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Reviews von Cryptopsy
CD Review: Cryptopsy - Cryptopsy

Cryptopsy
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Interviewpartner: Flo Mounier

Mit Ihrem selbst betitelten neuen Album haben die kanadischen Tech-Deather CRYPTOPSY kürzlich ein überaus amtliches Stück Musik vorgelegt, das vor allem viele der alten Fans wieder mit der Band versöhnen dürfte und nach dem eher experimentellen sowie zwiespältig aufgenommenen „The Unspoken King“ wieder zurück zu den Wurzeln geht. Schlagzeuger Flo Mounier stellt sich unseren Fragen zu „Cryptopsy“.




Hi Flo und CRYPTOPSY! Schönes Album, das Ihr da herausgebracht habt! Was kannst Du uns zu dessen Entstehung mitteilen?

Besten Dank! Ehrlich gesagt hat die Erschaffung dieses Albums jede Menge Spaß gemacht. Es gab keinerlei Druck oder Veröffentlichungsdatum, sodass wir es einfach genossen haben, die Musik zu schreiben und an den neuen Songs zu arbeiten. Da es eine angenehme Sache war, ging es ziemlich schnell vonstatten und hat wenig mehr als ein Jahr gebraucht, um alles zu schreiben und aufzunehmen. Und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


Das Album trägt den Titel „Cryptopsy“. Normalerweise wählen Bands den eigenen Namen, um zu signalisieren, dass man am Ziel der Reise angekommen ist und den Inbegriff des eigenen Sounds abliefert bzw. gefunden hat. Wie war das bei Euch?

Das ist in der Tat der Fall, aber eigentlich war das nicht beabsichtigt. Wir dachten uns einfach, dass es passen würde und dass es der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wir machen das jetzt seit 20 Jahren, und das ist unsere siebte Full Length, also dachten wir uns einfach, dass es an der Zeit für ein selbst betiteltes Album wäre.


Das Material geht hörbar zurück zu Euren Wurzeln. War das eine bewusste Entscheidung, und welchen Einfluss hatte die Rückkehr von Gitarrist Jon Levasseur darauf?

Dass die Songs definitiv mehr nach den alten CRYPTOPSY klingen, liegt auf alle Fälle an Jon. Ich schreibe die Riffs nicht, also kann ich es nicht sein, haha. Jon und ich haben in der Vergangenheit den Großteil der CRYPTOPSY-Scheiben geschrieben, also war klar, dass die neue Veröffentlichung sicherlich nach unseren älteren Sachen klingen würde.


Was würdest Du zu einem Fan sagen, der nicht der Meinung ist, dass diese Rückkehr zu den „Whisper Supremacy“-Zeiten im Jahr 2012 authentisch ist?

Für uns stellt das keine Rückkehr da. Es ist nur eine Fortsetzung dessen, wofür wir am besten bekannt sind. Wenn die Leute denken, dass sich das nicht nach CRYPTOPSY anhört, dann müssen die wohl mal zum Ohrenarzt gehen, hehe. Nein, ganz im Ernst, jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.




Kannst Du bei den Songs „Shag Harbour's Visitors“, „Cleansing The Hosts“ und „Amputated Enigma“ ein wenig mehr ins Detail gehen?

Ich vermute mal, dass das Eure Lieblingssongs sind? In textlicher Hinsicht weiß ich ehrlich gesagt genauso wie viel ihr, wenn ich mir die Texte ansehe. Matt hat diese aufgrund tatsächlich stattgefundener und nicht erklärbarer Geschehnisse in Kanada verfasst. Musikalisch gibt es Schlagzeug, Gitarren, Bass und Gesang, haha. Okay, „Amputated Enigma“ entstand als erster Songs, während „Shag Harbour's Visitors“ tatsächlich als zweites Stück geschrieben wurde. Und „Cleansing The Hosts“ war dann auch das letzte Lied, das wir für „Cryptopsy“ geschrieben haben.


Das Album ist ein Eigenregie erschienen. Hat sich wirklich kein geeignetes Label finden lassen oder habt Ihr ganz bewusst auf diese Herangehensweise gesetzt, um die Zügel in der Hand zu behalten?

Der Hintergedanke, Geld aufgrund der harten Arbeit von jemand anderem zu verdienen, besteht immer. Das bringt meine Antwort glaube ich kurz und knapp auf den Punkt. Wir wollten ganz einfach die Kontrolle über unser Produkt und unsere harte Arbeit behalten, wie Ihr schon angedeutet habt. Wir haben bereits einen etablierten Markt, sodass wir nun einfach nur die Musik zu unseren Fans bekommen mussten.


Und da das Album bereits seit einiger Zeit über Eure Homepage online verfügbar ist: Ist das Experiment, alles in Eigenregie aufzugleisen, erfolgreich? Wie sehen die Rückmeldungen bislang aus? Wie wichtig ist da z.B. auch Zusatzmaterial als Anreiz?

Es hat sich als sehr erfolgreich herausgestellt, und wir befinden uns erst ganz am Anfang. Ich bin mit unserer Entscheidung also sehr zufrieden. Der Dokumentarfilm als Bonus ist noch in der Mache. Es ist in jedem Geschäftsbereich wichtig, den Käufern etwas für Ihr Geld zu bieten, daher auch die Redewendung, dass man Geld ausgeben muss, um Geld zu verdienen.


War es eigentlich eine bewusste Entscheidung, nach „Once Was Not“ und „The Unspoken King“ wieder ein kurzes Album zu machen? Sind noch Songs übrig, die es nicht auf „Cryptopsy“ geschafft haben?

Nein, Überbleibsel gibt es keine. Es war auch keine bewusste Entscheidung, sondern eher die Feststellung, dass eine halbe Stunde voller Intensität großartig ist. Wir haben in der Vergangenheit auch schon ziemlich kurze Alben gemacht, und wir arbeiten sehr hart an jedem einzelnen Song, um sie so gut wie nur möglich zu machen. Daher gibt es auch keine mittelmäßigen oder übrig gebliebenen Songs.


Waren die teils sehr negativen Kommentare zu „The Unspoken King“ ein Grund dafür, dass der Klargesang und die Keyboards diesmal komplett außen vor gelassen wurden? Oder hattet Ihr einfach wieder Bock darauf, Gas zu geben?

Ich gebe seit 20 Jahren Gas und blaste – und „The Unspoken King“ war da keine Ausnahme. Wir hatten für die neue Scheibe wieder unsere alte Songwriting-Mannschaft beisammen, also stimmt das schon, dass es mehr nach den alten Sachen klingt. Matt wollte beim neuen Material keinen Klargesang haben, und ja, er hat ziemlich viele Hass-Mails und allen möglichen Mist abbekommen, aber er hat sich davon nicht irritieren lassen und den ganzen Nörglern das Gegenteil bewiesen. Das erfordert eine ganze Menge mehr Mut, als einfach nur ganz bequem abfällige Kommentare vom eigenen Computer aus bzw. aus der Anonymität heraus zu verfassen, wie ich finde.




Gab es nach der auffallend negativen Reaktion auf „The Unspoken King“ und diversen mehr oder weniger geschmackvollen Spitznamen für die Band eigentlich Überlegungen, die Band auf Eis zu legen? Wir beurteilst Du in diesem Zusammenhang die Death-Metal-Szene?

Nein, ich hatte niemals vor, die Band aufzulösen, auch wenn es nicht gerade schön war zu sehen, dass es so viel Hass nach all den Jahren, in denen wir gefühlt die Szene mitgeprägt haben, gab. Ich bin da einfach mal gerade heraus: Ich schätze konstruktive Kritik wirklich sehr und bin der Meinung, dass jeder davon profitieren kann. Hass und abfälliges Geschwätz sind hingegen Highschool-Kids vorbehalten – und daran möchte ich keinen Anteil haben. Metal-Fans sind insgesamt sehr leidenschaftlich! Manchmal ist das ganz großartig, manchmal hingegen jedoch nicht ganz so toll.


Bist Du der Ansicht, dass Ihr mit der aktuellen Scheibe nun definitiv Euren Sound gefunden habt, oder wird es in der Zukunft weitere Experimente geben?

Für mich ist Kreativität ganz einfach Kreativität, und es gibt kein einziges Album unserer bisherigen Diskographie, das ich irgendwie imitieren möchte. Wenn es also an der Zeit ist, wieder mit dem Schreiben zu beginnen, dann möchte ich, dass alles frisch und unverbraucht ist. Es darf auch keine Beschränkungen geben. Alle verschiedenen Stile sind cool, ob das nun Jazz, Latin, Progressive oder Klassik ist – wir greifen auf viele unterschiedliche Genre zurück und drehen sie durch die CRYPTOPSY-Mangel. So schreiben wir einfach. Ich denke nicht, dass dies beim nächsten Album anders sein wird.


Wie sieht es mit den Tourplänen für Europa momentan aus?

Oh ja, wir haben eine Agentur namens „The Flaming Arts“ an der Hand, die gerade in Sachen Europa für uns aktiv ist. Anfang 2013 werden wir bei Euch drüben unterwegs sein.


Da Jon Levasseur momentan nicht in der Lage ist, die Konzerte zu bestreiten, ist interessanterweise Euer Ex-Bassist Youri an der Gitarre eingesprungen. Kann man von so einer Art „CRYPTOPSY-Familie“ sprechen, bei der man sich gegenseitig aushilft, auch wenn man nicht mehr in der Band aktiv ist?

Ja, das ist eine ziemlich gute Beschreibung dessen. Einige der Mitglieder, ich würde eigentlich sagen fast alle, bleiben weiterhin mit uns in Kontakt und sind gute Freunde.


Was kannst Du uns zu den drei Songs, die auf der „The Best Of Us Bleed“-Compilation, die vor wenigen Tagen über Century Media erschienen ist, sagen? Wurden sie ausschließlich für diese Best-of geschrieben?

Sie wurden nur für diese Compilation geschrieben, um unseren Plattenvertrag mit Century Media zu beenden. Ihr seht also, dass wir schon eine ganze Weile darüber nachgedacht haben, unsere Alben irgendwann einmal komplett in Eigenregie zu veröffentlichen, hehe. Damals bestand das Line-up aus Youri, Chris, Matt, Eric und mir. Youri hat zwei Songs davon geschrieben und Eric einen. Die sind ehrlich gesagt auch ziemlich cool; hoffentlich habt Ihr Spaß damit!


Bonusfrage: Wenn man die Musik von CRYPTOPSY verfilmen würde, was für ein Film oder welches Genre müsste das sein?

Hmmm, ich weiß nur, dass das wohl ein Kurzfilm mit jede Menge kurzen, hektischen Schnitten wäre. Jedenfalls genug, um dafür zu sorgen, dass sich die Zuschauer wahrscheinlich innerhalb der ersten fünf Minuten übergeben müssten!


Besten Dank für das Interview, Flo!

Jungs, vielen Dank für Eure Unterstützung. Wir sehen uns auf der Tour!



nnnon, soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 11.11.2012 | 19:56 Uhr

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