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Interviewpartner: Fred Anton

Vier Jahre nach dem starken „The Fifth Season“ prügeln uns die französischen Grinder INHUMATE mit „Expulsed“ ihr inzwischen sechstes Album um die Ohren, dass es sich gewaschen hat. Erneut steht uns Bassist Fred Anton im Interview Rede und Antwort.




Hi Fred! Wie läuft's bei Dir? Seit unserem letzten Interview sind vier Jahre vergangen – nun liegt „Expulsed“ vor. Was ist in der Zwischenzeit passiert und was kannst Du uns zum neuen Album erzählen?

Hi Alex! Oh ja, vier Jahre! Das war gleichzeitig sehr lang, aber auch sehr kurz! Lang, da wir verdammt viel Zeit im Studio verbracht haben, genau ein Jahr! Kannst Du das im Jahr 2013 glauben? Welche verdammte Underground-Band ohne Plattenvertrag verbringt ein komplettes Jahr im Studio außer uns? Hahaha! Abgesehen vom letzten Jahr erschien das aber alles gar nicht so lang; wir haben die neuen Songs geschrieben und hier und da Konzerte gespielt. Das ganz normale Leben als Band. Die Dinge nehmen ihren Gang und INHUMATE werden älter und älter, spielen aber Grindcore immer noch mit dem gleichen Grundgefühl wie ganz am Anfang!


Das ist das sechste Album Eures Heptalogie-Konzepts: Womit befasst sich das wiederum selbst produzierte „Expulsed“? Wie wichtig sind Euch hierbei die Texte?

Richtig, „Expulsed“ ist auch wieder selbst produziert, wie wir es schon seit dem Beginn von INHUMATE damals im Jahr 1990 machen. Dies ist das vorletzte Kapitel unseres Konzepts, das insgesamt sieben Alben umspannt. Zuerst zum Titel: „Expulsed“ bedeutet, vom Leben zum Tod hin verstoßen zu werden. Dieses Kapitel erklärt die Phase, in der die INHUMATE-Entität zum Tod überschreitet. Davor hatten wir fünf Alben, die das Leben dieser INHUMATE-Entität beschrieben: „Internal Life“ [1996], „Ex-Pulsion“ [1997], „Growth“ [2000], „Life“ [2004] und „The Fifth Season“ [2009]. „Expulsed“ folgt somit lediglich den Vorgängern. Die Texte sind ziemlich umfangreich und ausdrucksstark und befassen sich mit Themen rund um das Leben und den Tod. Man kann aber sehen, dass alle Songtexte jeweils mit dem Wort „Asche“ [franz. Cendres] enden. Unser Sänger Christophe hat sehr hart daran gearbeitet, etwas sehr Rundes und aufeinander Abgestimmtes zu erschaffen. Für uns ist ein INHUMATE-Album natürlich die Musik, aber da wäre auch noch der Rest: die Texte, das Artwork etc. Und das ist auch der Grund dafür, warum wir die Musik nicht kostenlos im Internet zur Verfügung stellen. Wir wissen aber natürlich, dass diese schon bald dort verfügbar sein wird. Aber wir selbst machen das einfach nicht. Musik ist kein kommerzieller Bullshit – es ist eine Art Kunstform. Die Leute, die verstehen, worum es bei INHUMATE geht, werden unser Album kaufen! Andere werden es hingegen herunterladen! Jeder hat seine eigene Moral!




Du erwähntest gerade das Artwork: Welche Details kannst Du uns noch mitteilen? Was verbindest Du persönlich damit?

„A blast from life to death!“ – Es fasst das zusammen, was ich gerade erwähnte. Das Cover mit dem Mann auf der Brücke ist [vielleicht?] diese Entität, die innerhalb unseres Konzepts zum Leben erweckt wurde. Ist dies INHUMATE? Vielleicht? Auf der Rückseite des Booklets sieht man die gleiche Brücke – ohne jemanden darauf. Nur ein Strudel im dunklen Himmel... Die Entität ist verschwunden und vielleicht tot? Sicherlich nicht, denn das nächste und letzte Album wird den Titel „Eternal Life“ tragen. Und zwischen diesen beiden Bildern gibt es ein fast einen Meter langes Booklet mit dieser Brücke. Diese kann als das Leben selbst verstanden werden. Auf der linken Seite kann man etwas Efeu erkennen. Dieser war schon auf „The Fifth Season“ zu sehen, sodass wir dies wieder aufgreifen und die Geschichte weiterführen. Hinter der CD selbst sieht man ein Bild mit den vier Elementen [Erde, Wasser, Feuer, Luft], und das war wiederum auch schon auf dem „Ex-Pulsion“-Album. Die Titel sind alle recht ähnlich, sodass wir etwas benötigten, um alles über das Artwork zu verbinden. Viele Dinge innerhalb unseres Konzepts sind symmetrisch angelegt – das wäre aber einfach zu viel, um hier alles aufzuzählen. Das wichtigste ist allerdings das mittlere Album, „Life“, das wiederum im ersten und letzten Schritt der Heptalogie auftaucht – „Internal Life“ und „External Life“.


Welche musikalischen Unterschiede kannst Du im Vergleich mit den Vorgängern feststellen? In „Freaks“ gibt es z.B. das Sample aus dem Film „Freaks“, während „Cendres“ für Euch ungewöhnlich ist, und anscheinend sollte es diesmal auch keinen weiteren Teil der „I Want To Kill Some...“-Reihe geben?

Ja, zum allerersten Mal haben wir richtige Samples genommen, d.h. für „Freaks“. Wir halten nichts von Intros und Outros – das ist bescheuert und vergeudet Zeit! Das ist dann keine Musik, sondern Bullshit, um den sich wirklich keiner schert! Wir haben uns in diesem Fall für das Sample entschieden, da es perfekt zu den Texten passte, da es aus einem Kultfilm stimmt und da es noch einen Band-internen Grund dafür gibt, den ich aber nicht verraten werde. ;-) Und ja, „Cendres“ ist tatsächlich ungewöhnlich! Gleichzeitig denke ich aber auch, dass die Stimmung, die das Stück vermittelt, ziemlich speziell ist. Wir versuchen darin, eine Art Krankheit zu erklären. Dieses Kranke, das wir alle in uns spüren, und nicht dieser Blödsinn von stümperhaften Artworks mit enthaupteten Menschen, vergewaltigten Frauen und anderem Porno-Kram... „Cendres“ erinnert mich aber auch an „In Quest“, ein langsameres Stück auf „Ex-Pulsion“. Um welche Suche ging es da? Vielleicht die Suche nach der Erkrankung, die nun in Form von Asche endet … und bevor mit dem nächsten Album dann der Phönix aufsteigt! Und ich sehe, dass Du das Fehlen von „I Want To Kill Some...“ bemerkt hast. Diese Geschichte ist aber noch nicht abgeschlossen. Vielleicht mit dem nächsten Album, hehe?


Wie verläuft eigentlich das Songwriting bei Euch? Schreibt Ihr als gesamte Band oder wie läuft dies ab?

Als wir „Expulsed“ geschrieben haben, hatten wir zwei Bandproben pro Woche. Nun ist unser Gitarrist Damien jedoch in eine andere Stadt gezogen, sodass wir nur einmal pro Woche proben können. Das ist aber in Ordnung. Beim Songwriting selbst zeigt uns Damien seine Ideen und wir arbeiten dann zusammen an den Arrangements. Christophe arbeitet an den Gesangslinien und schreibt später die Texte dazu.




Im Jahr 2010 habt Ihr Euer 20-jähriges Bestehen als Band im Grillen in Colmar gefeiert [siehe Bericht]: Wird es hierzu noch eine offizielle DVD geben? Oder bereitet Ihr Euch schon auf das 25-jährige Jubiläum in zwei Jahren vor? :-)

Unsere Show damals wurde mitgefilmt und ist auf unserer Homepage im Newsbereich [20.09.12] verfügbar. Man kann das Teil sogar in HQ herunterladen! Habt Spaß mit diesem kranken Zeug! Tja, wir wollten eigentlich eine DVD mit allen Bands des Abends – BENIGHTED, YACOPSAE, BLOCKHEADS und wir – veröffentlichen, aber es gab Probleme mit den Videoaufnahmen, sodass wir nur unseren eigenen Auftritt haben. Das war echt schade, aber was hätten wir tun können... Über das 25-jährige Bestehen haben wir bislang noch nicht gesprochen. Vielleicht wird es da etwas geben, wer weiß? Haltet die Augen und Ohren offen, hehe.


Letztes Jahr hattet Ihr die Möglichkeit, einige Konzerte auf Kuba zu spielen. Was kannst Du uns über diese ungewöhnliche Reise erzählen?

Oh Mann, das war einfach unglaublich! Wenn man älter als 30 ist und weiß, wie der Underground vor dem Internet lief, dann kann man nachvollziehen, wie die Leute dort den Metal leben. Das sind Die-Hard-Kids, die es nach Metal dürstet! Das war total abgefahren, weil man einfach nie vor weniger als 200 Leuten spielt. Die Konzerte kosten keinen Eintritt und finden – abgesehen von der Show in Havanna – draußen statt [es war verdammt heiß, als wir dort waren], sodass viele Leute dort auftauchten. Die Leute hatten außer MUMAKIL noch nie eine Grindcore-Band gesehen, sodass sie von unserem Lärm ganz schön angetan waren. Eine andere Sache, die sie noch nie gesehen hatten, war Stagediving! Im Trailer zu „Expulsed“ gibt es eine Szene, in der Christophe ins Publikum springt. Dort lernte ich auch einige Leute kennen, die die Promo-CD von „Ex-Pulsion“, die ich im Jahr 1997 verschickt hatte, besaßen! Sie erzählten mir dann, dass es damals schwierig für sie war, da niemand einen CD-Player hatte und es nur Tapes gab. Als Erstes mussten sie dann also die Musik wieder auf Tape übertragen, hahaha! Musikalisch betrachtet gibt es dort einige Black- und Death-Metal-Bands. Keinen verdammten Grindcore! Als wir dort waren, hörte ich von einigen Bekannten, dass sie eine Grind-Band buchen möchten. Dieses Jahr haben dort auch JIG-AI gespielt – ein weiterer guter Ansporn für sie, um dort etwas richtig Brutales aufzuziehen!


Welche weiteren Tourpläne habt Ihr gerade?

Momentan stehen einige Shows in Frankreich und in Tschechien an. Und ja, ein Auftritt in Deutschland. Das wird am 30. November in Trier über die Bühne gehen. Das Motto lautet „Grind Here, Right Now“ und das werden wir mal beim Wort nehmen, da könnt Ihr Euch sicher sein! Außerdem sind noch einige weitere Termine in Planung, aber es ist alles noch nicht druckreif.


Gibt es eventuell Überlegungen, eine weitere Ausgabe des United Sickness Fest auf die Beine zu stellen?

Wir haben beschlossen, die Finger von der Konzertorganisation zu lassen. Wir haben diese Aktivität im Jahr 1995 begonnen und dann 2010 damit aufgehört. Wir haben viele Bands rangeholt. Es ist mit sehr viel Arbeit verbunden und war daher immer schwieriger zu bewerkstelligen; dazu kam dann neben unseren „normalen“ Leben [Familie, Vollzeitjob etc.] noch unsere eigene Band.




Was können wir von Album Nummer sieben, dem Abschluss der Heptalogie erwarten? Und was wird danach mit INHUMATE geschehen? Oder werdet Ihr Euch erst dann Gedanken darüber machen, wenn das Album fertig ist?

Für das letzte Album könnt Ihr INHUMATE erwarten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir werden nicht mit einer fadenscheinigen „Weiterentwicklung“ daherkommen, um zu erklären, warum wir jetzt weniger heftig oder langsamer spielen! INHUMATE ist und bleibt bis zum Schluss eine verdammte Grindcore-Band. Wir werden den Musikstil, den wir spielen, nicht ändern, auch wenn das gerade nicht angesagt ist. Und was nach der Veröffentlichung des Albums passieren wird? Wir werden einige Konzerte planen und auch über den letzten Auftritt nachdenken. Danach wird INHUMATE zum Stillstand kommen und die Arbeit getan sein. Eine abgedrehte und unerklärliche Einstellung... Ist uns aber egal, denn INHUMATE sind in jeglicher Hinsicht eine spezielle Band, hahaha! Warum? Denn: „We are INHUMATE“.


Bonusfrage 1: Welcher Streifen müsste das sein, wenn man die Musik von INHUMATE verfilmen würde?

Eine gute Frage, die ich nicht beantworten kann. Damien und Christophe stehen sehr auf Kino, Filme und so weiter. Mein Ding ist das nicht! Ich kann eher etwas mit Lyrik anfangen. Ich lese lieber, als mir irgendetwas anzusehen. Ich weiß es daher leider nicht. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass es auf keinen Fall ein Porno- oder Gore-Film wäre!


Bonusfrage 2: Welche Bands stehen momentan hoch bei Dir im Kurs? Die aktuellen Veröffentlichungen von BLOCKHEADS oder MUMAKIL sind z.B. recht stark, wie ich finde.

Das sind auf alle Fälle gute Bands! Mir ist da aber räudiger, schweißtriefender Grindcore der Marke EPICRISE, BYT, INGROWING [das „Sunrape“-Album ist perfekt!] oder CEREBRAL TURBULENCY [R.I.P.] lieber!


Dann sind wir wieder mal am Ende angekommen. Vielen Dank an dieser Stelle für Deine Zeit und das informative Interview!

Vielen Dank, dass Ihr INHUMATE unterstützt! Wir wissen das in der jetzigen Zeit sehr zu schätzen, in der ich das Gefühl habe, dass Modeerscheinungen immer mehr in der Underground-Szene Einzug halten!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 18.06.2013 | 22:00 Uhr

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