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Share: Band: Landmine Marathon | ||||
| Interviewpartner: Grace Perry | ||||
Die US-Deather LANDMINE MARATHON haben kürzlich mit „Sovereign Descent“ ihr neues und inzwischen drittes Album veröffentlicht, das erneut deutlich hörbar den alten Earache-Vorbildern huldigt und auf moderne Trends pfeift. Frontfrau Grace Perry meldet sich kurz und bündig im Metalnews-Interview zu Wort.
Hi Grace! Eure neue CD, „Sovereign Descent“, ist seit einer knappen Woche auf dem Markt. Worin bestehen die Unterschiede zu „Rusted Eyes Awake“? Bei „Sovereign Descent“ war das Songwriting deutlich ausgeprägter, länger und intensiver, und rein von den Texten her es ist bisher mein Lieblingsalbum. Meiner Meinung nach reflektiert diese Scheibe perfekt, wer wir als Band und als Individuen sind. Wie kam es zu dem Titel der CD? Gibt es eine Art Konzept oder Aussage, mal davon abgesehen, dass es klasse klingt? :-) Die meisten Songs auf dem Album sind eine Ermutigung und Schilderung der Vernichtung und des Untergangs von theokratischen Tyrannen, die dafür sorgen, dass die Welt von innen heraus verfault. Also habe ich eine lange Liste mit Titeln gesammelt, und wir waren dann der Meinung, dass „Sovereign Descent“ am besten passt. Was beeinflusst Dich beim Verfassen der Texte? Worum geht es beispielsweise in „Chained By The Same Fate“, „Shadows Fed To Tyrants“ und „Steadfast Hate“? „Steadfast Hate“ ist eine über sieben Minuten lange Fürbitte, dass wir endlich unsere verdammten Augen öffnen und damit aufhören, so ein abstoßendes Leben zu führen. „Chained By The Same Fate“ dreht sich um die Anbetung von Gottheiten aus purer Furcht, bis nichts mehr übrig ist als eine Hülle menschlichen Daseins. „Shadows Fed To Tyrants“ ist meine Interpretation von ‚Ninja Turtles 3’, wo sie in der Zeit zurückreisen.
Dan Seagrave hat ja das neue Artwork angefertigt: Wie kam es zum Kontakt mit diesem Künstler, der in der Death-Metal-Szene bekannt ist wie ein bunter Hund? Welches seiner Cover magst Du am liebsten? Wir konnten es verdammt noch mal nicht glauben, dass Seagrave sich überhaupt dazu bereit erklärt hat, das Cover anzufertigen. Er ist so unglaublich talentiert, und wir haben ihm nur die groben Eckdaten dessen gegeben, was wir eben nicht haben wollen, und ab da hat er einfach angefangen. Es ist einfach der Wahnsinn geworden! Mein Lieblingscover von ihm ist übrigens „Altars Of Madness“ von MORBID ANGEL. „Sovereign Descent“ wurde von Ryan Butler, Eurem Gitarristen, aufgenommen und abgemischt. Wie schwierig ist es, die eigene Musik zu produzieren? Ist dies ein Bonus oder geht irgendwann die Objektivität flöten? Ryan als Produzent und Mischer zu haben, hat auf alle Fälle seine Vorteile. Wir sind dadurch in der Lage, unser eigenes Tempo zu machen, anstatt vielleicht mehr oder weniger ein Wettrennen mit der Zeit beginnen zu müssen. Das erlaubt uns, die einzelnen Takes ganz genau auseinander zu nehmen und den Sound zu bekommen, den wir uns vorstellen. Das kann ein Segen, aber auch ein Fluch sein, da es schwierig sein kann, dabei objektiv zu bleiben. Rückblickend würde ich aber sagen, dass wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sind. Außerdem hat Alan Douches, auch nicht gerade ein Unbekannter, das Mastering übernommen. Wie hat sich dies ergeben? Bei allen unseren bisherigen Veröffentlichungen war Dave Shirk von Sonorous Mastering für das Mastering verantwortlich. Dave hat etliche der frühen Relapse-Records-Scheiben gemastert. Bei „Sovereign Descent“ wollten wir etwas anderes ausprobieren, und Alan Douches’ Name wurde immer mehr zu einer Option. Euch gibt es ja inzwischen seit sechs Jahren, aber trotzdem die Frage, wie eigentlich Euer Bandname zustande kam? Klingt nicht wirklich spaßig, sondern eher ein bisschen nach einem Buch von Richard Bachmann/Steven King, hm? Ohne Witz und ganz ehrlich, wir haben uns mit etlichen Namen befasst, ehe uns das echt zum Hals heraus hing. Wir beschlossen dann, dass LANDMINE MARATHON gut funktionieren würde und zudem einige schicke Bilder für die Zukunft bereithalten würde. Wo siehst Du Eure Haupteinflüsse? Die alten Earache-Helden, beispielsweise BOLT THROWER, scheinen ja ganz gerne mal bei Euch durch? Wir alle mögen solche Bands wie CARCASS, NAPALM DEATH, ENTOMBED, MORBID ANGEL etc. total. Also warum nicht die Musik spielen, die wir klasse finden? Dazu kommt noch, dass die meisten der Jungs damit aufwuchsen, diesen Stil zu hören und selbst zu spielen, sodass es schwer vorstellbar wäre, etwas anderes zu spielen. „Sovereign Descent“ ist jetzt Eure erste ‚richtige’ Veröffentlichung auf Prosthetic Records, die bereits „Rusted Eyes Awake“ neu aufgelegt hatten. Wie läuft die Zusammenarbeit? Prosthetic ist bis jetzt einfach eine großartige Erfahrung. Wir könnten mit ihnen kaum zufriedener sein. Das Label ist klein genug, dass die Bands das Gefühl haben, noch die komplette Kontrolle zu haben, und sich nicht festgenagelt vorkommen. Du bist eine von wenigen Sängerinnen im Death-Metal-Bereich: Wie reagieren eigentlich die Herren der Schöpfung auf eine weibliche Grunzerin? Ich mache das jetzt schon so lange, dass ich glaube, alle Hindernisse, die vielleicht ursprünglich platziert worden sind, aus dem Weg geräumt zu haben. Es ist auch insgesamt ein eher seltenes Erlebnis, dass ich mich irgendwie anders fühle. Neulich hast Du bei der „Hottest Chicks In Metal Of All Time“-Fotosession des Revolver Magazine mitgemacht. Wie war das für Dich? Ich habe es als große Gelegenheit wahrgenommen, mich auf eine Art zu präsentieren, die sich von vielen Mädels, die ihr Aussehen als Verkaufsargument benutzen, da draußen abhebt. Es ist eine wunderbare Sache, eine Frau zu sein, und das sollte nicht von oben herab betrachtet werden. Ich habe kein Problem mit anderen Mädels, die sich für die Bühne aufdonnern, aber das bin einfach nicht ich. Wie sieht es mit den Tourplänen bei LANDMINE MARATHON aus? Und eventuell mit Auftritten in Europa? Alles, was wir irgendwie machen können! Wir spielen im Sommer eine einmonatige US-Tour, und danach hoffen wir dann, im Herbst auf eine Europatour aufspringen zu können. Was sind Deine aktuellen fünf Lieblings-CDs? LUDICRA – „The Tenant“, BLACK BREATH – „Heavy Breathing“, PAUL SIMON – „Graceland“, TEGAN AND SARA – „Sainthood“, und ich kann es kaum abwarten, die neue Scheibe von WATAIN zu hören. Das wär’s dann auch schon, Grace! Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg noch mit LANDMINE MARATHON. Sorry, dass das Interview so verspätet kommt; eigentlich wollte ich es gestern fertig stellen, aber ich hatte mir noch Pilze eingeworfen. [Anmerk. d. Red.: Spruch des Jahres! :-)]
soulsatzero | ||||
| Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 26.04.2010 | 20:33 Uhr | ||||
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| 27.01.12 | ![]() | Landmine Marathon Gallows 5 von 7 Punkten |
| 09.04.10 | ![]() | Landmine Marathon Sovereign Descent 5.5 von 7 Punkten |
| 17.10.09 | ![]() | Landmine Marathon Rusted Eyes Awake 5.5 von 7 Punkten |
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Kommentar von: Varg Vikernes
28.04.2010 -- 11:42













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Wir beschlossen dann, dass LANDMINE MARATHON gut funktionieren würde und zudem einige schicke Bilder für die Zukunft bereithalten würde. 




