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Interviewpartner: Einar "Kvitrafn" Selvik

Vier Jahre nach dem spannenden „Gap Var Ginnunga“ meldet sich das norwegische Folk/Viking/Pagan/Weltmusik-Projekt WARDRUNA mit Album Nummer zwei der „Runaljod“-Trilogie, betitelt „Yggdrasil“, auf der Bildfläche zurück. Bandkopf Einar „Kvitrafn“ Selvik steht erneut im Interview kurz und bündig Rede und Antwort zu WARDRUNA.




Hallo Einar! Wie ist der Stand der Dinge kurz vor der Veröffentlichung von „Yggdrasil“? Was ist in den mittlerweile vier Jahren seit „Gap Var Ginnunga“ geschehen?

Wenn ich mir die sieben Jahre betrachte, die ich für die Fertigstellung des ersten Albums benötigte, kommt mir diese Wartezeit schon fast kurz vor. Da das Management von WARDRUNA und auch meine Familie viel von mir fordert, benötigt es eine ganze Weile, um genügend Zeit und Raum zu schaffen, um mich vollkommen auf den kreativen Prozess einlassen zu können, der notwendig ist.


Inwiefern vermagst Du Unterschiede zum Debüt festzustellen? Wie wichtig war es für Dich, andere Bereiche zu erkundigen, damit kein „Gap Var Ginnunga – Teil 2“ entsteht, auch wenn es sich ja um eine Trilogie handelt?

Da die Runen gänzlich unterschiedlicher Natur sind, habe mich mir darum keine Sorgen gemacht. Wenn man sich „Gap Var Ginnunga“ anhört, dann kann man eine Entwicklung innerhalb der Songs im Laufe des Albums feststellen. Und diese Entwicklung setzt sich auf „Yggdrasil“ fort. Auf dem neuen Album habe ich mich auch mehr auf die Dichtkunst konzentriert und habe mich an den altnordischen Versmaßen orientiert und sogar einige Texte in der protonordischen Sprache verfasst.




Wie verlief der Aufnahmeprozess und welche Umgebung hast Du ausgewählt? Zum Beispiel war in dem Trailer zum Album davon die Rede, dass Du vor den Gesangsaufnahmen zu „Naudir“ einige Tage gefastet hast?

Das kreative Konzept von WARDRUNA fußt darauf, Instrumente, Klänge und andere relevante Umstände zu nutzen, um die Thematik jedes einzelnen Songs wiederzugeben. „NaudiR“ bedeutet „Bedürfnis“. Es stellt alles dar, was ein Bedürfnis bedeutet, aber auch das Feuer, das entfacht wird, wenn Du etwas wirklich dringend benötigst und Dich danach verzehrst. Das Feuer gibt und das Feuer nimmt Leben. Der Gesang für dieses Stück wurde teilweise im Freien aufgenommen. Ich habe zwei Tage lang gefastet und bin barfuß und kaum bekleidet auf einem schneebedeckten Berg wandern gegangen, um das Feuer innerhalb dieses Songs einzufangen.


Verlief die Zusammenarbeit mit Gaahl und Lindy-Fay diesmal vielleicht anders als beim Debüt?

Ich schreibe die gesamte Musik und spiele auch alle Instrumente auf „Yggdrasil“, aber im Vergleich zum ersten Album habe ich viel enger mit sowohl Gaahl als auch Lindy-Fay Hella zusammengearbeitet, wenn es um das Arrangement der Songs ging. Gaahl hat schon vom Anbeginn von WARDRUNA eine große Rolle beim Ausgestalten des Konzeptes gespielt; außerdem ist er derjenige, dem ich neue Ideen zum Test vorstelle. Manchmal ist das sogar, bevor ich die eigentlichen Aufnahmen beginne.


Gehen wir doch mal auf einige einzelne Songs ein: Was kannst Du uns zu den Stücken außerhalb der nächsten acht vertonten Runen des Futhark erzählen? Und wie sieht es mit „Sowelu“ und „AnsuR“ aus?

Der erste Track, „Rotlaust tre fell“ lässt sich als „wurzelloser Baum fällt“ übersetzen. Das Lied ist eine Anrufung an die herrschenden Mächte und befasst sich auch mit dem grundlegenden Thema des Albums – den Samen, den wir mit „Gap Var Ginnunga“ gesät haben, zum Wachsen zu bringen und dessen Wurzeln erstarken zu lassen. „Solringen“ ist mit dem Stück „Sowelu“ verbunden, und beide Stücke befassen sich mit der Sonne. „Solringen“ befasst sich mit den irdischen Aspekten, während „Sowelu“ sich eher mit der uralten Kosmologie bezüglich der Sonnengöttin, die von den Pferden gezogen und vom Wolf gejagt/verfolgt wird, befasst. „AnsuR“ hingegen ist die Rune der Götter, der göttlichen Wissens und der Inspiration. Dieser Song wird in protonordischer Sprache gesungen.


Welche neuen traditionellen Instrumente gibt es auf „Yggdrasil“ zu hören und welchen Herausforderungen musstest Du Dich stellen, besonders wenn es um Wetterverhältnisse und Konzertbedingungen geht?

Neu auf diesem Album ist die Kraviklyra, eine uralte norwegische Harfe. Ehrlich gesagt ist dies das älteste Saiteninstrument, das jemals in Norwegen gefunden wurde. Es ist auf jeden Fall eine größere Herausforderung, traditionelle Instrumente aus natürlich Materialien zu verwenden, wenn man draußen spielt, da sie viel empfindlicher auf Feuchtigkeit und Temperatur reagieren.


Es gibt zwei Gastauftritte auf dem Album, nämlich von Hilmar Örn Hilmarsson und Steindór Andersen. Wie kam dieser Kontakt zustande? Warum genau diese beiden Gastsänger?

Hilmar Örn ist ein großartiger Komponist und außerdem der Vorsitzende der isländischen heidnischen Gesellschaft. Er ist somit jemand, mit dem ich schon seit längerer Zeit zusammenarbeiten wollte. Vor zwei oder drei Jahren traf ich ihn zum ersten Mal, und zwar im Rahmen der Arbeiten zu einem Filmsoundtrack, den wir gemeinsam erstellen sollten. Diese Zusammenarbeit verlief sehr gut, sodass es für mich eine Ehre ist, dass er ein Teil dieses Albums ist.
Steindór ist ebenfalls ein wunderbarer Mensch, der sehr eng mit Hilmar Örn befreundet ist. Er ist der beste Rimur-Sänger auf Island. Und das wird nicht die letzte Zusammenarbeit sein, die Ihr von uns gesehen bzw. gehört habt.


Kommen wir nochmals auf die Aufnahmen zurück: Wie schwierig ist es für Dich, Deine eigene Musik aufzunehmen, zu produzieren und zu mastern? Ist der notwendige Abstand da manchmal ein Thema?

Normalerweise stellt das kein Problem dar, aber während der letzten Schritte des Abmischens nehme ich üblicherweise einige zusätzliche Mixing-Durchgänge zusammen mit Herbrand Larsen, der ein sehr guter Produzent ist, vor. Da ich in den gesamten Prozess des Aufnehmens und Produzierens sehr involviert bin, ist es wichtig, zum Ende hin jemanden mit „frischen Ohren“ dabei zu haben.


Wie wichtig ist Dir dabei der spirituelle Aspekt, z.B. der Schamanismus, bzw. hat sich dies evtl. verändert? Was inspiriert Dich insbesondere?

Der spirituelle Teil ist ein Eckpfeiler der Ausdruckskraft von WARDRUNA, und einige dieser Aspekte lassen sich mit schamanistischen Gedanken und Techniken verbinden. Einige der Stücke fußen auf diesen Techniken, aber die meisten Songs entstehen, wenn ich draußen wandern bin. Die altnordische Dichtkunst und andere Texte sind Hauptinspirationsquelle, aber im Zuge der Suche in den Ruinen meiner eigenen kulturellen und spirituellen Wurzeln empfinde ich es als natürlich, auch andere indigene und benachbarte Kulturen als Inspiration einzubeziehen.


Wie verliefen die bisherigen Konzerte mit WARDRUNA? Würdest Du WARDRUNA als „richtige“ Band bezeichnen? Welcher Auftritt hat Dich bislang am meisten beeindruckt?

Ich nehme keine Veränderung von WARDRUNA an sich wahr, sondern vielmehr, dass wir eine neue Dimension in Form der Live-Besetzung hinzugefügt haben. Jeder Auftritt ist vollkommen unterschiedlich, da ich diese als eine Art zweiseitige Kommunikation betrachte, aber das Konzert im Vikingskipmuseet in Oslo war aus mehreren Gründen sehr besonders für mich. Es gibt viele Orte, an denen ich gerne mit WARDRUNA auftreten würde, aber die am besten geeigneten Plätze sind natürlich jene, die sich gut mit dem musikalischen Ausdruck ergänzen.


So steht zum Beispiel ein außergewöhnliches Konzert im Rahmen des Inferno Festivals Schweiz in Lausanne an, wo Ihr auch ein besonderes Set inklusive dem Einsatz von Schweizer Alphörnern spielen werdet – was anfangs ungewöhnlich anmutet?

Wir arbeiten momentan an einigen Konzerten, die ich aber noch nicht bestätigen kann. Das erwähnte Konzerte in der Schweiz wird meiner Meinung nach sicherlich ganz besonders. Alphörner stellen in der Tat eine perfekte Ergänzung zur musikalischen Umsetzung von WARDRUNA dar und sind keineswegs fehl am Platze. Das Alphorn ist sehr eng mit der norwegischen Horn-Tradition und anderen Instrumenten verbunden, die wir bezüglich Klang und Gebrauch nutzen. Es ist immer interessant, andere Kulturen zu erforschen, um letzten Endes Deine eigene Kultur wieder neu zu entdecken.


Es ist vermutlich noch viel zu früh, aber was können wir vom dritten Teil der „Runaljod“-Trilogie erwarten? Und was wird nach dem Abschluss der Trilogie mit WARDRUNA geschehen?

Es ist tatsächlich viel zu früh, um zu sagen, wann der dritte Teil fertig sein wir, aber ich kann bereits sagen, dass ich schon jede Menge Ideen und Pläne habe. Und ich kann auch garantieren, dass es definitiv mehr Musik geben wird, nachdem die „Runaljod“-Trilogie abgeschlossen ist!


Ein gutes Schlusswort, daher vielen Dank für das Interview!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 02.03.2013 | 14:53 Uhr

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