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“Mirror Of Retribution“ – so lautet der neue Streich der Band CHTHONIC. Die Symphonic-Black-Metaller aus Taiwan liefern am Stück Alben ab, die dem europäischen Melo-Black in nichts nachstehen. Trotzdem ist die Band in weiten Teilen Europas ein fast unbeschriebenes Blatt. Bassistin Doris hat sich einigen Fragen angenommen, um den Lesern einen tieferen Einblick in das Dasein der Band zu ermöglichen.




Hallo, zuerst einmal Gratulation zur Fertigstellung des neuen Albums. Wie fühlt man sich, jetzt da das Album veröffentlicht wurde?


Wir denken, dass es nur ein Anfang ist. Wir sind glücklich über die Plattenveröffentlichung via Spinefarm Records. Bis jetzt haben wir viele gute Reaktionen von den Fans und den Medien erhalten. Ich denke, CHTHONIC wächst und bewegt sich weiter, also gibt es da noch eine Menge Arbeit, die darauf wartet, von uns erledigt zu werden.


Viele Leute in Europa kennen euch und eure Musik noch nicht so gut; könnt ihr daher die Band beschreiben und uns einige Informationen über eure Musik geben?

CHTHONIC wurde 1996 in Taiwan gegründet; einem Land, das die meisten Menschen wohl nicht mit Metal-Musik assoziieren würden.

All unsere Musik bezieht sich auf die Geschichte, Mythologie und Folklore Ostasiens, die meisten dieser Geschichten sind Tragödien oder zornerfüllt, aber voll von Entschlossenheit, da unsere Länder zuvor von Spanien, Japan und China eingenommen wurden, daher verbinden wir Geschichte mit traditionellen taiwanesischen Legenden von Geistern und der Hölle, und kreieren so eine ganz neue Geschichte für unsere Musik.

Wir wählten den Musikstil des extremen Metal, weil dieser für uns reichlich Platz bietet, um unsere Konzepte und Emotionen hinter den Geschichten auszuführen. Übrigens benutzen wir das traditionelle Instrument Hena [eine zweisaitige Violine], um die Trauer in unseren Liedern auszudrücken.

Wir haben kürzlich unser fünftes Studioalbum “Mirror Of Retribution” veröffentlicht. Wir haben 2007 auf dem Fuji Rock Festival in Japan, dem Ozzfest in den Vereinigten Staaten und dem Wacken Open Air in Deutschland gespielt, und wir beginnen, in der nahen Zukunft in mehr Städten und Ländern zu spielen.


Wie war der Aufnahmeprozess für “Mirror Of Retribution”? War es einfach für euch?

Zuvor hatten wir unser drittes und viertes Album in Dänemark produziert, aber verschiedene Studios und Produzenten bedingen verschiedene Arbeitsstile. Dieses Mal nahmen wir in den USA auf; das Album wurde von Rob Caggiano, dem ANTHRAX-Gitarristen, produziert. Er ist ein sehr netter und lustiger Kerl, und es war eine schöne Zeit, mit ihm zu arbeiten. Tatsächlich haben wir herausgefunden, dass die Arbeiten in LA zwar nicht einfacher, aber entspannter sind, da wir zu Beginn der Sommerzeit da waren, so dass alle Tage sonnig waren, was sich großartig anfühlt und Vitalität verleiht.


Wie fallen die ersten Pressereaktionen zu “Mirror Of Retribution” aus?

Die erste Review ist vom Kerrang!-Magazin, und wir erhielten 4 von 5 Punkten. Dann haben wir noch weitere gute Reviews vom Revolver, Terrorizer, Metal Hammer und einigen finnischen Rockmagazinen bekommen, so um die 4/5 oder 8/10... Sie sind überrascht wegen der verschiedenen Elemente, die wir verbanden und den verschiedenen Klangstilen, die wir schufen. Und trotz der ersten Blicke auf den Musikstil interessieren sie sich auch für die Geschichten dahinter und was wir neben der Musik machen.


Euer neues Album klingt eine ganze Ecke härter als die letzten. Würdet ihr da zustimmen? Wenn ja, könnt ihr erklären, warum das so ist?

Ja, es klingt in der Tat härter, da die Geschichte auf diesem Album von der Philosophie der orientalischen Hölle handelt, verbunden mit dem 228-Massaker als Hintergrund. Das Gewicht unserer Musik basiert immer auf den Geschichten, die wir machen.

Auf diesem Album geht es um einen jungen Mann namens Tsing-guan, der ein psychisches Medium ist und durch den Schleier zwischen den Welten von Himmel und Hölle treten kann. Er wurde dazu gezwungen, in die Hölle einzudringen, um das Buch des Lebens und des Todes vom Geisterkönig zu stehlen. Die legendäre orientalische Hölle besteht aus 18 Hauptschnitten und über 100 Unterabschnitten, gefüllt mit verschiedenen Brutalitäten und Qualen für die Seelen. Seine Absicht ist es, das Buch zu kontrollieren und den Tyrann der chinesischen Armee, der KMT, zu töten, die Taiwan 1947 besetzten. Die KMT tötete über 100.000 Taiwanesen bei diesem Akt, der in der taiwanesischen Geschichte das 28-Massaker genannt wird.

Die Freunde des jungen Mannes sind alle Rebellen der 27. Brigade, die die chinesische Armee bekämpft. Tsing-guan schließt einen Pakt mit ihnen, dass er seinen irdischen Körper in den Kellergewölben des Sing-Ling-Tempels verlassen würde, um die Geisterwelt zu betreten und das Buch des Lebens und des Todes aus den tiefsten und blutbeflecktesten Gruben der Hölle zu stehlen. Letztendlich versagt er jedoch. So wird er vom Geisterkönig bestraft, vor dem Spiegel der Strafe/Vergeltung [„Mirror Of Retribution“] zu stehen und alles Leben kommen und vergehen zu sehen. Er soll diesen Schmerz erleiden, bis die Erde und alle Kreaturen verschwinden.


Wenn ihr dem Hörer gewisse Lieder empfehlen müsstet, um euch besser kennen zu lernen, welche wären das?

Eigentlich möchte ich alle Lieder auf unserem neuen Album empfehlen! Da es eine Serie von Geschichten ist, beinhaltet jedes Lied eine andere Episode und andere Emotionen. Aber was das Image der Band und des Albums betrifft, da denke ich, dass die Hörer das in unserem neuen offiziellen Video sehen können.


Was ist euch am Wichtigsten, wenn ihr ein Lied schreibt?

Das Konzept und der “Spirit” hinter der Geschichte sind von höchster Wichtigkeit. Ohne eine gute Geschichte oder Konzept gibt es keine Seele im Lied.


Würdet ihr rückblickend etwas an der Platte ändern? Wenn ja, was wäre das?

Ja, was die Aufnahmen betrifft, wir würden zunächst mehr zu Hause üben!!! Und bezüglich der Musik denke ich, dass unsere Sicht und Gedanken auf dem Album immer höher streben und dass unsere Fähigkeit zu komponieren immer reifer wird.




Als ihr die Band gegründet habt, hattet ihr da schon eine fertige Idee von eurer aktuellen Musik oder war das eine lange Entwicklung?

Auf unserem ersten Album gibt es noch verschiedene Stile innerhalb der Lieder, da die Mitglieder sich bezüglich der Richtung nicht eins waren. Nach einigen Bandwechseln wurde dann ein fester Stil etabliert.


Viele Leute vergleichen euch mit europäischen Bands wie CRADLE OF FILTH oder DIMMU BORGIR. Wie geht ihr mit diesen Vergleichen um, und was glaubt ihr ist der Unterschied zwischen euch und denen?

Diese zwei Namen fühlen sich an wie ein Ex-Freund oder eine Ex-Freundin, man wird sie im Leben nicht los... Ich denke, das sind alles sehr gute Bands, aber wir haben definitiv unsere einzigartigen Elemente und Konzepte, die uns von ihnen abheben. Manche Leute beurteilen uns nach dem ersten Blick auf unseren Musikstil, aber sie verwenden keine Zeit darauf, die Verbindung zwischen den Liedern und den Geschichten dahinter zu finden. Bezüglich des Musikstils befinden wir uns wohl im selben Genre, aber was die Konzepte dahinter betrifft, sind wir total verschieden. Und ich hoffe, die Leute können diese tiefgehende Seite unserer Musik sehen.


Welches Album in eurer Diskographie würdet ihr zum Kennenlernen empfehlen, und welches eher nicht?

Das letzte Album, “Mirror Of Retribution”, ist bis jetzt unser bestes Album, und wir empfehlen auch den Vorgänger “Seediq Bale”. Und wir hoffen sehr, dass die Leute nichts über unser erstes Album herausfinden oder es sich anhören, es ist in unserer Karriere keine so gute Erinnerung.


Da CHTHONIC eine sehr politische Band ist, könntet ihr unseren Lesern erklären, inwiefern euer politisches Interesse mit eurer Musik zu tun hat?

Ich denke, es liegt vielleicht daran, dass wir sehr an Geschichte und Mythologie interessiert sind, und Geschichte ist die Nahrung für die Kultur eines Landes. Alles, womit du dich heutzutage beschäftigst, hat eine Beziehung zur Kultur, auch als öffentliche Angelegenheit. Taiwan hat eine komplizierte politische Situation: Eine der chinesischen Armeen [die KMT] verlor den Bürgerkrieg 1945 und besetzte Taiwan bis heute, zerstörte unsere Kultur, raubte unser Eigentum, tötete zahllose Taiwanesen und verbot uns für eine lange Zeit, unsere eigene Sprache zu sprechen. Und nun versucht die chinesische Regierung vom Festland [diejenige, die den Krieg gewann], Taiwan für sich zu beanspruchen, wie Tibet. Und die herrschende Partei [KMT] ist pro-China und drängt Taiwan dazu, sich Schritt für Schritt China anzunähern.

Wenn man die Wahrheit über die Geschichte Taiwans kennt, ist es einem nicht möglich, zu Hause zu sitzen, und sich diese wahnwitzigen Dinge anzuschauen, die Tag für Tag vor dir ablaufen.

Wir drücken unsere Emotionen über die Musik aus, aber wir haben auch eine Non-Profit-Organisation, die jungen Menschen ihre eigene Kultur lehrt und ihnen beibringt, für die Gerechtigkeit ihres Landes zu kämpfen.


Könnt ihr drei Lieder nennen, die ihr für den Rest eures Lebens spielen werdet? Wenn ja, könnt ihr auch sagen, warum?

Ich denke, wir werden all unsere Lieder in der nahen Zukunft spielen. Ich weiß nicht wann, aber ich wünsche mir, eines Tages unsere nationalen Lieder an unserem Unabhängigkeitstag direkt vor der Präsidentenhalle zu spielen!


Was war der schönste Moment für euch als Band?

Die Fans mit dir singen zu hören, zu sehen, wie sie die Hände hochreißen, um den Liedern, die wir spielen, zu folgen. Es ist so, als ob wir alle in einer riesigen Welle wären.


Gibt es Pläne für eine anstehende Tournee?

Vom 23. September bis zum 28. Oktober findet unsere Tournee durch Nordamerika mit SATYRICON und BLEEDING THROUGH statt. Danach folgt die Europatour, die wir bald auf unserer Webseite ankündigen werden.


Vielen Dank für das Interview!

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 10.09.2009 | 17:26 Uhr

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