.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Tankard
CD Review: Tankard - R.I.B.

Tankard
R.I.B.


Thrash Metal
6 von 7 Punkten
"[Wieder] kein One-Hit-Wonder"
CD Review: Tankard - Life in Beermuda

Tankard
Life in Beermuda


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Rum statt Ruhm"
CD Review: Tankard - A Girl Called Cerveza

Tankard
A Girl Called Cerveza


Thrash Metal
6 von 7 Punkten
"Reinheitsgebot sei gelobt"
CD Review: Tankard - Vol[l]ume 14

Tankard
Vol[l]ume 14


Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Tank[ard] leer?"
DVD: Review: Tankard - Open All Night Reloaded

Tankard
Open All Night Reloaded


6 von 7 Punkten
DVD "Dick, fett und laut"
Mehr aus den Genres
CD Review: Essence - Last Night Of Solace

Essence
Last Night Of Solace


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Wuchtige Dänen-Dresche"
CD Review: Dead To Fall - Are You Serious?

Dead To Fall
Are You Serious?


Metalcore, Progressive, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Überraschung!"
CD Review: Bloodthirst - Sanctity Denied

Bloodthirst
Sanctity Denied


Thrash Metal
3.5 von 7 Punkten
"Durchgekaut und ausgespuckt"
CD Review: Slowmotion Apocalypse - Obsidian

Slowmotion Apocalypse
Obsidian


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Italien : Schweden = 1:0"
CD Review: Slayer - World Painted Blood

Slayer
World Painted Blood


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Schmaler Grat"
CD Review: Disentomb - Misery

Disentomb
Misery


Brutal Death
6 von 7 Punkten
"Brutal-Death-Knaller!"
CD Review: The Stone - Nekroza

The Stone
Nekroza


Black Metal
4.5 von 7 Punkten
"Professionell, aber sperrig!"
CD Review: Obituary - Inked In Blood

Obituary
Inked In Blood


Death Metal
5 von 7 Punkten
"Direkt, brutal, OBITUARY!"
CD Review: The Great Old Ones - Tekeli-li

The Great Old Ones
Tekeli-li


Doom Metal, Post Rock, Post/Avantgarde Black Metal
6 von 7 Punkten
"Lovecraft reborn!"
CD Review: While Heaven Wept - Suspended At Aphelion

While Heaven Wept
Suspended At Aphelion


Heavy Metal
6 von 7 Punkten
"Schauspiel in 11 Akten."
Share:
Band: Tankard Homepage Metalnews nach 'Tankard' durchsuchen Tankard
Interviewpartner: Gerre

Die Hessen Thrasher von TANKARD begaben sich erneut ins Studio 23, um den "Volume 14" Nachfolger "A Girl Called Cerveza" einzuspielen. Logische Konsequenz daraus, ein Interview mit Sänger Andreas "Gerre" Geremia. Der sympathische Frankfurter stand Rede und Antwort in Bezug auf das gerade vollendete Werk, dessen Titel allein schon die Neugier wissenshungriger Journalisten auf den Plan rufen sollte.





Das neue Album erscheint bereits eineinhalb Jahre nach „Volume 14“. Eine sehr kurze Zeit, wenn man bedenkt, das ihr auch das Label gewechselt habt. Wie kam es dazu?

Das verlief eigentlich sehr unspektakulär. Unser Vertrag mit AFM lief aus. Wir haben uns dann einige Sachen angeschaut, eben halt auch Nuclear Blast. Wir haben uns zusammen gesetzt und sind überein gekommen, es einmal zusammen zu probieren. Die geben ordentlich Gas, auch was die Promotion und solche Dinge angeht. Und die sind sehr guter Dinge, dass es mit uns nach vorne losgeht.


Das Album wurde erneut von Michael Mainx im Studio 23 produziert. Ihr wart also mit der bisherigen Zusammenarbeit zufrieden, nehme ich an?

Ja, obwohl wir auch mit den Arbeiten von Andy Classen immer zufrieden waren. Aber wir wollten dann mal einen anderen Sound probieren. „Volume 14“ hat ja bereits sehr erdig geklungen. Es war trotzdem so etwas wie ein Quantensprung von „Thurst“ bis zum letzten Album. Diesmal wollten wir, dass die Gitarren noch mehr brezeln und das ist uns auch gelungen, glaube ich. Trotzdem ist der Sound sehr transparent. Die Zusammenarbeit war auf jeden Fall wieder sehr gut. Zwar harte Arbeit, gerade auch was die Vocals angeht, aber das Ergebnis gibt uns Recht, dass wir die richtige Wahl getroffen haben.


Der Albumtitel hat es ja auch wieder einmal in sich. Wie seid ihr denn darauf gekommen?

Ach, das ist eine Idee von unserem Bassisten Frank. Ich glaube, das ist mal auf unserer ersten Südamerika Tournee entstanden. Da kam dieser Spruch mal auf. Irgend Jemand, keine Ahnung wer das war, holte ihn mal wieder hervor. Da waren wir der Meinung, dass genau dieser Spruch ein geiler Albumtitel sein könnte. So ist das dann entstanden. Verrückte Ideen in die Tat umzusetzen, macht immer noch am meisten Spaß.


Einen Tag mit TANKARD im Studio stellen sich viele als äußerst amüsant vor. Kannst du mir vielleicht die eine oder andere Anekdote erzählen, die sich während der Arbeiten zum Album ereignet haben?

Eigentlich verlief auch hier alles unspektakulär. Ein lustige Story kann ich aber erzählen. Wie du weißt, bin ich ja bekennender Eintracht Frankfurt Fan. Als ich anfing, die Texte ein zu singen, war es Mittags und ich hatte gehofft, wir würden bis abends zum Spiel fertig sein. Daraus wurde aber wieder einmal nichts. Aber ich stellte den Monitorbildschirm lautlos und konnte während des Singens immer mal Fußball gucken. Es blieb nicht aus, dass ich mitten in die Strophe hinein „Tooor“ geschrien habe.


Gitarrist Andy kommentierte viele der Songs als eher „düster“. Wie ernst gemeint sind solche Statements? Müssen wir uns jetzt Sorgen machen?

Das musst du ihn eigentlich selbst fragen. Ich denke schon, wir haben wieder einen gelungenen Mix aus vielen spaßigen Sachen, aber auch mit ernsten Themen. Dementsprechend klingen manche Songs auch etwas ernster oder gar düster. Aber das das ganze Album jetzt komplett düster klingt, da würde ich dann doch widersprechen.


Mein persönlicher Favorit ist „Metal Lady Boy“, nicht zuletzt auf Grund einer populären Gastsängerin. Sicher hast du die Frage nun schon so oft beantwortet. Trotzdem. Wie kam es zu dieser Liaison mit DORO PESCH?

Ich bin bereits seit Jahren bekennender DORO Fan, muss ich mal so sagen. Wir waren letztens mit ein paar Freunden im Colos-Saal in Aschaffenburg beim Konzert. Haben da ein wenig gefeiert, ein paar Bierchen getrunken. Irgendwann standen wir in der dritten oder vierten Reihe. DORO hat mich dann erblickt und rief: „He, da ist der Gerre. Komm mal rauf auf die Bühne.“ Ich bin dann rauf geschwankt und habe ein paar Takte „All We Are“ mitgesungen. Hinterher Backstage kam uns dann diese glorreiche Idee. Wir erzählten ihr, das wir auf der nächsten Platte einen Love-Song machen wollen. Und da sie ein herzensguter Mensch ist, hat sie natürlich sofort zugesagt. Wir sind in Kontakt geblieben und haben ihr das Demo geschickt. Da sie Song gut fand, haben wir ihn zuerst aufgenommen, ihr die Aufnahme geschickt, so dass sie ihren Part in ihrem Studio einsingen konnte. Die Nummer hat ja auch einen lustigen Text, der von den Erfahrungen bei unseren ersten Auftritten in Thailand handelt.




Könntest du dir vorstellen, im Gegenzug auch bei einem DORO Song mit zu wirken?

Wenn sie mich fragt, wäre ich sofort dabei. Gar kein Thema. Bin ja für jeden Schabernack zu haben, haha.


Ein weiterer TANKARD Knaller ist „Rapid Fire“. Eine Nummer, die sicherlich ins Live Programm kommt, oder?

Sicher kommt der Song ins Live Programm. Wir haben aktuell noch mal die Playlist des Albums überarbeitet, „Rapid Fire“ ist jetzt der Opener. Der allgemeine Tenor war halt, dass „Rapid Fire“ der beste Song auf der Platte ist und wir sind ja für jeder Art von Kritik und Anregungen offen. Ich denke, das ist auch absolut o.k. so.


Der Thrash Metal in Deutschland scheint zurzeit auf einem kreativen Höhenflug zu sein. KREATOR ebenso wie auch NECRONOMICON und eben TANKARD. Wie erklärst du dir, dass diese Musik die Leute seit fast drei Jahrzehnten immer noch bei der Stange halten kann?

Wir hatten aber schon ganz andere Zeiten, ich denke da speziell an die Zeit Mitte der neunziger Jahre. Wir haben eben durchgehalten und immer wieder Alben veröffentlichen. Und genau das honorieren die Leute eben. Das du einfach 30 Jahre lang da bist, nie deinen Stil großartig geändert und vor allem nie aufgegeben hast. Dir selbst treu geblieben bist.


Ihr seid sowieso so etwas wie das „Enfant terrible“ des deutschen Thrash Metals. TANKARD steht für Entertainment, für Spaß und gute Laune. Ist es das, was manchen jungen Bands fehlt? Die gewisse Unbekümmertheit, das Rock n Roll Feeling? Einfach nicht nur gut sein, sondern auch unterhaltend?

Gut, ich kann jetzt nicht für andere Bands sprechen. Aber unser Ding war es von Anfang an. Wir haben ja von Beginn an etwas für unser Bier-Image getan. Das zweite Demo nannten wir ja „Alcoholic Metal“, dann folgten Alben wie „Chemical Invasion“ und „The Morning After“, mit denen wir kräftig unser Image kreiert haben. In der Zeit ist die Musik dabei bei vielen Leuten dadurch einfach untergegangen. Das war vielleicht nicht immer von Vorteil, aber wir haben die Sache schon immer mit Spaß verbunden. Was man ja auch immer bei den Live Konzerten beobachten kann. Das passt halt zu uns und macht immer noch eine Menge Spaß. Aber letztendlich muss ja jeder selbst wissen, wie er was rüber bringt.


Apropos Live-Spaß. Da war ja noch die Geschichte mit den 70.000 Tons of Metal. Welche Band rauscht durch Miami mit einer Stretchlimousine? Na klar, TANKARD.

Das war witzig. Wir haben uns bei Freunden getroffen und morgens auf dem Balkon schon ein wenig vorgefeiert. Dann mussten wir eigentlich schnell in unser Hotel, unsere Sachen holen und dann zum Hafen. Plötzlich hieß es, euer Transport ist bereits organisiert. Und dann kam diese Riesenlimousine vorgefahren. Das war natürlich super.


Trotz aller Widrigkeiten war es doch eine tolle Reise, oder? Ich denke da an euren Gig um vier Uhr morgens, bei dem ihr nur alte Sachen gebracht habt. War das eure definitive Geburtstagsparty?

Klar, das war schon ein bisschen ärgerlich. Man hätte alles ein wenig nach hinten schieben können. Aber egal, es waren auch morgens um vier Uhr eine Menge Leute da, die genau so viel Spaß an dem Auftritt hatten wie wir.


Bleiben wir bei euren Live Aktivitäten. Beim letzten Interview hatte ich ja erwähnt, das ich den Namen TANKARD sehr selten auf den Plakaten der Festivals gesehen habe. Das ist in diesem Jahr anders. Ihr seid ja ungemein präsent. Das Rock Hard und beim H.O.A. seid ihr ebenfalls vertreten. Bang Your Head, Party San, Summer Breeze, hab ich was vergessen? Wird also ein harter Sommer für euch...nicht nur wegen der EM

Mitte Juli, wenn das Bang Your Head stattfindet, ist die EM zum Glück ja schon vorbei. Und das RockHard Festival war schon vorher. Passt also alles ganz gut.




Im Herbst dann das ultimative Heimspiel in der Batschkapp. Ist es eigentlich für eine Band immer etwas Besonderes, vor heimischen Fans zu spielen oder ist das ein Gig wie jeder andere?

Nein, absolut nicht. Da freue ich mich ganz besonders drauf. Da kommen viele Kumpel, die uns jahrelang begleitet haben und anschließend werden wir dann ins Speak Easy fahren. Hinzu kommt noch, dass die Batschkapp irgendwann in nächster Zeit umzieht, so dass es vielleicht das letzte Konzert an diesem Standort sein wird, was dort stattfindet.


Auf dem Cover von „Volume 14“ fehlen noch sechs Flaschen bis zur Zwanzig. Die erste davon kommt jetzt dazu. Scheinbar ist auch nach dreißig Jahren die Power nicht raus. „A Girl Called Cerveza“ klingt immer noch so, als hättet ihr die Jugend gepachtet. Da geht es nach wie vor zur Sache. Irgendwie scheint das an TANKARD aber spurlos abzuprallen, oder?

Das macht immer noch unheimlich viel Spaß. Gut, nach manchen Auftritten tut einem schon mal alles weh, das war mit Zwanzig natürlich anders. Das mit den Flaschen stimmt natürlich, auch wenn das mehr so ein Gag war. Jetzt sind es noch fünf Flaschen, mal sehen, ob wir das noch hin kriegen. Ich bin guter Dinge und könnte mir ein Leben ohne TANKARD gar nicht mehr vorstellen. Das ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Wir werden das solange machen, wie wir Bock drauf haben.


Dabei habt ihr noch die Doppelbelastung Musik / Job.

Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Nachteile in sofern, das wir natürlich nicht überall spielen können, wo es uns angeboten wird. Der Vorteil liegt darin, dass wir quasi von der Musik nicht finanziell davon abhängig sind und uns daher etwas freier gestalten können.


Ich hätte euch eigentlich als Supporter für den Mannheimer Bub BÜLENT CEYLAN vermutet. Schließlich ist die Commerzbank Arena ja dein zweites Zuhause? Könntest du dir auch solch ein Event vorstellen? Als Opener für einen Comedian? Oder umgekehrt. Ein Comedian bei Euch im Vorprogramm?

Vorstellbar ist so etwas generell immer. Man muss sich das angucken und anhören und schauen, was geht.


Zum Schluss noch ein paar Worte von Gerre an die werte Leserschaft von metalnews.de.

Ich kann mich nur immer wieder bei allen Leuten bedanken, die uns schon seit 30 Jahren die Stange halten. Ohne euch wären wir nichts. Wir hoffen, das wir euch alle auf den Konzerten sehen und dann feiern wir schön zusammen.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 20.07.2012 | 12:03 Uhr

Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin