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Interviewpartner: Elizabeth Schall

Völlig zu Unrecht weitgehend unbeachtet von der Metal-Weltöffentlichkeit haben DREAMING DEAD aus Los Angeles ihr mittlerweile zweites Full-Length-Album, „Midnightmares“, über die Ziellinie gebracht.
Nachdem ihr bereits durchaus bemerkenswertes Debüt, „Within One“, 2009 noch via Ibex Moon erschienen war, haben DREAMING DEAD den Nachfolger nunmehr komplett in Eigenregie aufgenommen und in den Handel gebracht.
Warum diese Band bislang - trotz ihrer hochqualitativen Melange aus Melodic Death/Black und Thrash Metal - tatsächlich keinen hochdotierten Plattenvertrag an Land ziehen konnte, bleibt ein Rätsel.
Mehr als Grund genug also, nicht nur diesbezüglich bei Frontfrau, Mainwoman und Gitarristin in Personalunion, Elisabeth Schall, nachzuhaken!







Hi, Danke für Deine Zeit und Glückwunsch zu einem großartigen, neuen Album! Mir hat ja schon „Within On“ sehr gefallen, das es mühelos an die Spitze – zumindest meiner – Top Ten von 2009 geschafft hat. Mit Eurer zweiten LP, „Midnightmares“, habt Ihr aber nun fast schon einen modernen Klassiker geschaffen bzw. - alles Fanboytum beiseite – einen Riesensprung geschafft.

Wie geht’s, Dirk?! Vielen Dank für die netten Worte! Es ist toll, so etwas von Leuten zu hören, die so weit weg von uns sind und die unsere Arbeit zu schätzen wissen.
Ich bin wirklich glücklich mit dem Ergebnis von „Midnightmares“. Es hat uns eine Menge Zeit und Mühe gekostet, um den Sound hinzubekommen, nach dem wir für dieses Album gesucht haben.


Sei doch so nett und stell' unseren Lesern und Euren zukünftigen Fans die Band und ihre Mitglieder vor!

Aber, klar doch. Da wären Mike Caffell an den Drums und Backing Vocals, Juan Ramirez am Bass, Chris McCarthy an der Gitarre und dann noch ich selbst, Elizabeth Schall, am Gesang und an der Gitarre.



Was habt Ihr seit Veröffentlichung von „Within One“, das ja noch via Ibex Moon Records erschienen ist, so getrieben? In den USA wart Ihr doch auf Tour mit Hochkarätern wie NILE und MORBID ANGEL, trotzdem musstet Ihr ein „Fundraising“-Projekt für Eure neue LP, „Midnightmares“, die komplett in Eigenregie veröffentlicht wurde, ins Leben rufen, um die 5000 US-Dollar aufzutreiben, damit physische Versionen davon, d.h. CDs und Vinyl, produziert werden konnten, richtig? Was ist mit Eurem Plattendeal passiert? Hat es wirklich keine akzeptablen Angebote von irgendeinem anderen Independent- oder Major-Label gegeben?

Gleich nachdem wir „Within One“ durch Ibex Moon Records veröffentlicht hatten, waren wir 2008 auf Tour mit MASTER und GOREAPHOBIA. Dann wurden wir 2009 vom Management der Bands auf eine komplette US-Tour mit den Death Metal-Giganten NILE, IMMOLATION und KRISIUN eingeladen, was eine der tollsten Erfahrungen in meinem verrückten Leben als Musikerin gewesen ist.
Während dieser Zeit begannen [auch] unsere Probleme mit Ibex Moon Records [Label von John McIntee von INCANTATION, Anm. d. Verf.] und unglücklicherweise mussten wir unseren Lizenzvertrag [mit ihnen] dann 2010 aufgeben.
Wir waren nie auf Tour mit MORBID ANGEL, haben aber eine Show mit ihnen in Hollywood im „House Of Blues“ gespielt. Wir haben ein „Live“-Video zu [unserem Song] „Lapse“ daraus zusammen gestellt, das übrigens gleich hier angecheckt werden kann:



Spulen wir mal schnell vor [in die Gegenwart], wir schreiben also 2012 und sind mittlerweile fertig mit dem Schreiben und dem Aufnehmen von „Midnightmares“. [Nun] haben wir [uns alle Mühe gegeben], das bekannt zu machen und ich habe das Material an [wirklich] jedes Label verschickt, das mir eingefallen ist. Schließlich wurden wir [sogar] von Napalm Records angesprochen, aber danach hat sich [dann irgendwie] nichts mehr getan... Schließlich nur noch Schweigen [von ihrer Seite].
Niemand sonst war interessiert. Ich konnte es wirklich kaum glauben, war [erst] ziemlich wütend und irgendwie auch [traurig und] depressiv, um ganz ehrlich zu sein.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich also nicht [so recht] weiter, habe dann aber beschlossen, das Beste aus der Situation zu machen und eben nur eine digitale Version des Albums zu veröffentlichen.
Natürlich konnte aber meine vernünftige Seite [dann gar] nicht anders, als mit dem [schmutzigen] Spiel weiter zu machen und wir sind soweit gegangen, in einen Remix und ein Remastering des Albums durch Brian Elliott in den „Mana Recording Studios“ [von Erik Rutan von HATE ETERNAL, Anm. d. Verf.] zu investieren und hatten schließlich noch die Idee, die „Kickstarter Video-Kampagne“ zu starten, um Spenden über unsere Fans zu sammeln und sie zu bitten, uns damit zu helfen, unser Album [doch noch] zu veröffentlichen. Wir hatten eigentlich ein Ziel von 5000 US-Dollar angepeilt. Nachdem die Kampage gestartet worden war, sprudelten die Spenden plötzlich nur so und nach gerade einmal 20 Tagen hatten wir bereits 5600 US-Dollar, die wir [dann] auch direkt für die CD- und LP-Pressung von „Midnightmares“ verwendet haben.
Komplette DIY-Produktion, totaler Underground. Dieses Gefühl von Freiheit ist überwältigend. Hier könnt Ihr Euch die Video-Kampagne zu Gemüte führen:




DREAMING DEAD sind doch eigentlich offiziell ein Trio, aber im Video zu „Lapse“ steht eine weitere Gitarristin mit auf der Bühne. Engagiert Ihr Live-Musiker für Eure Gigs?
Was ist mit Eurer zweiten Gitarristin, Stephanie Pickard, passiert, die Ihr letztes Jahr rekrutiert hattet?


Nita Strauss, eine totale Shredderin und eine sehr gute Freundin von mir [sie spielt auch noch für CONSUMED THE FIRE und THE IRON MAIDENS], hat uns für diese Show ausgeholfen, als wir eben für MORBID ANGEL eröffnet haben.
Wir hatten schon mehrere weibliche Gitarristen in unserem Line-Up, aber keine von ihnen hat letztlich zu uns und unseren Zielen gepasst. Vorige offizielle Mitglieder waren auch [noch] Samantha Perez und Leslie Medina.
Obwohl Stephanie Pickard auf Bandfotos mit uns zu sehen ist, haben wir sie nie als offizielles Bandmitglied betrachtet, weil sie [auch] nie eine [einzige] Live-Show mit uns gespielt hat.


„Corpse Mtn“ stellt für mich fast so etwas wie die Quintessenz dieses Albums dar, weil er DREAMING DEAD in Sachen Songwriting, Musikalität, handwerklichem Können, Melodie und Harmonien ziemlich gut repräsentiert.
„Midnightmares“ hat verschiedene Schattierungen von Metal zu bieten, beim ersten Hinhören ist da Melodic Black Metal [z.B. den Titeltrack oder „Overlord“], Melodic Death Metal [„Lapse“], Tech/Progressive Death Metal [„Into The Abyss“ oder „Exile“] und Thrash Metal. Aber – zumindest meiner unbescheidenen Meinung nach – diesmal ist da noch mehr..., mehr Melodie, mehr Melancholie [„Departure“], sogar eine gewisse Nachdenklichkeit [„In Memoriam“]?!
Ist das nun Zufall, natürlicher Fortschritt, Lebenserfahrung oder nichts davon?


Unser Debüt, „Within One“, wurde als Duo, von mir und Mike, geschrieben und auch aufgenommen, wohingegen dieses neue Album, „Midnightmares“, eben als Trio entstanden ist, mit viel mehr gleichwertigen Beiträgen von allen Mitgliedern. So ist z.B. „Wake“ und „Departure“ von Mike geschrieben worden, „Corpse Mountain“ und „In Memoriam“ stammen von Juan. Wir alle drei haben unsere eigenen Ideen und Einflüsse eingebracht, von daher macht es nur Sinn, dass dieses Line-Up, nachdem wir [nun] seit über vier Jahren zusammen spielen, etwas zustande gebracht hat, das sich selbst treu ist und [gleichzeitig] den natürlichen Fortschritt unserer Musik wiedergibt. Es wird [sicherlich] interessant zu sehen, in welche Richtung unser Sound sich mit Chris zusätzlich an der Gitarre entwickeln wird.


Bist Du oder ist die Band eigentlich beleidigt, wenn Ihr immer wieder mit den späten DEATH oder auch ARCH ENEMY verglichen werdet?

Von diesen Vergleichen hat es in der Vergangenheit eine ganze Menge gegeben und auch in den Reviews zu „Midnightmares“, wo die Schreiber sich daran fast schon stören oder sich durch den „offensichtlichen“ Einfluss von DEATH [richtiggehend] beleidigt fühlen. Einer ist sogar soweit gegangen, mich als „weiblichen Chuck Schuldiner-Zombie“ zu bezeichnen, „der in einer DEATH-Coverband spielt“. Ich habe fast das Gefühl, dass manche Leute nicht mit dem klarkommen, was wir anzubieten haben, so als ob es nicht in ihre engen Verstandesgrenzen passen würde.



Das Cover-Artwork stammt wieder von Travis Smith, der erneut ganze Arbeit geleistet hat und mit dem Bild die Albumatmosphäre ziemlich gut umsetzt...
Wie kommt es zu dieser Kooperation? Ist das Artwork eines so renommierten Cover-Künstlers wie Travis Smith überhaupt erschwinglich für eine „ungesignte“ Band wie DREAMING DEAD?


Travis hat seit den ersten Tagen von DREAMING DEAD mit uns gearbeitet, nachdem ich ihn 2007 kontaktiert hatte, um uns mit dem Artwork für „Within One“ helfen zu lassen. Seitdem hat er das Artwork für unsere beiden Releases gemacht. Letztlich ist die Frage, ob man sich so etwas leisten kann, damit eher trivial. Wir sehen seinen Beitrag zu unserer Vision [deshalb vielmehr] als Kompliment und eine Art Investition.


Es gibt da ein paar eher ungewöhnliche Promo-Fotos von der Band unter Wasser, Du mit einer Rose zwischen den Zähnen oder die Band inmitten von Rosenblättern im Wasser. Nicht sehr Metal, aber ziemlich unterhaltsam – wessen Idee war das denn bitteschön?

Das war die Idee des Fotografen. Wir hatten diese Foto-Session nach der NILE-Tour 2010 und diese Unterwasser-Bilder gemacht, weil wir ganz einfach die Möglichkeit dazu hatten.
Unsere Vielseitigkeit und Bereitschaft, uns auf ganz unterschiedliche Weise künstlerisch auszudrücken und unsere Fähigkeit, auch mal aus dem Gewohnten auszubrechen, zeigt sich [eben] nicht nur in unserer Musik, sondern auch in der Art und Weise, wie wir mit anderen Künstlern zusammen arbeiten... Ach ja, und wir waren high.


Was sind Deine persönlichen Top Five-Alben aller Zeiten?

Uff, das ist schwierig, da gibt es einfach viel zu viele, um das auf nur fünf 'runter zu brechen. Wie auch immer, los geht’s:

GUNS N' ROSES - „Appetite For Destruction“
MEGADETH - „Rust In Piece“
ALICE IN CHAINS - „Dirt“
PANTERA - „Cowboys From Hell“
EMPEROR - „Anthems To The Welkin At Dusk“
BLOODBATH - „Nightmares Made Flesh“
OPETH - „My Arms Your Hearse“
GEORGE MICHAEL - „Faith“
TYPE O NEGATIVE - „October Rust“


Hast Du irgendwelche Vorbilder? Mit wem würdet Ihr gerne mal auf der Bühne stehen?

Ich habe kein richtiges Idol und meine Tage als weiblicher Fan waren [spätestens dann] gezählt, als Mike Patton [u.a. FAITH NO MORE, Anm. d. Verf.] mir im Jahre 2000 bei einer MR. BUNGLE-Show den Stinkefinger gezeigt hat. Damals ist mir [endlich] klar geworden, dass es niemals um den Musiker, sondern immer nur um die Musik geht.
Andererseits muss ich aber zugeben, dass ich sehr, sehr großen Respekt für Leute wie Michael Akerfeldt [von OPETH, Anm.d. Verf.] und IHSAHN [ex-EMPEROR, Anm. d. Verf.] hege und mich wie im Himmel fühlen würde, wenn ich jemals mit einer ihrer jeweiligen Bands spielen könnte.


Gibt es Tourpläne für Europa?

Frag' mich mal, haha. Es gibt nichts, was ich lieber täte, als in Europa zu spielen, aber unglücklicherweise haben wir noch kein Angebot dafür bekommen. Das ist das einzige [echte] Problem, das ich damit habe, in einer DIY-Band zu sein, denn wir haben keine anständige Distribution, was es [ausgesprochen] schwierig für uns macht, unseren Namen bekannt zu machen und Touren zu bekommen.


Möchtest Du noch ein paar letzte Worte verlieren? Danke für Deine Zeit und ich freue mich schon darauf, Euch endlich mal dabei zuschauen zu dürfen, wie Ihr Deutschland in Schutt und Asche legt...!

Vielen Dank für das Interview, Dirk! Das hat richtig Spaß gemacht und war mir ein echtes Vergnügen. Ich hoffe, Euren Lesern gefällt es und dass ich wenigstens damit bei Euch sein kann, lieber früher als später. Cheers!

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 19.07.2012 | 21:13 Uhr

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