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Reviews von Lay Down Rotten
CD Review: Lay Down Rotten - Gospel Of The Wretched

Lay Down Rotten
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Interviewpartner: Daniel Jakobi

Das vierte Album, eine erneut deutliche Steigerung! LAY DOWN ROTTEN setzen sich durch und behaupten ihre Position als eine der besten deutschen Melodic Death Metal Bands. Klar, dass man beim Mettgott persönlich anfragt, was Sache ist. Ein bisschen wortkarger als sonst, lässt Daniel sich dann auch über meine Fragen aus.




Morgen nach Entenhausen! Wie schauts?

Hattet ihr nach dem letzten Album auch das Gefühl, ausgereizt zu sein? Im Nachhinein fand ich schon, dass ihr musikalisch etwas an eure Grenzen gestoßen seid? Wie betrachtet ihr das letzte Werk vom jetzigen Standpunkt aus?

Bei "Reconquering The Pit" hätte man im Nachhinein noch einiges besser machen können. Aber so ist es ja fast immer, dass man im Nachhinein Sachen findet, die man hätte besser machen können. Vielleicht hast Du Recht und wir sind an unsere musikalischen Grenzen gestoßen. Aber man muss die halt auch mal versuchen neu abzustecken…;-)


"Gospel Of The Wretched" erklimmt die nächste Hürde mit Bravour. Woher kam der neue Wind, das Lebendige, was das Album auszeichnet. Wer war hauptsächlich in den kreativen Prozess involviert? Reift man durch regelmäßigen Konsum von Schweinehälften schneller?

Vom Songwriting her hat sich eigentlich nichts geändert. Die Grundideen sind in erster Linie von mir, und die werden dann zusammen ausgearbeitet. Nils hat dieses Mal auch einige Riffs dazugesteuert. Zum Beispiel einen Teil von "Where Spirits Lie Dead" und von "Beyond Damnation". Reifen tut man nicht durch den Konsum, aber man wird leider stets fetter, aber es schmeckt halt so gut - damn!


Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit den drei knackigen Death Größen [Martin van Drunen, Dan Swanö, Marc Grewe]?

Die Idee hatten wir schon lange und nun war es an der Zeit, diese in die Tat umzusetzen. Wir haben die Jungs angeschrieben und glücklicherweise hatten sie alle drei Bock drauf!


...und was macht Marc eigentlich zur Zeit? Man hat ewig nichts mehr von ihm gehört?

Musikalisch befasst er sich mit diversen kleineren Geschichten, so wie ich es verstanden habe, und er ist beruflich sehr viel unterwegs. Seinen Gastbeitrag hat er wohl in einem Studio in Frankreich eingesungen, wo er sich gerade beruflich aufgehalten hat, und hat uns dies zuschicken lassen.


Was denkt ihr selber über eure Karriere mit LAY DOWN ROTTEN? Was kommt als Nächstes? Wie wäre es mit einem semiakustischen Doppelalbum zum Thema "Blinddarm und die Unterwanderung der europäischen Gesellschaft"?


Ohhh, Thema finde ich schon sehr wichtig, so dass ich ein Fan davon wäre, dies in irgendeiner Form zu vertonen, aber ich denke das ist eher was für andere Bands. Wir bleiben dann eher unserem Stil treu. Mal schauen, was als Nächstes kommt. Vielleicht machen wir irgendwas zu unserem diesjährigen Bandjubiläum. Uns gibt’s jetzt schon zehn Jahre! Mal schauen!


Essen Death Metal Shouter Kreide, bevor sie auf die Bühne gehen?

Natürlich, aber nur wenn essie in Blut getränkt und mit Knochenmehl von Emos versetzt ist.


Hast du schon mal von Chuck Schuldiner geträumt?

Ehrlich gesagt noch nicht, aber ist auch nicht so meine Baustelle. Er ist natürlich ein absoluter Hengst gewesen, aber ich war nie ein riesen DEATH-Fan. Das ist wohl eher eine Frage für unseren Nils.


Zurück zur Ernsthaftigkeit! Was bedeutet der Titel "Gospel Of The Wretched" für euch. Er klingt ja eher wie ein Albumtitel von CROWBAR oder DOWN.

Es war einfach der perfekte Titel für das Album. Davon abgesehen ist Björn dazu auch ein perfektes Cover gelungen. Ich denke, es klingt nach Death Metal. Aber in seiner Schwermütigkeit könnte es auch von CROWBAR sein, da gebe ich Dir Recht…


Wie man weiß, seid ihr große Fans von EDGE OF SANITY. Zwischendurch hört man das euren Platten auch an - positiverweise. Ging euch nicht mächtig die Latte, als ihr die Zusage bekommen habt, dass er euer Album abmischen und ihm dann auch noch seine Stimme leihen würde?

Aber so was von! Ich könnte heulen vor Glück, dass wir ihn dafür gewinnen konnten. Es ist eigentlich das Größte, was wir in unserer bisherigen Karriere erfahren durften.


Euer Sologitarrist, Nils, hat sich diesmal enorm verbessert und sich stark eingebracht. Hat er endlich mal angefangen, regelmäßig zu üben?

Hehe, ja, das hat er! Allerdings haben wir auch diverse Leads von Gastmusikern auf dem Album.


Wie sehen eure Pläne für die kommenden Monate aus? Wird ausgiebig getourt?

Wir haben nach VÖ schon das ein oder andere Open Air hinter uns und sind noch auf einigen zu sehen. Im Herbst stehen dann noch Clubshows an und eine Mini-Tour durch G/A/S.


Glückwunsch nochmal zum neuen Album und viel Erfolg weiterhin.

Danke, Shub. Bis bald!

Cheerz

shub

Autor: Thomas Kleinertz [shub] | 26.06.2009 | 09:43 Uhr

Kommentare
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