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Interviewpartner: Erik Rutan




Mit „Fury & Flames“ hat die Death Metal Institution HATE ETERNAL eines der kompromisslosesten Alben des Jahres abgeliefert. Zudem guckt Mastermind Erik Rutan live immer so angepisst aus der Wäsche, dass man fürchtet, der ewige Hass würde einen selbst treffen, wenn der Kerl dich schon nicht mit seinem kühlschrankgroßen Kiefergebäude zermalmt.
Um unsere Angst vor dem Interview ein wenig aufzulockern, schleudern wir dem Urgestein ein lockeres „Na Erich, wie lang spielste’n schon Schlagzeug bei SLAYER? entgegen“ und ernten dafür ein breitmundig vorgetragenes „Braaaatwuuuuuurst“. Die Fronten sind also geklärt, dem Spaß steht nix mehr im Wege.
Weil der Tourmanager allerdings verpennt hatte, dass das Matrix-Gewölbe keinen Handy-Empfang zulässt, verschoben sich aufgrund seiner Unerreichbarkeit die Interviewtermine deutlich nach hinten. Ende vom Lied: Kollege Jan Edel vom Obliveon-Mag wurde mit ins Interview-Boot geholt, weshalb es heuer eine Fragespiel-Kooperation zwischen beiden Mags gibt. Here weg go:


Erik: Mein German really sucks, scheiße!


Kein Problem, erzähl uns einfach in perfektem Floridaninjudschersisch, was Dir auf der Tour bislang für lustige Scheiße passiert ist.

Oh, in Spanien wurde ich morgens geweckt, weil der Bus in einem Straßengraben feststeckte. Ich war noch nicht ganz da, da blickte ich in einen Auflauf von Polizei, Notarzt, Feuerwehr. All diese Leute waren da, um uns aus der Situation zu befreien – was sie dann glücklicherweise auch schafften, haha.


Haha, nett – aber wir dachten eigentlich eher an Schweinkram und so.

Scheiße – nein, ich sag euch, die Mädels sind überall hübsch und hey: Ich mag unsere Fans wirklich. Wir hatten bislang eine Super-Zeit, die Fans sind neugierig auf das neue Line-Up und ehrlich gesagt: Es geht uns vor allem darum, zu zeigen, dass wir immer noch hier sind.


Okay, jetzt aber wirklich mal ganz im Ernst: Die neue Platte ist furchtbar düster. Teilweise nimmt diese Düsternis dem Sound die Transparenz, was es dem Hörer sehr schwer macht. Das hat offensichtlich etwas mit deiner Trauer über den Verlust deines Freundes und Wegbegleiters Jared Anderson zu tun. Wie viel von dieser Trauer nimmst du mit auf die Bühne

Kurz bevor es an die kompositorischen Arbeiten zu „Fury & Flames“ ging, war im Gespräch, dass Jared zurück in die Band kommen sollte. Ein paar Tage bevor er gestorben ist habe ich noch mit ihm gesprochen. Zu jenem Zeitpunkt hatte ich kaum zwei Nummern für das Album fertig. Also kann man sagen, dass der Großteil des Materials direkt von diesem für mich schrecklichen Ereignis beeinflusst wurde. Gerade zu der Zeit hatte ich mit großen Produktionen wie VITAL REMAINS oder SIX FEET UNDER zu tun, sodass ich glücklicherweise ziemlich beschäftigt war. Aber danach war ich den ganzen furchtbaren Emotionen ausgesetzt, die da sind, wenn man seinen besten Freund begraben muss – verdammt üble, intensive Scheiße, weißt du. Und deshalb ist eben auch „Fury & Flames“ ein verdammt intensives Stück Musik geworden.
Unmittelbar nachdem Jared gestorben war, habe ich den Song „Tombeau“ geschrieben, der ihm gewidmet ist. Und immer, wenn ich den Song spiele, muss ich an Jared denken. Ich denke auf der Bühne eigentlich nicht viel, aber in einem solchen Moment geht es eben nicht anders. Er war eben mein bester Freund. Wir haben alles zusammen gemacht. Auf jeder Platte, auf der er gespielt hat, war ich mit dabei. Es kommt mir vor, als hätten wir erst gestern zusammen gesessen. Daran werde ich noch lange zu knabbern haben. Andererseits bin ich aber auch froh, dass Jared seinen Traum wenigstens ein wenig gelebt hat. Immerhin waren wir mit MORBID ANGEL, SLAYER und PANTERA auf Tour. Seine Familie sieht das ähnlich, wofür ich sehr dankbar bin, denn mit diesen Leuten bin ich auch sehr eng verbunden – sie betrachten mich ebenfalls als zur Familie gehörig. Dennoch kann man so einen Verlust niemals ganz hinter sich lassen. Darum ist die neue Scheibe auch so intensiv geworden – all diese Gefühle sind dort mit hinein geflossen. Das macht die Arbeit an so einer Platte aber auch viel härter.





Was die Live-Umsetzung noch härter machen dürfte, ist die Tatsache, dass man mit komplett neuem Line-Up agiert. Doch hier winkt Rutan entspannt ab:

Nein, wir proben vor einem Album und einer Tour schon so lange zusammen, dass es sich völlig normal anfühlt, live mit den Jungs zu spielen. Shawn (guitar) und mich verbindet eine sehr lange gemeinsame Geschichte. Außerdem sind wir eng befreundet. Das Gleiche gilt für Alex Webster, der zwar nicht mit auf Tour gehen konnte, aber – hey: Der Typ ist der Steve Harris des Death Metal. Egal, was Du ihm vorspielst – er lacht nur und spielt. Mit den Jungs zu arbeiten hat mir auf jeden Fall das Vertrauen in die Band zurückgegeben. Dafür schulde ich ihnen viel.


Also ist „Fury And Flames“ viel spezieller für dich als die anderen Alben?“

Na ja, auf gewisse Art sind sie alle speziell. Damals, als ich auf der Suche nach einem Plattenvertrag war, haben alle gesagt: ‚Ach hör auf, Death Metal ist tot, Black Metal ist jetzt das große Ding. Integriere etwas davon in deinen Sound, spiel nicht so brutalen Kram, blabla.“ Irgendwie bin ich aber damit durchgekommen. Bei „King Of All Kings“ verlief mein Leben total chaotisch, weshalb auch die Platte völlig chaotisch klingt. “I Monarch“ war wieder völlig anders, aufgeräumter - und „Fury And Flames“ ist wiederum ein sehr persönliches Album geworden, dem man anhört, das ich von all den Ereignissen um mich herum ziemlich betroffen war.


Einige der Lyrics auf dem neuen Album muten geradezu religiös an. Vor allem „Funeral March“ klingt beinahe wie ein Gebet

Weniger ein Gebet als generell ein spiritueller Zugang zum Thema Tod, der mir in der jüngeren Vergangenheit leider ziemlich oft begegnet ist. Neben Jared sind auch noch meine beiden Großeltern verstorben, sodass der Tod und seine Bedeutung beinahe omnipräsent waren. Ich habe versucht, verschiedene kulturelle Ansätze auszuloten, um mich dem Thema zu nähern. Das war ein Haufen Arbeit. Ich habe selten so viel gelesen – in der Schule war das irgendwie nicht mein Ding, haha. Aber das bringt mich auch immer dazu, darüber nachzudenken, was wohl aus mir geworden wäre, wenn ich eben nicht in dieser extremen Death Metal-Szene unterwegs wäre. Möglicherweise säße ich im Knast oder wäre tot – wie viele meiner Freunde.


Gerade dieser wahnsinnig extreme Sektor hat in letzter Zeit sehr viele Highlights auf den Markt geworfen, an denen du nicht selten als Produzent beteiligt warst. Hat dich beispielsweise die Arbeit mit INTERNAL SUFFERING beeinflusst? Irgendwie sind auf dem neuen Album nämlich einige IS-Vibes vertreten.

Puh, also ich denke nicht, dass wir irgendwie nach INTERNAL SUFFERING klingen. Sie sind viel chaotischer als wir, völlig brillant, aber von einem ganz anderen Ansatz ausgehend. HATE ETERNAL zeichnet aus, dass wir eine ausgesprochen hohe Anzahl von dissonanten Akkorden verwenden. Irgendwer hat mal gesagt, wir seien die VOIVOD des Death Metal. Das trifft es irgendwie.


Also nimmst du nichts von jüngeren Bands auf, mit denen du zusammen arbeitest?

Nein, wenn ich Platten produziere, bin ich völlig fokussiert auf den Job. Das ist in dem Moment das Wichtigste auf der Welt für mich. Und obwohl ich selber Musiker bin und den Bands dadurch auch helfen kann, trenne ich meine Produzenten-Persönlichkeit völlig von der des HATE ETERNAL-Musikers. Ich bin bei Produktionen völlig fanatisch und mache es mir nie leicht. Komisch, das scheint der rote Faden meines Lebens zu sein – dass ich’s mir nie leicht mache. Ich langweile mich halt schnell, deshalb liebe ich Herausforderungen. Es muss alles so intensiv und hartnäckig wie möglich verfolgt werden. Manchmal fragen mich Leute, warum immer alles von mir so hart und technisch klingt – aber das tut es in meinen Ohren gar nicht mal unbedingt. Meiner Meinung nach sind wir noch nicht mal ansatzweise so technisch wie ORIGIN oder INTERNAL SUFFERING. Wir sind irgendwo zwischen diesen Combos und MORBID ANGEL.


Also gibt es keinen Masterplan wie HATE ETERNAL zu klingen hat?

Nö, es ist alles Gefühl. Als ich begann, wollte ich die böseste, härteste und schnellste Band überhaupt gründen, klar. Aber mit der Zeit denkt man an Kleinigkeiten wie Tempivariationen, Soli – ich würde übrigens gerne mehr Soli spielen – und so ein Zeug. Das Gefühl für die Songs muss einfach stimmen. Die Inspirationen für diese Musik kommen aus meinem Herzen. Meine Erfahrungen und Persönlichkeit machen die Musik dieser Band aus. Und so sollte es eigentlich in jeder Band sein, oder? Musik muss im Herzen entstehen und nicht im Kopf.


Hängt dein Herz nicht auch an MORBID ANGEL? Warum bist du nicht mehr Teil der Band?

Tja, wenn ich mich selbst klonen könnte, wäre ich sicherlich noch dabei, denn ich liebe diese Band, aber schau mal: In den letzten zwei Jahren habe ich 15 Alben produziert, meine eigene Scheibe veröffentlicht und bin seit Februar schon wieder drei Monate lang getourt. Seit ich MORBID ANGEL verlassen habe, habe ich drei HATE ETERNAL-Scheiben gemacht und etwa 30 Platten produziert, während MORBID ANGEL im selben Zeitraum lediglich „Heretic“ herausgebracht haben. Ich mag es halt, immer beschäftigt zu sein und viel zu arbeiten – das ist das Problem.


Wäre es dann keine besondere Herausforderung, die neue MORBID ANGEL zu produzieren?

Oh, ich würde es lieben, das zu tun, ehrlich. Ich habe auch schon mit ihnen darüber gesprochen. Aber das Problem ist: Ich habe momentan HATE ETERNAL und das Studio. Letzteres ist ja auch eine Art Zukunftsabsicherung, wenn ich mit dem aktiven Musikerjob durch bin. Und diese Dinge erfordern meine volle Aufmerksamkeit. MORBID ANGEL brauchen einen Produzenten, der sich hundertprozentig auf sie einlässt und eine lange Zeit nichts anderes tut. Das bekomme ich momentan nicht hin, aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die Jungs denke. Ich liebe es, mit ihnen zu jammen, und als ich vor zwei Jahren zurückgekehrt bin, um mit ihnen auf Tour zu gehen, war das eine der besten Zeiten, die ich im Business erleben durfte.


Hast du denn schon Material von der neuen Scheibe gehört?

Noch nicht. Aber ich weiß, dass diese Jungs wirklich hart daran arbeiten, weil ich Trey von Zeit zu Zeit anrufe, um mich zu erkundigen, wie weit sie sind. Und ich kenne Trey. Der ist nicht zufrieden, bevor sie nicht ein wirklich atemberaubendes Werk zusammengeschustert haben, in das ich wirklich gerne auf irgendeine Art involviert wäre. Also gut, um das jetzt mal öffentlich zu beeiden: MORBID ANGEL, ich würde euch gerne bei eurer neuen Platte helfen! Wenn es nichts wird, wünsche ich ihnen dennoch nur das Beste, denn sie verdienen es.





Wer von den Bands der so genannten „neuen Härte“ verdient es ebenfalls? Gibt es Newcomer, die auf eine bestimmte Art den Spirit transportieren, der den großen Bands Anfang der 90er zueigen war?

Ich denke, einige gibt es schon. Schau dir HATE ETERNAL, ORIGIN, BEHEMOTH, CRYPTOPSY oder NILE an. Diese Bands verwalten das Erbe der Oldschool-Helden, auch wenn sie viel moderner, technischer und härter klingen. Diese Bands werden bestehen. Schau mal, es werden zurzeit so viele Hybride aus Death Metal und Hardcore gehypt: BLACK DAHLIA MURDER, JOB FOR A COWBOY, ALL SHALL PERISH und Konsorten sind in Amerika unheimlich groß. Möglicherweise haben auch diese Acts eine Zukunft, aber der richtige Death Metal wird von den oben genannten Bands und den alten Helden wie MORBID ANGEL, SUFFOCATION, DEICIDE oder CANNIBAL CORPSE gespielt. Das soll nicht unaufgeschlossen klingen. Vieles Neue ist ebenso gut wie die alten Zeiten. Aber im Death Metal geht es mir mit HATE ETERNAL darum, den alten Spirit und die Wurzeln zu bewahren.


Gutes Stichwort: Was war dein erster Kontakt mit Death Metal – und sag jetzt nicht BLACK SABBATH!

Als ich aufwuchs führte mein musikalischer Weg eben von IRON MAIDEN über METALLICA, SLAYER, KREATOR und DESTRUCTION geradewegs zu MORBID ANGEL, DEICIDE, SUFFOCATION und DEATH. SUFFOCATION wohnten in meiner Nähe. Wir haben früher eine Menge Shows zusammen gespielt. Das war der Anfang.


Vor einigen Jahren wurde mal wieder laut, dass Death Metal am Ende sei…

Scheiße!!!!


…und nun sieht man, dass die Szene quasi neu geboren worden ist. Wie geht das?

Ach weißt du, Leute kommen und gehen. Fest steht: Ich mache das hier seit 20 Jahren und solange es Leute gibt, die drauf stehen, wird auch die Musik weiterleben. Ich gebe gar nichts auf Prognosen. Wir machen eine Menge bunt gemischter Touren zusammen mit Bands wie HATEBREED oder JOB FOR A COWBOY. Wenn die Leute, die wegen dieser Bands zu den Gigs kommen, mit HATE ETERNAL konfrontiert werden, denken vielleicht manche von ihnen: „Scheiße, wer war das? Das war cool.“ Viele der neueren Fans haben noch nicht mal von MORBID ANGEL gehört – ist das zu fassen? Dafür mache ich das, haha – ich bin ihr Geschichtslehrer. Aber mal ehrlich. Ich hoffe, dass traditioneller Death Metal weiterlebt und fühle mich auch mit dafür verantwortlich. Aber es ist hart. Das heutige Death Metal-Business ist nicht mit dem letzten Jahrzehnt vergleichbar, als beispielsweise „Domination“ auf einem Major-Label erschien und sich verkaufte wie geschnitten Brot. Aber obwohl sich mit Death Metal als Band kein großes Geld mehr verdienen lässt, ist die Musik jetzt wieder angesagt – verrückt! Als diese Musik in den Anfängen an die Öffentlichkeit kam, war sie bahnbrechend. Als ich „Altars Of Madness“ 1989 das erste Mal hörte, konnte ich mich gar nicht mehr beruhigen. Nichts war auch nur ansatzweise damit vergleichbar. Niemand kam in die Nähe dieses Sounds. Ich dachte nur: „heilige Scheiße, was ist das?“


Würde es dich nicht reizen, im Stile der UNLEASHED/ENTOMBED/DISMEMBER/GRAVE – Tour mal eine Art Nostalgie-Konzertreise mit den amerikanischen Größen von damals durchzuziehen? Wie wär’s zum Beispiel mit dem Package MORBID ANGEL, CANNIBAL CORPSE, IMMOLATION, HATE ETERNAL, SUFFOCATION, MORTICIAN… so eine Art Clash Of The Death-Titans.

Alter, das würde ich sofort machen. Das wäre das absolut Größte. Wir haben vor ein paar Jahren mal so etwas in Europa gemacht. Damals waren wir mit MARDUK, DEICIDE und CANNIBALL CORPSE unterwegs. Keine Ahnung, warum so etwas nicht öfter geschieht.


Nimmst du einen Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Fans wahr?


Oh – die Unterschiede haben nichts mit Landesgrenzen, sondern mit den Leuten an sich zu tun. Du kannst irgendwo in Deutschland ein völlig passives Publikum haben und am nächsten Abend in einer anderen deutschen Stadt rasten die Fans völlig ist. Manchmal denkst du, die Leute stehen nur rum und langweilen sich zu Tode. Aber nach der Show kommen sie dann an und schwärmen in den höchsten Tönen von dem Auftritt. Was soll man dazu sagen? Man muss halt immer sein Bestes geben, dann geht’s schon.

Was führte zum Split mit Earache Records?

Nun, ich habe sieben Produkte auf Earache veröffentlicht und es war Zeit für einen Wechsel. Das ist die freie Wirtschaft und man muss sich halt nach dem besten Deal umsehen. Und Metal Blade sind ein phantastisches Label, ich meine – sie haben fucking SLAYER entdeckt. Das sagt doch eigentlich schon alles, oder? Brian Slagel ist ein feiner Kerl und die Leute, die dort arbeiten behandeln die Bands alle sehr gut. Davon kann man eine Menge lernen. Earache haben alles getan, was sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln tun konnten, aber Metal Blade ist einfach größer. Die Platte ist jetzt seit drei Monate draußen und hat bislang 2.000 Exemplare weniger verkauft als „I Monarch“ in vier Jahren. Metal Blade ist eine Art Major, das von guten Leuten gemacht wird.


Apropos gute Leute: Was ist eigentlich mit einer weiteren ALAS-Platte?

Das wäre sicherlich eine gute Sache, wenn die Zeit mal wieder reif dafür sein sollte. Momentan steht dem allerdings noch ein Haufen Arbeit im Weg, aber ich müsste die Leute mal wieder anrufen.


Letzte Worte Erich!

Yeah, ich möchte mich wirklich bei allen Fans, die HATE ETERNAL und meine anderen Arbeiten schon so lange begleiten, bedanken und versprechen, dass ich weitermache, bis ich nur noch Scheiß-Songs schreibe, haha.





V.l.n.r.: Mattaru, Erik Rutan, Jan Edel (Obliveon Mag), Trey



Mattaru, Trey

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 24.06.2008 | 20:36 Uhr

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