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Interviewpartner: Elliot

Mit „Dystopia“ legen die frankokanadischen Frickel-Deather BENEATH THE MASSACRE ihr neues Langeisen vor, das es ganz schön in sich hat und zudem mit kleineren Veränderungen im Gesamtsound der Band aufwartet, jedoch nach wie vor auf eine Mischung aus sehr technischem und schnellem Death Metal sowie einigen Deathcore-Einlagen setzt. Shouter Elliot Desgagnés äußerte sich zum zweiten Mal in diesem Jahr zu den Fragen von Metalnews.de hinsichtlich BENEATH THE MASSACRE.




Hallo BENEATH THE MASSACRE! Wie ist der Stand der Dinge bei Euch? Euer neues Album, „Dystopia“, erscheint hier am kommenden Freitag. Wie lange habt Ihr an dem neuen Material gearbeitet?

Uns geht es ziemlich gut. Wir sind sehr aufgeregt, weil die Scheibe jetzt erscheint, aber noch heißer sind wir darauf, die Songs auch live zu spielen. Wir haben ein Jahr vor dem Studiotermin ganz langsam angefangen, an den neuen Liedern zu arbeiten, die fast ausnahmslos während unserer Konzertreisen entstanden, da wir eigentlich ständig auf Tour sind. Je näher wir dem Studiotermin kamen, desto intensiver arbeiteten wir an den Songs. Was die Situation im Studio betrifft, so haben wir ziemlich viel Zeit im Northern Studio von Yannick Saint-Amand verbracht; das waren ungefähr zwei Monate. Wir wollten so viel Zeit haben, wie nur möglich war, damit wir nicht hetzen müssen. In der Vergangenheit haben wir unsere Alben immer sehr schnell aufgenommen, aber wir haben kein Interesse mehr daran, so zu arbeiten. Wir möchten uns die nötige Zeit nehmen, die wir im Studio benötigen, damit wir letztendlich auch das Resultat erhalten, das wir uns vorgestellt hatten.


Ihr habt erneut mit Yannick zusammengearbeitet, aber zusätzlich noch Jason Suecof für den Mix und Alan Douches für das Mastering dazugeholt? Wie seid Ihr auf diese Leute gekommen und wie zufrieden seid Ihr mit dem Endergebnis?

Wir haben es immer gemocht, mit Yannick zusammen zu arbeiten. Er steht uns seit unseren Anfangstagen zur Seite und wir waren immer mit seiner Arbeit zufrieden. Er ist so ziemlich derjenige, mit dem wir auf jedem Album zusammenarbeiten wollen. Bei „Dystopia“ war es so, dass wir produktionstechnisch noch etwas zulegen wollten, und nachdem wir eine ganze Weile darüber diskutiert hatten, haben wir dann beschlossen, Jason Suecof zu fragen, ob er die CD abmischen möchte. Jason sagte zu und wir sind dann zu seinem Audio Hammer Studio in Florida geflogen. Das war eine großartige Erfahrung, mit Suecof zu arbeiten. Der Klang von „Dystopia“ ist sehr interessant, da die Instrumente viel mehr nach unserem Live-Sound klingen als die bisherigen Veröffentlichungen, und genau das war unsere Absicht. Wir sind also mit dem Resultat sehr zufrieden, und ich kann bereits jetzt sagen, dass wir beim nächsten Album erneut auf Yannick zurückgreifen werden. Und hoffentlich wird auch Jason wieder die Zeit haben, um das Teil abzumischen.




Wo wir gerade beim Sound sind: Ich habe diesen auf „Dystopia“ als deutlich wärmer als noch auf „Mechanics Of Dysfunction“ empfunden, zumal er auf dem Vorgänger deutlich steriler, kälter und mechanischer klang? Habt Ihr bewusst nach einem anderen Klang gesucht, und falls das der Fall war, aus welchem Grund?

Ja, das stimmt völlig. Wir wollten uns in produktionstechnischer Hinsicht nicht wiederholen, aber vor allen Dingen wollten wir einen Sound, der viel mehr nach unseren Konzerten klingt. Ich selbst bin ein großer Freund von Musik mit einer fetten Produktion, massiven Gitarren und einem wummernd-verzerrten Bass, und wir dachten, dass es eine tolle Sache wäre, das auf dem Album so klingen zu lassen. Da wir Jason Suecof für uns gewinnen konnten, hat uns dies das Selbstvertrauen gegeben, unsere Herangehensweise ein wenig zu „ändern“.


Worin bestehen denn Deiner Meinung nach weitere Unterschiede, die sich auf „Dystopia“ finden lassen, zum Beispiel in Sachen Songwriting? Du meintest gerade, dass ein Großteil während der Touren entstanden ist, oder sammelt Ihr auch ansonsten Ideen und erprobt sie dann?

Chris [Anmerk.: Christopher Bradley, Gitarre] schreibt quasi immer neue Riffs für weitere Songs. Es spielt keinen Unterschied, ob wir auf Tour oder zu Hause sind. Er ist so ein Typ, der eigentlich immer an ein paar Ideen feilt. Danach zeigt er uns, was er ausgearbeitet hat, und ab diesem Zeitpunkt kommen dann alle ins Spiel, um dem Lied Struktur zu geben und es umzuarrangieren. Auf Tour sind einige Aufnahmeprogramme auf unseren Laptops eine große Hilfe. Sobald wir dann mal einen freien Tag haben, im Motel oder sogar Backstage sitzen, dann schnappen wir uns die Soundkarte und fangen an, an den Songs zu arbeiten. Ich sehe auch gar keinen anderen Weg, so viel zu touren, wie es bei uns der Fall ist, und gleichzeitig noch ein neues Album zu schreiben, sodass es gar nicht anders gegangen wäre. Auf unserer letzten Europatour haben wir viel Zeit im Backstage-Bereich und im Bus verbracht, um mit dem Laptop an neuem Material zu arbeiten.


Lass uns doch mal über den Hintergrund von „Dystopia“ sprechen: Wie verstehst Du denn den Titel? Ist es ein düsterer Ausblick auf die Zukunft der Menschheit oder bist Du der Meinung, dass wir bereits in einer dystopischen, negativen Welt leben?

Hm, die Vorstellung einer dystopischen Welt ist bis zu einem gewissen Grad eine persönliche Sache, sodass ich natürlich nicht für alle sagen kann, ob wir uns in einer dystopischen Gesellschaft befinden. In den Texten konzentriere ich mich auf die Werte und Tugenden, die wir als Gesellschaft hochhalten und fördern, und ich stelle dann in Frage, ob diese Werte nun wirklich zu einer besseren Welt führen werden oder nicht. Es gibt auch ein paar Songs über die unterschiedlichen Reaktionen, die wir erleben, wenn wir bemerken, dass wir Kurs auf ein düsteres Weltbild nehmen und dass die Zukunft nicht sonderlich viel versprechend aussieht: künstliche Paradiese sowie Zuflucht in organisierten Religionen oder im Massenkonsum. – Dies alles ist direkt mit der Wirklichkeit verbunden, die wir uns nicht eingestehen wollen.




Worum dreht es sich in den einzelnen Songs genau? „Harvest Of Hate“ klingt antireligiös motiviert, während „Condemned“ [‘We are what we asked for: Rapists and architects of decay and destruction’], „Procreating The Infection“ und „Our Common Grave“ [‘Reduced to consuming machines…’] sich mit dem Untergang der Menschheit zu beschäftigen scheinen?

„Harvest Of Hate” ist eine Reaktion auf all diese religiösen Gruppierungen, die auf Hass und Fremdenfeindlichkeit zu fußen scheinen und nicht auf dem, wofür ihre Religion eigentlich steht, nämlich Vergebung, Akzeptanz etc. Es ist kein antireligiöser Song per se, da ich den Glauben eines jeden Menschen respektiere, so lange es ihnen hilft, persönliche Hürden zu überwinden, Weisheit zu erlangen und sich nicht abschätzig anderen gegenüber zu verhalten. Es ist schlichtweg viel zu einfach zu denken, dass man Recht hat und der Heilige Geist auf seiner Seite ist, aber das verleiht einem noch lange nicht die Befugnisse, das Leben der anderen Menschen zu beurteilen oder jedem den Krieg zu erklären, der anderer Meinung ist. Ich bin der Auffassung, dass sämtliche Religionen ursprünglich mit guten Abschichten erschaffen wurden, aber mit der Zeit haben die Menschen sie zu dem gemacht, was wir heute sehen: die wahrscheinlich größte Ursache für Konflikte in der Geschichte der Menschheit.
In „Condemned“ ist die Botschaft eigentlich ziemlich simpel; unser Dasein geht unserer Wesensart voraus, was bedeutet, dass wir nicht dazu bestimmt sind, etwas Besonderes zu sein, bevor wir existieren. Wir können nicht unseren Charakter dafür verantwortlich machen, wozu wir geworden sind. Wenn man es so betrachtet, dann sind wir einzig und allein für unsere Taten – und wo sie uns hinführen – verantwortlich.
„Our Common Grave“ befasst sich mit dem Teufelskreis des Massenkonsums und des kapitalistischen Systems. Es dreht sich darum, dass unser System unsere Existenz darauf reduziert, was wir konsumieren.


Habt Ihr in musikalischer Hinsicht jemals darüber nachgedacht, den Gesang bei BENEATH THE MASSACRE etwas weiter auszubauen und beispielsweise um Screams anzureichern, um für mehr Abwechslung zu sorgen?

Ja und nein. Wir sind nicht wirklich Fans dieser hohen Screams, zumindest darf es nicht oft sein. Es wird aber vielleicht in naher Zukunft einige andere Dinge geben. Ich hatte ein paar Ideen, aber war noch nicht vorbereitet genug, um sie auf „Dystopia“ auszuprobieren. Vielleicht werden die Dinge auf der nächsten CD schon anders sein.


Auf „Dystopia“ befindet sich eine erneut aufgenommene und etwas andere Version von „Never More“, das bereits auf Eurer ersten EP, „Evidence Of Inequity“, vertreten war. Wie hat sich dies ergeben?

Wir wollten „Never More“ vor allen Dingen noch einmal aufnehmen, da wir wussten, dass wir es wesentlich besser als die ursprüngliche Version klingen lassen könnten. Es gibt etliche kleine Dinge, die wir in der neuen Fassung verändert haben. Eigentlich ist es genau die Art und Weise, wie wir das Lied live spielen. Wir spielen es schon eine ganze Weile, sodass wir es über die Jahre hinweg ein wenig modifiziert und so aufgenommen haben, wir es inzwischen spielen. Dazu kommt noch, dass „Evidence Of Inequity“ nicht mehr so leicht erhältlich ist. Wir mögen die Songs auf der Scheibe, also werden die Leute, die das Lied mögen, vielleicht versuchen, sich auch den Rest der EP anzuhören.




Das Album hat, ähnlich wie „Mechanics Of Dysfunction“, eine Gesamtspielzeit von etwa 32 Minuten, was für eine Full Length recht kurz anmutet. War das volle Absicht, und wie viel extreme Musik können Deiner Meinung nach die Fans im Album-Format überhaupt erfassen?

Wir wollen auf keinen Fall eine CD mit 50 Minuten machen, wenn es fast die ganze Zeit nur Grind ist. Wir wollen, dass die Leute das Album auch überstehen, haha. Wir werden vielleicht in Zukunft ein paar langsamere Songs haben, und ab diesem Zeitpunkt werden wir dann auch in der Lage sein, längere Alben zu schreiben. Aber das spielt jetzt noch keine Rolle, denn wir wollen unsere CDs kurz und prägnant haben!


Kommen wir abschließend zur Konzertsituation: Wie sahen die Reaktionen bisher aus und wie zufrieden wart Ihr mit Eurer ersten Europatour mit MISERY INDEX? Ende der Woche geht Ihr ja mit CRYPTOPSY, TRIGGER THE BLOODSHED und IGNOMINIOUS INCARCERATION erneut bei uns auf Tour.

Wir versuchen unsere Musik zu den Fans zu bringen, ganz unabhängig davon, wo sie leben. Ich finde, dass wir uns glücklich schätzen können, Fans in verschiedenen Ländern zu haben, also sollten wir ihnen ganz einfach auch Konzerte bieten. Wir sind ja alle noch ziemlich jung, also ist jetzt definitiv der beste Zeitpunkt dafür.
Europa war eine tolle Sache für uns. Wir waren total davon überrascht, wie viele Leute unsere Songs kennen! Zusätzlich haben wir etliche neue Fans gewonnen, was echt prima ist. Ich mag es aber nicht so gerne, bestimmte Erwartungen an Tourneen oder Alben zu stellen, da ich einfach nur möglichst gute Shows abliefern und eine gute Zeit haben möchte. Der Rest wird sich von alleine zeigen.


Wenn man die Musik von BENEATH THE MASSACRE verfilmen würde, welches Genre oder welcher Film fällt Dir da spontan ein? „1984“ oder „Chronicles Of Riddick“ vielleicht?

Ich würde sagen, das wäre eine Mischung aus „1984“, „Apocalypse Now“ und „A Clockwork Orange“.


Okay, damit wären wir auch am Ende angelangt. Vielen Dank für Deine Zeit und für Deine Antworten. Man sieht sich auf der Tour!

Vielen Dank! Kommt einfach bei unseren Konzerten in Deutschland vorbei und sagt Hallo!


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 11.11.2008 | 20:47 Uhr

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