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Interviewpartner: Elin & Dorian




Es dürfte dieses Jahr kaum eine Nuclear Blast-Veröffentlichung geben, die mehr polarisiert als “Lady In Gold”, das zweite Album der schwedisch-französisch-amerikanischen BLUES PILLS. So mag der Eine vielerorts die E-Gitarre vermissen, während dem Anderen die glatte Produktion ein Dorn im Auge ist. Im Endeffekt ist das Zweitgeborene der Newcomer aber vor allem eines: Logisch und wenig überraschend. Wer von einer Ausnahmeband wie den BLUES PILLS nämlich erwartet, dass sie sich den Limitierungen eines Genres unterwirft, hat schon Album Nummer eins nicht verstanden. Ein Gespräch mit Sängerin Elin Larsson und Gitarrist Dorian Sorriaux im Kölner Maritim Hotel.

Hi Elin, hi Dorian. Euer neues Album „Lady In Gold“ steht in den Startlöchern. Wie geht es euch?

Elin: Super!

Dorian: Ja, das fühlt sich super an.


Ihr ward eine Menge auf Tour. Inwiefern hat euch das auf persönlicher Ebene verändert?

Dorian: Wir sind eine Menge gereist und haben eine Menge Shows gespielt. Natürlich verändert einen das nicht nur als Musiker, sondern auch als Person.

Elin: Man bekommt unheimlich viel zu sehen und sammelt viele Erfahrungen.

Dorian: Auf Tour trifft man viele Menschen, ob Fans oder Musikjournalisten. Das macht großen Spaß und man kann von diesen Begegnungen viel lernen und daran wachsen.

Elin: Außerdem hat Dorian sich einen Bart wachsen lassen. (lacht)

Dorian: Ja, das kommt auf persönlicher Ebene auch noch dazu. (lacht)


Und wie sieht es auf der musikalischen Ebene aus?

Elin: Oh, da ist eine Menge passiert. Wir sind jetzt eine zusammengeschweißte Einheit und halten uns gegenseitig den Rücken frei. Wir können besser improvisieren und unser Teamwork hat sich verbessert. Ich persönlich hatte vor zwei Jahren ein paar Probleme mit meinen Stimmbändern. Nicht nur deshalb habe ich festgestellt, dass man als Musiker niemals fertig ist und immer dazulernt. Ich habe viel über meine Stimme gelernt.

Dorian: Bei mir sind neue Einflüsse dazugekommen. Ich versuche ständig, neue Musik zu entdecken. Da kommt in zwei Jahren einiges zusammen. Durch die vielen Konzerte spiele ich natürlich auch besser, als das zu Beginn der Fall war.





Probt ihr noch oder spielt ihr nur noch live?

Elin: Wir versuchen zu proben, aber dafür haben wir leider kaum noch Zeit.

Dorian: Momentan verbringen wir wieder etwas mehr Zeit im Proberaum, weil wir die neuen Songs üben müssen.

Elin: Meine Stimme trainiere ich täglich zu Hause. Da habe ich meine Übungen.


Ihr bewegt euch jetzt schon seit einer ganzen Weile im Musikgeschäft. Musstet ihr schon Rückschläge einstecken?

Dorian: Manchmal war alles etwas stressig, aber im Großen und Ganzen haben wir sehr viel Glück, was die Leute betrifft, mit denen wir zusammenarbeiten. Hinter uns steht kein Major Label, das uns das Geld aus der Tasche zieht oder uns…

Elin: …fucked. (lacht)

Dorian: Genau. (lacht) Wir können uns jedenfalls nicht beschweren und sind sehr zufrieden.


Elin, du hast mir in einem anderen Interview mal erzählt, dass ihr eventuell nach Deutschland ziehen möchtet.

Elin: Ich mag Deutschland sehr und es erinnert mich oft an Schweden. Ich könnte mir vorstellen, dass es für Musiker relativ leicht ist, in Deutschland zu leben.

Dorian: Es gibt hier eine sehr große Musikszene und viele Leute kommen zu den Shows.

Elin: Deutschland ist allerdings auch sehr teuer, also muss das vielleicht noch ein paar Jahre warten. (lacht) Es ist aber jetzt schon so, dass wir uns eigentlich öfter in Deutschland aufhalten als in Schweden.

Dorian: Wir arbeiten in Deutschland und Österreich mit sehr vielen Menschen zusammen, weshalb es schon Sinn ergeben würde, dass wir umziehen. Momentan gibt es diesbezüglich aber keine konkreten Pläne.





Euer neues Album ist deutlich souliger geraten als euer Debüt. Woran liegt das?

Elin: Das hat sich für mich jederzeit wie der nächste logische Schritt angefühlt. Schließlich ist der starke Soul-Einfluss vorhanden, vor allem bei mir. Das war auch schon bei unserem Debütalbum so. Als ich anfing zu singen, begann ich mit Soulmusik, weil das die Musik war, die auch gehört habe. Dorian bewegt sich mit seinem Gitarrenspiel eher in neuen Fahrwassern. Dass unsere Rhythmussektion so groovy ist, kommt uns dabei sehr entgegen. Das dachte ich die ganze Zeit schon: Wir haben echt Groove! Ich finde es also schön, dass wir diesen groovigen Aspekt auf dem neuen Album hervorheben konnten.


Habt ihr mit einem Produzenten zusammengearbeitet?

Elin: Ja!

Dorian: Es war der gleiche Produzent wie bei unserem Debüt.


Inwiefern hat er Einfluss auf das Album genommen?

Elin: Er ist ein toller Produzent und sehr kreativ.

Dorian: Ich glaube, dass er am zweiten Album sogar noch stärker beteiligt war als am ersten. Das mag daran liegen, dass er auch großen Gefallen an Soulmusik hat. Wir waren diesbezüglich alle auf einer Wellenlänge. Er sieht immer nur den Song und versucht, das Beste aus ihm herauszuholen. Fehlt hier vielleicht noch ein Fill an den Drums oder ein Gitarrensolo? Bringt es dem Song etwas oder stellt es nur handwerkliche Fähigkeiten zur Schau? Das tut uns sehr gut, denn Musiker wollen manchmal bloß das Lick auf die Platte bringen, das sie gestern gelernt haben. (lacht)





Mit eurem Debüt konntet ihr Platz 4 der Charts erreichen. Was erhofft ihr euch für Album Nr. 2?

Elin: Puh… Wir werden sehen, was passiert. Wir hoffen natürlich, dass den Hörern das Album gefallen wird. Ich persönlich mag es sehr, aber nun müssen die Hörer entscheiden.

Dorian: Wir sind sehr stolz auf das Album:

Elin: Ja, und es wird riesigen Spaß machen, diese Songs live zu spielen. Außerdem können wir nun interessantere Sets spielen, weil wir mehr Material zur Auswahl haben.


Ihr seid mittlerweile recht bekannt. Nehmt ihr selbst wahr, dass ihr "das nächste große Ding" in der Rockszene seid?

Elin (lachend): Nein.

Dorian: Es ist natürlich super, dass viele Leute zu unseren Shows kommen, aber das ist für uns nicht selbstverständlich. Wir fühlen uns nicht wie Rockstars oder so. Wir spielen gerne Musik und finden es toll, dass es den Leuten gefällt.

Elin: Außerdem ist unsere Zuhörerschaft sehr breit gefächert. Alt, jung, Metalheads, Bluesfans. In England kommen teilweise Anzugträger zu unseren Shows. Das ist schon abgefahren.

Dorian: Auch von älteren Semestern werden wir sehr gemocht, weil wir sie an die Musik erinnern, die sie selbst in den 60ern gehört haben.

Elin: Das ist auch etwas, was ich besonders toll finde: Unsere Musik bringt viele Generationen auf dem gleichen Konzert zusammen. Das weiß ich sehr zu schätzen.





Was gefällt euch am besten: Tour oder Studio?

Elin: Für das zweite Album haben wir echt nicht das beste Studio erwischt. Wir mussten auf dem Boden schlafen, es gab keine Fenster, …

Dorian: Ja, man fühlte sich ein bisschen wie in einer Höhle und das ging etwa drei Wochen so.

Elin: Sonne gab es auch nicht, weil das im schwedischen Winter nun einmal so ist. Man geht vor die Tür und es ist komplett dunkel.

Dorian: Es hat geregnet und man konnte sich eigentlich nur einen Kebab holen, wenn man etwas essen wollte, weil es im Studio keine Küche gab. Trotzdem ist es erfüllender, im Studio etwas Neues zu erschaffen. Auf Tour spielt man hingegen immer wieder die gleichen Songs. Dafür ist auf Tour jeder Tag anders und man lernt viel dazu.

Elin: Letztendlich ist es die Mischung. Man braucht ein Album, um auf Tour gehen zu können. Wenn man lange unterwegs war, ist es sehr schön, sich wieder länger am gleichen Ort aufzuhalten.


Wie groß ist euer Interesse an Mode? Schließlich tragt ihr viel Kleidung aus den 60er und 70er Jahren.

Elin: Oh, ich mag das sehr! (lacht) Ich bin so etwas wie ein Shopaholic und liebe Vintage-Kleidung. Ich versuche aber meinen eigenen Stil zu haben. Das ist mir schon wichtig. Ich denke auch, dass die Musiker und Filmstars in den 60er Jahren so unglaublich cool aussahen, dass man diesen Stil ohnehin nicht nachahmen kann. Wenn die ganze Welt wieder so aussehen könnte, fände ich das super. (lacht)

Dorian: Ich finde das auch wichtig. Elin ist da vielleicht noch etwas interessierter, aber…

Elin: Ja, ich seid vor allem Technik-Nerds!

Dorian: Ja, wir sind da immer gespalten. Ein neues Shirt ist super, eine neue Gibson-Gitarre aber auch. (lacht)

Timon Menge [sludgeworm]

Autor: Timon Menge [sludgeworm] | 06.08.2016 | 19:30 Uhr

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