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Interviewpartner: Gary Holt

Die kalifornischen Thrash-Urgesteine EXODUS haben sich in der Vergangenheit diverse Male als unkaputtbar erwiesen und machen auch mit ihrem neuen Album „Exhibit B: The Human Condition“ keinerlei Anstalten, irgendwelche Kompromisse einzugehen – ganz im Gegenteil: Auf dem zweiten Teil der „Atrocity Exhibition“ geht es so frisch und ungestüm wie zu schon lange nicht mehr. Das und die Veröffentlichung des umjubelten Wacken-Konzertes aus dem Jahre 2008 sind Grund genug, Bandchef und Gitarrist Gary Holt zum Interview zu laden und ihn mit unseren Fragen zu löchern.





Hi Gary! Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns nimmst! Wie geht es Dir und was machst Du gerade?

Mir geht es bestens, danke. Ich entspanne mich zur Zeit ein wenig im Haus meines Bruders.


Zum neuen Album: „Mit Exhibi B: The Human Condition“ setzt Ihr ja bekanntlich die „Atrocity Exhibition“ fort. Welche Grausamkeiten stehen diesmal auf dem Programm?

Wie der Titel schon nahe legt dreht beschäftigt sich das Album vornehmlich mit dem Zustand des Menschen an sich: Gewalt, Brutalität, Arroganz, Dummheit – man kennt das ja. All diese schlechten Eigenschaften machen einen beträchtlichen Teil des menschlichen Wesens aus.


Gab es bestimmte Ereignisse, die Dich veranlasst haben, über die negativen Eigenschaften der Menschheit nachzudenken?

Das sieht man einfach jeden Tag. Man kann ja kaum das Haus verlassen, ohne sofort mit ein paar der schlimmsten Eigenschaften unserer Art konfrontiert zu werden. Das sieht man wirklich überall, wo man hingeht. Das ist für uns natürlich ganz praktisch, denn da der Mensch eben ist wie er ist haben wir immer Dinge, die wir in unseren Songs verarbeiten können [lacht]. Der Mensch ist schon ein ganz schön kaputtes Lebewesen… aber so gibt’s immer was, was man zu einem Songtext machen kann [lacht].


Das Album beginnt mit dem Song „The Ballad Of Leonard And Charles“. Wer sind die beiden?

Leonard und Charles sind Leonard Lake und Charles Ng – sie sind zwei der sadistischsten Serienmörder in der Geschichte des modernen Verbrechens. Sie verübten ihre Morde in Nordkalifornien und waren nicht nur Sadisten sondern hatten auch noch sexuelle Motive und hatten eine Art Vergewaltigungs-Verlies. Sie vergewaltigten, quälten und töteten eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Opfern. Als Leonard Lake gefasst wurde, nahm er sich im Gefängnis mit einer Zyanidkapsel das Leben. Charles Ng wurde nicht so leicht erwischt und floh nach Kanada, was den teuersten Prozess in der Geschichte Amerikas zur Folge hatte, da sie ihn erstmal zurück in die vereinigten Staaten bringen mussten, da Kanada nicht ausliefert, wenn es um die Todesstrafe geht. Die beiden sind nicht so bekannt, wie sie sein sollten, da jeder nur die „großen“ Serienkiller kennt. Leonard Lake und Charles Ng waren zwei wirklich kranke Menschen.


Das Cover Eures neuen Albums zeigt die EXODUS-Version des vitruvianischen Menschen von Leonardo Da Vinci – wie kam Euch die Idee dafür?

Das ist genau das, was wir machen wollten: Die EXODUS-Version des vitruvianischen Menschen. Ich bin ein großer Fan der von Da Vincis Skizzen und als ich sie mir eines Tages mal wieder angesehen habe, traf es mich wie der Blitz: Wir könnten unsere eigene Version seiner bekanntesten Skizze machen. Wir mussten es nur soweit abändern, dass es unseren Anforderung für ein Artwork entspricht. Wir haben ihm noch ein paar extra Arme verpasst, mit denen er ein paar der Dinge hält, die der Mensch gegen den Menschen einsetzt: Eine Maschinenpistole, eine Bibel und den Sprengstoffgürtel eines Selbstmord-Attentäters. Ich finde auch, dass es wirklich gut geworden ist.


Das neue Album klingt weit mehr „Old School“ als sein Vorgänger und ist vor allem wieder um einiges schneller. Was hat Euch dazu gebracht, wieder mehr zur alten Schule zurückzukehren?

Das ist nicht wirklich ein Frage des Nachdenkens, wir sind mit jedem Album nur einfach an einem gewissen Punkt. Jedes Album muss für sich selbst stehen können und dabei auch ein bisschen anders sein, aber gleichzeitig ist alles, was ich schreibe das Produkt eines natürlichen Prozesses. Ich denke nie vorher über einen Song nach sondern setze mich einfach hin und schaue, wie er sich entwickelt. Natürlich klingt die neue Platte mehr „Old School“, ist gleichzeitig aber auch ziemlich modern, was sich aber beides ganz von selbst ergeben hat und nicht aus irgendeinem Konzept heraus entstanden ist. Ich setze mich einfach mit meiner Gitarre hin und fange an Riffs zu schreiben. Es könnte aber natürlich auch was damit zu tun haben, dass ich letztes Jahr ziemlich oft meine alten ANGEL WITCH-Platten gehört habe [lacht]. Nicht, dass die Platte wie ein ANGEL WITCH-Album klingen würde, aber ich habe ganz zufällig wieder damit angefangen, all die Musik zu hören, mit der ich aufgewachsen bin. Ich mich darum wieder viel mit der NWoBHM beschäftigt und vielleicht hat mich das ja unbewusst in eine bestimmte Richtung gesteuert.


Nun haben HEATHEN ja auch gerade eine neue Platte veröffentlicht. Hat Lees [Altus, Gitarre, Anm. d. Red.] Arbeit mit der Band das Songwriting zu Eurem Album oder Euren Zeitplan etwa im Hinblick auf den Studioaufenthalt in irgendeiner Form beeinflusst?

Ganz und gar nicht. Wir hatten dadurch etwas mehr Freizeit und Lee hatte wirklich hervorragende Umstände für die Arbeit am HEATHEN-Album: Er hatte einen Vertrag mit einem Studio, der ihn in die glückliche Lage versetzte, immer dann an der Platte zu arbeiten, wenn er auch wirklich die Zeit dazu hatte. Es war also nicht so, dass Lee mal eben für zwei Monate im Studio verschwunden ist. Er war immer mal eine Woche weg und dann noch mal für ein paar Tage oder so. Das hat dann natürlich für HEATHEN ein bisschen länger gedauert, aber die Platte ist einfach genial geworden. Zum Glück hat da alles bestens funktioniert. So konnte Lee mit zwei Bands arbeiten und trotzdem mit uns auf Tour gehen.


Ihr seid erst vor kurzem von Eurer Tour mit MEGADETH und TESTAMENT zurückgekommen, was ja wirklich ein historisches Line-Up war. Was sind Deine Eindrücke von dieser Tour?

Das war einfach grandios. Die Konzerte waren fast jedes Mal ausverkauft. Wir sind da ja mit alten Freunden getourt und hatten daher wirklich eine Menge Spaß. Leider konnte ich mich nach dem letzten Konzert der Tour nicht wirklich verabschieden, weil ich aufgrund einer kleineren Familienkrise sofort nachhause fliegen musste. Aber neulich habe ich ein paar der TESTAMENT-Jungs bei der Probe getroffen, da wir am gleichen Ort proben und da konnte ich das nachholen. Die Tour war aber wirklich geil. Leider gab es ein paar Konzerte, wo das Publikum etwas zu alt war für meinen Geschmack. Wir spielen normalerweise vor einem Haufen Kids, die einen Haufen Energie haben. All die alten Säcke haben’s mit der Hüfte [lacht]. Aber das waren ja nur wenige Shows, bei denen das Publikum ein bisschen lahm war, weil sie alle schon graue Haare hatten und sich vor dem Moshpit fürchteten. Die letzte Show war in Hollywood und da gab es eins der geilsten Pits, die ich je gesehen habe.


Haben wir eine Chance, dass diese Bands auch gemeinsam nach Europa kommen?

Bisher hat das noch keiner erwähnt, aber sobald es jemand vorschlägt, bin ich sofort dabei. Das wäre ziemlich geil.


Wie sieht es eigentlich mit einer geplanten EXODUS-Tour aus?

Wir kommen für ein paar Festivals zu Euch. Im Juli sind wir dann zuhause, da Lee ja auf die Geburt seines Kindes wartet und dann natürlich zuhause sein möchte. Im August gibt’s dann eine Tour durch die Staaten und für Europa haben wir dann noch etwas geplant, was ich jetzt noch nicht verraten kann, weil es noch nicht offiziell ist.


Anfang des Jahres ist ja auch Eure DVD mit dem Wacken-Konzert erschienen, die obendrein den Dokumentarfilm „Assorted Atrocities“ beinhaltet. Was kannst Du uns darüber erzählen?

Wir haben ja noch nie eine wirklich „offizielle“ DVD veröffentlicht. Wir hatten die Idee dazu erst nach der Show in Wacken, als uns ein Teil des Materials, das dort gefilmt wurde, gezeigt wurde. Der ganze Auftritt hat uns dann im Nachhinein so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, die Rechte zu erwerben und ihn als DVD verfügbar zu machen. Für mich ist jedoch der Dokumentarfilm das Highlight des Pakets, was letztendlich nur daraus entstanden ist, dass Rob [Dukes, Vocals, Anm. d. Red.] uns überall hin mit seiner Videokamera verfolgt hat. Rob hat die komplette Nachbearbeitung mit einem Kumpel übernommen und es ist einfach fantastisch geworden. Es ist aber auch so witzig. Das ist allerdings nur eine Übersicht über die letzten zwei oder drei Jahre und ich fände es schon auch mal cool, eine Komplette Bandgeschichte zusammenzustellen. Das würde allerdings Jahre dauern. Das Problem daran ist, dass 1982 nicht jeder eine Kamera besessen hat [lacht].


Damit sind wir dann auch schon durch – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich kann es kaum erwarten, Euch alle zu sehen, wenn wir endlich wieder durch Europa touren! Ich freu mich drauf, die neuen Songs live zu spielen.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 04.05.2010 | 16:15 Uhr

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