.: SUCHE
The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
Share: Band: Necronomicon | ||
| Interviewpartner: Freddy | ||
Bis zu ihrem jüngst erschienenen siebten Album „Invictus“ ließen sich die einheimischen Thrash Metaller NECRONOMICON immerhin stolze vier Jahre Zeit. Nun, da die Platte erschienen ist, erweist sie sich nicht nur als das beste Album der Truppe seit vielen Jahren, sondern wartet obendrein mit Gastmusikern wie Schlagzeuger Randy Black auf, der derzeit hauptberuflich bei PRIMAL FEAR die Stöcke schwingt und auch schon bei den Schwergewoichtlern ANNIHILATOR beschäftigt war. Aus gegebenem Anlass baten wir Frontmann Freddy zum Interview, damit er uns alles über „Invictus“ und den pünktlich zum neuen Album erworbenen Vertrag mit Massacre Records erzählen und uns einen Ausblick in die Zukunft der Thrasher geben kann.
Hallo Freddy und vielen Dank, dass Du Dir Zeit für unsere Fragen nimmst! 2008 erschien mit „Revenge Of The Beast“ zuletzt ein NECRONOMICON-Album – was hat sich seither bei Euch getan? Erstmal vielen Dank für das Interesse an NECRONOMICON. Das „Revenge Of The Beast“-Album hat richtig fett eingeschlagen und so waren wir fast ein Jahr konstant live unterwegs. Vorwiegend in Europa und im Osten. Danach habe ich es etwas entspannt angehen lassen und im Herbst das Album „Invictus“ geschrieben. Es ist mein persönlichstes Album. Ich bin auch andere Wege gegangen. Parallel arbeitete ich die Songs im Studio aus, sodass das Arrangement mehr oder weniger aus dem Bauch heraus entschieden wurde - Also nicht ewig an ’nem Song rumfeilen, sondern dem ersten Gefühl oder Gedanken seinen Platz einräumen. Ihr konntet im Vorfeld der Veröffentlichung von „Invictust“ einen Deal mit Massacre Records sichern – wie hat sich das ergeben? Ich wollte unbedingt wieder ein Deutsches Label. Also hab ich Thomas von Massacre Records ’ne Promo zukommen lassen. Der Rest war Formsache und es ging alles sehr schnell. Massacre waren auch auf meiner Wunschliste und deshalb bin ich richtig froh, dass der Deal geklappt hat. Auf „Invicuts“ klingen NECRONOMICON mit vor allem in Nummern wie „Upon Black Wings“ so melodiös und eingängig wie noch nie, was sicher im Kontrast zum kompromisslosen Angriff von „Revenge Of The Beast“ steht. Woher kommt diese Veränderung? Ich hab mich im Songwriting sehr von Movietracks bzw. Filmmusik inspirieren lassen also vielleicht daher. Aber ich wollte auch musikalisch eine Veränderung. Nicht unbedingt kommerzieller wirken, aber das Potential der Band voll ausschöpfen. Wir sind musikalisch so unterschiedlich orientiert, das wollte ich zur Geltung bringen. Ich denke, dass steht uns ganz gut. Wie würdest Du Euer neues Album jemanden beschreiben, der nur Eure Werke aus den 80er kennt? Gute Frage. Der Unterschied zu den vergangenen Alben liegt vorwiegend in dem natürlichen Reifeprozess einer Band. Was nicht heißen soll, dass man jetzt zu kommerziell oder soft geworden ist. Nein, ich glaube jeder von uns, angefangen bei mir, hat eine Entwicklung gemacht, die man positiv betrachten muss. Es klingt zusammen einfach runder und stimmiger, ohne die Thrash-Wurzeln zu verlieren. Im Gegenteil: Neben der sicherlich herausragenden Arbeit von Achim Köhler, der es wieder verstanden hat, einen Zaubersound zu kreieren, knallt das Teil einfach nur göttlich. Was hat es mit dem Titel „Invictus“ auf sich? Bezieht er sich auf die derzeitige Stimmung in der Band? Ja, ich erwähnte es ja schon: “die Scheibe ist mein persönliches Tagebuch. Es erzählt in Metaphern die Geschichte der Band.“ Und es bestätigt ja auch: Wenn Du ein Ziel verfolgst, den Fokus komplett darauf richtest und dich nicht von Rückschlägen beeinflussen lässt, dann bist Du irgendwann auch am Ziel Deiner persönlichen Wünsche...oder zumindest auf einem sehr guten Weg dahin. Ich hatte erst ein bisschen Magenschmerzen, was den Titel angeht, aber man kann es kürzer und passender nicht auf den Punkt bringen. Auf Eurer neuen Platte befindet sich auch eine Neuaufnahme Eures Klassikers „Possessed By Evil“ – warum habt Ihr gerade diesen Song gewählt und warum gerade für dieses Album? Das ist die Fortsetzung der letzten beiden Alben. Da ich jetzt wieder alle Rechte habe, möchte ich das auch ausnutzen und den Fans alte Klassiker neu aufgenommen präsentieren. Als Dankeschön für die jahrelange Treue. Aber die Songs sollen auch nicht nur neu aufgenommen werden, sondern etwas anders interpretiert und dargestellt werden. So ist das nicht einfach nur ein Cover. Ich hoffe es ist mir mit „Possessed By Evil“ gelungen. Und die Nummer ist ja auch einer unserer bekanntesten Songs. Auf „Invictus“ sind Randy Black und Ben Krahl als Gastmusiker zu hören. Bei welchen Songs wirken sie mit und wie ergab sich die Zusammenarbeit? Randy hat die Drums ergänzt. Ich habe das schon bei der „Revenge Of The Beast“ mit einem Gastmusiker bzw. Schlagzeuger gemacht. Damals war es André Hilgers von RAGE. So bekommt das Klangbild einen ganz anderen Charakter. Ich find das super spannend. Außerdem ist Randy ein super netter Typ. Genau wie Ben auch, der den Bass ganz eingespielt hat, da Andi Nagel seinen Arm im Gips hatte und ich nicht warten wollte. Ich werde das sicherlich wiederholen. Glaubst Du, dass Thrash Metal jemals aus der Mode geraten war?Nein. Denn das ist sicherlich auch eine Lebenseinstellung und kein Modefurz. Ich bin immer wieder begeistert, mit welcher Würde die Leute ihre Kutten tragen und wie sehr man sich mit dieser Musik identifiziert: Ehrlich, geradlinig, wie die Musik eben auch. Was meinst Du, warum wir seit fast 30 Jahren diese Mucke zocken? Ich kann mir ehrlich auch nichts anderes vorstellen. Wie sieht es mit Euren anstehenden Tourplänen aus? Wir wollen dieses Jahr u.a. nach Südamerika und ich bin gerade in Verhandlungen, was ein Charity-Projekt in Südafrika betrifft. Ein sehr bekannter Rapper, der auch schon mit Byoncé Knowles und R. Kelly gearbeitet hat, will das mit einer Tour verbinden. Und dann hoffe ich natürlich, dass wir noch das ein oder andere große Festival in Deutschland spielen. Zeitlich ist das für keinen von uns ein Problem, da außer meinem 2. Gitarristen [Andy] fast alle schon fast hauptberuflich für die Band arbeiten. Das ist eine weitere positive Entwicklung von NECRONOMICON. Das Jahr 2011 ist erst vor Kurzem zu Ende gegangen – war es ein gutes Jahr für NECRONOMICON? Ich hoffe, dass es so positiv weitergeht, wie es geendet hat und wir unsere Ziele voll umsetzen können. Ich habe ein gutes Gefühl. Angefangen mit unserem neuen Label Massacre Records, bis zu den geplanten Tourneen. Es sieht sehr viel versprechend aus. Leider sind wir etwas spät dran mit „Invictus“, denn die großen Festivals haben ihr Billing so gut wie abgeschlossen. Ich bin jedoch guter Dinge, bei dem ein oder anderen noch „rein zu rutschen“. Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen? Ich freue mich einfach auf dieses Jahr. Alles was ich mir vorgenommen habe, hat geklappt und jetzt möchten wir einfach nur raus und spielen, spielen, spielen. Ich hoffe allen Necro-Fans und allen, die es noch werden, ein verspätetes Weihnachtsgeschenk beschert zu haben und dass wir uns in diesem Jahr wo auch immer alle sehen. Ich danke Euch für die jahrelange Treue und verspreche euch: We are possessed again and again and again! Thrashy Greets Euer Freddy & NECRONOMICON Vielen Dank! Metalviech | ||
| Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 31.01.2012 | 11:07 Uhr | ||
Weiteres zu Necronomicon bei Metalnews
News
CD-Reviews
| 27.01.12 | ![]() | Necronomicon Invictus 6 von 7 Punkten |
| 06.03.09 | ![]() | Necronomicon Revenge Of The Beast 5 von 7 Punkten |
Kommentar abgeben
Du musst Dich Einloggen oder Registrieren, um einen Kommentar abzugeben.













![CD Review: King Fear - King Fear [ EP ]](/images/cdcovers/cdcover_1076982353.jpg)
![CD Review: Havok - Point Of No Return [EP]](/images/cdcovers/cdcover_821995499.jpg)









Auf „Invicuts“ klingen NECRONOMICON mit vor allem in Nummern wie „Upon Black Wings“ so melodiös und eingängig wie noch nie, was sicher im Kontrast zum kompromisslosen Angriff von „Revenge Of The Beast“ steht. Woher kommt diese Veränderung?
Glaubst Du, dass Thrash Metal jemals aus der Mode geraten war?


