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Interviewpartner: Elin & Zack

Die BLUES PILLS haben den modernen Rock'n'Roll geprägt und gehören dieser Tage zu den vielversprechendsten Newcomern überhaupt. Am Freitag erscheint nun endlich das langersehnte Erstgeborene der Truppe aus Schweden, Frankreich und den USA. Wir bekamen Frontfrau Elin und Bassist Zack an den Hörer und fragten sie aus: Über ihre Lieblingsmusik aus vergangenen Dekaden, persönliche Kleinigkeiten und natürlich auch über das neue Album.




Hi Elin, hi Zack! Vielen Dank, dass Ihr euch die Zeit hierfür nehmt und herzlichen Glückwunsch zu eurem fantastischen Debüt! Wie geht's euch?

Zack: Mir geht's super, danke für das Interview!

Elin: Ja, mir geht's auch sehr gut! Vielen Dank!


Alles klar, lasst uns mit einer kleinen Einführung beginnen. Welche Geschichte steckt hinter eurem Bandnamen?

Zack: Na klar! Eigentlich haben wir den Namen von einem deutschen Blog, der unbekanntere Musik und Aufnahmen der 60er und 70er vorstellte, vor allem Psychedelic, Rock und Blues. Ich habe dadurch viel gute Musik entdeckt. Naja, und dieser Blog hieß eben BLUES PILLS. Dann haben wir uns irgendwie mit diesem Typen angefreundet. Er bucht Shows in Deutschland, unter anderem das Freak Valley Festival, auf dem wir grade erst gespielt haben. Und als wir dann Freunde wurden, haben wir ihn gefragt, ob wir den Namen für uns als Band benutzen dürfen – es machte ihm nichts aus. Und ja, im Prinzip haben wir also den Namen, weil wir so unglaublich viel Inspiration in Sachen Musik von diesem Blog mitgenommen haben. Und natürlich mögen wir den Namen auch! [lacht]


Du sprichst bestimmt von Jens Heide.

Zack: Genau!

Elin: Er hat uns eine Menge geholfen seit unserer Bandgründung.


Könnt ihr beschreiben, was das Besondere am Freak Valley Festival ist?

Zack: Es ist die gesamte Atmosphäre. Das Festival ist so großartig, weil es sich genau mit der richtigen Musik beschäftigt und es ist eins der besten Festivals für Psychedelic, Stoner Rock oder all diese Musikrichtungen, also kommen alle Fans dieser Richtungen dorthin, um tolle Bands zu sehen. Das sorgt für einen sehr guten Vibe!

Elin: Es ist auch irgendwie wie ein Familienfestival. Es ist groß, die Leute sind freundlich, entspannt und aufgeschlossen. Das mag ich sehr.


Cool. Zurück zu den BLUES PILLS: Ihr seid Teil einer Band, die währende der letzten Monate viele wichtige Preise auf der ganzen Welt gewonnen hat. Habt ihr das schon realisiert oder ist alles wie bisher?

Zack: Wir nehmen den Erfolg auf jeden Fall wahr und es ist eine sehr aufregende Zeit für uns. Aber wir versuchen, uns all die Komplimente und anderen Dinge nicht zu sehr zu Kopf steigen zu lassen, weil wir immer versuchen uns weiterzuentwickeln und als Musiker zu verbessern. Ich denke, wenn du diese Bodenhaftung verlierst und zu sehr auf all die Komplimente hörst, dann glaubst du es irgendwann zu sehr und denkst, es gibt nichts mehr besser zu machen. Also versuchen wir uns darauf zu konzentrieren, was wir optimieren könnten. Aber wir bekommen die ganze Aufmerksamkeit definit zu spüren und dafür sind wir sehr dankbar.

Elin: Also für mich hat sich nicht sehr viel verändert, es fühlt sich an wie vorher. Versteh mich nicht falsch, Ich bin sehr, sehr glücklich über all die tollen Dinge, die im Moment passieren. Aber ich glaube, ich habe es noch nicht wirklich realisiert, und ich denke das ist auch irgendwie gut. [lacht]




Viele Bands haben die Musik aus den 60ern und 70ern in den letzten Jahren entdeckt und wiederbelebt. Wie erklärt ihr euch dieses Phänomen?

Zack: Diese Frage wird uns oft gestellt, aber ich kann nicht wirklich eine Antwort darauf finden. Ich kann bloß erzählen, was ich in dieser Musik gesehen habe, als ich begonnen habe sie zu hören. Diese Musik hat etwas sehr authentisches, wenn du sie mit heutiger Musik vergleichst. Es ist in gewisser Wese wie klassische Musik, denn du musst als Musiker bestimmte Fähigkeiten haben, um es gut zu machen. Es geht mehr um natürliche, musikalische Fähigkeiten, das Gefühl und die Emotionen dabei - verglichen mit Elektro oder Pop, was ja meistens digital aufgenommen wird und wo alle Fehler hinterher behoben werden können. Diese Art der Aufnahme nimmt der Musik die Lebendigkeit. Vielleicht vermissen die Leute genau das in der heutigen Musik und gehen daher zurück zu den Ursprüngen.

Elin: Ich finde das ist eine gute Frage und ich habe ebenfalls keine Antwort darauf. Vielleicht wollen die Leute wieder den echten Kram, sie wollen Musikern zuhören, die wirklich spielen können – und das auch auf der Bühne. Ich finde das, was wir machen ist ehrlicher als das, was im Radio läuft, verstehst du?


Absolut. Wenn ihr drei eurer Lieblingsalben aus dieser Zeit wählen müsstet, welche wären das?

Zack: Oh, wow… es gibt so viele, zwischen denen man sich entscheiden müsste. Aber das erste, was mir in den Sinn kommt , ist "Then Play On" von FLEETWOOD MAC und irgendwas von CAPTAIN BEYOND. Außerdem noch THE UNDISPUTED TRUTH mit ihrem Album "Cosmic Truth", was ich erst kürzlich gehört habe.

Elin: Ähm, ich würde sagen… "Tons Of Sobs" von FREE. Uuuuuund… [lacht] "Lady Soul" von ARETHA FRANKLIN. Und… ohje, das ist echt schwierig… Die erste Platte von der Schwedenrock Band NOVEMBER: "En ny tidär här".


Und wie sah euer erster Kontakt mit diesen Bands aus?

Zack: Ich glaube ich hab angefangen, Platten zu sammeln, als ich 17 war. Davor hab ich schon JIMI HENDRIX, LED ZEPPELIN, BLACK SABBATH und all die anderen großen Namen gerne gehört. Aber als ich 17 war, hab ich angefangen mehr nach unbekannterer Musik zu suchen, Platten zu sammeln und einfach mich mehr in dieses Genre hineinbegeben. Und ich hab sehr viel Musik entdeckt! Sei es beim Stöbern im Plattenladen oder aber auf Blogs, wie ich's vorhin erwähnt habe. Dadurch habe ich sehr viele Bands entdeckt. Es war fast wie eine Sucht, weil ich irgendwie dabei war, eine komplett neue Welt zu entdecken mit all diesen Bands, von denen die meisten Menschen noch nie etwas gehört hatten.

Elin: Ich habe angefangen ARETHA FRANKLIN zu hören, als ich noch ein kleines Kind war, denn mein Vater hatte viele Soulalben zuhause. Als ich sie entdeckte, mochte ich ihre Stimme auf Anhieb. Es steckt etwas gospelmäßiges darin. Ich bin nicht christlich, aber trotzdem mag ich ihre Stimme [lacht]. Und sie hat eine Menge guter Songs, die keine Gospelsongs sind. Abgesehen davon hing ich mit den Metaltypen in meiner Schule herum, weswegen ich immer in Kontakt mit musikinteressierten Leuten war. Also im Prinzip kam ich durch Freunde und den Austausch von Musik zu diesem Genre. Und ein Grund ist natürlich noch, dass ich in einer Band mit Zack spiele. Er ist ein Musikjunkie und versorgt mich mit einer Menge Musik, von der ich noch nie etwas gehört habe.




Zack, die nächste Frage ist perfekt für einen Musikjunkie. Und weil ich ebenfalls Bass spiele, muss ich sie dir einfach stellen: Deine drei liebsten Bassisten aller Zeiten?

Zack: Also ich mag Geezer Butler von BLACK SABBATH sehr. Ein zweiter wäre James Jamerson, der den Bass bei sehr vielen Motown-Songs gespielt hat. Damit war er Teil von mehr Hits als sonst irgendjemand zuvor. Und der dritte wäre Mel Schacher von GRAND FUNK RAILROAD.


Gute Wahl! Elin, für dich habe ich auch eine spezielle Frage: Was denkst du über Bezeichnungen wie „Female-fronted Metal“ aus einer Gender-Perspektive?

Elin: Uff... Alter, du hast echt gute Fragen! [lacht] Ich denke nicht, dass das irgendwie von Bedeutung ist. Ich bin einfach Musikerin. Solche Bezeichnungen sind einfach total egal, das ist alles. [lacht]


Wie sieht denn eine typische BLUES PILLS-Bandprobe aus?

Zack: Nunja, im Moment proben wir nicht sehr viel, weil unser Gitarrist Dorian Sorriaux in Frankreich seinen Schulabschluss macht. Meistens haben wir aber nur eine Probe vor einem Auftritt. Eine typische Probe würde wahrscheinlich exakt so aussehen wie bei jeder anderen Band: Wir würden unser Set durchgehen, und nachdem wir eine Weile geprobt hätten, würden wir ein paar neue Ideen ausprobieren.


Lasst uns jetzt zu eurem Debüt kommen. Der ganze Sound unterscheidet sich sehr von eurer ersten EP. Die "Devil Man EP" klingt sehr klar, rhythmisch und reduziert, während euer Debüt melodischer, psychedelischer und beschwingter ist… Warum genau habt ihr euren Sound verändert?

Zack: Ich glaube nicht, dass wir den Sound bewusst grundlegend geändert haben, aber ich kann sagen, dass wir mit der EP nicht wirklich zufrieden waren. Das Album klingt mehr danach, wie wir es uns vorgestellt haben und meiner Meinung nach ist die Produktion auch um einiges besser. Die EP haben wir selber aufgenommen und sie war nur als Demo gedacht. Die Songs wurden also aufgenommen, bevor sie richtig fertig waren und mit dem Album konnten wir jetzt alles perfektionieren und uns um die Details kümmern. Ich weiß nicht, ob wir das wirklich beabsichtigt haben, aber es ist jetzt einfach passiert. Wir hatten mehr Zeit, um über die Melodien, Soundeffekte und all das nachzudenken.


Vor allem "Devil Man" klingt sehr anders, als die Version auf der EP. War es hart den Song umzuschreiben? Für mich fühlt sich das an wie ein komplett neues Stück.

Zack: Wir haben ihn nicht wirklich umgeschrieben, sondern eher das ein oder andere hinzugefügt. Das Original war aus einer sehr frühen Phase unserer Band und wir haben nicht beabsichtigt, es zu dieser Zeit zu veröffentlichen – auch wenn es letztendlich so endete. Wir haben den Song einfach nochmal veröffentlicht und wollten nicht noch einmal die selbe Version vorlegen. Es wird immer Leute geben, denen die Originalversion besser gefällt. Aber ich finde es besser, eine neue Version zu veröffentlichen als einfach nochmal genau die gleiche.




Das Albumcover sieht auch großartig aus, und es ist sogar ein Original aus den 60ern! Von wem ist es und was bedeutet es euch?

Zack: Es ist von Marijke Koger-Dunham. Sie hatte einige Erfolge in den 60er Jahren. Sie gestaltete einige Cover für die BEATLES und CREAM, aber auch für Bands wie THE MOVE und THE INCREDIBLE STRING BAND. Für mich persönlich zeigt es dieses Gleichgewicht des Lebens, weil es diese gegensätzlichen Elemente enthält. Es ist einfach ein Symbol für die Balancen des Lebens: Sonne und Mond, Yin und Yang… das ist die Idee dahinter. Und all diese Gegensätze verbinden sich in dem Bild miteinander.


Wie würdet ihr den Vibe der BLUES PILLS in ein paar Worten beschreiben?

Elin: Ich würde sagen… groovy, soulig, ehrlich und emotional. Und hart!

Zack: Ich sehe uns als Psychedelic-Soul-Band, die ihre Wurzeln im Blues hat.


Ihr tourt eine Menge, am Freitag wird euer Debüt veröffentlicht. Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Zack: Nach den kommenden Festivals in Europa spielen wir im Herbst eine Headliner-Tour, da geht's dann auch nochmal nach Europa!

Elin: THE VINTAGE CARAVAN werden uns begleiten. Und wir spielen auch in Deutschland, um die ausgefallenen Konzerte vom Jahresanfang nachzuholen.

Zack: Und dazwischen wird etwas Zeit sein, in der wir hoffentlich dazu kommen, ins Studio zu gehen und dort an unserem zweiten Album zu arbeiten. Und das wird etwas dauern, weil wir nicht alles am Stück aufnehmen können. Anfang 2015 wollen wir dann nach Amerika. Das ist noch nicht bestätigt, aber wir bemühen uns, damit das klappt. Sonst haben wir noch keine weiteren Pläne.


Das ist sicherlich auch erstmal genug. Elin, Zack, ich danke euch vielmals für dieses Gespräch. Lasst uns das Interview mit ein paar Fun Facts abschließen. Was war der verrückteste Job, den ihr je gemacht habt?

Zack: Der einzige Job, den ich je hatte, war einer als Hausmeister. Ich habe in einer Musikschule geputzt. [lacht]

Elin: Einer von meinen Jobs war lustig, aber nicht so abgefahren. Ich hab Skier repariert, in einem Skiverleih. [lacht]


Und welche ist deine Lieblingskneipe?

Zack: Meine heißt The Rock Bar und ist in Örebro. Ich glaube das ist auch überhaupt der einzige Ort in der Stadt, wo man abhängen kann.


Und deine, Elin? Abgesehen von der, in der du arbeitest?

Elin: [lacht] Verdammt, sie lag mir schon auf der Zunge! Irgendeine dreckige Rockbar, aber ich mag es immer, wenn du noch mit den Leuten um dich herum quatschen kannst.


In welchem Land hat euch das Touren bis jetzt am besten gefallen?

Zack: [denkt nach] Ich glaube es war Australien. Hauptsächlich aber, weil es so interessant war, mal nach Australien zu kommen. Es waren nicht unbedingt die besten Konzerte, aber es war irgendwie anders und hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.


Das glaub ich gerne. Ich habe die Fotos von euch und den Kängurus auf Facebook gesehen.

Zack: [lacht] Ja, das war echt witzig!

Elin: Für mich persönlich ist es tatsächlich Deutschland, wir haben hier immer großartige Auftritte. Wenn wir in Schweden spielen, bin ich immer so nervös. [lacht]

Timon Menge [Timon]

Autor: Timon Menge [Timon] | 20.07.2014 | 19:20 Uhr

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