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Band: Metalnews nach 'Blueneck' durchsuchen Blueneck
Interviewpartner: Duncan Attwood

Die Post-/Prog-Rock-Band BLUENECK aus dem englischen Bristol meldet sich nach dem rein instrumentalen „Epilogue“ [2012] nun mit ihrer nächsten Full Length, „King Nine“, eindrucksvoll und gewohnt abwechslungsreich zurück. Sänger und Songwriter Duncan Attwood gibt im Interview Auskunft zum neuen Output.




Hallo Duncan! Es hat eine Weile gedauert, aber in knapp zwei Wochen wird nun „King Nine“ erscheinen. Was kannst Du uns über die Entstehung des Albums berichten?

Hallo wieder mal; ich hoffe, Dir geht’s gut. – Nun ja, das Songwriting und die Studioaufnahmen für „King Nine“ begannen sogar schon zur gleichen Zeit wie für „Epilogue“. Wir wussten damals, dass wir zwei ganz unterschiedliche Alben machen wollten, aber die Ideen entstanden zum gleichen Zeitpunkt. Ursprünglich fingen wir also an, zwei Alben gleichzeitig aufzunehmen. Es war aber klar, dass „King Nine“ aufgrund all der Ideen, die wir hierauf ausprobieren wollten, deutlich länger brauchen würde, also erhielt „Epilogue“ damals die Priorität, damit wir dies erst einmal abschließen und uns dann auf das nächste Album konzentrieren konnten. „King Nine“ benötigte unsere volle Aufmerksamkeit, und es wurde nun zu einem viel größeren Biest, als uns das vielleicht anfangs überhaupt klar war.


In unserem Interview zum Vorgänger „Repetitions“ hattest Du dessen Klang als „beinahe ein Akzeptieren des Schmerzes... vielleicht sogar eine Freunde am Schmerz. Fast so, als wäre man vielleicht auf Morphin“ beschrieben. Wie steht es dann um „King Nine“?

Ich denke mal, dass es auf „King Nine“ um Reflexion geht. Sei es eine Betrachtung eines bestimmten Abschnitts Deines Lebens oder vielleicht eine bestimmte Beziehung. Ich finde, dass im Verlauf eine ganze Reihe an Emotionen auftauchen: Trauer, Wut, Aggression, Reue, Paranoia und vielleicht letzten Endes sogar Zufriedenheit und ein Abschließen. Vielleicht ist es kein Morphin-lastiges, sondern vielmehr ein Jack-Daniels-Album! ;-)


Habt Ihr nach dem instrumentalen „Epilogue“ bewusst noch mehr Augenmerk auf den Gesang gelegt?

Der Gesangsaspekt auf „King Nine“ war schon immer als einer der wichtigen Punkte angedacht. Meiner Ansicht nach war es interessant, ein vielleicht „unmittelbareres“ BLUENECK-Album zu machen.




Kannst Du das Geheimnis um den Titel „King Nine“ für uns lüften?

Dieser wurde von einer Episode der Serie „Twilight Zone“ namens „King Nine Will Not Return“ aus den 1960ern inspiriert. Es gibt da diese ganz bestimmte, allumfassende Stimmung in dieser Episode, die sehr gut mit den Themen und der Erzählung von „King Nine“ zusammenpasst.


Bitte verrate uns etwas mehr über die folgenden Stücke: „Mutatis“, „Man Of Lies“, „Father, Sister“ und „Counting Out“.

„Man Of Lies“ war das letzte Lied, das wir geschrieben und aufgenommen haben. Ehrlich gesagt war das restliche Album im Großen und Ganzen fertig, als ich mit dem Schreiben von „Man Of Lies“ begann. Das ist ziemlich ungewöhnlich in Anbetracht der normalen Vorgehensweise von BLUENECK. Normalerweise wird alles ungefähr zur gleichen Zeit geschrieben und aufgenommen. „Man Of Lies“ wurde hingegen in weniger als einer Woche komponiert und aufgenommen, ehe „King Nine“ dann fertiggestellt wurde.
„Mutatits“ ist offen gestanden im Studio herangewachsen – anfangs war es nur halb so lang und ohne diesen von Morricone inspirierten Mittelteil. Das war einfach eine dieser spontanen Ideen. Es hat auf alle Fälle sehr viel Spaß gemacht, an dem Stück zu tüfteln.
Bei „Father, Sister“ und „Counting Out“ war es hingegen ein bisschen schwieriger, diese richtig hinzubekommen, da sie beide keinen typischen BLUENECK-Songs sind. Die Tatsache, dass sie etwas vielschichtiger sind, bedeutete daher auch, dass es sehr interessant war, an ihnen zu arbeiten.


Ihr habt ein sehr spannendes Video zum Stück „Sirens“ abgefilmt, für dessen Regie Lasse Hoile verantwortlich war. Habt Ihr ihm ein komplettes Konzept gegeben? Meine ersten Gedanken, als ich es mir anschaute, waren, dass es hier vielleicht um die Freuden, aber auch Hürden einer [potenziell gescheiterten] Beziehung gehen könnte. Was meinst Du?

Das ist eine gute Interpretation. Ich habe mit Lasse darüber gesprochen, was „Sirens“ für mich persönlich bedeutet, und ihn dann darum gebeten, es auf seine ganz eigene Art zu interpretieren. Wie bei allen BLUENECK-Alben fand ich es wichtig, dass die Hörer die Musik auf jegliche Art, die ihnen persönlich gefällt, interpretieren können, im Gegensatz dazu, dass ich sage: „In diesem Song geht es um dies und das“. Wir haben diesen Ansatz also auch auf das Video übertragen – es ist vollkommen offen für Interpretationen.


Das Cover-Artwork sowie das Booklet zeigt US-amerikanische bzw. Americana-Motive. Wie seid Ihr darauf gekommen, zumal Ihr eine britische Band seid? Warum z.B. keine verfallene, verlassene Fabrik oder Stadt im nördlichen England? Oder wäre das zu naheliegend gewesen?

Das ist eine gute Frage. Lasse wusste, dass wir Bilder von heruntergekommenen, desolaten, einsamen Orten wollten, die einmal von Leben erfüllt gewesen sein müssen, aber nun vollkommen seelenlos geworden sind. Er schlug also einen sechswöchigen Foto-Trip durch den tiefsten und dunkelsten Süden der Vereinigten Staaten vor. Rich [Sadler] und ich hegen ein großes Interesse und eine Faszination für die USA, sodass wir das Gefühl hatten, dass das richtig gut funktionieren könnte und definitiv einen Versuch wert sei. Wir sind sehr glücklich über das Resultat.


Ihr habt für die Studioaufnahmen erneut mit Mat Sampson zusammengearbeitet – war das schlichtweg naheliegend bei „King Nine“?

Ich habe inzwischen ein sehr ausgeprägtes Arbeitsverhältnis mit Mat. Er weiß ganz genau, wie ich arbeite und, was viel wichtiger ist, wie ich denke. Es kam also ziemlich oft vor, dass er damit begann, an einer Idee zu arbeiten, und genau wusste, dass ich genau diese Herangehensweise später vorschlagen würde. Wir harmonieren heutzutage sehr gut miteinander, was die Aufnahmen eines Albums über drei Jahre hinweg um einiges angenehmer gestaltet. Das aufgrund der Zusammenarbeit mit Mat vorhandene und verfügbare Equipment gestaltete zudem den Aufnahmeprozess viel leichter. Wir mussten gar nicht erst versuchen, bestimmte Instrumente oder Effekte woanders auszuprobieren oder ausfindig zu machen, da Mat ein sehr vielschichtiges Arsenal an Vintage-Ausrüstung besitzt.


Gibt es erneut Gastmusiker zu finden? Wie wichtig ist es für Dich, mit zusätzlichen Musikern zu arbeiten, um die eigenen Vorstellungen verwirklichen zu können?

Sandy Bartai von THE PIRATE SHIP QUINTET tritt wieder einmal in Erscheinung, wurde diesmal allerdings viel sparsamer eingesetzt. Außerdem haben wir noch auf Keith Harrison, der früher bei THE PINEAPPLE THIEF war, für einen Teil der Perkussionen auf „Sirens“ zurückgegriffen. Insgesamt gibt es auf „King Nine“ deutlich weniger Hilfe von außen, als das bei den Vorgängeralben der Fall war.




Bis zu welchem Grad hat die Verwendung von BLUENECK-Songs für das Fernsehen oder für Filme einen Einfluss auf die heutige bzw. evtl. zukünftige Herangehensweise der Band genommen? Und welche Soundtracks haben Dich selbst maßgeblich beeinflusst?

Ich finde, dass die Nutzung von unseren Songs im Fernsehen in der Vergangenheit nicht wirklich einen großen Einfluss darauf hatte, wie „King Nine“ geschrieben wurde. Der einzige Aspekt, der tatsächlich beachtet wurde, war sicherzustellen, dass alle Songs schnell und einfach zur Synchronisation bereit stehen würden, falls Bedarf bestehen sollte. Das heißt zum Beispiel, Instrumentalversionen von jedem Stück schon jetzt vorliegen zu haben, als sich später darum kümmern zu müssen.
Was die Soundtracks angeht, die mich beeinflusst haben: Ich bin ein Fan von John Carpenter und Clint Mansell. „Moon“ ist auf alle Fälle einer meiner Lieblingssoundtracks der letzten Zeit. Ich mag auch sehr die Arbeit von Trent Reznor für Filmsoundtracks.


Da Ihr ja aus Bristol seid: Wie nimmst Du die heutige britische Musikszene wahr? Beispielsweise gibt es ja in Eurer Stadt das Temples Festival, auch wenn es hier hauptsächlich um Metal, Stoner, Doom und Hardcore geht.

Ich hoffe, dass solche Festivals wie Temples oder Beyond The Redshift nicht nur Eintagsfliegen in Großbritannien sind, da ich der Meinung bin, dass wir im Vergleich mit dem restlichen Europa ziemlich hinterher sind, wenn es darum geht, wirklich spannende und vielschichtige Festivals und Konzerte auf die Beine zu stellen.


Wie sehen Eure derzeitigen Tourpläne für „King Nine“ aus?

Wir werden vermutlich eine eher ungewöhnliche Herangehensweise verfolgen, was das Touren für dieses Album anbelangt, da wir nicht planen, unmittelbar nach dessen Veröffentlichung auf Tour zu gehen. Wir sind nun während der letzten fünf Jahre immer mal wieder auf Tour gewesen, sodass wir das Gefühl haben, unsere Akkus ein bisschen aufzuladen zu müssen und dann zurückzukehren, wenn wir der Ansicht sind, dass wir die neuen Songs auf einem Level darbieten können, das ihnen genügend gerecht wird.


Und damit sind wir auch schon wieder am Ende angelangt. Vielen Dank an dieser Stelle für Deine Zeit und das Interview, Duncan!

Vielen Dank. Wir wissen die Unterstützung wie immer sehr zu schätzen.



Fotos: Ben Green & Alx Leeks


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 23.10.2014 | 18:57 Uhr

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