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Interviewpartner: Eric Greif [Manager]

Kürzlich erschien mit „Individual Thought Patterns“ ein neues Reissue von DEATH, dessen Remastering von Alan Douches angefertigt wurde. Wer eventuell die exklusive Song-Premiere des Openers „Overactive Imagination“ auf unserer Seite verpasst hat, aber nachlesen möchte, was der Manager der Band, Eric Greif, zu „Individual Thought Patterns“ sowie zu den bisherigen und anstehenden Reissues von DEATH zu sagen hat, bekommt an dieser Stelle nochmals Gelegenheit dazu.




Hi Eric! Als treibende Kraft hinter den Remix-Auflagen stellt sich die Frage, warum Du Dich in erster Linie dazu entschlossen hast, die DEATH-Klassiker neu mischen zu lassen? Bei „Human“ war es ja eher der Bass-Sound, doch was war Deiner Meinung nach bei „Individual Thought Patterns“ von Alan Douches zu ändern?

Bei „Human“ war es offensichtlich für mich, da Sony unglaublicherweise die Originalmixe verloren hatten. Ich dachte, dass es lachhaft wäre, einfach nur etwas von einer alten CD zu remastern. Jim Morris war die erste Person, an die ich für den Remix dachte, und er hat natürlich zugesagt. Alles hat sehr gut zusammengepasst, und ich bin der Ansicht, dass dies eine umfassende Verbesserung darstellt, da ich persönlich noch nie wirklich ein großer Fan der Mixe von Scott Burns auf „Human“ oder „Individual Thought Patterns“ war. Es war allerdings ursprünglich gar nicht meine Absicht, „Individual Thought Patterns“ zu remixen, bis der Production Manager von Relapse Records, Drew Juergens, dem Neffen von Chuck, Chris, und mir diese Idee nahe legte – Chris ist einer meiner Geschäftspartner. Drew bewerkstelligte dies, indem er uns zu seinem Auto auf dem Relapse-Parkplatz brachte und uns den Probe-Remix von „The Philosopher“ von Alan Douches vorspielte; Drew hatte Alan darum gebeten, dies einmal zu versuchen. Es hat uns wirklich umgehauen! Da Jim Morris zu diesem Zeitpunkt an dem heimtückischen Einbruch und Diebstahl im Morrisound litt, war der Zeitpunkt für einen Remix von „Individual Thought Patterns“ durch Alan nahezu perfekt, sodass wir beschlossen, ihm die Chance zu geben, das komplette Album zu remixen. Das Resultat hat unsere völlige Unterstützung erhalten. Ich schätze sehr, dass er die ursprüngliche Grundstimmung beibehalten hat, während er gleichzeitig dem Schlagzeug mehr Raum gegeben und die Gesangseffekte ein bisschen reduziert hat. Ich finde, dass das ganze Album jetzt ‚direkter’ ist als das Original.


Wie schwierig ist, notwendige Änderungen vorzunehmen, aber gleichzeitig das Original und dessen Entstehungszeit im Hinterkopf zu behalten, sodass man nicht Gefahr läuft, das Klassikerpotenzial des Originals zu zerstören? Bei „Human“ sind z.B. beide Versionen auf ihre Art sehr gelungen und ergänzen sich prima.

Als ehemaliger Produzent kann ich gut nachvollziehen, dass ein Mix an einem Tag ganz anders klingen kann, als wenn man den Mix an einem anderen Tag anfertigen würde. Es ist möglich, dass man auf etwas zurückschaut, das getan wurde, und wünscht, man hätte es doch anders gemacht. Unser Hauptziel dreht sich darum, das Vermächtnis nicht zu beschädigen, aber wie Chucks Schwester Beth gesagt hat: Falls es irgendetwas gibt, das noch verbessert werden kann, dann müssen wir dies machen – das ist das, was Chucky wollen würde. Es gibt einige kleine Dinge, über die Chuck sich im privaten Rahmen während der Jahre beklagt hat, sodass wir auf jeden Fall sicherstellen wollen, dass wir eine Verbesserung erreichen können. Zum Beispiel hätten der Name und das Foto von John Hand niemals auf der Rückseite von „Scream Bloody Gore“ erscheinen dürfen. Gleichermaßen hat Steve Sinclar, Vorstand von Combat Records, eine beschissene Erklärung auf „Scream Bloody Gore“ gepackt [es ging um „Don Kaye’s folly“] – diese Sachen werden wir natürlich auf dem Reissue entfernen.


Was bedeutet „Individual Thought Patterns“ für Dich persönlich? Woran kannst Du Dich aus dieser Zeit erinnern, als das Album entstand, aufgenommen wurde und erschien?

In der Zeit nach „Human“ waren Chuck und ich in einen erbitterten Rechtsstreit verwickelt – dieser war der zweite in der Karriere von DEATH. Wir haben gekämpft, wie es bei Brüdern üblich ist. Chuck und ich hatten auch ein ähnliches Temperament, was die ganze Angelegenheit nicht gerade einfacher gestaltete. Natürlich haben wir dann später alles geklärt, genau wie vorher schon, aber es bringt mich zum Lächeln, wenn ich an die Bitterkeit während der Entstehung von „Individual Thought Patterns“ denke – wie sinnlos das war. Das ist auch der Grund, warum seine Songs so wütend klingen. Ich kann mich auch daran erinnern, dass Chuck sich ziemlich heftig mit Scott Burns zerstritten hat, nachdem das Album fertig war.


Wie stehst Du zu dem vorgestellten Song, „Overactive Imagination“, der auch gleichzeitig der Opener des Albums ist? Was verbindest Du damit? Kannst Du Dich vielleicht daran erinnern, was Chuck Dir evtl. zu diesem Lied mitgeteilt hat?

Chuck gab zu, dass „Overactive Imagination“ und andere Songs auf „Individual Thought Patterns“ von mir handelten. Ich gebe zu, dass es an Chucks Emotionen lag, aber wenn ich jetzt darauf zurückblicke, dann bin ich sogar froh zu denken, dass die Art, wie er mich hasste, ihn auf solche Art und Weise inspiriert hat, auch wenn das merkwürdig klingt. Was daraus entstand, waren einige sehr aggressive, wunderbare DEATH-Songs. Wir waren beide jung und stürmisch, und wir beschuldigten den anderen, ein Lügner und ein Arschloch zu sein. Ich war natürlich nicht die einzige Person, über die er auf diesem Album geschrieben hat. Seine Worte sind übertrieben und extrem, aber darum funktionieren sie auch so gut.


Was kannst Du uns zur Wahl des Bonus-Materials bei diesem Reissue berichten, d.h. der Konzertmitschnitt aus Deutschland? Warum genau dieser Auftritt? Es gibt außerdem noch eine zweite Bonus-CD – was erwartet die Fans?

Die Art, wie wir arbeiten, sieht so aus, dass wir alle Extras ansammeln und dann entscheiden, was davon enthalten sein sollte. Es hängt davon ab, was wir haben und wo wir das Gefühl haben, dass es am meisten Sinn ergibt. Die deutschen Live-Tracks klangen einfach großartig, sodass es für uns klar war, dass diese als Bonus-Material fungieren würden. Die zweite Bonus-CD besteht aus den Original-Demos von Chuck und Gene sowie drei der originalen Riff-Tape-Songs, die Chuck an Gene schickte, bevor sie überhaupt damit begannen, zusammen zu proben.


Was wird danach folgen? Sind weitere Reissues/Remasters von DEATH geplant?

Mit heutigem Stand haben wir mehrere Projekte begonnen, inklusive „Spiritual Healing“, was ein Remaster mit Bonus-Material sein wird, eines Live-Doppelalbums aus der „The Sound Of Perserverance“-Zeit und einer DVD, die Material aus der „Leprosy“-Zeit enthalten wird. Danach kommen dann natürlich „Leprosy“ selbst und dann „Scream Bloody Gore“…, aber das wird noch mindestens ein Jahr dauern [obwohl wir bereits sehr viel des zusätzlichen Materials angesammelt haben]. Wir haben außerdem noch die frühe DEATH/MANTAS-Scheibe in der Warteschleife; das sollte irgendwann auch umgesetzt werden…


Wo stünden DEATH Deiner Meinung nach heute bzw. wie würden sie musikalisch klingen, wenn Chuck Schuldiner nicht vor nahezu einem Jahrzehnt tragischerweise verstorben wären? Sein Vermächtnis wird von der Metal-Welt zweifellos auf alle Fälle weiterhin angesehen und respektiert!

Wenn ich spekulieren müsste, dann würde ich sagen, dass DEATH extrem technisch wären und dass Chuck – vermutlich – in einem Power-Metal-Stil singen würde! Er hätte sicherlich auch andere Bands produziert und Soundtracks für Filme geschrieben und aufgenommen. Er war ganz ohne Zweifel ein Genie mit einer unglaublichen Begabung, und dass sein Leben so vorzeitig endete, war eine Tragödie. Ich trauere immer noch um meinen Freund und um diesen Verlust seiner Kreativität, seiner Persönlichkeit und seiner Kochkünste.


Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

Mit dem größten Vergnügen.

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 05.11.2011 | 12:48 Uhr

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