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Interviewpartner: Daniel Gildenlöw

Mit dem aktuellen Album „Road Salt One“ haben die Schweden von PAIN OF SALVATION ein unglaublich intensives und anderes Album abgeliefert, welches für ordentlich Gesprächsstoff sorgt. Der zweite Teil steht schon in den Startlöchern und wird von den Prog-Fans mit Spannung erwartet. Der gesprächige Frontmann Daniel Gildenlöw stellte sich einigen Fragen zum aktuellen Album, der TRANSATLANTIC-Tour und vielen weiteren Themen.




Hallo Daniel, zuerst möchte ich Dir zum neuen PAIN OF SALVATION Album gratulieren. „Road Salt One“ ist eine enorm gute Scheibe geworden, einfach perfekt!

Danke Dir! Darf ich Dir im Gegenzug zu Deinem exquisiten Musikgeschmack gratulieren? Spaß beiseite, ich bin mit dem neuen Album sehr zufrieden. Meine Mission für jedes neue Album ist es, die beste Scheibe da draußen zu produzieren und neue Gewässer zu erkunden, ohne Angst und ohne Kompromisse. Ich wäre sehr überrascht, wenn man ein Album oder einen Künstler finden würde, dessen Musik wie „Road Salt One“ oder PAIN OF SALVATION klingt.


Wie geht es Dir nach dieser enormen Tour mit TRANSATLANTIC und dem fast zeitgleichen Release von „Road Salt One“? Verbringst du Zeit mit deiner Familie oder geht es gleich mit den Arbeiten zu „Road Salt Two“ weiter?

Mir kommt das Wort „Müdigkeit“ in den Sinn. Ich hatte ein zweiwöchiges Zeitfenster, in dem ich Zeit für einige ergänzende Aufnahmen für „Road Salt Two“ hatte. Die meiste Zeit nutzte ich aber, um wieder den Weg hin zum „Road Salt"-Sound zu finden. Ich verbrachte Wochen mit der Optimierung des Drum-Sounds, dem Ausprobieren von verschiedenen Mikrofonen und deren Standorten. Millimeterweise verschob ich die einzelnen Komponenten im Studio, bis ich den gewünschten Sound bekam. Nach der Zeit auf Tour musste ich wieder von vorne anfangen. Ich will zum Beispiel, dass die Toms dumpf klingen, aber ein spezifisches, gutes Dumpf. Du kannst den Sound einer Tom auf tausend verschiedene Arten töten, aber es kostet Zeit und ein gutes Gespür, um genau den Sound zu bekommen, den ich schon immer im Kopf hatte. Diesen Prozess muss man auf sämtliche andere Komponenten anwenden. Da wir für beide Alben die Songs live aufnehmen, muss alles richtig und individuell klingen – es soll harmonieren. Das Ganze ist eine sehr zeitraubende und nervtötende Arbeit und es gab viele Gelegenheiten, herumzufluchen, das kann ich Dir sagen!

Nach diesen zwei [ok, es waren drei] Wochen nahm ich mir einige Zeit frei [naja, hier sitze ich und mache Interviews, während die anderen am Strand liegen], um Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Vor den Arbeiten zu „Road Salt Two“ brauche ich diese Zeit unbedingt.


Ich habe viele verschiedene Rezensionen zu „Road Salt One“ gelesen. Manche lieben das Album genauso wie ich, andere können mit dem neuen Sound überhaupt nichts anfangen. Beschreibe doch kurz Deine Gefühle und Gedanken zum neuen Output. Würdest du im Nachhinein etwas an der CD ändern?

Im Nachhinein finde ich immer einige Details, die ich ändern würde – so bin ich nun mal. Ich werde von der Vision des perfekten Albums verfolgt und genau das pusht mich nach vorne und motiviert mich zum Weitermachen. Meiner Meinung nach sind die PAIN OF SALVATION Alben verdammt nahe an der Perfektion, sonst hätte ich sie nicht gemacht und würde mir nur Künstler anhören, deren Musik ich besser als meine finde. Der Fakt, dass ich sehr wenig Musik finde, die mich begeistert und meine Erwartungen erfüllt, ist meine größte Motivation, Musik zu machen. Ich will, was nicht vorhanden ist, darum mache ich Musik, die ich hören will und eben diese Erwartungen erfüllt. Über mittelmäßige Reviews ärgere ich mich wochenlang. Vor einem Monat las ich ein 7/10 Review und bin immer noch deprimiert. Jahrelang perfektioniere ich jedes kleine Detail, bis jede Kombination harmoniert und ich die pure Magie in jedem einzelnen Song spüre. Meine Seele und mein Herzblut fließen in die Musik, die Texte und die Artworks. Ehrlich gesagt fühle ich mich, als würde ich sterben, wenn ich ein Album schreibe und zusehen muss, wie dieses Stück Kunst mit irgendwelchen zehnzeiligen Reviews und maximal zwei Hördurchgängen abgestempelt wird. Auf derselben Seite wie irgendwelche Metal-Scheiben, die von geldgeilen Scharlatanen gemacht werden. Das ganze widert mich an, ich weiß, es tönt albern und dieser Denkansatz ist in der heutigen, produktorientierten Musikszene schon fast verrückt. Ich kann aber nicht anders, so bin ich nun mal, so ticke ich.


Einige Songs auf der aktuellen Scheibe sind laut Booklet nur von Dir geschrieben, andere auch von deinen Bandkollegen. Wieso das? Haben einige Songs einen zu persönlichen Aspekt für Dich?

Ich denke, Du verstehst hier etwas falsch. Ich habe sämtliche Songs geschrieben, aber bei vier oder fünf spiele ich alle Instrumente. Dies habe ich aus verschiedenen Gründen getan. „Sleeping Under The Stars“ habe ich zu Hause aufgenommen und war mir nicht sicher, wie es mit dem Song weitergehen würde. „Tell Me You Don’t Know“ entstand, während ich Equipment zwischen unseren beiden Bandräumen transportierte. Es dauerte nur zwei Stunden, bis ich den Song im Kasten hatte. Bei „Sisters“ hatte ich eine klare Vision und Vorstellung von dem, was ich wollte. Der Song war mir sehr wichtig und niemand anderes auf der Welt konnte meinen Gedankengängen folgen. Wenn ich jemanden so gepusht hätte, wie ich mich selber von Tag zu Tag nach vorne treibe, hätte mich diese Person wohl vor Jahren umgebracht.


Was inspiriert Dich, Daniel? Musst du in einer spezifischen Stimmung sein, wenn du Songs schreibst?

Es erstaunt mich immer, wenn Musiker Inspiration „suchen“ oder keine Ideen mehr haben. Mir ist so etwas noch nie passiert, es kommt mir vor, als würde ich in meinen Ideen ertrinken. Ich nehme etwa jeden 20. Song auf, der mir in den Sinn kommt. Manchmal wünsche ich mir, dass ich das Ganze ausschalten kann – es ist wie ein Fluss, der ohne Unterbruch durch mich strömt. Die Stimmung ist wichtig, aber ich muss nicht in einer bestimmten sein, um Songs zu schreiben. Verschiedene Stimmungen generieren verschiedene Arten von Ideen und Songs und diese Variation liebe ich!


Wer hatte die Idee, gewisse Songs der Limited Edition zu verlängern?

Das wäre wohl ich. Schon vom ersten Tag an wollte ich einige Bonustracks aufnehmen. Es ist, als würde man das Album als Film betrachten. Eine Extended Edition des Films würde nie 34 Minuten willkürlich zusammengeschnittene Szenen enthalten – die Szenen würden den regulären Film ergänzen. Und genau so betrachte ich unsere Alben. Sie brauchen eine Bedeutung. Jedes Wort und jede Note, die nicht das Gesamtkonzept unterstützt, darf nicht existieren. Dieselbe Meinung habe ich zu den Vocals, den Instrumenten und den Texten: „Das war eine ziemlich coole und beeindruckende Gesangslinie – aber sie erzählt nicht die passende Geschichte“. Das Problem ist, dass wir alle sehr kompetente Musiker sind und öfters den Fokus auf die Performance und nicht die Geschichte legen – manchmal driften wir ab. Öfters erwische ich mich, wie ich mich in ein bestimmtes Vocal-Take verliebe, das alles andere als perfekt war, mich jedoch im Innern berührte.


Werdet ihr in naher Zukunft auf Tour gehen?

Ja, Sir! In der Tat werden wir auf Tour gehen! Im Oktober besuchen wir vor allem Europa und es fühlt sich seit 2007 oder sogar 2005 wieder wie eine richtige Tour an. Wir starten mit der Planung der Shows und versuchen neue Wege und Ideen für die Umsetzung zu finden. Genau wie wir es damals im Jahre 2005 getan haben.


Wenn wir schon vom Touren reden – wie sieht es mit der Besetzung am Bass aus? Wird Per Schelander als vollwertiges Mitglied in die Band aufgenommen oder seid ihr immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Bassisten?

Das ist eine gute Frage. Ich wünschte, ich hätte eine geeignete und zufriedenstellende Antwort parat. Wir haben uns immer noch nicht für ein fixes Line-Up entschieden. Im Moment passiert so viel in und um die Band, dass wir uns noch nicht entscheiden wollen. Wir wollen sicher gehen, dass eine Entscheidung von langer und stabiler Dauer sein wird.


Kannst Du schon etwas zum zweiten „Road Salt“ Album sagen? Wird es Änderungen im musikalischen oder lyrischen Kontext geben?

Stilistisch gesehen werden diese beiden Alben wohl die ähnlichsten in der Geschichte der Band werden. Sie wurden wie aus einem Guss geschaffen und der Hörer wird dies merken. Das zweite Album wird ein wenig härter werden, daher die „Ivory“ und „Ebony“ Untertitel.


Wieso habt ihr die Idee von einem Doppelalbum wieder verworfen? Was ist die Idee hinter dem Split in zwei einzelne Alben?

Okay, das ist eine lange Geschichte:
Anfangs hatte ich die Idee, nur ein Album zu machen, aber nachher stand ich da mit 24 Songs, die irgendwie zusammengehörten. Aus irgendeinem Grund war ich jedoch nicht in der Lage, die Anzahl der Songs runter zu brechen. Einige Songs passten nicht ganz zum „Road“-Thema, trotzdem waren sie Bestandteil des Biestes. Zur Prog Nation Tour 2009 sollten wir ein Album herausbringen und ich entschied mich verzweifelt, ein Doppelalbum aufzunehmen, da ich nicht begriff, was mir die Songs sagen wollten. Dann ging alles den Bach runter, als SPV Konkurs ging. Die Tour wurde gecancelt, das Album war unfertig und ich plante eine Auszeit, da meine Frau Johanna unser zweites Kind Nimh erwartete.

Zu diesem Zeitpunkt ging es auf und ab. Memberwechsel in der Band und gebrochene „Spirits“ machten uns zu schaffen. Ich fühlte mich, als wäre ich ein Motor über all die ganzen Jahre, in dem ein Zylinder zickte und nicht richtig funktionierte. Jetzt läuft der Motor wieder wie er soll und schnurrt wie eine Katze, bereit und wieder mit Benzin aufgefüllt. Nun kann ich Vollgas geben. Ich entschied mich, das ganze "Road Salt"-Biest fallen zu lassen, mich von der Band abzuwenden und mich für einige Zeit auf die Familie zu konzentrieren. Den Herbst nahm ich dann mit einem freien Kopf in Angriff und vieles passierte zeitgleich. Uns wurde angeboten, am „Melodifestivalen“ teilzunehmen, ich fing an, die "Road Salt"-Songs zu hören und fühlte eine Energie und Motivation, mich wieder in die Sache zu stürzen. Außerdem schloss sich ein neuer Vertreiber unserem Label an und ab diesem Zeitpunkt ergab das "Road Salt"-Konzept Sinn. Jede Straße hat ihre Schlüsselpunkte, an denen man sich für eine neue Richtung entscheiden muss. Man entscheidet über neue Ansichten, neue Richtungen und von welchem Standpunkt man einen guten Überblick hat. Man muss wissen, woher man kommt und wohin die Reise geht. Alle diese Schlüsselpunkte liefern eine neue Möglichkeit und einen Preis, den man dafür bezahlen muss. Wie man diese Optionen gegeneinander abwägt, entscheidet darüber, wie unser Leben weitergeht und wie wir unsere Straßen langgehen. Jeder Song auf dem Album beschreibt solche Punkte im Leben eines Menschen und jeder bot eine Auswahlmöglichkeit sowie ein Opfer, das man darbringen muss. Der Hauptcharakter jedes Songs steht vor der Entscheidung, ob er das Opfer bringen will. Und hoffentlich macht sich der Hörer ebenfalls Gedanken, was er in dieser Situation tun würde. Als ich mir dieser Dinge bewusst war, konnte ich mit dem Sortieren der Songs beginnen. Ich sah das Gesicht und das Herz des Biestes und wusste, wie ich es bezwingen konnte.


Wie denkst du im Nachhinein über die Teilnahme von PAIN OF SALVATION am „Melodifestivalen“? Findest du, dass dieses Experiment der Band etwas gebracht hat?

Ich liebte jede einzelne Minute! Das Erlebte unterschied sich so enorm von dem, was wir mit der Band tun, und es fühlte sich sehr „open-minded“ an. Da waren Leute [Musiker und Organisatoren] aus den unterschiedlichsten Ecken der Musikszene. Fans von Prog Rock und Prog Metal neigen manchmal dazu, ein wenig elitär zu sein, wenn es um den „Mainstream“ geht. Dabei haben auch diese Leute ihre Standards und ihre „schwarze T-Shirt-Uniform“. Versteh mich nicht falsch, ich liebe es, für ein Meer aus schwarzen T-Shirts zu spielen, der Ausflug in die Welt des Mainstreams war aber sehr erfrischend und ich würde es jeder Zeit wieder tun.


Wie war die Tour mit TRANSATLANTIC? Ich denke, du hattest ziemlich viel harte Arbeit.

Singen und verschiedene Instrumente zu spielen war schon ein bisschen anstrengend. Dazu kommt, dass die Songs zwischen 30 und 80 Minuten lang sind. In meiner eigenen Band zu singen ist aber immer noch anstrengender, das ist die Wahrheit. Ich könnte vier Stunden lang auf der Bühne herumhüpfen und tonnenweise Instrumente spielen, als wäre ich ein Teil des Circe Du Soleil – am Schluss aber hätte ich immer noch genug Energie vorrätig. Das Ganze würde mich nie so auslaugen wie der Job auf der Bühne mit PAIN OF SALVATION, denn da kommen die irren Vocals und eine große Variation an Emotionen dazu, in die ich jede Sekunde investieren muss. Eine PAIN OF SALVATION Show ist auf viele Arten ein Spiel mit dem Feuer, eine Katharsis zwischen uns und dem Publikum. Aus dieser Sicht ist eine TRANSATLANTIC Show viel relaxter.


Wie findest du die neue TRANSATLANTIC Scheibe? Hörst du gerne Progressive Rock?

Ich kann nicht sagen, dass Progressive Rock [vor allem die neuen, zeitgemäßen Sachen] meine Baustelle ist oder ich zu Hause eine CD von TRANSATLANTIC auflege. Ich habe die paranoide Vorstellung, dass jede Songidee in diesem Universum ein finales Ziel hat. Eine Form, die sie zu erlangen versucht. Mein Job als Komponist ist es, mein Bestes zu geben, um dorthin zu gelangen. Wenn ich die Idee nicht behutsam behandle und sie zu sehr dränge, stresse ich die Natur des Songs. Ich persönlich bezweifle, dass die Seele eines Songs 77 Minuten lang sein will. Meiner Meinung nach beginnen genau dort Genres, die mit „Prog“ beginnen zu wanken. Wieder muss ich anmerken, dass dies meine persönliche Meinung ist und meinen eigenen Geschmack widerspiegelt. Ich sehe das Album „Whirlwind“ als zwölf Songs starkes Album, von denen ich einige mehr als andere mag. Auf jedem TRANSATLANTIC Album hat es extrem schöne Passagen. Fast alle Einflüsse auf die Prog-Genres kommen von „Jesus Christ Superstar“, „War Of The Worlds“ und den BEATLES. Mach Dir selber ein Bild.


Ich möchte das Interview mit einigen, allgemeinen Fragen beenden wenn es Dir nichts ausmacht.

Klar! Schieß los!


Letzte gekaufte CD?

Wow, die Frage ist hart. Wahrscheinlich die BEATLES Mono Box.


Letzter Film, den du gesehen hast?

„The Men Who Stares At Goats“, der war genial, bis er in den letzten 15 Minuten abdreht. Der Film ist trotzdem sehr sehenswert!


Letztes Buch, das du gelesen hast?

Meistens lese ich vier oder fünf Bücher gleichzeitig, aber seit ich Vater bin, habe ich mich gebessert. Momentan lese ich erneut „Dirk Gently’s Holistic Detective Agency“ von Douglas Adams.


Was magst du mehr – Touren oder im Studio Songs aufnehmen?

Ich kann mich nicht für eines der beiden entscheiden. Beides ist für den Kreis der Musik sehr wichtig. Der Studio Part ist sehr kreativ, Liveshows hingegen sind kommunikativ und energiegeladen. Ich würde wohl durchdrehen, wenn ich nur eine Hälfte des Kreises zur Verfügung hätte.


Hast du jemals darüber nachgedacht ein Nebenprojekt zu starten?

Jeden Tag und jedes Mal zu Weihnachten setze ich den „36-Stunden-Tag“ auf meine Wunschliste, aber dieser Wunsch ging nie in Erfüllung. So warte ich halt.


Was war dein peinlichster oder lustigster Moment auf der Bühne?

Während der Paris Show sang ich zusammen mit Mike Portnoy den Song „Sodomy“ von HAIR. Dieser Moment steht ganz weit oben auf der Liste.


Hast du jemals darüber nachgedacht, andere Bands zu produzieren?

Wieder kommt der 36-Stunden-Tag zur Sprache. Es wäre witzig, als Produzent ins Studio zu kommen und sicher zu gehen, dass die blassen und sterilen Produktionen, die sich wie Krebs über die letzten 15 Jahre verbreitet haben, zu verhindern. Die Drums werden nicht getriggert und die Gitarren nicht gedubbt.

„Okay, Jungs, ihr fangt an zu spielen und wenn ich etwas spüre, drücke ich den Aufnahmeknopf!“


Beschreibe Dich selber in 15 Jahren.

Ich habe keine Ahnung, wie mein Leben in 15 Jahren aussehen wird. Meine Söhne werden 19 und 16 Jahre alt sein und ich werde mir wohl viele Sorgen machen.


Danke für die Beantwortung meiner Fragen. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute für die Zukunft, hast du noch etwas anzumerken?

Danke für das Interview, es war mir ein Vergnügen. Wir sehen uns im Oktober auf Tour!

PanSe

Autor: Andreas Gaigg [PanSe] | 13.07.2010 | 11:07 Uhr

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