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Interviewpartner: Dorian Sorriaux

Die BLUES PILLS gehören zu den spannendsten Newcomern des Jahres 2014. Solche Erfolgsgeschichten setzen sich bekanntermaßen aus vielen Bausteinen zusammen. Einer der wichtigsten Bestandteile der BLUES PILLS-Historie dürfte das Freak Valley Festival sein, war Organisator Jens Heide doch sogar an der Namensgebung des Quartetts beteiligt. Zum Dank veröffentlichen die BLUES PILLS nun eine Live-Aufnahme ihres letztjährigen Auftritts auf dem Festival. Wir sprachen exklusiv mit Gitarrist Dorian Sorriaux und erfuhren, warum das Freak Valley Festival etwas ganz besonderes ist, welche besonderen Begegnungen es dort bereits gegeben hat und inwiefern das Rockstar-Dasein das Leben der jungen Band verändert.




Hi Dorian! Wie geht's dir und was gibt's neues?

Hi! Mir geht es wunderbar. Ich habe ein paar ruhige Wochen in Frankreich verbracht, mache mich aber bald wieder auf den Weg nach Schweden, damit wir an unserem zweiten Album arbeiten können.


"Blues Pills Live" wurde auf dem Freak Valley Festival aufgezeichnet. Kannst du uns erzählen, was an diesem Festival so besonders ist?

Jens Heide, der das Festival veranstaltet, ist für unseren Bandnamen verantwortlich, weshalb wir ziemlich froh darüber waren, dass er uns eingeladen hat. Außerdem ist das Festival im Psychedelic- und Rock-Underground sehr bekannt und dort spielen eine Menge guter Bands. Wir sind über das Festivalgelände gelaufen und der Vibe dort ist toll. Darüber hinaus war es super, einige Freunde aus anderen Bands und der Zuschauermenge zu treffen.


Wir habt ihr den Tag der Show empfunden? War irgendetwas anders als sonst?

Das Freak Valley Festival war eins der ersten der Saison und wir haben vorher nur beim Out & Loud-Festival gespielt. Die Leute waren sehr nett und haben uns gut aufgenommen. Ich steckte zu dieser Zeit mitten in meinen Abschlussprüfungen und habe deshalb sehr viel gelernt. Die Festivals waren da so eine Art Entspannungspause und haben sehr gut getan.




Kannst du dich an eine bizarre Festivalstory erinnern?

Wir hatten eigentlich geplant, einen KADAVAR-Song zu covern, um dem Auftritt etwas Besonderes zu verleihen, aber wir hatten das Zeitlimit zum Schluss leider schon überschritten, weil sich alles ein bisschen nach hinten verschoben hatte. Die Menge hörte aber nicht auf nach uns zu rufen und wollte mehr hören. Deshalb haben Elin und ich uns noch einmal auf den Bühnenrand gesetzt und einen Akustiksong gespielt. Das war sehr cool.


Kannst du uns von der bisher seltsamsten Begegnung mit einem Fan erzählen?

Das ist schwierig zu sagen. Beim Freak Valley Festival ist ein älterer Herr vor Elin auf die Knie gegangen, weil er so beeindruckt davon war, uns im echten Leben zu treffen. Das war ein bisschen seltsam, weil wir überhaupt nicht an so etwas gewöhnt sind.


2014 ward ihr sehr beschäftigt. Mit welchen Gefühlen blickt ihr auf das Jahr zurück?

Es ist eine ganze Menge passiert und wir hätten uns für die Band kein schöneres Jahr erträumen können. Es hat riesigen Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung. Es ist sehr schwer, das in Worten auszudrücken und vieles fühlt sich noch sehr neu an, aber ich glaube, dass ich persönlich sehr viel gelernt habe - nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch auf persönlicher.




Für euch hat sich eine Menge geändert und ihr seid während der letzten 12 Monate wahnsinnig schnell gewachsen. Inwiefern beeinflusst das die Band, euch als Individuen und euren Alltag?

Ich glaube, dass wir alle daran wachsen. Wir bleiben in Bewegung und haben uns als Band sehr stark weiterentwickelt, nicht zuletzt durch die zahlreichen Shows. Ich glaube die größte Veränderung ist, dass wir jeden Tag Musik machen und so viel reisen. Andernfalls säße ich vielleicht in der Schule und führte nun ein ganz anderes Leben.


Ihr werdet auch dieses Jahr viel touren. Wohin geht's?

In viele europäische Länder, aber auch in die USA. Wir sind mit dem Booking noch nicht fertig. Hoffentlich reisen wir in viele Länder, in denen wir noch nicht waren.


Ihr habt außerdem damit begonnen, neue Musik zu schreiben. Was dürfen eure Fans erwarten? Wird es sich von eurem bisherigen Material unterscheiden und falls ja: Inwiefern?

Es ist zu diesem Zeitpunkt sehr schwer, Aussagen über das zweite Album zu treffen. Wir arbeiten mit dem Selben Produzenten, also dürfte der Unterschied zu unserem ersten Album nicht allzu groß werden. Wir lassen uns ständig neu inspirieren und versuchen, uns zu verbessern. Wir werden sehen, wo das hinführt.




Plant ihr eine weitere Coverversion?

Wir haben noch nichts dergleichen festgelegt, spielen live aber immer mal einen bestimmten TONY JOE WHITE-Song. Vielleicht werden wir ihn eines Tages aufnehmen.


Ihr werdet im April auf Kirk Hammett's Fear Festival spielen - ihr müsst wahnsinnig begeistert sein! Was erwartet ihr von dem Auftritt?

Ja, das ist super! Ich erwarte eigentlich nicht viel von solchen Veranstaltungen. Man weiß ohnehin nicht, wie es letztendlich sein wird, also warte ich lieber ab und genieße dann den Moment. Hoffentlich treffen wir Kirk und können kurz mit ihm quatschen. Unsere Freunde ORCHID werden auch dort sein. Es ist immer schön zu wissen, dass man auf dem Festival ein paar Freunde treffen wird.

Timon Menge [Timon]

Autor: Timon Menge [Timon] | 28.03.2015 | 14:16 Uhr

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