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Band: Metalnews nach 'Blueneck' durchsuchen Blueneck
Interviewpartner: Dunk, Rich & Ben G.

BLUENECK aus dem englischen Bristol haben kürzlich mit ihrer zweiten Veröffentlichung, „The Fallen Host“, eindrucksvoll bewiesen, wie unkonventioneller und epischer Post Rock aussehen kann und muss. Ben Green, Rich Sadler und Duncan „Dunk“ Attwood melden sich im Interview mit BLUENECK zu Wort.




Hallo BLUENECK! „The Fallen Host“, Euer zweites Album, wurde kürzlich veröffentlicht. Gebt uns doch bitte zuerst noch ein paar Eckdaten zu Eurer Band.

Ben G: Uns gibt es nun schon seit ungefähr zehn Jahren, in denen wir dies und das gemacht haben. Es war jedoch erst, als wir dann an „Scars Of The Midwest“ arbeiteten, dass die Leute begannen, von uns Notiz zu nehmen. Im Endeffekt waren wir zu viert, aber wir holten uns dann jeweils Hilfe von außen für die Parts, die wir als Quartett nicht mehr umsetzen konnten. Rich gehört deshalb inzwischen dazu, und auch Mike [Anmerk.: Michael Maidment] wird zweifellos auch in Zukunft wieder bei uns mitwirken.


Was verbindet Ihr mit dem Titel des Albums? Wer oder was ist dieser ‚Fallen Host’?

Ben G: Der Titel reflektiert einige der angesprochenen Themen auf der Scheibe. Wir hatten einige Ideen für den Titel, aber dieser hier war nicht ganz so offensichtlich wie die anderen. Und wir wussten daher, dass er einige Fragen bezüglich seiner Bedeutung nach sich ziehen würde!

Rich: Ich kann vollkommen nachvollziehen, warum die Leute manchmal erfahren wollen, worauf sich die Band ganz genau bezieht, aber ich finde dennoch, dass es wesentlich spannender ist, die Meinungen und Gedanken anderer Leute zu hören, was dies für sie selbst bedeutet.

Dunk: Oh ja, wie Ben schon sagte, es gibt keinen besonderen Grund dafür, warum wir uns für diesen Titel entschieden haben. Er bezieht sich jedenfalls auf etliche der Themen des ganzen Albums. Alles ist somit sehr gut verbunden. Viele der Themen und Ansichten, die hinter dieser Veröffentlichung stehen, sind auch persönlicher Natur, thematisieren jedoch Aspekte, die für viele Menschen von Bedeutung sind. Zum Beispiel Verluste, Wut und Resignation aufgrund dieser Verluste, Neubeginne und Isolation.


Wie stark ist das Artwork mit dem Rest verbunden und wie wichtig ist Euch das ‚Gesamtpaket’? Wer zeichnet für das Cover verantwortlich?

Ben G: Wir übernehmen das gesamte Artwork selbst. Das ist ein wirklich wichtiger Aspekt. Es vervollständigt für uns die Veröffentlichung als Ganzes, sodass das Album, das Ihr in Händen haltet, komplett von uns selbst erschaffen wurde – d.h. so viel wie irgendwie möglich. Mir macht dieser künstlerische Aspekt auf jeden Fall Spaß, da dies mein ‚normaler’ Job ist. Ich mag es demnach sehr, mich darin zu vertiefen, damit sich das Endergebnis in Verbindung mit der Musik richtig anfühlt und richtig aussieht.




Apropos Gesamtheit: Mir kommt das gesamte Album eher wie ein ganzes Stück Musik vor, das lediglich in mehrere Kapitel unterteilt wurde, wobei eine durchgängige Intensität aufrecht erhalten werden kann?

Rich: Ich kann dieser Beschreibung eines Ganzen, das dann in Einzelkapitel unterteilt ist, vollkommen zustimmen.

Dunk: Oh ja, auf beiden bisherigen Veröffentlichungen haben wir uns darum bemüht, ein Album zu erschaffen, das wie ein einziges Stück Musik einen konstanten Fluss hat und eben nicht wie acht oder neun voneinander abgetrennte Songs klingt. Manchmal muss dies als ein einziges Stück Musik gehört werden, um die optimale Wirkung zu erzielen.


Soweit ich weiß, hat Sandy von THE PIRATE SHIP QUINTET einige Cello-Parts auf „The Fallen Host“ beigesteuert. Habt Ihr ihm Freiraum für Improvisationen gelassen oder einen strikten Rahmen vorgegeben?

Dunk: Wir kennen Sandy und THE PIRATE SHIP QUINTET nun schon seit einiger Zeit. Sie sind eine großartige Band. Wir haben schon etliche Konzerte zusammen gespielt und uns oft einige ihrer Mitglieder für unsere eigenen Auftritte ausgeliehen. Mit Sandy hat das ausgezeichnet funktioniert, sodass ich ihn schon in der Anfangsphase des Songwritings für „The Fallen Host“ im Hinterkopf hatte. Er ist ein unglaublicher Musiker, und wir haben uns dann mehrere Tage lang mit ihm verschanzt. Dabei sind auch seine eigenen Ideen eingeflossen, die zum Teil das gesamte Lied geprägt haben.


Der Gesang wird auf „The Fallen Host“ ziemlich sparsam eingesetzt. Bewertet Ihr diesen vielmehr als zusätzliches Instrument? Und wie wichtig sind Euch im Umkehrschluss die Texte?

Dunk: Ich finde, dass wir den Gesang tatsächlich eher als ein zusätzliches Instrument bewerten – und nicht als Dreh- und Angelpunkt der Musik. Obwohl der Gesang insgesamt nicht im Vordergrund steht, bedeutet dies jedoch nicht, dass die Texte keine oder weniger Bedeutung haben. Sie sind vorhanden und nehmen eine wichtige Rolle dabei ein, das Thema vorzustellen und einen Teil der Geschichte zu erzählen. Die Texte sind auf jeden Fall eine Art Ventil, vor allem für mich.


Habt Ihr eigentlich mal darüber nachgedacht, ausschließlich instrumentale Musik mit BLUENECK zu spielen und den Gesang somit gänzlich beiseite zu lassen? „Weaving Spiders Come Not Here“ funktioniert beispielsweise großartig ohne Gesang.

Ben G: Wir nehmen uns niemals vor, diesen oder jenen Song zu einem Instrumental zu machen und dies somit vorzugeben. Es dreht sich nur darum, ob wir finden, dass ein Lied Gesang benötigt oder nicht. Normalerweise geschieht dies bereits in der Anfangsphase, dass wir wissen, ob der Song Gesangslinien erfordert oder nicht. Wir mögen zudem ein gewisses Gleichgewicht zwischen den rein instrumentalen Tracks und den Stücken mit Gesang, was aber nicht bedeutet, dass wir nicht in der Zukunft mal den einen oder den anderen Weg gehen werden. Es ist für uns jedoch interessanter, alles etwas zu kombinieren.

Rich: Für mich fühlt es sich so an, dass es bei BLUENECK immer Gesang geben wird, solange Dunk etwas zu sagen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das ändern wird.




Eure Musik ist sehr episch und erinnert nicht selten an Filmsoundtracks. Insofern überrascht es mich nicht, dass Johannes Persson von CULT OF LUNA bereits Eure Musik für seine eigenen Kurzfilme eingesetzt hat. Wie kam dies zustande?

Dunk: Wir haben vor einigen Jahren mit CULT OF LUNA gespielt, und ich habe daraufhin Kontakt mit Johannes gehalten. Ich sehe da eine gegenseitige Wertschätzung zwischen den beiden Bands. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass dies auch zukünftig so weitergehen wird. Johannes hatte mich damals gefragt, ob es für mich okay sei, wenn er unsere Musik für einige seiner Kurzfilme verwendet, und ich fühlte mich natürlich geehrt. Ganz besonders, da die Filme tatsächlich sehr gut sind. Ich denke auch, dass er sich bei diesen Filmen noch selbst übertreffen wird, was eine sehr aufregende Sache ist. Diese Band strotzt einfach nur vor unglaublich talentierten Individuen.


Wurdet Ihr vielleicht schon gefragt, ob Ihr den kompletten Soundtrack zu einem Film beisteuern könnt, oder könntet Ihr Euch vorstellen, die Musik dazu neu zu schreiben? Verwendet Ihr eigentlich auch Projektionen bei den Konzerten?

Dunk: Timo und Thomas von Denovali Records drehen momentan einen kurzen Film, für den wir exklusives Material schreiben werden. Ich freue mich sehr auf dieses Projekt, zumal der Film bis jetzt wunderbar aussieht. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, mit solch talentierten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Das macht auch unsere eigene Arbeit bedeutend einfacher.

Rich: Was die Projektionen betrifft, so haben wir diese schon bei Konzerten eingesetzt, haben aber noch nichts wirklich Ambitioniertes umgesetzt. Momentan liegt unser Hauptaugenmerk auch darauf, uns durch die Touren für dieses Album von einer Studio-Band [und dort haben wir die letzten zwei Jahre verbracht] zu einer Live-Band, die man wirklich sehen möchte, zu entwickeln. Ich bin also der Meinung, dass eine zu große Betonung von zusätzlichen visuellen Komponenten momentan davon ablenken würde, dass wir Augenkontakt mit dem Publikum herstellen wollen.


Welche Bands haben Eurer Ansicht nach großen Einfluss auf BLUENECK und auf Euch selbst ausgeübt? Und wie steht Ihr der Einordnung Eurer Musik als Post Rock gegenüber? Oder ist Euch das egal?

Dunk: Unglaublich viele Bands und Menschen haben mich über die Jahre hinweg inspiriert. Solange wir weiter nach neuen Bands und Künstlern suchen, werden wir meiner Ansicht nach auch fortwährend inspiriert. Solche Bands wie RADIOHEAD, BLUR, MOGWAI, PINK FLOYD, PAVEMENT oder LOW sind seit etlichen Jahren beständig inspirierend. Diese Liste ist schier endlos! Ich finde andauernd neue faszinierende Bands, die einen dazu bewegen, anders zu denken und zu schreiben sowie auf unterschiedlichste Art und Weise zu experimentieren. Einer meiner momentanen Favoriten sind ALCOHOLIC FAITH MISSION aus Dänemark.

Ben G: Künstler wie PINK FLOYD, BOWIE und RADIOHEAD haben mich persönlich dafür interessiert, selbst Musik zu erschaffen. Ich habe stundenlang dagesessen und wie bescheuert die Songs gelernt. Und das hat natürlich dazu geführt, selbst Songs zu schreiben.

Rich: Es interessiert uns nicht wirklich, wie wir bezeichnet werden. Wenn man uns Post Rock nennen möchte, dann geht das in Ordnung. Ich kann nachvollziehen, warum die Leute diese Definition anstreben. Wir werden nicht versuchen, diese zu vermeiden.




Die Veröffentlichung von „The Fallen Host“ in Großbritannien wurde auf Februar 2010 verschoben. Warum? Werden Denovali dies ebenfalls übernehmen? Und wie läuft bislang die Zusammenarbeit?

Ben G: Der Grund dafür besteht darin, dass dann bessere Chancen der Bewerbung des Albums vorhanden sind. Wir hatten uns das etwas anders vorgestellt, aber wenn unsere Ratgeber uns sagen, dass dies der richtige Weg ist, dann halten wir uns daran. Das scheint jetzt noch eine ganze Weile hin, aber zweifellos wird diese Zeit schneller vorbeigehen, als wir uns gerade vorstellen können.
Denovali arbeiten separat, und wir haben beschlossen, sie das Album schon veröffentlichen zu lassen. Es wird übrigens eine 2-LP-Picture-Vinyl-Fassung geben, die etwas ganz Spezielles ist.

Rich: Denovali sind umwerfend. Sie zeigen diese riesige Leidenschaft für die Bands, mit denen sie zusammenarbeiten. Und da wir sie nun auch persönlich getroffen haben, können wir zudem sagen, dass sie brillante Köche sind. Aus all diesen Gründen kann ich nur alle Bands dazu ermutigen, bei Denovali zu unterschreiben!


Was haltet Ihr selbst von Vinyl- und Special Editions? Sind diese heutzutage nötig, um die Leute dazu zu bringen, sich die Veröffentlichungen auch tatsächlich zu kaufen?

Rich: In einer Zeit, in der es denkbar einfach ist, sich kostenlos Musik herunterzuladen, finde ich, dass diejenigen, die sich die Mühe machen, das Album auch wirklich zu kaufen, dafür etwas Besonderes als Ausgleich haben wollen.


Wir sprachen schon kurz über die Live-Konzerte. Wie werdet Ihr die Piano- und Streicher-Arrangements live umsetzen? Werdet Ihr vielleicht mal „The Fallen Host“ komplett spielen?

Rich: BLUENECK sind eine Studioband, die momentan hart daran arbeiten, eine Live-Band zu werden. Da wir nun zu fünft sind, können wir jetzt alle unsere Songs neu interpretieren. Es ist nur sehr unwahrscheinlich, dass es exakt genauso wie die Versionen auf den Alben klingen wird. Was meiner Meinung nach aber für ein Publikum viel spannender ist, als eine identische Kopie des Albums zu hören.

Dunk: Es wäre eine ziemliche Herausforderung, die komplette Scheibe live zu spielen. Ich mag den Gedanken, dass wir das irgendwann mal mit „The Fallen Host“ und auch mit „Scars Of The Midwest“ umsetzen werden.


Wird es eine längere Tour geben? Wie sehen Eure Pläne diesbezüglich aus?

Rich: Wir werden wieder im Januar und Februar 2010 auf Tour gehen. Die Details stehen noch nicht fest, aber wir hoffen, einen Großteil Europas dabei zu bereisen.


Dann danke ich Euch für das Interview und wünsche Euch eine gute Zeit mit „The Fallen Host“ und den dazugehörigen Konzerten!

Rich: Vielen Dank. Wir wissen die Unterstützung zu schätzen!

Dunk: Vielen Dank!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 28.11.2009 | 14:44 Uhr

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