für mich lebendig.


Würdest Du sagen, dass HELLOWEEN trotz epischer Songs wie „Nabataea“ noch immer Rock ’n’ Roll-Asis sind?

Na klar! Metal gehört zum Rock ’n’ Roll und das ist ja letztendlich eine Gegenbewegung zu dem, was sozial anerkannt ist. Es soll sich ja gegen jegliche Regeln auflehnen und ich würde sagen, dass HELLOWEEN da sowohl von den Musikern als auch von den Songs her dazu gehören.


Diese Aussage passt auch gut zu Titeln wie „Asshole“. Wie ist der Song entstanden?

Gute Frage [lacht]! Der Song kam von Sascha. Er hatte eine Text-Idee zu einem Song über Leute, die nur an einem dranhängen und einem nichts Positives geben, sondern einem nur die Energie aussaugen. Solche Egomanen kennt ja jeder und er hat da in letzter Zeit eben recht viel Erfahrung mit Sammeln müssen und hat passend zu diesem Gefühl eben den Text und auch die Musik dazu geschrieben. Ich finde aber auch, dass der Song durch den Gegensatz, der von dem thrashigen Anfangsriff und dem eher positiven Refrain geschaffen wird, auch ein bisschen ironisch wirkt.


Als das Artwork zu „Straight Out Of Hell“ veröffentlicht wurde, fiel als erstes auf, dass sich das Bandlogo wieder ein bisschen verändert hat…

Ja, wer sich mit der Bandgeschichte auseinandersetzt, dem wird auffallen, dass es fast zu jedem Album den passenden Kürbis und Schriftzug gibt. Bei „7 Sinners“ haben wir ihn schon ein bisschen verunstaltet und ich glaube auch, dass er auf den „Keeper“-Alben jeweils ein bisschen anders aussieht. Das war also nicht das erste Mal, dass sich da etwas geändert hat. In letzter Zeit passen wir das jedoch etwas deutlicher an, weil wir den ja auch als Symbol für die Tour und das Merchandise benutzen – da sieht man dann gleich, dass das der „Straight Out Of Hell“-Kürbis ist. Ich finde, das ist ein guter Marketing-Gag und 30 Jahre lang immer den gleichen orangen Kürbis abzubilden finde ich auch ein bisschen langweilig.


HELLOWEEN veröffentlichen ja auch des Öfteren Live-Alben. Ist da mal wieder mit zu rechnen?

Ach, ich denke in Zeiten von diesem blöden YouTube können die Fans da noch ein bisschen drauf warten. Ich weiß es natürlich nicht genau, aber zumindest ist zur Zeit nichts geplant. Irgendwann werden wir sicher mal wieder damit um die Ecke kommen, aber man muss auch sagen, dass das im Moment nicht auf dem Plan steht.


Allerdings werdet Ihr Euch in Kürze auf die „Hellish Rock Tour Part II“ begeben und zwar einmal mehr mit GAMMA RAY…

„Hellish Rock Part I“ mit GAMMA RAY war ja schon eine echte Erfahrung und wir wussten anfangs gar nicht, wie das alles laufen würde. GAMMA RAY ist ja immer noch und gerade durch Kai [Hansen, Anm. d. Red.] in sehr enger Verbindung zu HELLOWEEN. Die Tour ging allerdings für uns Musiker derart nach vorne, weil es hinter der Bühne wie auf der Bühne war und es hat sehr viel Spaß gemacht, ein Jahr lang um die Welt zu reisen. Auch für die Fans war das eine super Geschichte und die Reaktionen waren durchweg überschwänglich. Wir haben uns dann gefragt, wie man das toppen kann und nachdem wir uns lange den Kopf zerbrochen habe und wir immer wieder auf das gleich Ergebnis gekommen waren, war der Fall klar: Wir haben alle ständig von der „Hellish Rock Tour Part I“ geschwärmt und so kam die Idee, eine zweite Runde einzulegen. Die Nachfrage ist größer denn je und wir haben wieder etwas sehr spezielles im Programm und werden sicherlich wieder etwas zusammen mit Kai vorbereiten.


Damit sind wir auch schon fertig. Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich hoffe, dass wir mit dieser Platte auch unseren härtesten Kritikern richtig eines auf den Deckel gegeben haben, damit sie sich noch mehr aufregen [lacht]. Aber vor allem hoffe ich, dass unsere treuen Fans an der Platte viel Spaß haben werden!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 19.02.2013 | 22:39 Uhr

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