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Reviews von Die Apokalyptischen Reiter
CD Review: Die Apokalyptischen Reiter - Wie der Weltuntergang ein Teil meines Lebens wurde [Buch]

Die Apokalyptischen Reiter
Wie der Weltuntergang ein Teil meines Lebens wurde [Buch]


Crossover, Death/Thrash Metal
6 von 7 Punkten
"Plattenbau und Weltuntergang"
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Neue Deutsche Härte, Pop, Rock
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Die Apokalyptischen Reiter
Tiefer


Akustik
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Die Apokalyptischen Reiter
Licht


Death Metal, Melodic Metal, Power Metal
6.5 von 7 Punkten
"G-E-N-I-A-L"
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6 von 7 Punkten
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Melodic Death Metal, Power Metal, Prog-Metal
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Death Metal
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Melodic Metal, Modern Metal
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Hard Rock, Rock
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Alternative, Modern Metal
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Interviewpartner: Fuchs

Ach ja, DIE APOKALYPTISCHEN REITER sind sicherlich eine der interessantesten Bands, die Deutschland jemals hervorgebracht hat. Mit jedem Album gewinnen sie mehr und mehr Fans und schaffen es auch noch, ihre alten Fans neu zu begeistern. Durch Ablehnung jeder Grenzen und durch nachdenkliche Texte schaffen DIE APOKALYPTISCHEN REITER ihre ganz eigene Welt. Fuchs, der Sänger der Band, hat sich per Telefon meinen Fragen gestellt. Herausgekommen ist ein sehr interessantes Interview, welches auch verschiedene weltliche und gesellschaftliche Probleme aufzeigt.






Heyho und Grüße aus Österreich! Wie läuft‘s denn so im Lager der REITER? Alles in bester Ordnung?

Hallo! Ja, alles in Ordnung. Die Promos laufen gut … man ist zufrieden.


Vor Kurzem musstet ihr ja einen Line-Up Wechsel vornehmen? Hat sich denn die neue Frau schon gut in die Horde wilder Männer eingelebt?

Ja doch, so gut man das eben sagen kann. Es ist natürlich noch nicht so, als ob man schon 16 Jahre lang zusammen spielt, aber soweit ist alles gut.


Nachdem ihr Anfang dieses Jahres eure Live-DVD „Tobsucht“ veröffentlicht habt, folgt nun ein neues Full-lenght Album „Licht“. Wie kamt ihr auf diesen Namen? Gibt es eine besondere philosophische Bedeutung?

Ja, also Licht steht zum einen für Hoffnung. Es ist ein Statement an uns selbst und natürlich an all jene, die sich nicht mit allen Gegebenheiten im Leben abfinden wollen oder können. Licht steht für Fortschritt, Kampf, Liebe, Mut, Zusammenhalt in glücklichen Momenten in der Not, Skepsis, Fragen und einfach für die letzten anderthalb Jahren REITER-Geschichte. Auch darum, weil es sich mehr oder weniger immer um autobiografische Geschichten handelt. Dinge, die einem passieren, sind unmittelbar in das Album eingeflossen. Wir sind ja keine von jenen Bands, die sich mal für zwei Wochen zurückzieht und dann mal das neue Album schreibt – das funktioniert nicht bei uns. Es ist immer ein fortlaufender Prozess und wenn man so will – ein Tagebuch!


Lass uns mal über die Lyrics der Songs sprechen. Euer Album „Licht“ bietet wie immer sehr viele interessante Aspekte in den Texten. Kannst du uns etwas über den Inhalt des Tracks „Der Elende“ erzählen?

Ja, das ist ein einfach ein Typ, den ich in Bangkok gesehen habe. Und die Person ist wirklich so, wie sie im Songtext auch beschrieben wird. Das heißt - wirklich kriechend - er hatte auch nur noch ein Bein … Durch dieses „Stiefelheer“ von Touristen hat er sich durchgeschlichen. Und es geht auch um diese Armut. Da war dieser Markt, auf dem man alles bekommen konnte, was Asien zu bieten hat - legal oder illegal. Und nebenan saß ein Krüppel auf einem Skateboard, völlig verwachsen und mit einem riesigen Buckel. Das war einfach ein Schock. Es handelt sich bei dem Song also auch um ein sehr persönliches Erlebnis.


Relativ sozialkritisch klingt euer Song „Wir hoffen“. Dieser scheint sich ja um die Klimakatastrophe bzw. um die Ausnützung der Rohstoffe zu drehen und auch um die Unfähigkeit der Menschen zu handeln. Ist das so ungefähr korrekt?

Ja, aber die Menschen sind ja nicht unfähig! Man weiß ja, woran es liegt! Wir wissen ja, was falsch läuft, aber die Maschine läuft einfach weiter. Und ja … das Problem ist, dass niemand konkret wird und niemand etwas dagegen tut. Oder die Leute solidarisieren sich nicht wirklich miteinander und sagen: „So, jetzt ist mal fertig!“ Natürlich auch darum, weil es wahrscheinlich etwas mit Verzicht zu tun hätte. Naja, das ist halt auch ein sehr schwieriges Thema. Es stehen sich immer Interessen gegenüber. Solange es Rohstoffe gibt, werden diese halt auch ausgebeutet, um damit auch Profite zu erzielen. Auf der anderen Seite gibt es da den kolumbianischen Holzfäller, der den Regenwald abholzt, der will natürlich auch seine Familie ernähren. Es ist eben schwierig!


Ja, das auf jeden Fall. Aber es ist sicher auch gut, wenn sich Bands, wie ihr zum Beispiel, mit diesen Themen befassen und die Leute zum Nachdenken anregen. Was ja wahrscheinlich auch das Ziel dieser Texte ist, nicht wahr?

Ja, auf jeden Fall. Als Band hat man ja die Möglichkeit vor vielen Menschen zu stehen und auch viele zu erreichen. Sicherlich ist der „Entertainment“-Faktor enorm wichtig, damit die Leute überhaupt mal zuhören. Natürlich muss es auch eine musikalische Kraft bleiben, die dahinter steht, sonst kann man ja auch auf die Volkshochschule gehen und sich das ganz trocken anhören. Mit dem Unterhaltungsfaktor tut man sich da natürlich viel leichter. Und wir versuchen in gewisser Weise auch, ich sag‘s mal so, aufrührerisch zu sein. Und auch zu sagen, dass die Leute mal über den Tellerrand schauen sollen.




Etwas merkwürdig finde ich ehrlich gesagt das Cover. Wie seid ihr denn auf diese abgefahrene Idee gekommen?

Du findest es merkwürdig? – Dann kommt natürlich gleich mal die Gegenfrage, warum findest du es merkwürdig? *lacht*


Naja, es ist extrem hell, was natürlich zum Titel „Licht“ passt und wenn ich das richtig gesehen habe, dann seid ihr ja nackt, nicht?

Jaa … neeee! Wir treten sozusagen aus dem Licht. Auf dem Cover sind wir ja noch geschlechtslos. Ich denke einfach, dass es gut zum Albumtitel passt. Man könnte ja fast sagen, dass der Song „Wir sind das Licht“, eine Art Titelsong ist. Das ist einfach ne schöne Einheit oder ne schöne Verbindung zwischen Titelsong, Albumtitel und Cover. Und warum soll etwas Helles denn verboten sein? Es ist halt nicht gerade üblich in unserer Szene. Es muss ja nicht immer alles schwarz oder blutverschmiert sein. Man kann auch einfach mal das Gegenteil machen.


Ja, das war natürlich auch meine Hauptaussage mit „merkwürdig“. Man erwartet so ein Cover nicht in der Szene.

Ja, man hat immer das Gefühl, dass es fast schon verboten ist. Aber es sollte langsam bekannt sein, dass DIE APOKALYPTISCHEN REITER immer ihr eigenes Ding machen. Warum soll denn unbedingt eine positive Botschaft verboten sein?


Ich denke nicht, dass es verboten ist. Ich glaube nur, dass die meisten Leute, die Metal hören, nicht erwarten, dass sie eine positive Botschaft vorgesetzt bekommen.

Jo, da muss ich dir natürlich Recht geben.


Musikalisch gesehen, ist „Licht“ eigentlich die logische Fortsetzung des Album „Riders Of The Storm“. Würdest du dem zustimmen?

So eine Frage kann ich immer schwer sagen bzw. beantworten. Wir versuchen immer alles in einem natürlichen Fluss zu belassen. Wir sagen nicht, dass wir etwas nicht nehmen können, weil es nicht „true“ ist oder einfach nicht zu uns passt. Sondern wir versuchen einfach Musik zu machen, kreativ zu sein und sich selbst auszudrücken. Jedes Album ist einfach nur ein Zeitdokument und spiegelt den Stand unserer Entwicklung wieder. So läuft das bei uns einfach, da wird nichts geplant, oder so. Wir lassen uns nicht von kommerziellen, oder auch anderen, Tendenzen in Schach halten. Das Leben ist einfach unsere Inspirationsquelle. Die Geschichten, die uns täglich begegnen und über den Weg laufen. Und so ist es glaube ich auch am ehrlichsten und am authentischsten. Es geht nicht immer nur um Waffen und Satan …


Das waren ja auch noch nie die Themen, die ihr hauptsächlich behandelt haben.

Ne. Aber wir sind natürlich auch mit Black und Death Metal aufgewachsen. So ist es nicht.


Ich verstehe *lach*. Kommen wir zu einem ganz anderen Thema. Wieso habt ihr dafür entschieden gerade den Song „Der Weg“ als
Single zu veröffentlichen?


Oh *lacht*, weil er sich gut eignet. Es ist sicherlich eine Geschichte, die viele Leute anspricht. Das man einfach sagt, wir reichen dir die Hand und laden dich ein, ein Stück mit uns zu gehen. Andererseits ist es ne gute Mischung aus Melodie und Härte – ein recht einfach strukturierte Song, der schnell ins Ohr geht.




Wie sieht es denn diesen Sommer mit Live-Aktivitäten aus?

Diesen Sommer spielen wir nicht ganz so viel, ich glaube nur 18 Shows. Das ist für uns eigentlich relativ wenig. Aber ab 25. Oktober sind wir ja auf großer Tour durch ganz Europa und werden da die Clubs besuchen.


Diese Tour findet mit MUSTASCH, HONIGDIEB und MARIONETTE. Was erwartet den Zuschauer auf einer dieser Shows?

Naja, ich hoffe, dass es sehr bunte und schöne Abende werden, die den Zuschauer dazu bringen, den Horizont etwas zu erweitern. HONIGDIEB sind sicherlich die ausgefallenste Band, die mit an Bord sind. Das geht schon fast in Chanson-Richtung. HONIGDIEB sind eigentlich einfach nur Kult. Das ist übrigens der Sänger von THE IDIOTS, dieser Punk-Band. Weiß nicht, ob du die kennst?


Ich habe einmal etwas von ihnen gehört, aber ich bin jetzt nicht wirklich bewandert in dieser Musikrichtung.

Das muss ja auch nicht sein. MUSTASCH sind ja zum Beispiel in Skandinavien sehr bekannt. MARIONETTE sind eine sehr junge und energiegeladene Band, die eher in die Metalcore-Ecke schlägt. Aber da ist auch noch ein bisschen IN FLAMES und so dabei. Wir denken einfach, dass das ne sehr gute Mischung ist. Wenn man sonst vier Black oder Death Metal Bands im Programm hat, dann wird’s nach der dritten echt irgendwie langweilig. Weil es musikalisch immer in dieselbe Kerbe schlägt, man hat keine Überraschungen.


Wenn du dir 5 Platten überlegen müsstest, welche für dein Leben von besonderer Bedeutung sind, welche wären das dann?

SLAYER – Reign In Blood
GRAVE DIGGER – Heavy Metal Breakdown
KREATOR – Endless Pain
AT THE GATES – Slaughter Of The Soul
IMPALED NAZARENE – Ugra-Karma


Was kann man von den APO-REITERN in der Zukunft so erwarten? Kommt bald wieder ein neues Album?

*lach* Wir sind ja gerade fertig mit dem alten Album. Aber wir schreiben natürlich schon wieder neue Songs. Aber jetzt liegt erstmal der Fokus auf Touren. Wir bereisen ja nicht nur Deutschland, Österreich und Schweiz, sondern auch viele anderen Länder. Jetzt wollen wir erstmal spielen, spielen, spielen …


Sodala. Vielen Dank für deine Zeit. Viel Spaß auf der Tour. Die letzten Worte sind die Deinen!

Ich hoffe, dass wir uns auf Tour sehen!

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 22.08.2008 | 00:30 Uhr

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