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Interviewpartner: Elliot Desgagnes

Nach der EP „Marée Noire“ [2010] liefern die kanadischen Tech-Deather BENEATH THE MASSACRE nun mit „Incongruous“ den Nachfolger zu ihrer letzten Full Length, „Dystopia“ [2008], ab. Sänger Elliot Desgagnes meldet sich bei Metalnews.de erneut im Interview zu Wort und erläutert die Hintergründe von „Incongruous“.




Hi Elliot. „Incongruous“, Euer neues Album, erscheint Ende Februar. Wie lange habt Ihr an der Scheibe gearbeitet?

Das Songwriting für „Incongruous“ hat 2008 fast direkt nach den Aufnahmen von „Dystopia“ begonnen. Wir haben eigentlich nie aufgehört, weiter Songs zu schreiben. Einige davon sind dann auf der „Marée Noire“-EP gelandet, aber einige haben nicht wirklich zur EP gepasst, sodass wir sie für das kommende Album einplanten. Die letzten zwölf Monate waren aber besonders intensiv in Sachen Songwriting.


Wie verläuft eigentlich das Schreiben von neuen Stücken bei BENEATH THE MASSACRE? Da Ihr Euch eigentlich ständig auf Tour befindet, geschieht sicher auch viel in diesem Rahmen? Wie oft probt Ihr eigentlich?

Jedes Lied hat eine andere Geschichte. Einige der Songs wurden von Chris auf der Gitarre begonnen und dann an Justin gegeben, um Schlagzeugmuster hinzuzufügen. Manchmal, wie im Falle von „Grief“, hat dann Justin Ideen für die Drums, und Chris schreibt ein interessantes Riff dazu. Insgesamt ist aber Chris derjenige, der ein neues Stück beginnt, und die anderen Bandmitglieder steuern dann Ideen bei, bis alle damit zufrieden sind oder es fertig aufgenommen ist und wir nichts mehr daran ändern könnten. Meistens einigen wir uns auf die Struktur, aber jeder ändert und arbeitet an den eigenen Parts, sodass es immer ein bisschen stressig ist, wieder ins Studio zurückzukehren, da man weiß, dass alles ziemlich wahrscheinlich ganz anders als beim letzten Hördurchlauf sein wird. Also, ja, ein ziemlich chaotischer Schreibprozess.
Und was das Proben betrifft: Es kommt ganz darauf an, was die Band momentan vorhat. Normalerweise proben wir viel vor Touren, machen uns aber auch nicht verrückt. Wir brauchen nicht wirklich die Songs zu proben, die wir eh nicht auf der Tour spielen werden, was es einfacher macht, die eigentlichen Songs einzustudieren und auf den Punkt genau zu spielen. Wir üben dann mehr und mehr, je näher der Beginn der Tour rückt.


Welche Veränderungen und welche neuen Ideen nimmst Du auf „Incongruous“ wahr? Wie steht es mit den Stücken „Hopes oder auch „Unheard“, die technisch noch eine Spur abgefahrener sind?

Nun ja, wir haben im Vergleich zu den Vorgängern deutlich mehr Zeit mit dem Songwriting verbracht. Ich bin der Meinung, dass uns das einen distanzierten Blick auf die Songs erlaubte, ehe wir weiter an ihnen arbeiteten. Es ist fast so, als würde man das dann noch mal frisch und ausgeruht hören. „Unheard“ ist ein Stück, das Chris während der Summer Slaughter Tour 2009 begann. Ich habe dann ein, zwei Riffs dazu geschrieben, es ungefähr ein Jahr lang liegen lassen, und dann haben wir das Ganze alle zusammen ungefähr zwei Wochen vor dem Studioaufenthalt fertiggestellt. Ich mag diesen Song sehr, obwohl extrem viel darin passiert.




Was ist eigentlich „unpassend/unvereinbar“ [„incongruous“] und wie kamt Ihr auf diesen Titel? Womit befasst Du Dich diesmal thematisch? Kannst Du uns bitte in diesem Zusammenhang einen Einblick in „Pedestal“ und „Left Hand“ geben?

Ich habe auf den letzten drei Alben über die Absurdität unseres Lebensstils geschrieben. Hm, ich versuche es mal irgendwie in Kurzform: Das neue Album dreht sich darum, dass die Menschheit sich nicht darüber bewusst ist, wie glücklich wir uns eigentlich schätzen sollten, dass wir überhaupt am Leben sind und dass uns nur eine Sache wirklich selbst in Gefahr bringt: Unser Wirtschaftssystem, das auf der Aufwertung des individuellen Profits basiert, die Ausbeutung anderer, unsere Fixierung auf alte Bücher und Religionen, die sich schon viele Male als falsch, trügerisch sowie Sexismus, Gewalt, Barbarei und Krieg fördernd herausgestellt haben. Wir haben alles, was wir benötigen, um als Menschheit glücklich und wohlhabend zu sein, aber wir scheinen es zu mögen, alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um alles so schwierig und kompliziert wie möglich zu machen. Unglücklicherweise ist der Fortschritt ziemlich langsam, und ich glaube, dass wir bei vielen Dingen schon längst den Punkt verpasst haben, noch das Ruder herumzureißen.
„Pedestal“ ist ein Stück, das sich ein bisschen von den anderen abhebt, da es für uns nur ein Mittel ist, um über all jene Bands zu lästern, die nichts Besonderes aus ihrer Musik machen und trotzdem genau das von sich denken. Wir spielen in einer Szene, in der Musiker die Leute mit ihrer Kreativität und/oder einer Botschaft, die schlichtweg nicht zum Mainstream passen wollte, geschockt haben. Jetzt sieht man Bands, die nun genauso klingen, wie DYING FETUS Anfang der Neunziger klangen, nur halt ohne den vulgären Namen, ohne die bedeutungsvollen Texte und ohne so viele Sachen, die DYING FETUS zu einer solch großartigen Band machten. Nun geben sie sich Bandnamen, die nicht anecken, mit sinnlosen Texten, die für überhaupt nichts stehen, solange ihr neues Video ja auf MTV ausgestrahlt wird und ihre Shirts in irgendwelchen Warenhausketten verfügbar sind. Ich finde, dass viele Sounds, die aus der Underground-Musik stammen, von der Industrie genutzt werden, und wir stellen uns die Frage, wohin uns das eigentlich alles führen wird.


Was kannst Du uns zum Artwork, das etwas ungewöhnlich ausgefallen ist, berichten?

Es gibt eigentlich keine besondere Geschichte dahinter, ganz ehrlich. Es handelt sich um einen Künstler namens William Torres aus Kolumbien, dessen Sachen ich mochte, und eines Tages hat er diese Zeichnung auf seiner Facebook-Seite [ja ja, ich weiß....] online gestellt. Ich fragte ihn, ob wir das etwas modifizieren könnten, um es als unser neues Albumcover zu nutzen, und er sagte sofort zu. Das war's. Die Verbindung mit den Texten ist unklar, da man nicht das gesamte Kunstwerk sehen kann. Es sind eigentlich einige finstere Mönche, die einen Thron mit diesem Mädchen mit einem Ziegenkopf emporheben. Man könnte es so deuten, dass die Menschheit die Unstimmigkeiten verehrt, die ich erwähnte...


Ihr habt wieder mit Chris Donaldson von CRYPTOPSY in Sachen Produktion zusammengearbeitet: Ging es darum, ein gut funktionierendes Team nicht auseinander zu reißen, oder gab es andere Optionen?

Ja, ich würde sagen, dass die Zusammenarbeit mit Chris für „Marée Noire“ klasse war, und wir hatten nicht das Gefühl, dass wir etwas ändern müssten. Donaldson ist ein echter Profi, der bei Aufnahmen sehr wählerisch sein kann und der sehr positiv eingestellt ist. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Kacke ganz schnell am Dampfen sein kann, wenn es darum geht, diese Art von Musik auf eine CD zu bannen, und wir benötigen jemanden wie ihn, der geduldig und positiv sein wird. Es war wirklich großartig, mit ihm zu arbeiten, und ich kann jetzt schon bestätigen, dass wir mit ziemlicher Sicherheit in der Zukunft wieder mit ihm zusammenarbeiten werden.


Gehen wir mal zu „Marée Noire“ und „Evidence Of Inequity“ zurück: Ist vielleicht die EP das geeignetste und intensivste Format für diese Art von Musik, d.h. kurz und knackig in Form von vier bis fünf Songs, um mehr Wirkung zu erzielen?

Ich dachte dies auch, aber „Incongruous“ hat mich ehrlich gesagt eines Besseren belehrt. Dies ist das erste Mal, dass ich sagen kann, dass sich kein Füllmaterial auf dem Album befindet, und wir haben es geschafft, sowohl Songs draufzupacken, die noch chaotischer sind, dann wiederum einige für die Tech-Nerds, hehe, und dann wieder Melodischeres à la „Marée Noire“. Letzten Endes passt das alles ziemlich gut zusammen.


Wären achtsaitige Gitarren wie bei Euren Landsleuten von ION DISSONANCE vielleicht etwas für BENEATH THE MASSACRE, um noch einen draufzusetzen? Wie sehen die nächsten Schritte aus? Vielleicht Vocoder und Klargesang wie bei THE FACELESS?

Nein, nein, nein. Wir packen keine Saiten zu unseren Gitarren hinzu. Wir haben schon eine siebensaitige Gitarre und einen sechssaitigen Bass, und das reicht völlig. ION DISSONANCE sind total abgefahren und stimmen ihre Gitarren zusätzlich noch ziemlich ungewöhnlich. Das überlasse ich aber ihnen. Das gilt auch für THE FACELESS. Ich kann mir nicht vorstellen, Klargesang oder Roboto-Vocals zu machen. Ich finde eh, dass THE FACELESS schon immer deutlich progressiver waren, sodass ich die beiden Bands auch nicht vergleichen würde, auch wenn wir auf die gleichen Touren passen.


Welche Tourpläne gibt es für BENEATH THE MASSACRE? Unter anderem gibt es da ja die Tour mit CARNIFEX um das Veröffentlichungsdatum herum, oder? Und dann wiederum ein Auftritt auf dem Neurotic Deathfest in Tilburg, dessen Haus- und Hofband Ihr fast schon seid? ;-)

Ja, das ist echt ein komischer Zufall, dass wir nun das dritte Jahr in Folge dort spielen, aber wir können uns kaum darüber aufregen, da es ein großartiges Festival ist und wir immer jede Menge Spaß haben, wenn wir in Tilburg spielen. Davon abgesehen haben wir gerade noch nichts geplant, aber ich bin mir sicher, dass wir bald wieder neue Konzerttermine für unsere europäischen Freunde am Start haben werden.


Bonusfrage 1: Was waren Deine Lieblingsalben des Jahres 2011?

HATE ETERNAL – „Phoenix Amongst The Ashes“
ORIGIN – „Entity“
ION DISSONANCE – „Cursed“

Das sind diejenigen, die mir gerade einfallen.


Bonusfrage 2: Welches Buch hast Du zuletzt gelesen, und würdest Du dieses weiterempfehlen?

Das Buch „Wikileaks: Inside Julian Assange's War on Secrecy“. Ich kann das Buch empfehlen, da es umwerfend ist und eine unfassbare Geschichte erzählt, dabei aber auch abstoßend ist. Es ist schwierig, ein ganzes Buch einfach so zusammenzufassen, aber falls Ihr die Sache mit den Wikileaks in den letzten Jahren mitverfolgt habt, dann finde ich, dass Ihr das lesen solltet, da die ganzen Details ausführlich erläutert werden. „Sehr interessant!“


Dann danke ich Dir wieder einmal für Deine Zeit und das Interview!

„Ich danke allen unseren europaeischen und vor allem deutschen Fans fuer ihre Unterstuetzung in den letzten Jahren und jetzt kauft verdammt nochmal das Album!“



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 02.02.2012 | 21:47 Uhr

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