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Interviewpartner: Dave Padden

Dass Dave Padden schon ganze sieben Jahre bei ANNIHILATOR hinterm Mikro steht, mag vielleicht so manchen Fan überraschen. Zum einen wird die Band in der Regel nämlich ausschließlich auf Mastermind und Gitarren-Legende Jeff Waters reduziert, zum anderen musste man sich als Anhänger der Band über die Jahre so einige Male an einen neuen Sänger gewöhnen. Wie auch immer, dass nach 21 Jahren das erste selbst betitelte Album erscheint, würde zwar schon allein genug Gesprächsstoff liefern, die ein oder andere Frage über den Herrn Waters sollte aber trotzdem erlaubt sein...




Hallo Dave, dass ANNIHILATOR ganze drei Jahre für ein Album gebraucht haben kam erst einmal in der Geschichte der Band [zwischen „Never, Neverland“ und „Set The World On Fire“] vor. Was hat diesmal so lange gedauert?


Nun, in den letzten drei Jahren ist einiges passiert. Erstmals hat es ein ganzes Weilchen gedauert, das Album aufzunehmen, genauer gesagt zwei Jahre, denn wir haben uns diesmal große Mühe auch bezüglich der Produktion gegeben, um etwas wirklich besonderes zu schaffen. Jeff hatte früher die Einstellung, dass es jedes Jahr, oder alle eineinhalb Jahre ein neues Album geben müsste, aber diesmal wollte er sich wirklich Zeit lassen. Zusätzlich kam das Problem mit SPV [ehemaliges Label der Band]. Mit dem „Metal“-Album funktionierte die Zusammenarbeit eigentlich sehr gut, aber plötzlich hatte wir da so ein ungutes Gefühl aufgrund gewisser Vorkommnisse, weswegen wir unseren Vertrag mit ihnen gekündigt haben. Kurz danach wurde ein Insolvenzverfahren über sie eröffnet, also hatten wir ein ziemliches Glück da rechtzeitig ausgestiegen zu sein. Ein neues Label zu suchen hat dann natürlich wieder viel Zeit verschlungen... das wären eigentlich die zwei Hauptgründe, warum es diesmal so lange gedauert hat.


Warst du auch beim Songwriting beteiligt?

Ja, einige Lieder auf der CD sind von mir und ich habe auch einige Gesangsmelodien umgeschrieben.


Der Infozettel von eurem Label protzt mit Phrasen wie etwa “ANNIHILATOR entfesseln die härtesten Lieder seit vielen Jahren...“ oder “es könnte das wütendste, kraftvollste und metallischste Album sein, das die Band seit vielen Jahren gemacht hat“. Jetzt rein von diesen Aussagen ausgehend, warum sollte ein Fan das glauben? Besonders wenn man bedenkt, dass der Vorgänger „Metal“ hieß...

Hm... weil es wahr ist! Ich persönlich denke, dass es das aggressivste Album ist, das ANNIHILATOR seit langem gemacht haben. Es gibt zum Beispiel keine Ballade! Melodische Teile sind zwar vorhanden, aber trotzdem ist jedes Lied durch und durch heavy. Sehr schnell, sehr thrashig und auch die Vocals sind diesmal brutaler ausgefallen. Er [Jeff] lies mich viel mehr schreien, was auch hervorragend zu den Songs passt. Auch die Produktion ist sehr aggressiv, mit brutalem Schlagzeug... ich glaube, dass es ein sehr, sehr gutes Album geworden ist.


Warum hat das neue Album eigentlich keinen Namen bekommen?

Da gibt es einige Gründe. Für Jeff war es diesmal ziemlich schwer... naja, für uns war es ziemlich schwer einen geeigneten Titel zu finden und für gewöhnlich nimmt man einfach einen Songtitel und benennt das Album danach, aber dieses Mal bot sich dafür einfach keines der Lied an. Jeder, der die Songs bereits gehört hatte, meinte zu uns, dass das diesmal wirklich etwas besonderes geworden ist, und es quasi ANNIHILATOR in seiner reinsten Form zeigt, also beschlossen wir, das Album nach uns zu benennen. Dazu kommt auch noch, dass ich mittlerweile sieben Jahre in dieser Band spiele. Es war bis dato immer Jeffs ANNIHILATOR und jetzt ist es langsam Jeffs und Daves ANNIHILATOR, immerhin bin ich der erste Sänger, der vier Alben in Folge eingesungen hat.


Wie hat sich dein Leben verändert, seit du bei ANNIHILATOR eingestiegen bist?

Persönlich habe ich mich sicher sehr in den letzten sieben Jahren verändert. Ich wüsste nicht, wo ich ohne die Band wäre. Wahrscheinlich würde ich auch mein Ding durchziehen, aber sicher nicht auf diesem Level. Ich habe zum Beispiel jetzt mein eigenes Gitarren-Endorsement mit Dean, habe schon mehrmals die Welt mit ANNIHILATOR bereist, konnte mit vielen meiner Lieblingsbands die Bühne teilen... all das tun zu können, hat meine Weltanschauung ziemlich verändert. Ich bin viel verantwortungsbewusster geworden.


Wie kam es dazu, dass 66 Soli auf dem Album gelandet sind? War das etwa geplant?

Das ist einfach passiert. Jeff wollte ein wirklich heftiges Gitarren-Album machen! Auf „Metal“ waren ja viele Gast-Gitarristen vertreten, doch diesmal wollte er seinen eigenen Arsch hochbekommen und jede Menge Soli zum besten geben. Er hatte nachher absolut keine Ahnung wie viele es letztendlich geworden waren, als einer von der Plattenfirma meinte, dass es genau 66 sind! Das ist irgendwie witzig, denn er ist 1966 geboren, es ist das dreizehnte Album und sein Geburtstag ist der 13. Februar, genau wie meiner. Ich bin nämlich exakt zehn Jahre jünger als er.


Das Mädchen auf dem Cover scheint Alice zu sein. Was ist denn mit dem armen Mädel passiert, dass es so fertig aussieht?

Jeff hatte da einen Traum, in dem ein Mädchen vor seinem Bett schwebte, das diese unheimlichen Augen hatte, irgendwie wie ein Geist. Nach dem er aufgewacht war, wollte er das ungebdingt als Motiv für das nächste Cover. Als wir dann von der Agentur den ersten Entwurf bekamen, war er schon so perfekt, dass wir genau dieses Bild letztendlich verwendet haben.


Hat sich Jeff diesmal eigentlich wieder um die Produktion gekümmert?

Ja, das macht er immer. Er spielt alle Gitarren ein, auch den Bass, schreibt die Parts für das Schlagzeug, schreibt alle Texte, macht den Mix, das Mastering...


Musiziert Jeff eigentlich auch manchmal mit anderen Musikern, oder schreibt er die Lieder wirklich immer nur ganz alleine zuhause?

Nein, zweiteres funktioniert nicht wirklich. Hängt natürlich davon ab, wer gerade bei ANNIHILATOR dabei ist, aber derzeit lebt niemand von uns in der selben Stadt. Jeder ist weit weg vom anderen, deswegen geht das nicht wirklich... man kann schließlich nicht jedes mal ein paar Flugtickets kaufen! Er hat das einfach schon immer alles alleine gemacht...


Denkst du, dass es ihn manchmal nervt, ständig über Gitarren sprechen zu müssen?

Das bezweifle ich! [lacht] Das bezweifle ich wirklich, denn das ist das, was er lebt und atmet. Er hat obendrein gerade seine eigene Gitarren-Serie an den Start gebracht, derzeit redet er also besonders gerne über Gitarren.


Jeff meinte einmal, dass man für den eigenen Gitarrenstil am besten viele verschiedene Stile beherrschen sollte. Weißt du, ob er jemals irgendwelche Nebenprojekte hatte? Wie steht es da mit dir?

Jeff und ich haben da einmal etwas in Erwägung gezogen, aber es dann nie gemacht... ansonsten hatte er halt diverse Gastauftritte bei verschiedenen anderen Musikern, und ich bin mehreren anderen Bands involviert. Es macht schon Spaß einmal etwas anderes zu machen, aber weißt du, Metal wird immer die Nummer Eins bleiben.


Was sind denn das bei dir für andere Bands?

Ich spiele bei einer Band namens TERROR SYNDROM, da sind auch die Young-Brüder und Ryan von der DEVIN TOWNSEND BAND dabei. Es gibt uns zwar noch, aber in letzter Zeit war ich sehr beschäftigt und die drei anderen Jungs sind gerade auf mit Devin [Townsend]. Ich bin bei TERROR SYNDROM der Ersatz für den ehemaligen Sänger Denton Bramley mit dem sie auch das Album aufgenommen haben. Wir planen aber bereits ein zweites Album mit mir am Mikro...


Wo wir schon bei anderen Bands sind: Was dreht sich denn bei dir derzeit am Plattenteller?

Alles mögliche, hm...


Ok, kannst du denn etwas empfehlen?

Für Metal? Kein Problem, empfehlen kann ich AFTER THE BURIAL, BETWEEN THE BURIED AND ME, TEXTURES, was auch immer höre sind THE HAUNTED... die neue DEVIN TOWNSEND, die ist einfach großartig, auch PORCUPINE TREE, MUSE, QUEENS OF THE STONEAGE, CROOKED VULTURES...


Du hast jetzt überwiegend eher aktuelle Bands erwähnt. Hat Jeff da auch so einen modernen Musikgeschmack?

Er hört sich schon ein bisschen von dem Zeug an, aber eigentlich steht eher auf den älteren Kram. Ich versuche immer ihm ein paar neuere Bands näher zu bringen. So war ich schon immer, stets auf der Suche nach neuer Musik. Er bekommt also das meiste neue Zeug von mir, aber letztendlich bleibt er bei seiner Musik wie etwa VAN HALEN, JUDAS PRIEST und dergleichen.


Weißt du wann man euch wieder in Europa sehen werden kann?

Bis jetzt wurden wir erst für vier Festivals diesen Sommer bestätigt. Da wird aber sicher noch einiges dazu kommen, schaut am besten auf unsere Homepage oder MySpace-Seite. Da wir jetzt aber eine neue Booking-Agentur haben, hoffen wir, dass sich da bald was tun wird! Wir werden also sicherlich viel in Europa unterwegs sein.


Ok, letzte Frage, ein Klassiker bei uns: Was war das seltsamste Erlebnis, das du jemals mit einem Fan hattest?

Das seltsamste Erlebnis, das ich jemals mit einem Fan hatte? Hm... da gibt es ein paar Leute, die bei jeder einzelnen Show sind und dir immer folgen, was ganz cool ist, aber ein paar von ihnen sind schon sehr seltsam. Aber naja, so richtig schlimm war da noch nie was...


Also sind eure Fans alle recht gut erzogen?

Ja, zum überwiegenden Teil schon. Manche von ihnen sind etwas enthusiastisch und auch ein bisschen verrückt, aber das ist schon ok. [lacht]

Ammosarier

Autor: Amadeus Mader [Ammosarier] | 17.05.2010 | 22:22 Uhr

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