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Interviewpartner: Gary Meskil

PRO-PAIN veröffentlichten wie ein Uhrwerk ein Album nach dem anderen und sind noch längst nicht am Ende ihrer Fahnenstange angelangt. Der neue Output "No End In Sight" sollte jedem PRO-PAIN-Fan gut reinlaufen, auch wenn sich die Band wirklich große Mühe gegeben hat, Abwechslung in die Platte zu bekommen, was definitiv geglückt ist. PRO-PAIN-Chef Gary Meskil [Vocals und Bass] ist jedenfalls sehr zufrieden mit dem neuen Werk. Allerdings ist er mit dem Zustand der Welt ganz und gar nicht einverstanden, wie sich unschwer erkennen lässt. End in sight?




Ich muss zugeben, dass ich euer letztes Album "Age Of Tyranny – The Tenth Crusade" stärker als "No End In Sight" finde, aber es ist auch schwer so ein Album zu toppen. Wie seid ihr an "No End In Sight" rangegangen? Gab es einen Masterplan oder habt ihr einfach drauf los geschrieben?
 
Danke für die ehrlichen Worte. Ich denke, dass "Age Of Tyranny" und "No End In Sight" zwei sehr verschiedene PRO-PAIN-Alben sind – und das war auch unser Ziel. Jeder Fan, der die melodischen Momente auf "Age Of Tyranny" mochte, wird "No End In Sight" sicherlich lieben, wer auf die härteren Sachen steht, der wird wohl "Age Of Tyranny" bevorzugen. Geschmackssache. Unser Ziel und somit auch eine Art Masterplan, war es, ein Album zu machen, dass sich sehr von seinem Vorgänger unterscheidet. Um das zu erreichen, haben wir unsere Songwriting-Gewohnheiten ein wenig umgestellt. Ich denke, dass ein Fehler gewesen wäre, "Age Of Tyranny" ein ähnlich hartes Album folgen zu lassen.


"No End In Sight" ist ein sehr klarer Titel – umso zweideutiger, dass ihr das "No" auf dem Cover durchgestrichen hat. Was steckt dahinter? "No End In Sight" auf die Band bezogen, "End In Sight" auf die momentane Weltlage bezogen?
 
Es bezieht sich beides auf die momentane Situation in der Welt und diverse Endzeitphilosophien.


Wie auch schon "Age Of Tyranny" beinhaltet "No End In Sight" einige Überraschungen und Wendungen, die man PRO-PAIN nicht unbedingt zutrauen würde. Speziell Songs wie "Hour Of The Time", "To Never Return" und "Where We Stand" stechen heraus. Woher kommen diese Ideen und wie fügt ihr sie bestmöglichen in den "normalen" Bandsound ein?
 
Wie gesagt: Diesmal haben wir das Songwriting geändert. Unser Gitarrist Tom Klimchuck hat die meiste Musik auf "No End In Sight" geschrieben. Bei den zehn vorherigen Alben habe ich den Großteil übernommen. Dadurch, dass ich meine Texte und Gesangslinien zu der Musik von jemand anderem schreiben musste, hat das meinen Horizont als Sänger ein wenig erweitert. Das fand ich sehr erfrischend. Zudem finde ich, dass wir jetzt, durch die ganzen neuen Elemente, wirkliche eine einzigartige Band sind, die man keinem Genre zuordnen kann. Wir haben unseren eigenen Stil, der 100% PRO-PAIN ist. Und das ist das wahrhaft Schöne an "No End In Sight".
 



Wer singt denn den Chrous von "Where We Stand" – klingt fast schon ein wenig nach Warrel Dane von NEVERMORE. War das, wie auf dem letzten Album üblich, ein Gastsänger oder warst du das etwa, Gary?

Ja, das war ich. Ich hatte schon immer mehr drauf, als nur den normalen PRO-PAIN-Gesang, aber es war auf unseren vorherigen Alben einfach nicht nötig, anders zu singen. Es wäre schlichtweg unangebracht gewesen, weil die Songs nicht danach verlangt haben. Jetzt ist die Sachanlage anders. "No End In Sight" hat mir genug Raum für Gesangsmelodien gegeben, also habe ich versucht, das Beste daraus zu machen.
 

Lass uns über die Aufnahmen reden. Wo und mit wem habt ihr die Scheibe eingetrümmert?
 
Das ganze Album wurde in Florida aufgenommen. Um die Drums hat sich Jeremy Staska in seinem Studio 13 in Deerfield Beach gekümmert, den Rest haben wir in Tom Klimchucks Homestudio "The Pickle Jar" aufgenommen und abgemischt. Die Aufnahmen liefen sehr smooth ab – bis auf ein paar kleine Fuck Ups, die es immer gibt.


"No End In Sight" ist euer elftes Album. Hätte ihr jemals gedacht, dass ihr so weit kommt? Wie fühlt es sich an, jetzt unter den Veteranen zu weilen und andere, junge Bands beeinflusst zu haben?
 
Es macht mich auf jeden Fall stolz, dass wir schon 16 Jahre in diesem verrückten Business überlebt haben. PRO-PAIN sind seit dem ersten Tag eine Full Time-Band und ich freue mich wirklich sehr darüber, dass wir es schaffen, sehr bequem und gut von der Musik zu leben - alles nach dem "Do It Yourself"-Prinzip. Außerdem ist es natürlich ein unbeschreibliches Gefühl zu hören, dass man andere Bands in irgendeiner Weise beeinflusst hat. Außerdem denke ich, dass wir auch ein gutes Vorbild für viele Bands sind, die sich am Durchbruch versuchen, denn wir sind zwar nicht die größte Band der Welt, aber wir haben doch in vielerlei Hinsicht einiges erreicht.



Da die Band so beständig ist und nicht aufzuhalten wirkt – was wäre ein Grund, PRO-PAIN zu beenden?

Falls wir jemals mit PRO-PAIN aufhören, dann nur zu unseren eigenen Konditionen. Allerdings haben wir sowieso immer nach unseren eigenen Regeln gespielt. Wahrscheinlich gibt es uns deswegen noch. Zum Beispiel sagen uns viele Leute, dass wir zu viele Alben in zu kurzen Zeitabständen veröffentlichen. Darauf können wir nur ein "Fuck Off, wir veröffentlichen so viele Alben wie wir wollen, wann wir wollen" anbieten. Das ist grob gesagt unsere Einstellung zu allem und das hat uns in unserer Karriere wirklich sehr, sehr viel geholfen. Echte Künstler machen Kunst nur für sich selbst.


Auch wenn du es vorhin schon angesprochen hast, aber: Ihr könnt wirklich von der Band leben?

Ja, ziemlich gut sogar. Aber ich habe hart für jeden Penny gearbeitet. Viele Hardcore- und Metalbands denken, dass man mit dieser Art von Musik kein Geld verdienen kann, aber da liegen sie falsch. Man muss nur die richtigen Entscheidungen treffen und immer wissen, wie viel man wert ist. Ich habe mich sehr früh darum bemüht, die Regeln des Musikbusiness zu lernen. Und dieses Wissen ist PRO-PAIN nicht nur einmal zu Gute gekommen.

 
Was repräsentiert das Cover für dich?

Das Cover spiegelt für mich den Albumtitel perfekt wieder: Der momentane Zustand der Welt und eine gehörige Portion Endzeitstimmung. Das Auge ist übrigens das von Horus und die Farben sind düster und blass. Ich finde die Stimmung des Covers wirklich beängstigend.
  

Was ist denn mit Eric Klinger passiert? Was gibt es über seinen Ersatz Marshall Stephens zu berichten?

Eric Klinger hat die Band verlassen, weil wir ihm eröffnet haben, dass wir in Zukunft mehr touren wollen. Er mag das Touren, aber höchstens 16-20 Gigs am Stück. Jetzt spielen allerdings teilweise mehr als 40 Gigs pro Tour und das ist nichts für Eric. Er spielt jetzt jedenfalls in einer Band namens BLOODCLOT, die eine entspanntere Schedule für ihn haben. Wir wünschen ihm auf jeden Fall alles Gute, es gab überhaupt kein böses Blut. Unser neuer Mann, Marshall, ist ein alter Kumpel unseres Drummers JC. Er hat bisher einen großartigen Job für uns geleistet und ist jetzt schon eine treibende Kraft – sowohl auf der Bühne, als auch im Studio.


"No End In Sight" ist weit weniger politisch angehaucht als "Age Of Tyranny". Habt ihr jetzt erstmal genug von Politik?
 
Ich glaube, wenn wir noch mal ein hochgradig politisches Album wie "Age Of Tyranny" aufgenommen hätten, dann hätte ich "No End In Sight" ein wenig wie der zweite Teil gewirkt. Also mussten wir aufpassen, dass wir dem neuen Album sowohl musikalisch als auch lyrisch seinen eigenen Glanz geben. Dadurch, dass sich die beiden letzten Alben so gravierend unterscheiden, ist es jedes für sich auf verschiedene Art etwas Besonderes. Ich denke, dass es eine weise Entscheidung war.



 
Was waren stattdessen die wichtigsten Inspirationen für "No End In Sight"?
 
Die Lyrics von "Age Of Tyranny" erzählten vom damaligen Zustand der Welt im Detail. "No End In Sight" nimmt diese Informationen auf und spinnt den Faden weiter, was alles passieren kann. In anderen Worten: Wir wissen, was passiert, wir wissen, wie es weiter geht und wir wissen, wo das alles enden wird. Was werden wir dagegen tun? Darum "No End In Sight", bzw. "End In Sight" mit dem durchgestrichenen "No".


Glaubst du, dass sich die Lage in den USA verbessern wird, wenn Barak Obama die Wahlen gewinnt?
 
Nein. Jeder, der Obama unterstützt, sollte sich mal anschauen, mit wem er sich umgibt. Seine Berater sind ein ziemlich Angst einflößender Haufen. Es wird sich nichts ändern, egal ob Obama oder McCain gewinnen, das kann ich dir jetzt schon sagen. Ich habe bei den Vorwahlen für Ron Paul [republikanischer Mitbewerber, der sehr früh ausgeschieden ist und in der eigenen Partei als Querschläger gilt – d. Verf.] gestimmt. Er hätte unser Retter sein können, aber die Leute waren einfach zu ignorant und zum Zeitpunkt der Vorwahlen wirkte die Gehirnwäsche schon zu gut. Am Ende ist es wieder mal so, dass sich die Leute selbst die Schuld für ihre Ignoranz, Selbstgefälligkeit und vor allem für ihre Feigheit geben müssen.


Möchtest du sonst noch etwas loswerden?

Danke an alle für die Unterstützung! Ich hoffe, dass euch "No End In Sight" gefällt! Wir hoffen, dass wir viele von euch auf unseren baldigen Europa-Tour sehen!

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 20.08.2008 | 23:29 Uhr

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