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Interviewpartner: David Jordan

Auf ihrem selbstbetitelten dritten Album gehen die deutschen Instrumental-Rocker LONG DISTANCE CALLING zwar keine radikal neuen Wege, aber Wiederholung bleibt dem Quintett ein Fremdwort. Das Album ist erdiger und kompakter, bietet aber immer noch wunderbare Soundlandschaften, die man einfach bereisen muss. Für den obligatorischen Gesangstrack konnte man dieses Mal John Bush [ARMORED SAINT, ex-ANTHRAX] gewinnen, der erwartungsgemäß einen wunderbaren Job abgeliefert hat. Zum Gespräch stand Gitarrist David „Dave” Jordan bereit.




Erstmal zur Differenzierung: Trägt das Album schlicht keinen Namen oder trägt es den Namen der Band? Was waren die Beweggründe für diesen Schritt?

Es heißt in der Tat so, wie wir und es heißt so, weil wir diesmal das Gefühl haben, uns selbst musikalisch und soundmäßig gefunden zu haben.


Auf mich wirkt das Album wärmer, organischer und erdiger – trotz der spacigeren Aura, die sich ja auch in den neuen Bandfotos niederschlägt. Natürlich hab ihr niemals anorganisch oder gar mechanisch geklungen, aber würdest du diese Einschätzung teilen? Und was kannst du mir generell aus deiner Sicht zu diesem Album, auch in Relation zu den beiden Vorgängern, sagen?

Cool, dass du das so siehst! Genau das war nämlich der Plan. Wir wollten eine natürliche, ehrliche und authentische Aufnahme haben. Uns war wichtig, dass Songs, Stimmungen und Sounds absolut ineinander greifen und harmonieren. Um sicherzugehen, dass das auch klappt, haben wir diesmal den größten Teil der Zeit dafür verwendet den optimalen Sound zu finden. „Das machen später im Mix...“ kam für uns nicht in Frage. Es musste sich von vornherein gut anfühlen. Dafür war bei den vergangenen Alben leider keine Zeit.


Eure Songs entstehen so weit ich weiß hauptsächlich bei Jamsessions. Welche Phasen und Schritte durchlebt ein Song normalerweise von der ersten Idee bei einem Jam bis hin zum fertigen Stück?

Viele! Bis ein Grundgerüst steht, dauert es meist nicht wirklich lange. Das kann durchaus während einer Probe passieren. Das wird direkt im Proberaum aufgenommen und an Reimut [van Bonn, Electronics – d. Verf.] geschickt, damit er seine Ideen einbringen kann. Was dann passiert, geschieht oft mit kleinen Schritten. Es werden Parts ergänzt, jeder für sich baut Variationen ein, um es abwechslungsreich und dynamisch zu halten. Und dies passiert im Prinzip so lange, bis alles auf Band ist. Wie so oft, kommen einem die besten Ideen kurz vor Schluss...


Hattet ihr Angst, eher Respekt oder nichts dergleichen vor der Nummer drei oder ist dieses Album für euch einfach „nur” das nächste LONG DISTANCE CALLING-Album?

Oh ja! Definitiv Respekt und auch ein wenig Angst. Das verflixte dritte Album... Wir waren uns diesen Umstands sehr bewusst, haben es aber eher als Ansporn gesehen, um uns nicht davon bremsen zu lassen.


Ihr mit Benjamin Schäfer produziert. Stand Kurt Ebelhäuser [BLACKMAIL, SCUMBUCKET], der „Avoid The Light” produziert hat, ebenfalls wieder zur Debatte oder war euch sofort klar, dass ihr jemanden anderen produzieren lassen wollt? Welche Eindrücke von der Studiozeit sind zurückgeblieben?

Produziert haben wir uns diesmal im Prinzip selbst. Uns war es diesmal wichtiger, jemanden zu haben, der unsere Soundvorstellungen umsetzen kann und uns so aufnimmt, wie wir klingen und uns nicht verbiegt. Das hat uns bei Kurt gut getan, weil wir da noch nicht so die Orientierung hatten und er uns dabei sehr geholfen hat. Das wäre diesmal aber nicht das Richtige gewesen.


Trefft ihr eure Entscheidungen bei LONG DISTANCE CALLING viel mit dem Kopf oder geschieht mehr aus dem Bauch heraus? Manche Details scheinen doch sehr durchdacht zu sein, wie z.b. die Tatsache, dass immer der vorletzte Track des jeweiligen Albums der Gesangstrack ist, etc. - obwohl ihr sonst einen recht spontanen Eindruck macht.

Wir diskutieren sehr [und manchmal zu] viel darüber, wie bestimmte Dinge gemacht werden sollen, was auch manchmal sehr anstrengend ist. Aber das Gute daran ist, das wir etwas erst dann machen, wenn es sich für alle gut anfühlt und das ist dann auch das, was zählt. Daher fahren wir dahingehend im Prinzip zweigleisig.


Wenn LONG DISTANCE CALLING zu jedem Song Lyrics hätten, wovon würden sie handeln? Songs wie „The Very Last Day” gehen ja dank Sprachsamples in eine bestimmte Richtung.

Das ist manchmal echt interessant, wenn wir darüber quatschen, woran uns manche Songs oder Parts denken lassen. Dabei kommen bei jedem von uns manchmal sehr unterschiedliche Themen zum Vorschein und genau das ist das Schöne daran: Jeder hat seinen eigenen Soundtrack zu dem, was einen Momentan bewegt oder berührt.


Laut Presseinfo stand Gastsänger John Bush auf einer Liste mit möglichen Sängern. Kannst/Willst du andere Namen dieser Liste preisgeben? Hattet ihr jemals im Vorfeld Angst, dass es mit John Bush, da er ja aus einem völlig anderen stilistischen Lager stammt, nicht funktionieren könnte?

Wunschkandidaten hatten/haben wir natürlich viele und darunter natürlich auch Utopische [man wird ja wohl auch träumen und spinnen dürfen...]. Bei John hatten wir absolut keine Angst, dass das schief geht, da er sehr variabel ist, ein unglaubliches musikalisches Gespür hat und mit seiner Stimme sehr gut umgehen kann. Und wenn das zusammenkommt, kann eigentlich nichts schief gehen. Mal abgesehen davon, dass wir eine schlechte Vorlage abliefern...


Schreiben eure Gastsänger ihre Texte selbst? Lasst ihr ihnen dabei völlig freie Hand oder gibt es Absprachen?

Jup! Die machen alles selbst. Und das ist auch Sinn der Sache. Es ist wesentlich interessanter für uns als Musiker, wenn man nicht weiß, was passiert und mal zu sehen, wie jemand Externes einen Song interpretiert. Absprachen würden die Kreativität begrenzen und das wollen wir nicht.


Das Cover wirkt ebenfalls sehr organisch. Welche Absicht steckt hinter diesem Motiv?

Das Organische daran war uns sehr wichtig. Es sollte mit der Produktion eine Einheit bilden.




Spielen Drogen [ich weiß, die kommen euch eigentlich nicht in die Tüte!] inzwischen eine größere Rolle bei LONG DISTANCE CALLING? Das Cover wirkt auf mich irgendwie „pilzig” und gerade „The Figrin D'an Boogie” und „Arecibo (Long Distance Calling)” können leicht psychedelische Rau(s)chschwaden nicht verleugnen. Oder ist das nur Einbildung?

Absolute Einbildung! ;)


Die Limited Editon wird eine Live-CD mit dem letztjährigem Gig auf dem Roadburn beinhalten. Was man darüber wissen und welche Erinnerungen verbindet ihr mit dem Gig/Festival?

Das ist ein Festival zu dem wir schon länger eine Bindung haben und auf dem wir uns sehr wohl fühlen. Das Besondere an diesem Abend war, dass uns Tom Gabriel Fischer [TRIPTYKON, ex-CELTIC FROST] an seinem Tag eingeladen hat und das hat uns allen echt die Schuhe ausgezogen!


Generell: Wie werden die neue Liveshows aussehen? Was sind Auftritte für euch? Spaßmomente, spirituelle Erfahrungen oder nur ein notwendiges Übel?

Uns geht’s beim Musikmachen in erster Linie ums Musik machen, d.h. um die Freude daran, ein Instrument zu spielen, es mit Freunden gemeinsam in einer Band zu tun, dabei Spaß zu haben und beim Zuhörer auch noch etwas auszulösen. Wir lieben es daher, live zu spielen! Und ich denke, das merken die Leute vor der Bühne auch.


Den Begriff Kopfkino liest man recht oft im Zusammenhang mit euer Musik. Das Reizvolle daran ist, dass jeder seinen eigenen Film zur Musik drehen kann. Aber welche bereits existenten Werke würden denn deiner Meinung nach gut zu LONG DISTANCE CALLING passen?

Hm... Gute Frage! Ich als alter „Star Trek”-Fan könnte mir das natürlich sehr gut vorstellen, aber sobald das hier einer von den anderen Jungs liest, wird der Nerd-Alarm aktiviert... Prinzipiell denke ich aber, das, wenn es um Konkrete Filme geht, der Soundtrack nach dem Film kommt, damit es richtig ineinandergreift. Und genau dazu hätten wir definitiv mal Lust!


Ihr scheint mit der Umschreibung „Post Rock” für eure Musik nicht glücklich zu sein. Wie definierst du persönlich „Post Rock” und wieso passt ihr nicht in diese Schublade?

Das stimmt. Mit Post Rock verbinden wir Musik, die zwar Spannungsbögen, aber nicht viel Dynamik hat. Lange Parts, die sich mit der Zeit aufschaukeln und irgendwann ausbrechen. Das ist jetzt eine sehr runtergebrochene Erklärung. Die „Satellite Bay” ist sehr postrockig. Das war uns, als wir die „Avoid the Light” geschrieben haben, nicht mehr genug. Wir wollten, das mehr passiert außer des genannten abwandern des Spannungsbogens. Daher sind wir mit dem Begriff Post Rock nicht sehr zufrieden.


Nehmen wir einmal an, euch läuft morgen der/die für euch perfekte Sänger/in über den Weg und möchte bei euch fest einsteigen. Würdet ihr euch möglicherweise darauf einlassen oder weiter die Gastsänger-Lösung bevorzugen? Würde prinzipiell auch eine Dame für die Gastsänger-Rolle in Frage kommen?

Alles kann, nichts muss! Uns geht es um die Musik und die Songs und wenn man die mit einem guten Sänger, einer guten Sängerin oder von mir aus auch einem Papageien-Trio auf eine höheres Level heben kann, dann machen wir das.


Auf welchem Planeten würdet ihr am liebsten mal live auftreten?

Eine Tour durch das Sonnensystem wäre sicherlich interessant ;)


Ein Blick zurück in 2010: Welche Alben, Filme, Bücher haben dich nachhaltig beeindruckt?

Die letzte ANATHEMA fand und find ich echt geil! Gerade weil ich die Band, bedingt durch die gemeinsame Tour, auch einige Abende live sehen konnte. Das war jedes Mal echt beeindruckend. Filmtechnisch hat mir die ANVIL-Doku sehr gefallen. Unglaublich, mit wie viel Motivation, Elan und Idealismus die Jungs nach der langen Zeit noch unterwegs sind.

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 25.02.2011 | 10:14 Uhr

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