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Es gibt Dinge, auf die freut man sich einfach. Ein Interview mit DORO PESCH zählt mit Sicherheit dazu. Auch wir würdigen das neue Album der Düsseldorferin mit einem Solchen. Nicht nur „Raise Your Fist“ bietet genug Gesprächsbedarf. Die dreißig jährige Anwesenheit von DORO im Showgeschäft bietet ebenfalls reichlich Unterhaltsames.






Hallo, Doro. Du bist neuerdings bei Nuclear Blast unter Vertrag. Donzdorf scheint momentan so etwas wie ein Metal Magnet zu sein. Wie bist du dazu gekommen?

Der erste Kontakt zu Nuclear Blast kam an meinem zwanzig jährigem Jubiläum zustande. Da war ich in Stuttgart in der Schleyerhalle und habe eine Menge Freunde bei dem Label gewonnen. Ich kannte die Sandra Eichner, die damals zu Nuclear Blast gegangen ist. Wir sind halt immer in Kontakt geblieben, die wollte mich immer dahin bekommen. Ich war ja bei SPV und später bei AFM. Dort war aber nun der Vertrag ausgelaufen. Ich bin immer sehr loyal und bleibe immer bei dem Label, bis eben der Vertrag ausläuft. Und das war eben jetzt soweit. Außerdem kenne ich den Markus Wosgien, der war damals mein Product Manager bei AFM. So war es dann also klar, dass ich zu Nuclear Blast gehen würde. Die alte Familie ist damit wieder zusammen. Wir haben ja auch schon bei der DVD „25 Years In Rock“ zusammen gearbeitet. Aber ich bin immer noch mit all meinen bisherigen Label in gutem Kontakt geblieben. Außer natürlich mit denen, die es leider nicht mehr gibt.


„Raise Your Fist“ ist wieder mal ein ermutigender Titel. Du versuchst ja immer wieder, die Leute mitzureißen, ihnen Mut zu machen, nach Niederlagen wieder aufzustehen und einfach den täglichen Kampf anzunehmen.

Das hast du schön gesagt. Ich wollte auf jeden Fall mal wieder eine Platte mit positiver Power machen, wo man den ganzen Alltagsstress mal wieder vergessen und sich richtig austoben kann. To fight the good fight, weißt du. Du kennst ja meine Songs wie zum Beispiel „All We Are“. Der Song hat diese wahnsinnige Energie. Jeder hat sich gefreut, wenn der Song kam und mitgesungen. Das war dann immer so eine richtige Einheit. Ohne es vorher zu wissen, geschah das einfach. Und das Gefühl habe ich jetzt wieder. Es ist ein wenig Rebellion dabei, steht auf und fightet für alles, was gut und richtig ist.


Wie ging es mit dem Titel „Raise Your Fist In The Air“ eigentlich los?

Ich spiele ja oft in Wacken und mache dort manchmal die Eröffnung. Jetzt war ich in Hamburg und habe Holger Hübner getroffen. Ich habe ihm das Demo von „Raise Your Fist In The Air“ vorgespielt, es war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch gar nicht fertig. Nebenbei gesagt, arbeite übrigens ich wieder mit Andreas Bruhn zusammen, wie schon beim letzten Album. Holger meinte, ich solle den Song, fertig oder nicht, auf jeden Fall in Wacken spielen. Habe ich dann letztes Jahr auch gemacht. Das Bild werde ich niemals vergessen. Ich singe „Raise Your Fist In The Air“ und sechzig Tausend Leute recken ihre Fäuste in die Höhe. Vor Allem, weil den Song noch keiner kannte.


Es gibt ja auch eine französische Version?

Wir haben den Song dann später noch ein paar Mal live ausprobiert. Unter Anderem auch in Frankreich. Auf französisch heißt er übersetzt „Leve Ton Poing Vers Le Ciel“. Ich bin großer Fan der alten Band TRUST aus Frankreich. Die haben ihre Songs sowohl in Englisch als auch in Französisch gesungen, was ich immer super fand. Deshalb wollte ich meinen Song eben auch in dieser Sprache bringen. Ich komme gerade von einer Promo Tour in Frankreich zurück und kann dir sagen, das die Nummer ein richtiger Metal Hit geworden ist, die spielen das rauf und runter.




Ich finde, „Raise Your Fist“ ist ein sehr persönliches Album geworden. Wenn ein Song bei mir für Gänsehaut sorgt, dann ist alles richtig gemacht worden. Bei „Engel“ ist das genau der Fall. Für manche Kitsch, für die anderen Kult. Für mich einfach ein toller Song.

Das bedeutet mir so viel. Deutsche Texte und Balladen haben ja immer einen komischen Ruf. Aber ich liebe Balladen. Viele Leute, die damals „Für Immer“ schon geliebt haben, sagen mir jetzt, dass „Engel“ ihr zweiter Lieblingssong ist. Diesen Song kann jeder für sich selbst interpretieren. Er kann für Freund, Freundin, Bruder Schwester, Mutter sein. Ich habe diesen Song gar nicht erst ins Englische übersetzt. Der musste einfach in Deutsch bleiben, sonst geht die Magie darin verloren.


Dass du gerne im Duett singst, ist hinlänglich bekannt. Auf der Platte hast du mit einem bekannten Herren diese coole Nummer „It Still Hurts“ gesungen. Wie ist erneut ein Duett mit LEMMY zustande gekommen?

Wir kennen uns bereits seit den frühen Achtzigern. Wir haben oft zusammen mit MOTÖRHEAD gespielt und getourt und uns dann zu den gemeinsamen Jubiläen eingeladen. Es ist ja auch nicht das erste Duett, was ich mit ihm gemacht habe. Zu diesem Song gibt es übrigens eine Vorgeschichte. Ich hatte mal einen Freund, der hat jetzt eine Familie gegründet und mit seiner Frau ein Kind bekommen. Er rief mich an und bat mich, ob ich nicht Patin für das Kind sein möchte. Als wir auflegten, ist mir sofort der Song eingefallen. Ich hab es dem Andreas in Hamburg vorgespielt, der begeistert war. Als er einen Vers mitsang, war uns klar, dass dieser Song nach einem Duett schrie. Vor meinem inneren Ohr tauchte dann LEMMY auf. Als wir gemeinsam wieder auf Tour waren, habe ich ihm das Demo vorgespielt. Er sagte sofort zu und wir haben seinen Part in L.A. gleich aufgenommen. Du hast Recht, wenn du sagst, dieses Album sei sehr persönlich. Es ist eine Ehre für mich, LEMMY auf dem Album zu haben. Für mich eines der Highlights auf dem Album. Ich hoffe, ich mache noch viel mit LEMMY zusammen.


Kommen wir mal zu einer anderen Rocklegende. Ich konnte bereits für dieses Magazin ein Interview mit GERRE von TANKARD machen, deshalb bin ich über den Metal Lady Boy im Bilde. Bahnt sich da ein Traumduo des deutschen Metals an?

Das war auch eine lustige Geschichte. Er kam in Aschaffenburg zu mir auf die Bühne und gemeinsam haben wir „All We Are“ geschmettert. Er hat mich später dann gefragt, ob ich etwas für einsingen könnte, TANKARD hätten so einen Song, wo das passen würde. Ich bekam die Aufnahme, habe meinen Part drauf gesungen und die Files wieder zurück geschickt.


So ganz nebenbei hast du ja auch noch einen Film gedreht. Den zweiten Teil von „ANUK – Der Weg des Kriegers“. War das ein Projekt, das du unbedingt machen wolltest oder wie bist du dazu gekommen?

Ich war damals auf Tour, als der Chef von AFM, Andy Allendörfer, auf mich zukam und meinte, ein Independent Filmemacher würde mich gern kennenlernen. Und da ich immer schon mal Filmmusik machen wollte, sagte ich zu. Der Regisseur Luc Basser gab mir das Drehbuch. Das hat mir so gut gefallen, dass ich sofort bereit war, den Soundtrack zu schreiben. Er bat mich darüber hinaus, ob ich nicht selbst eine Rolle übernehmen würde, ich könne mir auch meine Wunschfigur aussuchen. Ich habe mich dann für Meha entschieden. Wir haben in der Schweiz gedreht, das war ein totales Abenteuer. Der Film spielt 2000 Jahre vor Christus in der Bronzezeit mit dem traditionellen Thema Gut gegen Böse. Es war so kalt bei den Aufnahmen und dazu noch zu einer Zeit, wo dort alles überschwemmt wurde. Ich bin gleich am ersten Tag mit so einem Einbaum gekentert, mit all den Klamotten bei Null Grad. Die konnten mich da gerade noch heraus fischen.


Also Abenteuer pur...

Keine Tour ist so hart wie solche Filme zu drehen. Aber ich habe mich dann schnell an die Strapazen gewöhnt. Letztendlich wollte mich Luc auch für den zweiten Teil haben, so haben wir jetzt wieder in der Schweiz und Irland gedreht. Das wurde auch wieder echt heikel. Ich musste dicht an den Klippen stehen, ein Helikopter kam dann dicht heran, um zu filmen. Ich habe nicht mehr an den Wind gedacht, den die Rotorblätter verursachen und ganz schön Panik bekommen. Auch dieser Dreh war wieder wahnsinnig aufregend. Ich darf noch nichts verraten, aber es werden einige Metal Größen dabei sein.





Wann kommt der Film in die Kinos?

Er soll Ende 2013, Anfang 2014 heraus kommen. Der Song „Free My Heart“ wird Teil des Soundtracks werden.


Wird es eine zweite Karriere neben der Musik werden?

Nein, so nebenbei mache ich das unheimlich gern. Gerade diese Independent Filme finde ich klasse. Aber die Musik wird mir immer wichtiger sein.


Ich hätte noch die eine oder andere Frage zum Thema „Hero“.

RONNIE JAMES DIO war immer die große Inspiration für mich. Das war schon so, als ich mit fünfzehn meine erste Band hatte. Wir hatten dann 1987 mit WARLOCK die Gelegenheit, zusammen auf Tournee zu gehen. Ich habe immer noch die besten Erinnerungen an diese Zeit. Und wir haben uns nie aus den Augen verloren. Im Jahr 2000 folgte eine ganz lange Tour durch Amerika. Das Besondere daran war, dass es die erste größere Tour seit langem war. Man merkte irgendwie, dass sich im Metal wieder etwas tat, die Durststrecke schien vorbei. Als „Calling The Wild“ heraus kam, ergab es sich dann, es folgte eine lange Tour mit DIO. 1987 waren wir noch nicht soweit, aber auf dieser Tour haben wir uns richtig angefreundet. Beim letzten Gig in Florida verschwand er von der Bühne und kam dann mit einem zweiten Mikrophon zurück. Meine Band wusste, was jetzt folgte und schob mich auf die Bühne. Mit RONNIE JAMES DIO zusammen zu singen, war absolut das Größte. Die Fans haben sich gefreut, alle haben mitgesungen, ein unbeschreibliches Feeling. Als wir dann später mal Opener für HEAVEN AND HELL waren, ging es ihm bereits nicht so gut. Niemand konnte allerdings ahnen, dass es ihm so schlecht ging. Es hieß, die Chemotherapie würde anschlagen, dann kam doch die traurige Nachricht von seinem Tod. Als ich eines Abends kurz vor dem Einschlafen war, fiel mir die Melodie und der Text zu „Hero“ ein. Ich rief Joey Balin an, der bereits „Triumph And Agony“ produzierte und wir nahmen „Hero“ in New Jersey auf. Ich wollte dann noch ein paar Strings und so weiter im Song haben. Dafür war ich dann bei meinem Kumpel Rudi Kronberger, der den Song dann auch gemischt hat. Auf dem Album ist dann der Rough Mix gelandet, weil er so gut zu dem Song passte. Das ist meine Art, mich bei Ronnie zu bedanken.


RONNIE JAMES DIO war ohne Zweifel einer der ganz großen Helden des Heavy Metal...

Das war mir jetzt auch viel zu wichtig, um es nicht zu erzählen. Ich habe übrigens letztens bei der DIO Coverband DIO DESCIPLES ausgeholfen. Als Vertretung für RIPPER OWENS, der zum Geburtstag seiner Tochter wollte. Mich hatte das DIO Büro angerufen und gefragt, ob ich einspringe. Der Tourmanager von DIO DESCIPLES Roger Summers, rief mich an, als wir gerade in Südamerika auf Tour waren. Ich sagte zu und fragte, wann es denn losgehen solle. Die Termine wären aber schon nächste Woche. Macht nichts, trotzdem war es eine tolle Sache, die alten DIO Songs zu singen. Es war eine große Ehre, mit den Jungs zusammen zu spielen. RONNIE JAMES DIO war meine größte Inspiration, wie für Millionen anderer Fans in der Welt auch.


Ich wünsche dir an dieser Stelle auf jeden Fall viel Glück für das Album, die Tour und auf jeden Fall für die 70.000Tons Of Metal. Und für nächstes Jahr Wacken?

Da werde ich eine spezielle Show zum 30 jährigem Jubiläum spielen. Eigentlich habe ich ja schon 1980 angefangen, aber für mich zählt erst der Beginn mit WARLOCK damals. Vielleicht findet zum Jubiläum auch noch etwas in Düsseldorf statt.






DORO bleibt den Fans also noch eine Weile erhalten?

Ich versuche immer, den Fans alles zu geben. Das war immer so und daran wird sich auch in Zukunft nichts mehr ändern. Ich mach das Alles noch, solange es geht, solange die Fans Spaß haben, solange der liebe Gott will. Ich werde auch nie eine Good Bye Tour machen. „Rock Till Death“, so soll es sein.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 13.10.2012 | 12:00 Uhr

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