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Interviewpartner: Emil Nyström

ZONARIA waren seit der Veröffentlichung ihres Debüts, „Infamy And The Breed“, im letzten Jahr alles andere als untätig, sodass uns die Schweden nun bereits ihre zweite Scheibe präsentieren. Geboten wird nach wie vor eine prima funktionierende Mischung aus Black Metal und weitgehend melodischem Death Metal, sodass es an der Zeit für Emil Nyström, seines Zeichens Gitarrist von ZONARIA, war, sich den Fragen von Metalnews.de zu „The Cancer Empire“ zu stellen.




Hallo Emil! Wie ist der Stand der Dinge momentan in Umeå?

Hallo zusammen. Alles läuft prima! Ich bin gerade von meinem Urlaub in Griechenland zurückgekehrt. Vergleichsweise ist es hier verflucht kalt. Ich arbeite derzeit zusammen mit Cebbe [Anmerk.: Emanuel „Cebbe“ Isaksson, Schlagzeug] an der Neugestaltung der Internet- und der MySpace-Seite.


Mit „The Cancer Empire“ steht für den 24. Oktober Euer zweites Album in den Startlöchern. Da „Infamy And The Breed“ erst letztes Jahr erschien, liegt die Vermutung nahe, dass Ihr ziemlich flugs Songs schreibt? Wie lange habt Ihr an dem neuen Material gefeilt?

Simon [Anmerk.: Berglund, Gitarre & Gesang] war, wie auch schon bei unserem Debüt, für den Großteil des Songwritings zuständig. Wir hatten schon einige Sachen dafür im Kasten, bevor „Infamy And The Breed“ eingespielt wurde. Das waren im Endeffekt aber nur ein paar Riffs und Ideen. Der Hauptanteil entstand dann zwischen November 2007 und Juni 2008, sodass wir auf acht Monate richtig harter Arbeit zurückblicken.


Worin bestehen denn Deiner Meinung nach die hörbaren Unterschiede zum Vorgänger?

Wir sind mittlerweile wesentlich reifer - sowohl bezüglich des Sounds als auch als Band selbst. Wir haben eine fettere Produktion und einen wuchtigeren Sound als zuvor. Meiner Meinung nach haben wir auch einen weiteren Schritt in Richtung unseres eigenen Stils getätigt, da es eigenständiger klingt. Auf der letzten CD klangen die Songs alle sehr ähnlich, aber jetzt ist es abwechslungsreicher ausgefallen, zum Beispiel schnellere Songs, melodischere Songs und abwechslungsreicherer Gesang, der nach wie vor ohne den typischen Klargesang der Göteborger Schule auskommt. Bei einem Lied kommen jedoch einige wenige Clean-Anteile vor.


Worum handelt es sich denn genau bei dem ‚Cancer Empire’, dem Krebsreich also? Nehmt Ihr Bezug auf unsere Welt heutzutage und gibt es vielleicht sogar einen roten Faden, der sich durch die komplette Scheibe zieht?

Es gibt kein Konzept, das die Songs zusammenhält, aber sie alle befassen sich damit, wie die Menschen lügen, um Macht, Geld und alles, was sonst noch dazu gehört, zu erlangen. Für uns ist es ein sehr realistisches Abbild unserer heutigen Welt. Man kann es überall wahrnehmen. Wir wollen aber nicht predigen oder so, sondern es ist einfach die Art und Weise, wie wir uns fühlen.




Wer ist denn für das Artwork des Silberlings zuständig? Es sieht ein wenig aus wie eine Mischung aus ‚Alien 4’ mit den Brutkästen, ‚The Day After Tomorrow’ und dem Ground Zero? Wer ist denn der Mann, der in dem Fenster im obersten Stockwerk steht - der letzte Mensch auf Erden oder ein Mitglied von ZONARIA? ;-)

Pär Olofsson hat das Cover angefertigt. Er lebt in unserer Stadt und beherrscht sein Handwerk zweifellos. Die am Fenster stehende Person ist niemand besonderes. Es könnte jeder beliebige Herrscher sein, der durch den Ruin anderer Leben mehr Macht erlangt hat. Die Röhren versinnbildlichen das Streben der Menschen nach Perfektion. Wir möchten aber den Fans möglichst viel Interpretationsfreiraum lassen.


Lass uns doch mal über die Songs an sich reden. Worum dreht es sich in den Texten? Die Songtitel klingen oftmals sehr apokalyptisch und misanthropisch? Woher bezieht Ihr Eure Einflüsse dafür - durch Literatur, Filme oder Euer Umfeld in Schweden?

Das ist von Song zu Song sehr unterschiedlich. Simon schreibt, wie auch schon bei der Musik, die meisten Texte und wir helfen aus, wenn Bedarf besteht. Manche der Lieder wurden von Machthabern oder bestimmten Ländern inspiriert. Alle Texte sind aber so verfasst, dass man sich selbst darin erkennen kann, wenn man sich in derselben Situation befindet oder andere Menschen ausgenutzt hat, um sich nach oben zu arbeiten. Ich weiß, dass er manchmal durch Filme oder die Nachrichten inspiriert wird. Es ist aber von Zeit zu Zeit sehr unterschiedlich. Manchmal wird er sogar durch den National Geographic beeinflusst, hehe.


Ich habe gelesen, dass es einige Bonus-Tracks auf einem speziellen Digipack geben wird? Wie wird denn die europäische Version aussehen?

Ich weiß gerade nicht hundertprozentig, welcher Song sich auf welcher Fassung befinden wird. Wir werden aber mit ziemlicher Sicherheit eine Coverversion von „Mad World“ von TEARS FOR FEARS auf dem zukünftigen Digipack haben, während beispielsweise die japanische Version einen zusätzlichen Song enthalten wird, der „Too Few Have Died“ heißt. Wir haben sehr lange darüber diskutiert, welches Lied wir für eine Coverversion auswählen sollen, aber „Mad World“ passt ziemlich perfekt zu uns. Ganz besonders die Texte. Derjenige, der sie verfasst hat, muss wirklich einen Hass auf alles haben. Der Track „Too Few Have Died“ sollte ursprünglich auf der regulären CD sein, aber als das Album dann fertig war, konnten wir irgendwie keinen geeigneten Platz für ihn finden, sodass er zum Bonus-Track wurde. Ich mag das Lied sehr und ich bin mir sicher, dass es vielen Hörern ähnlich gehen wird!


Ihr habt „The Cancer Empire“ im nahezu berühmten Studio Fredman in Schweden aufgenommen. Wie habt Ihr die Zeit dort erlebt? Was fandet Ihr positiv und was war vielleicht anstrengend?

Es war eine wirklich tolle Erfahrung, da wir jedes Mal viel dazulernen, wenn wir uns im Studio befinden. Fredrik ist sehr erfahren, sodass er uns mit etlichen Anregungen versorgen konnte. Es war jedoch sehr hektisch, da es etliche Dinge innerhalb der Songs gab, die noch nicht komplett fertig gestellt waren, zumal wir sowieso schon einen sehr straffen Zeitplan hatten. Wir haben also mehr oder weniger rund um die Uhr aufgenommen. Letzten Endes wurde aber alles richtig gut, sodass wir mit dem Resultat sehr zufrieden sind. Wir alle haben sehr viele Filme mitgebracht, während Cebbe noch seinen Nintendo 64 und ich meine Xbox 360 am Start hatten, sodass wir alle vor der Mattscheibe entspannten, wenn wir nicht gerade mit den Aufnahmen beschäftigt waren. Ich mag das sehr gern.




Was wird bei ZONARIA in Sachen Tour geschehen? Ihr wart ja bereits mit MARDUK und PAIN unterwegs, während nun eine Tour mit VADER und GRAVE für Oktober anberaumt ist. Wann werden wir Euch wieder in Deutschland sehen können?

Ich bin mir nicht sicher, wann wir wieder in Deutschland spielen werden. Es ist wahrscheinlich nicht allzu fern am Horizont, da die meisten Touren durch Deutschland führen und Ihr tonnenweise großartige Metal-Clubs habt. Das Touren ist die schönste Zeit innerhalb der Band, aber es ist ein ziemlich anstrengendes Leben und nicht alle Menschen sind für das Tourleben geschaffen. Aber dann steht man auf der Bühne und trifft danach dann die Fans. Außerdem ist es großartig, da die altgedienten Bands wesentlich erfahrener sind und uns immer etwas beibringen, das wir dann bei der nächsten Tour einsetzen können. Es ist auch ziemlich inspirierend, diese Bands jeden Abend auf den Brettern stehen zu sehen. Somit ist es all die kalten Duschen und die Tage ohne Schlaf oder Privatsphäre wert. Momentan schauen wir uns nach geeigneten Touren um, sodass wir hoffen, vor dem nächsten Sommer in ganz Europa unterwegs sein zu können.


Vor zwei Jahren wart Ihr ja bereits mit IMPALED NAZARENE und RESURRECTURIS in unseren Gefilden unterwegs, wobei jedoch einige Konzerte aufgrund der Anschuldigungen bezüglich IMPALED NAZARENE abgesagt wurden. Wie hast Du diese Tour erlebt?

Das war unsere erste Tour und wir hatten eine tolle Zeit. Damals hatten wir noch nicht mal ein Album auf dem Markt, sodass wir uns glücklich schätzen konnten, überhaupt diese Tour spielen zu können. Ohne ein Label, das uns den Rücken stärkt, war das mühsam. Wir mussten beispielsweise bei fast jedem Konzert als Opener auf die Bühne, aber wir hatten eine prima Zeit und haben viel dabei gelernt. Die Anschuldigungen gegenüber IMP NAZ waren ziemlich merkwürdig, da sie mit etwaigen Nazi-Bewegungen und ähnlichen Dingen nichts am Hut hatten, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass manche Leute das vermuten könnten. Die Mitglieder der Band waren sehr hilfsbereit und sehr nett. Sie haben uns in etwa wie ihre eigenen Kinder behandelt. Damals waren wir ja nur 16 oder 17 Jahre alt, sodass sie uns sehr viel beigebracht haben.


Kommen wir mal zu Eurem neuen Label, nämlich Century Media Records, das eines der Aushängeschilder für extremen Metal ist und einige ziemlich bekannte Bands im Stall stehen hat. Wie hat sich denn die Zusammenarbeit ergeben und wie laufen die Dinge bis jetzt?

Wir hatten einige Wochen lang ein anderes Label im Auge und waren eigentlich der Annahme, dass es diese Plattenfirma werden könnte. Auf einmal wurde jedoch unser Manager von Century Media kontaktiert und sie boten uns einen wirklich großzügigen Vertrag an. Bis jetzt läuft die Zusammenarbeit sehr gut und sie waren bisher eine große Unterstützung. Ich kann es kaum erwarten, bis die Scheibe endlich erscheint, um zu sehen, inwiefern sie sich um das Teil kümmern können.




Wenn man die Musik von ZONARIA als Film konzipieren würde, um welchen Streifen bzw. um welches Genre würde es sich dann handeln?

Oh, das ist schwierig. Vielleicht ‚The Matrix’ oder ein Film mit Christian Bale, der ‚Equilibrium’ heißt. Das sind großartige Filme. Ich mag auch die Emotionen und die Atmosphäre von ‚Independence Day’ und der ‚Alien’-Filme.


Emil, damit wären auch schon am Ende des Interviews angelangt. Vielen Dank für Deine Zeit und viel Erfolg mit „The Cancer Empire“. Bis die Tage!

Besten Dank für das Interview und die Unterstützung. An alle Fans: Unterstützt uns bitte weiterhin und trefft uns einfach mal am Merchandise-Stand, wenn wir in Eurer Nähe spielen.

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 09.10.2008 | 19:23 Uhr

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