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Interviewpartner: Danu, Tilman, Nik

„Erinnert Ihr Euch, wie es war? Es ging ganz schnell, auf einmal war'n wir da...!“ - natürlich geht es hier nicht um die ONKELZ, aber dennoch um den Frankfurter Raum! Die Jungs von NACHTGESCHREI musizieren erst seit guten zwei Jahren zusammen und schon platzen sie nach erfolgreicher Vorgeschichte mit ihrem Debüt „Hoffnungsschimmer“ via Massacre ins Zirkuszelt! Schlagzeuger Danu, Basser Oli und Dudelsackspieler Nik stellen sich dem Metalnews-Fragenkatalog...




Sey gegrüsst, Danu! ;) Zur Zeit läuft ja bei Euch einiges zackig. Anfang 2006 gegründet, massive Live-Präsenz, sogar schon ausverkaufte Headliner-Konzerte zum Jahresende, dann auf einmal ein ordentlicher Labelvertrag und die erste Platte „Hoffnungsschimmer“ ließ auch nicht lange auf sich warten... Hättet Ihr das damals gedacht und wie erlebt Ihr die momentane Situation?

Danu: Wir hatten uns ja bereits von Anfang an recht konkrete Ziele gesteckt und es war auch in unserer Planung so vorgesehen, dass wir 2008 unser Debütalbum veröffentlichen. Allerdings hätte wohl keiner von uns gedacht, dass wir bis dahin so viele Gigs auf großen Festivals mit den bekanntesten Bands des Genres spielen und unsere erste Scheibe direkt auf Massacre erscheinen würde.
Die letzten Wochen waren natürlich für alle von uns recht stressig, da wir in allen Belangen in die Produktion des Albums eingebunden sind. Da kam schon einiges an Arbeit auf uns zu, aber so hatten wir die komplette Kontrolle über alle Dinge, wie zum Beispiel das Coverdesign oder das Booklet. Wir sind jetzt auf jeden Fall froh, den Großteil der Arbeit für das Album hinter uns zu haben und sind gespannt auf die Resonanzen der Fans und der Presse.


Ihr setzt Euch ja Teils aus Überresten der Irish Folk-Band BLACK SHEEP und den seligen PAIMON [Melodic Death Metal] zusammen. Eine recht unübliche Mischung – wie hat man denn da einen gemeinsamen Konsens gefundenen, ohne beides zu wirklich zu verquicken...?

Tilman: Einen Konsens zu finden, war nicht schwer. Jeder von uns hatte Lust auf etwas Neues und dementsprechend war dann auch auf allen Seiten Kompromissbereitschaft vorhanden. Jeder hat einen Schritt auf den anderen zu gemacht. Allerdings unbewusst. Ich glaub, groß drüber geredet haben wir nie und auch nie gesagt „so und so wird’s gemacht“. Es hat sich einfach aus der Instrumentierung und dem Background der einzelnen Personen ergeben. Im Prinzip haben wir einfach losgelegt und es hat funktioniert.


...Eure Teils metallischen Roots hört man „geballt“ eigentlich nur dem Instrumental „Wütis“ an. Ist das als eine Art Statement zu sehen oder durften sich die Metal-stämmigen der Band da mal ein wenig „austoben“? Was steckt generell hinter diesem Gesangslosen Stück?

Tilman: Dadurch, dass ein Teil des Stückes von einem unserer Ex-PAIMONen geschrieben wurde, ist möglicherweise ein gewisser Einfluss heraushörbar. Ich würde das allerdings jetzt nicht als Statement oder so etwas betrachten, zumindest ist es nicht als solches gedacht gewesen. Bei einem Instrumental stehen die Instrumente naturgemäß mehr im Vordergrund und müssen keinen Platz für den Gesang einräumen, von daher war es hier auch möglich unseren Gitarristen mehr Raum als üblich zuzugestehen. Von „geballten metallischen Roots“ würde ich an dieser Stelle trotzdem nicht sprechen, zumal der Grundcharakter des Ganzen schon eher folkig ist.

Nik: Der Name Wuetis entstammt einer kleinen Volksage aus dem Alpenraum, in der es um ein Geistervolk geht, das sich besonders durch sein nächtliches Lärmen und Musikmachen hervortut und daher auch „Nachtgeschrei“ genannt wird [wer’s genauer wissen will, findet im Booklet der CD einen Abdruck dieser Geschichte]. Dieser Bezug zu unserem Name und unserer eigenen Vorliebe für laute nächtliche Umtriebe haben uns da die Namensgebung leicht gemacht… Wuetis ist eine echte Stütze unserer Livesets geworden und eine tolle Gelegenheit mit dem Publikum loszuwüten, aber ein Statement oder irgendwelche Hintergedanken braucht man an dieser Stelle nicht zu suchen. In Zukunft wird es immer wieder und wahrscheinlich auch verstärkt metallische Einflüsse zu hören geben, was aber weniger generalstabsmäßiger Planung als vielmehr der Tatsache, dass insbesondere Oli und Tilman [Ex-PAIMON Gitarre und Bass] sich mittlerweile wesentlich stärker ins Songwriting integrieren, geschuldet ist.


Wie man Euren vergangenen Konzerten ansieht, spielt Ihr vor relativ gemischten Publikum – ob Gothic, Mittelalter, Rock oder auch Metal, anzukommen scheint Ihr überall recht gut. Wie erklärst Du Dir diesen Crossover-Effekt? Gothic und vor allem Metal lassen sich ja eher marginal bei Euch feststellen...

Nik: Interessante Frage; ich vermute mal, dass solche Gruppen einfach aufgeschlossener und interessierter sind, als so manche andere Szene. Immerhin ist eine Vermischung von historisierenden oder folkigen Elementen und Rockmusik der härteren Gangart im Prinzip schon bei LED ZEPPELIN oder RAINBOW [ich sag nur „16th Century Greensleeves“] festzustellen und eine gewisse Beschäftigung mit der Vergangenheit [bishin zur völligen Verklärung] in der Gothic-Kultur sowieso fast schon Pflicht- man braucht sich ja nur mal den Begriff „Gothic“ anschauen, der ja Bezug auf die „gothic novel“ des 19ten Jahrhunderts bzw. auf die mittelalterliche Gothik nimmt.
Andererseits glaube ich, dass solche „einfache“, archaische Musik, die im Prinzip mit Dudelsack und Trommel bzw. Klampfe und Stimme funktioniert durch das Hinzufügen von Rockelementen noch mal einen unheimlichen Drive erhält. Ich denke, wir liegen da einfach gut in der Schnittmenge: für einen Folk- oder Mittelalterfan sind wir noch melodisch genug [und haben eine ganze Reihe akustischer Einsprengsel und Klangfarben], für Metalfans gibt es noch genügend harte Gitarren, um sie nicht zu vergraulen…


Was ebenfalls positiv auffällt, ist der Fakt, dass Ihr es nicht für nötig befindet, Euch krampfhaft ein Mittelalter-Image aufzudrücken. Der Bandname ist noch im „unpeinlichen“ Bereich und auch verzichtet Ihr auf y's und altertümliche Ausdrücksweise oder die Hinzunahme von Hexen, Drachen und wat weiß ich noch alles in Euren Texten... War das eine klare „Ansage“ von Anfang an, oder hat sich das einfach so ergeben – was haltet Ihr generell von derlei Anwandlungen?

Nik: Wir sind in dieser ganzen Mittelalterszene, ehrlich gesagt, selbst nicht unbedingt involviert, von daher war das schon ein Stück weit von Anfang an klar, dass es nicht in diese Richtung gehen würde. Wir wollen und können das auch gar nicht rüberbringen, das ist einfach nicht unsere Welt und würde sicherlich auch aufgesetzt oder unglaubwürdig wirken. Wenn das jemand machen möchte, gut und schön, aber für uns suchen wir schon eher zeitgemäße oder zumindest zeitlose Ausdrucksformen.


Was haltet Ihr, oder im speziellen Hotti [Vocals] von den immer wieder auftauchenden Vergleichen zu HERBERT GRÖNEMEYER in Punkto Gesang? Nachvollziehbar, unhaltbar oder eine Ehre?

Danu: Da Hotti und ich zusammen aufgewachsen sind, kenne ich seinen Gesang ja schon seit Ewigkeiten und mir ist dieser angebliche GRÖNEMEYER-Einschlag nie wirklich aufgefallen. Als die ersten Reviews von NACHTGESCHREI reinflatterten, tauchte aber eben dieser Vergleich immer mal wieder auf, und wir haben angefangen, da mal bewusst drüber nachzudenken. Mittlerweile glaube ich zu wissen, was die Schreiber meinen und kann diesen Vergleich auch ein Stück weit nachvollziehen.
Hotti selbst hat keinerlei Probleme mit diesem Vergleich. Ihm war es zwar, ebenso wie mir, nie direkt aufgefallen, dass er eine Ähnlichkeit mit GRÖNEMEYER hat, allerdings stört es ihn auch nicht, da er GRÖNEMEYER als Sänger sehr schätzt. Er nennt ihn auch hin und wieder liebevoll ironisch „Papa“.
Problematisch wird es nur, wenn wieder mal ein Schreiber HERBERT GRÖNEMEYER nicht von WESTERNHAGEN oder HEINZ-RUDOLF KUNZE unterscheiden kann. Denn mit den Stimmen der letztgenannten hat Hottis Stimme überhaupt gar nichts zu tun.


Wie sehen Eure Pläne für 2008 aus? Momentan stehen „lediglich“ einige Wochenend-/Festival-Shows aus – gibt es bereits Aussichten auf eine Tour?

Danu: Jetzt beginnt für uns erstmal die Festivalsaison, die wir am Tag der Veröffentlichung von „Hoffnungsschimmer“, am zweiten Mai, auf dem Hexentanzfestival am Bostalsee einläuteten.
Eine richtige Tour wird es dieses Jahr wohl eher nicht geben. Um als Headliner auf Tour zu gehen, ist es wohl auch noch etwas früh. Es werden aber neben den Festivalshows noch einige Clubgigs in ganz Deutschland im Herbst und Winter dazu kommen, um die Platte auch noch nach dem Sommer ordentlich Live zu promoten. Zum Jahresende steht dann ja auch noch unser traditionelles Geburtstagskonzert in Frankfurt an, wobei wir dafür noch eine geeignete Location auswählen müssen, da der Laden, in dem wir die letzten beiden Konzerte gemacht haben, mittlerweile zu klein ist und beim letzten Mal bereits aus allen Nähten platzte. Außerdem werden wir ebenfalls Ende des Jahres mit den Aufnahmen für unser zweites Album beginnen. Wir wollen auf jeden Fall in der ersten Jahreshälfte 2009 einen Nachfolger am Start haben.


Mit welcher Band aus „Eurem Genre“ würdet Ihr am liebsten eine Tour machen?

Danu: Einen konkreten Wunschkandidaten gibt es da eigentlich nicht. Optimal wäre es natürlich wenn der Headliner aus netten Menschen besteht und viele Leute zu den Konzerten lockt. Am ehesten kommen dafür natürlich die drei großen Bands des Genres in Frage. Mal sehen, vielleicht ergibt sich da ja mal was.


So – das war's schon! Danke für Deine Zeit und das Interview – weiterhin viel Erfolg!! Was möchtest Du den Metalnews-Lesern noch mit auf den Weg geben?

Danu: Vielen Dank für's Lesen und zieht euch mal „Hoffnungsschimmer“ rein, wenn Ihr auf Rockmusik mit deutschen Texten und harten Gitarren mit Drehleier und Dudelsack steht!

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 15.05.2008 | 00:51 Uhr

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