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Interviewpartner: Garry Jennings

Schluss. Aus. Vorbei.
Mit „The Last Spire“ veröffentlicht das britische Doom Metal-Urgestein von CATHEDRAL sein definitiv letztes Studio-Album und auch Live-Auftritte sind bereits Geschichte.
Kaum sind die Tränen einigermaßen getrocknet, bleibt die Frage nach dem Warum und somit höchste Zeit, mit Originalgitarrist und Gründungsmitglied, Garry "Gaz" Jennings, wenigstens noch ein paar abschließende Worte bezüglich der Vergangenheit seiner Band, der Zukunft des britischen Doom Metals ohne CATHEDRAL und Reunions zu wechseln.




Hi Gaz, Glückwunsch zu einem großartigen Album und würdigen Abgesang für CATHEDRAL!
Wie fühlst Du Dich denn nun nach Veröffentlichung Eurer aktuellen und zugleich letzten Platte?


Wir sind sehr zufrieden mit der Scheibe, weil wir uns bemüht haben, alles so gut wie irgend möglich zu machen, angefangen vom Songwriting, dem Sound, der Präsentation des Artworks etc., nicht zuletzt natürlich, weil es eben unser finales Album ist...
Ich bin mehr als zufrieden, wie sich die LP entwickelt hat.




Verlässt Du als Gitarrist einer im Doom Metal-Universum so wohlbeleumdeten und einflussreichen Band mit einer solchen Geschichte und Diskografie die Szene leichten Herzens oder doch eher mit einer Träne im Knopfloch?
Ist Euch als Band die Entscheidung leicht gefallen, Schluss zu machen?


Nachdem CATHEDRAL mittlerweile Geschichte sind, bedaure ich nichts. Wir haben mehr erreicht, als wir uns jemals erträumt haben, als wir die Band vor all' den Jahren ins Leben gerufen haben.
Die Entscheidung, die Band aufzulösen, ist schon eine ganze Weile in unseren Köpfen herumgespukt, aber wir haben immer noch zu sehr genossen, was wir da gemacht haben, auch wenn es z.B. finanziell immer schwieriger wurde, die Band am Leben zu halten.
Klar, wenn man in einer Band ist, dann braucht man den Enthusiasmus für die Musik, der uns auch niemals verlassen hat, aber irgendwann fängt auch Geld an, eine Rolle zu spielen, wie das eben im Leben so ist.
Man kann nicht einfach weiter machen, wenn man die Band finanziell nicht unterhalten kann. Dann kommt noch hinzu, dass wir alle nicht mehr unbedingt jugendlich sind und die jugendliche Sichtweise und der jugendliche Impetus abhanden kommen. Wenn man älter wird, ändert sich nun einmal der Blick auf die Dinge und somit ist es uns ziemlich leicht gefallen, die Band ins Grab zu schicken.



Ich habe den Eindruck, „The Last Spire“ hat so ziemlich alles, was die CATHEDRAL-Fans an Euren Platten immer geliebt haben, v.a. Tracks wie „Cathedral Of The Damned“ und „Tower Of Silence“ scheinen mir diverse Eurer Trademark-Sounds und -Elemente zu kombinieren, was vermutlich kein Zufall sein dürfte? Habt Ihr vielleicht sogar versucht, so etwas wie einen Abschiedssong für die Fans zu schreiben?

Es gibt eigentlich keinen echten Abschiedssong, weil ja eigentlich das gesamte Album einen Abgesang auf alles, was wir jemals gemacht haben, darstellen soll.
Wir waren uns allerdings einig, dass unser letztes Album eine richtig harte Doom-Platte werden sollte. Klar, wir hätten noch weiter in Richtung Prog gehen können, wie schon bei „The Guessing Game“ und mit dieser Art von Stil noch mehr experimentieren können und ich bin mir sicher, dass einige Leute das auch gerne gehabt hätten. Andererseits bin ich mir genauso sicher, dass einige aber auch froh sind, dass wir das nicht getan haben. Haha!
Diese LP ist in sich schlüssiger und zusammenhängender, was die gesamte Richtung betrifft.
Ein bisschen Prog hier, ein paar Wendungen und Haken dort, aber ich würde jetzt nicht sagen, total außergewöhnlich. Einfach eine wirklich solide, harte Scheibe.


Wieder einmal hat Terry Patchett ganze Arbeit beim Artwork Eures finalen Werks geleistet.
Jetzt wird er wohl verhungern müssen – zukünftig keine LP-Cover mehr für CATHEDRAL...


Ja, es ist großartig gewesen, Dave Patchett von Anfang an und in all' den Jahren für unser Artwork gehabt zu haben und ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch zukünftig bei anderen Projekten mit von der Partie sein wird.


„The Last Spire“ erscheint auf Lees eigenem Label, Rise Above Records, wie schon Eure „A New Ice Age“-EP neulich. Wie kommt's? War Euer Vertrag mit Nuclear Blast schon wieder ausgelaufen, nachdem Ihr zuvor ja immer über Earache Records veröffentlicht hattet?

Ja, ganz genau, unser Vertrag mit Nuclear Blast war über zwei Platten. Nachdem dieser Vertrag ausgelaufen war, haben wir uns entschieden, die letzte Platte auf Lees Label herauszubringen, für uns eine großartige Gelegenheit, einen Schlussstrich zu ziehen, weil Rise Above in wirklich jeden Aspekt des Album involviert waren – vom Budget über die Aufnahmen bis zum Artwork und endgültigen Release-Date.
Es hat uns außerdem die Möglichkeit eröffnet, nicht für drei Wochen am Stück ins Studio zu müssen und alles auf einmal fertig haben zu müssen. Wir haben das Album über einen Zeitraum von drei oder vier Monaten aufgenommen, bis wir wirklich komplett zufrieden damit waren. So musste z.B. Lee seine Vocals nicht innerhalb von einer Woche aufnehmen und fix und fertig im Kasten haben, ohne jede Chance, das eine oder andere nochmals überarbeiten zu können.
Diesmal konnte er etwas am Wochenende aufnehmen, es mit nach Hause nehmen, sich dort in Ruhe anhören und wenn ihm etwas nicht so gefallen hat, einfach unter der Woche nochmals ins Studio und die Parts, die er nicht gemocht hat, einfach nochmal aufnehmen.




Was hältst Du von den ganzen Reunions u.a. vieler Eurer ehemaliger Earache-Labelmates wie AT THE GATES oder CARCASS? Die einzige Band, die genauso lange unterwegs ist, wie Ihr, scheinen NAPALM DEATH zu sein, die nun tatsächlich die letzten Überlebenden sind, also sich bisher noch nicht aufgelöst haben...

Ja, das scheint derzeit echt angesagt zu sein, dass Bands von früher wieder zusammen kommen und sich reformieren. Ein paar dieser Bands haben da draußen einen Markt und eine Menge Leute wollen sie sehen. Denen kann man wirklich nur alles Gute wünschen. Manche Bands klingen jetzt besser als jemals zuvor, wenn sie sich wieder zusammenraufen und andere sollten es einfach lassen und sich nicht reformieren. Punkt.
Würden CATHEDRAL in der Zukunft wieder zusammen kommen? Ich persönlich möchte das sehr stark bezweifeln. Ein paar der Bands, die Du genannt hast, haben sich getrennt, da waren diese Jungs Mitte/Ende 20 oder so und nun sind sie wieder zusammen und spielen wieder, was nicht so schlimm ist, weil sie mittlerweile Ende 30 oder vielleicht Anfang 40 sind.
Aber wenn sich CATHEDRAL in zehn oder 15 Jahren reformieren würden, dann wären wir ja Ende 50 oder Anfang 60! Das würde dann doch ein bisschen albern aussehen, oder was meinst Du?


Ich hoffe, das ist jetzt keine zu persönliche oder gar nervige Frage, aber als glühender CATHEDRAL-Fan kann ich schlecht umhin, bezüglich Eures gescheiterten Headliner-Slots beim sechsten „Hammer Of Doom“-Festival hier in Würzburg nachzubohren, wo Ihr abgesagt hattet, weil Ihr als [überwiegend] Vegetarier/Veganer nach – den mittlerweile aufgelösten – THE DEVIL'S BLOOD und ihrer Tierblutshow auf die Bühne gemusst hättet. Habt Ihr einen weiteren Abschieds-Gig für Eure deutschen Fans im Auge gehabt und warum ist es nicht mehr dazu gekommen? Ihr werdet vermisst werden, auf hiesigen Bühnen...

Natürlich hat es uns sehr leid getan, als wir dieses Festival abgesagt haben, aber ich habe gelernt, dass man für das einstehen sollte, woran man glaubt, richtig? Genau das haben wir damals getan – für das eingestanden, an was wir glauben und das war eben, nicht auf die Bühne zu gehen, nachdem eine andere Band Tierblut bei ihrer Bühnenshow verwandt hat.
Ich bin Vegetarier, Lee ist Veganer und auch wenn Scott und Brian beide Fleisch essen, haben beide sofort zugestimmt, von diesem Gig Abstand zu nehmen.
Es hat eine Menge Blödsinn von THE DEVIL'S BLOOD gegeben, von wegen wir wollten nur deshalb nicht nach ihnen auf die Bühne, weil sie uns von den Brettern geblasen hätten und wir hätten Angst vor ihnen gehabt.
Totaler Schwachsinn. Bullshit. Nichts von all' dem. Wir sind uns einfach nur treu geblieben, haben gesagt, dass wir nicht auf eine mit Tierblut besudelte Bühne gehen würden und das war schon alles.
Hey, ich hätte überhaupt kein Problem damit, nach ihnen auf eine Bühne zu gehen.
Wir hätten die Bühne ohnehin wohl eher mit denen aufgewischt.




Gibt es ein denn besonderes Ereignis oder eine spezielle Erinnerung in Deiner/CATHEDRALs Live- oder Studio-Karriere, das sich Dir besonders eingeprägt hätte? Ich kann mich z.B. erinnern, Euch live mit SAMAEL in Nürnberg gesehen zu haben, nachdem ich im Jahr zuvor die CATHEDRAL-/CROWBAR-Tour verpasst hatte...

Ich würde meinen, die besten Erinnerungen mit CATHEDRAL sind wohl die, mit SABBATH getourt zu sein und dass Tony Iommi auf einem unserer Songs mitspielt. Besser geht es doch eigentlich gar nicht.


Bist Du für Deinen Teil durch mit dem Musikgeschäft oder ist noch mehr von Dir, den anderen Bandmitgliedern oder vielleicht sogar von CATHEDRAL zu erwarten – irgendwelche Live-Aufnahmen, rare oder unveröffentlichte Tracks, auf die man sich noch freuen darf?

Was das Musikgeschäft betrifft, so bin ich damit ziemlich durch, zumindest was derzeit etwas Ernstes angeht.
Ich habe Songs für ein Solo-Projekt geschrieben und ich habe dafür bisher schon zehn Tracks fertig. Ich brauche nur noch einen Sänger. Das Material ist aber eher direkter NWOBHM, als das, was ich mit CATHEDRAL gemacht habe, aber weil natürlich ich da spiele und es halt mein Stil ist, wird es sicherlich ein paar Dinge geben, die ähnlich klingen werden.
Lee, Scott und ich haben ein paar Songs unter dem Namen SEPTIC TANK geschrieben und als Vier-Track-7''-EP veröffentlicht.
Lee hat [aber] im Augenblick mehr als genug mit seinem Label zu tun, um derzeit etwas Neues anzufangen und ist darüber hinaus auch noch Vater geworden, was ja auch wie ein Vollzeitjob ist.
Scott hat ein paar Shows mit REPULSION gespielt und arbeitet für eine Firma, die online Filme streamt.
Was Brian angeht, kann ich gar nicht sagen, was für musikalische Projekte er am Start hat. Er war in einer Band mit ein paar Freunden, aber ich bin mit nicht sicher, ob sie noch zusammen spielen.
Was unveröffentlichtes Zeug angeht, davon haben wir eine ganze Menge herumfliegen, so dass es in nicht allzu ferner Zukunft ein oder zwei Veröffentlichungen davon geben könnte.
Wir werden abwarten müssen, wie und wann wir dazu kommen, etwas davon zu veröffentlichen.




Was sind Deine persönlichen Top Five-Platten/-Tunes aller Zeiten?

OK, ich würde jetzt nicht unbedingt behaupten, dass das hier meine fünf absoluten Lieblingssongs von all' der Musik sind, die ich in meinem ganzen Leben schon gehört habe - dafür ist diese Frage viel zu schwierig - aber diese fünf Alben haben mein Leben verändert und mich musikalisch inspiriert, das zu tun, was ich musikalisch getan habe:

01. KISS Hotter Than Hell
02. BLACK SABBATH Greatest Hits
03. WITCHFINDER GENERAL Death Penalty
04. TROUBLE Trouble [das 1984er Album, nicht das von 1990]
05. CURVED AIR Second Album


Das wäre es auch schon gewesen, Gaz – vielen Dank für Deine Zeit und die großartige Musik, die Ihr uns geschenkt habt...!
Gibt es irgendetwas, was Du unseren Lesern noch mitteilen möchtest, irgendwelche letzten Worte?


Danke für das Interview.
An alle, die jemals eine Platte oder CD von uns gekauft haben, gekommen sind, um uns live zu sehen oder uns sonst irgendwie unterstützt haben – vielen Dank dafür. Wir haben das stets zu schätzen gewusst. Cheers.

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 14.07.2013 | 20:56 Uhr

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