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Interviewpartner: Gregor Mackintosh

Drei Jahre nach „Tragic Idol“ stehen PARADISE mit ihrem mittlerweile vierzehnten Studioalbum wieder in den Startlöchern. Gitarrist Gregor Mackintosh äußert sich im Interview zu „The Plague Within“.




Hallo Greg! Wie läuft's kurz vor der Veröffentlichung von „The Plague Within“? Und wie schaut die Resonanz auf das Album bislang aus?

Soweit ich das beurteilen kann, sind die Rückmeldungen auf die beiden bislang vorgestellten Songs überwältigend positiv. Es ist immer eine merkwürdige Zeit, wenn ein Album fertig ist und man nur noch auf dessen Veröffentlichung wartet. Du möchtest einfach, dass alle das Album endlich hören können, damit Du Dir ein besseres Bild davon machen kannst, was die Leute darüber denken.


Was gibt es zum Songwriting von „The Plague Within“ zu berichten, zumal Ihr ja deutlich zurück zu Euren Wurzeln gegangen seid, was am deutlichsten an Nicks Gesang zu erkennen ist. Hat Eure jeweilige Beteiligung bei BLOODBATH bzw. VALLENFYRE ein wenig dazu beigetragen?

Ich habe VALLENFYRE im Jahr 2010 gegründet, also hätte ich die Death-Metal-Aspekte schon früher wieder hätte einbringen können, wenn das ein Faktor gewesen wäre, aber das habe ich nicht getan. Wir waren zudem schon sehr weit mit dem Songwriting für das neue Album fortgeschritten, als Nick zusagte, den Gesangsposten bei BLOODBATH zu übernehmen. Daher hatte weder das eine noch das andere eine wirkliche Auswirkung auf das Album.
Ich denke allerdings, dass der Zeitpunkt einfach richtig war, einige dieser Einflüsse wieder zurückzuholen, und Nicks Einstieg bei BLOODBATH hat ihm vermutlich unbewusst mehr Selbstvertrauen gegeben, diesen Stil wieder auszuprobieren.
Schon immer habe ich die Musik allein geschrieben, während Nick für die Texte zuständig ist. Diesmal waren wir aber wesentlich weniger auf die Einhaltung unserer jeweiligen Bereiche bedacht. So habe ich Nick neue Musik geschickt und ihn darum gebeten, so viele Gesangsstile wie nur möglich beim gleichen Stück Musik auszuprobieren. Danach habe ich die Musik wieder auseinandergenommen und damit begonnen, die einzelnen Songs aufgrund der unterschiedlichen Gesangsparts zusammenzusetzen.
Letzten Endes hat die Umstellung des Schreibprozesses auf diese Art von „Gesangsbaustein“-Methode für ein viel schnelleres und deutlich intuitiveres Songwriting-Erlebnis gesorgt.




Ich bin hinsichtlich des neuen Albums auf folgendes Zitat gestoßen: „Wir wollten, dass es so klingt wie sonst niemand im Metal“. Was war Euch bei der Umsetzung dessen wichtig?

Bei den Aufnahmen haben wir unserem Produzenten einfach mitgeteilt, dass wir kein Album wollen, das wie all die anderen großen Metal-Veröffentlichungen der letzten fünf Jahre klingt. Wir haben schlichtweg tolle Sounds und das richtige Equipment gefunden und dann die Mikros angeschlossen. Auf diesem Weg muss man nicht diese ganze Re-Amp-Geschichte machen und Drumsounds ersetzen etc.
Wir haben auch recht viel mit den jeweiligen Sounds experimentiert. Das war etwas, was wir vor allem in den Anfangstagen gemacht haben. Ich bin der Ansicht, dass der Grundgedanke dahingehend war, zu versuchen, möglichst keine Beschränkungen zu haben.


In musikalischer Hinsicht stechen vor allem das sehr langsame „Beneath Broken Earth“ und das ungewöhnlich schnelle „Flesh From Bone“ heraus. Was kannst Du uns hierzu sagen? Inwiefern war es schwierig, möglichst viele Facetten von PARADISE LOST einzubringen, aber gleichzeitig ein „flüssiges“ Album zu erschaffen?

Das lose Konzept hinter dem Album bestand darin, sich möglichst nicht einengen zu lassen und jegliche bzw. alle Einflüsse in Erwägung zu ziehen. Die zwei Songs, die Du erwähnst, waren die letzten Lieder, die für das Album geschrieben wurden. Wir hatten bereits mit den Schlagzeugaufnahmen begonnen, und ich hatte einfach das Gefühl, dass die Grenzen auf der Scheibe noch mehr ausgelotet werden sollten, also habe ich schnell diese beiden Songs gemeinsam mit Nick geschrieben. Danach haben wir sie an Adrian gemailt, der schon zur Hälfte mit den Drum-Aufnahmen fertig war, und ihn gebeten, doch auch noch diese beiden Stücke einzuspielen.
Das mag jetzt nach einer kühnen Vorgehensweise klingen, aber ich habe feststellen müssen, dass man die interessantesten Resultate erzielen kann, wenn man einfach mal ein oder zwei Joker in allerletzter Minute ins Spiel bringt.
In „Flesh From Bone“ wollte ich frühen Black Metal mit dramatischen Klanglandschaften und klassischen PARADISE LOST verquicken. „Beneath Broken Earth“ hingegen bin ganz sicherlich einfach ich, der seine Liebe für frühen Doom/Death Metal zeigt.


Wie kam der Titel zustande? Worum geht es bei dieser „innewohnenden Plage“ – etwa Geisteskrankheiten in der heutigen Gesellschaft, die Menschheit, die sich selbst immer mehr Richtung Abgrund bewegt etc.?

Der Titel stammt von mir, und hierbei handelt es sich um die letzte Zeile des VALLENFYRE-Songs „Cattle“, in dem es darum geht, etwas/jemandem vollkommen blindlings zu folgen. Die ursprüngliche Idee basierte auf dem Thema Geisteskrankheiten, da dies etwas ist, woran ich über viele Jahre hinweg mal mehr, mal weniger gelitten habe. Als die Texte jedoch immer mehr Form annahmen, haben wir festgestellt, dass es thematisch viel weiter gefasst war. Es gibt kein wirkliches Konzept bei diesem Album, aber wenn es eines gäbe, dann würde es darum gehen, sich mehr seiner eigenen Sterblichkeit bewusst zu werden, während die Jahre vergehen. Ich finde auch, dass die Texte von Nick mit seinem Älterwerden zunehmend introspektiver werden.


Zudem passt das Artwork sehr gut – ich mag die ankommenden Schiffe auf der einen Seite und die gestrandeten Schiffe auf der einen Seite besonders gern. Worum geht es bei dem Cover?

Es basiert lose auf Sisyphus als Metapher für den Kampf um den Verstand, wobei seine Last sein Hirn darstellt. Dieser Ansatz wurde von unserem Künstler mehr und mehr ausgearbeitet, um weitere Elemente, die Du gerade auch erwähnt hast, zu integrieren. Am Schluss gab es dann dieses sehr komplexe Kunstwerk – und ich stimme Dir zu, dass es sehr gut zum Album passt.




Du erwähntest vorhin schon kurz die Produktion von „The Plague Within“. Ihr hab diesmal in den Orgone Studios in London aufgenommen? Wie sah ein normaler Tag im Studio für Dich aus?

Das Studio ist in der Innenstadt von London, also haben wir ungefähr einen Monat lang im Hotel gewohnt. Ich bin jeden Tag zum Studio gelaufen, nachdem ich während der meisten Nächte in meinem Hotelzimmer an den Scratch Tracks getüftelt hatte. Wir haben dann immer besprochen, was wir an diesem Tag erreichen wollen, und haben dann weiter am Sound gearbeitet. Wir haben uns dabei auf sehr lebhafte Takes mit einem guten Klang und nicht auf Perfektion konzentriert. Meiner Meinung nach bedeutet Perfektion den Tod für den Metal.


Vor Kurzem wurde ein Video zum bereits erwähnten „Beneath Broken Earth“ vorgestellt. Wie seid Ihr an das Video herangegangen, und wie stehst Du selbst zu Videos, Live-DVDs etc.?

Wir sind keine großen Freunde von Performance-Videos. Wir ziehen eher Kurzfilme vor, die eine Geschichte erzählen. Als wir angefragt wurden, solch ein Performance-Video zu machen, waren wir sehr zögerlich, hatten dann aber die Idee, dies bei dem langsamsten und grimmigsten Stück umzusetzen, das wir jemals geschrieben haben. Auf diese Art würde es fast wie ein Anti-Video sein, das einfach nur die düstere Stimmung einfängt.
Live-DVDs können eine prima Sache sein, wenn sie gut gemacht sind, finde ich. Persönlich betrachtet habe ich eine Band gegründet, um Alben aufzunehmen und nicht um Videos zu drehen, aber manchmal muss man das einfach machen.


Ihr werdet im August ein Konzert in Bielefeld spielen und in diesem Rahmen das gesamte neue Album live vorstellen. Wie kam es zu dieser Idee, wieso Bielefeld? Interessanterweise tendieren viele Bands ja dazu, eher ein frühes Klassiker-Album komplett zu spielen?

Ich bin froh darüber, dass wir eine Show geben, wo wir die gesamte neue Scheibe spielen, weil es das Album so rüberbringt, wie es gedacht ist. Wo ich das gerade so sage, kann ich mich aber nicht mehr daran erinnern, wie diese Idee eigentlich zustande kam oder warum dies nun genau in Bielefeld stattfinden wird. Ich versuche, an diesem Teil der Band eher nicht teilzuhaben.


Wie sieht es mit Euren sonstigen Tourplänen für „The Plague Within“ aus? Und wie wäre es mit VALLENFYRE als Vorband? ;-)

Hm, das Album erscheint im Juni, also müssen wir die Festivalsaison abwarten. Daher spielen wir einige Festivals und begeben uns dann im September auf Europatour – das wird dann bis Mitte November gehen. Und dann sehen wir einfach mal weiter, was passiert.
Haha, ich könnte VALLENFYRE nicht als Vorband von PARADISE LOST haben. An erster Stelle steht, dass ich dafür gar nicht die Energie hätte.


Vielen Dank für das Interview und alles Gute!




Fotos: Ester Segarra


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 28.05.2015 | 23:20 Uhr

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